Kroatien

Istrien

Istrien, die größte Halbinsel der nördlichen Adria, gehört in großen Teilen zu Kroatien. Mit ihren malerischen Landschaften sowie dem mediterranen Klima zählt sie zu den beliebtesten Ferienregionen Europas. Die sieben Urlaubsregionen Istriens sind so vielfältig, dass sie für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Das kristallklare Meer und zahllose kleine und große Buchten mit schönen Kies- und Felsstränden locken zahlreiche Badeurlauber an die abwechslungsreiche Küste Istriens.  Hier kommen Ruhesuchende ebenso wie sportlich Aktive auf ihre Kosten. Und Kultur und Geschichte finden sich auf der Halbinsel überall: Römische Denkmäler, mittelalterliche Städte und antike Kirchen reflektieren die interessante Geschichte Istriens.


Länderinformationen Kroatien

Kroatien

1.777 km Küste von Istrien über die Kvarner Bucht bis Dalmatien und auf den vorgelagerten Inseln von Krk bis Hvar machen Kroatien zum Ferienparadies für Strandurlauber. Kristallklares Wasser und wunderschöne Kies- und Felsbuchten sind die größten Pluspunkte der Kroatischen Küste. Die einzigartige Karstlandschaft des Hinterlands schützen fünf Nationalparks, die alle schöne Ausflugs- und Wandermöglichkeiten bieten; am bekanntesten sind die Plitwitzer Seen in Norddalmatien. Hinzu kommen noch drei Nationalparks zum Schutz der Küsten- und Inselwelt: Kornaten, Brijuni und Mljet.

Berühmt ist Kroatien natürlich auch für seine Vielzahl an Kulturschätzen von der Antike bis zur k.u.k-Monarchie - allen voran Dubrovnik, die „Perle der Adria“. Das imposante mittelalterliche Altstadt-Ensemble mit dem wehrhaften Mauerring zählt bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ebenso sehenswert ist „Klein-Dubrovnik“, wie Korcula zu Recht bezeichnet wird. Und auch die antiken Highlights können sich mit anderen Kulturstädten rund ums Mittelmeer messen, sei es Split mit seinem Diokletians-Palast, Porec mit der Euphrasius-Basilika oder Pula mit seinem Amphitheater.

Natur und Kultur, Küste und Karst, Urlaubsorte jenseits vom „Ballermann-Tourismus“, stimmungsvolle Stadtzentren, die zum Bummeln und Ausgehen einladen, gute Küche und gute Weine und nicht zuletzt eine gastfreundliche Bevölkerung - dies alles und noch viel mehr bietet Kroatien. Kein Wunder also, dass sich das Urlaubsland wachsender Beliebtheit erfreut.

Reisen im Land

Wenn man Kroatien auf eigene Faust besichtigen will, ist das eigene Fahrzeug die erste Wahl. Das (mautpflichtige) Autobahnnetz ist zwischen den größeren Städten gut ausgebaut und wird ständig erweitert. Die längste und touristisch wichtigste Autobahn ist die A1 Zagreb-Zadar-Sibenik-Split, die seit 2008 auch die Makarska-Riviera anbindet und deren Weiterführung bis Dubrovnik geplant ist. Die Hauptverbindungsstraßen sind meist in gutem Zustand, die schönste ist sicher die Küstenstraße Jadranska Magistrale (Achtung: bei Regen sehr glatter Belag). Die größeren Inseln und auch die Küstenstädte werden von Autofähren (trajekt), v.a. der Reederei Jadrolinija, in der Saison sehr häufig angelaufen, eine Küstenfähre verkehrt zwischen Rijeka und Dubrovnik mit Zwischenstopp u.a. in Sibenik, Split, Hvar und Korcula.

Ein preisgünstiges Fortbewegungsmittel ist der Bus. Die Verbindungen, zum Teil mit modernen Express-Bussen, sind vor allem entlang der Küste und zwischen den größeren Städten sehr gut. Züge verkehren nach Istrien und zur Kvarner Bucht nach Pula, Koper und Rijeka, weiter südlich nach Dalmatien gibt es keine Direktverbindungen zwischen den Küstenstädten. Hier ist Zagreb der Verkehrsknotenpunkt, von wo seit 2004 moderne Neigetechnikzüge nach Split verkehren. Dies gilt auch für die Inlands-Linienflüge von Croatia Airlines (nicht gerade billig), die istrische und dalmatinische Küstenstädte bedienen. Schließlich ist die kroatische Adria auch ein Dorado für Segeltörns, die Marinas sind zahlreich und meist gut ausgestattet (v.a. die des ACI).

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Ulica Grada Vukovara 64

10000 Zagreb

Tel.: +385-1-6300100

Fax: +385-1-6155536

Web: http://www.zagreb.diplo.de

Österreichische Botschaft

Radnicka cesta 80, 9. Stock, (Zagreb-Tower)

10000 Zagreb

Tel.: +385-1-4881050

Fax: +385-1-4834461

E-Mail: agram-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.bmeia.gv.at/botschaft/zagreb.html

Schweizerische Botschaft

Bogoviceva 3

10000 Zagreb

Tel.: +385-1-4878800

Fax: +385-1-4810890

E-Mail: zag.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/zagreb

Für Passangelegenheiten etc. ist die Schweizerische Botschaft in Wien zuständig.

Elektrizität

Das Stromnetz in Kroatien führt 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom. Es können Elektrogeräte mit den in Deutschland, Österreich und der Schweiz gängigen zweipoligen Schuko-Steckern betrieben werden.

Feiertage

Neujahr (1. Januar); Heilige Drei Könige (6. Januar); Ostersonntag und Ostermontag (März/April); Tag der Arbeit (1. Mai); Fronleichnam (Mai/Juni); Tag des antifaschistischen Kampfes (22. Juni); Nationaler Staatstag (25. Juni); Tag der Dankbarkeit (5. August); Mariä Himmelfahrt (15. August); Unabhängigkeitstag (8. Oktober); Allerheiligen (1. November); Weihnachten & Stephanstag (25. & 26. Dezember).

Frauen allein unterwegs

Als Frau in den kroatischen Urlaubsregionen alleine unterwegs zu sein, gilt als unproblematisch, denn auch hier ist die Emanzipation vorangeschritten und die jungen Kroatinnen geben sich selbst- und modebewusst. In den ländlichen Regionen dominiert noch mehr das Frauenbild des Katholizismus, aber wenn frau dies bei ihrem Auftreten berücksichtigt, wird sie meist freundlich aufgenommen. In einigen Regionen besteht noch immer eine Gefährdung durch Landminen. Betroffen sind Ost- und Westslawonien sowie das westliche und südwestliche Grenzgebiet zu Bosnien und Herzegowina. In diesen Gebieten wird dringend davor gewarnt, die Straßen und Wege zu verlassen.

Homosexualität

Eine Reform des Sexualstrafrechts in Kroatien hat eine weitgehende Entkriminalisierung der Homosexualität zur Folge, die zuvor als „widernatürliches Verhalten“ galt. Die größte Gay-Szene haben Zagreb und Rijeka.

Notruf

Die Notrufnummern sind landesweit für Polizei 92, Feuerwehr 93, Erste Hilfe 94; zusätzlich gilt die zentrale Euronotrufnummer 112; die Pannenhilfe des Kroatischen Automobilclubs (HAK) ist unter 987 erreichbar. Während der Sommermonate können Sie die Notruf-Nummer der kroatischen Tourismuszentrale 999999 wählen.

Öffnungszeiten

In Kroatien gibt es für Geschäfte keine gesetzlich geregelten Öffnungszeiten. Sie sind meist Mo-Fr 8-20 Uhr durchgehend und Sa 8-14 oder 15 Uhr, manchmal nur 8-12 Uhr und 16-20 Uhr geöffnet. In vielen Läden kann, v.a. im Sommer, bis 22 Uhr und auch am So eingekauft werden, in größeren Städten in einzelnen Geschäften sogar rund um die Uhr. Banken in größeren Städten und Urlaubsorten haben Mo-Fr meist durchgehend 7-19 Uhr und Sa 7-13 Uhr Schalterstunden, in anderen Orten sind sie über Mittag geschlossen. Postämter stehen Mo-Fr 7-19 Uhr, in kleineren Orten 7-14 Uhr zur Verfügung, in den Touristenzentren z.T. auch länger: Mo-Sa 7-21 Uhr und So 7-14 Uhr. Die meisten Museen in Kroatien sind Di-Sa 8-18 Uhr und So 9-15 Uhr geöffnet und Mo geschlossen.

Trinkgeld

Bei gutem Service sind 10 % des Rechnungsbetrages angemessen. Auch dem Hotelpersonal, Fremdenführern, Taxifahrern, Tankwarten etc. sollte man einen angemessenen Betrag zukommen lassen.

Zeit

In Kroatien gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ, engl. Central European Time, CET) bzw. die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ, engl. CEST). Die Differenz der MEZ zur Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC), beträgt +1 Std., die Differenz der MESZ zur UTC +2 Std. Während der Sommerzeit von Ende März bis Ende Oktober wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt.

Ärztliche Versorgung

Mit dem Eintritt Kroatiens in die EU ist eine ärztliche Behandlung nun auch in Kroatien mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) möglich. Die medizinische Grundversorgung ist damit kostenlos; für bestimmte Untersuchungen/Behandlungen können ggfs. Zusatzkosten anfallen.

Die Versorgung in Krankenhäusern (bolnica), Ambulanzen (ambulanta) und Arztpraxen (lijecnik, doktor) entspricht an der Adria und in größeren Städten mitteleuropäischem Standard. Der Abschluss einer zusätzlichen privaten Reisekrankenversicherung inkl. Rücktransport bei medizinischer Notwendigkeit ist zu empfehlen.

Menschen mit Behinderung

Nach der Privatisierung der staatlichen Hotels, oft verbunden mit gründlicher Renovierung, sind viele Anlagen in den Urlaubsorten behindertengerecht ausgebaut worden. Informationen erteilt die kroatische Zentrale für Tourismus sowie die kroatische Behindertenvereinigung Savez Organizacija Invalida Hrvatske, Savska cesta 3, 10000 Zagreb, Tel./Fax: +385-1-4829394.

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Kroatien ist ein gültiger Reisepass oder Personalausweis bzw. eine Identitätskarte erforderlich. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Für Aufenthalte bis zu 90 Tagen besteht keine Visumspflicht. Ausländische Staatsangehörige sind verpflichtet, sich innerhalb von 48 Stunden nach Einreise beim örtlichen Tourismusbüro oder bei der Polizei registrieren zu lassen (veranlasst i.d.R. der Vermieter oder die Reiseagentur), bei Ortswechsel ist eine erneute Anmeldung erforderlich. Außerdem kann nach dem kroatischen Ausländergesetz vom 1. Januar 2008 von Urlaubern auch der Nachweis verlangt werden, dass sie über ausreichende Mittel (100 EUR, bei nachgewiesener Buchung 50 EUR pro Tag) verfügen, z.B. in Form von Kredit- und Bankkarten, Schecks etc.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Geld und Devisen

Die Landeswährung ist die Kroatische Kuna (Abk.: kn; ISO-4217-Code: HRK). Im Umlauf sind 5-, 10-, 20-, 50-, 100-, 200-, 500- und 1.000-Kuna-Scheine sowie 1-, 2- und 5-Kuna-Münzen. 1 Kuna entspricht 100 Lipa, die es als Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Lipa gibt. Die Ein- und Ausfuhr von Devisen unterliegt keinen Beschränkungen, Beträge über 40.000 HRK sind aber dem Zoll zu melden. Größere Summen sollte man erst in Kroatien tauschen, da dort ein besserer Kurs erzielt wird. Geldwechsel ist in fast allen Hotels sowie bei offiziellen Wechselstuben und Banken möglich. Geldautomaten, an denen man per Karte und PIN-Code Bargeld abheben kann, stehen zudem in den Urlaubsorten ausreichend zur Verfügung. Eurocard-Mastercard, Visa, American Express und Diners Club sind gängige Kreditkarten. Vielerorts kann man jedoch inzwischen auch mit Euro zahlen. Travellercheques werden von Banken, Wechselstuben und auch von manchen Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert, beim Tausch wird eine Bearbeitungsgebühr von etwa 2 % des Betrags erhoben.

Telefon

Die Ländervorwahl nach Kroatien ist 00385, von Kroatien nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041, danach wird in beiden Richtungen die 0 der Ortsvorwahl weggelassen. In Telefonzellen werden ausschließlich Telefonkarten verwendet, die in Postämtern, an Kiosken und in Hotels gekauft werden können. Das Kroatische Mobilfunknetz (T-Mobile Hrvatska, ehemals Cronet) ist modern und flächendeckend.

Zollbestimmungen

Für Reisende aus EU-Ländern bestehen seit dem Beitritt Kroatiens in die EU keine Einschränkungen für die Ein- und Ausfuhr von Waren, die für den Eigenbedarf erworben wurden, wohl aber Richtmengen: Für den privaten Verbrauch dürfen 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren, 1 kg Tabak und 10 l Spirituosen, 20 l Zwischenerzeugnisse, 90 l Wein, davon max. 60 l Schaumwein, und 110 l Bier pro Person mitgenommen werden. Der Wert anderer Waren darf 300 EUR (auf dem Landweg) bzw. 450 EUR (auf dem Luftweg) nicht übersteigen.

Aus Nicht-EU-Ländern dürfen 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumender Wein und 16 l Bier eingeführt werden. Mitgeführte Geldbeträge im Wert von über 10.000 EUR müssen vor der Einreise und auch bei der Ausreise vom Zoll deklariert werden. Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen über 17-Jährige 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Pfeifentabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% sowie andere Waren im Wert von maximal 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen. Weitere Infos auch unter http://www.zoll.de.

Klima & Reisezeit

Das Klima Kroatiens ist geprägt durch das Dinarische Gebirge, das sich fast küstenparallel in Nordwest-Südost-Richtung durch das Land zieht. Dies bedingt eine Zweiteilung mit einem kontinentalem Klima im Binnenland, das sich durch einen kalten Winter, ein regenreiches Frühjahr und einen heißen Sommer auszeichnet. An der kroatischen Adriaküste mit ihren Inseln dominiert dagegen mediterranes Klima mit geringeren Extremen, also mit heißem, trockenem Sommer, mildem, regenreichem Frühjahr und Herbst sowie einem feuchten Winter. In den Sommermonaten sind an der dalmatinischen Adria Lufttemperaturen weit über 30 °C und Wassertemperaturen bis zu 25 °C keine Seltenheit - optimale Bedingungen für einen Badeurlaub. Ein Störfaktor kann dabei in der kalten Jahreszeit allenfalls die Bora sein, ein böiger Fallwind aus dem Dinarischen Gebirge, der kurzzeitige Temperaturstürze von 15 °C und mehr verursacht.

Die beste Reisezeit für Istrien, die Kvarner Bucht und die dalmatinische Küste sind die Monate Mai bis Oktober, wobei in den Monaten Juli und August sowohl die Temperaturen als auch das in- und ausländische Urlauberaufkommen Extremwerte erreichen.

Touristeninformation vor Ort

Tourismusverband Istrien

Pionirska 1

52440 Porec

Tel.: +385-52-452797

Fax: +385-52-452796

E-Mail: info@istra.hr

Web: http://www.istra.hr

Tourismusverband Dalmatien

Prilaz brace Kaliterna 10/I

21000 Split

Tel.: +385-21-490032

Fax: +385-21-490036

E-Mail: info@dalmatia.hr

Web: http://www.dalmatia.hr

Tourismusverband Dubrovnik

Vukovarska 24

20000 Dubrovnik

Tel.: +385-20-324999

Fax: +385-20-324224

E-Mail: info@visitdubrovnik.hr

Web: http://www.visitdubrovnik.hr

Tourismusverband Zagreb

Trg bana J. Jelacica 11

10000 Zagreb

Tel.: +385-1-4898555

Fax: +385-1-4814340

Web: http://www.zagreb-touristinfo.hr

Unterhaltung & Nachtleben

Stimmengewirr erfüllt die Altstadtgassen, wenn sich Jung und Alt auf ein pivo (Bier) oder einen vino (Wein) treffen. Klar, dass sich in lauen Sommernächten das Leben in den Städten und Urlaubsorten überwiegend unter freiem Himmel abspielt. Das Angebot ist entsprechend vielfältig und reicht von Freiluft-Klassikmusik bis zur Open-Air-Disco, von einer beschallten Konoba bis zum exklusiven Hotel-Nightclub. Zahlreiche Sommerfestivals mit umfangreichem Abendprogramm sorgen schließlich dafür, dass alle Nachtschwärmer an der kroatischen Adria auf ihre Kosten kommen.

Essen & Trinken

Die kroatische Küche ist eine Küche der Regionen. Während die Rezepte des Binnenlandes österreichisch-ungarisch bzw. türkisch beeinflusst sind, ist die Küche der Küstenregion mediterran und z.T. italienisch inspiriert. Gedünstetes und Gegrilltes, v.a. Lamm- und Schweinefleisch, Fisch und Meeresfrüchte, mit Gemüsebeilage und zubereitet mit Olivenöl und Wildkräutern, dominieren die Speisekarte. Die Kroaten lieben Vor- und Zwischenspeisen, wie den bekannten prsut (Schinken, in Istrien luftgetrocknet, in Dalmatien geräuchert) sowie Kuh- oder Schafsmilchkäse. So wird wohl jeder Urlauber ein restoran (Restaurant), eine gostiona (Gaststätte) oder eine konoba (kleines, einfaches Lokal, auch Weinstube) nach seinem Geschmack finden.

Shopping

Das Angebot an Holz- und Metallarbeiten, Keramik und Kristall, Textil- und Lederwaren sowie anderen Souvenirs ist in den Läden und auf den Märkten in den kroatischen Urlaubsgebieten sehr groß. Wer gut hinschaut, kann schöne Handarbeiten erstehen, z.B. filigranen Gold- oder Silberschmuck. Sehr beliebt sind kulinarische Mitbringsel, wie Schinken (prsut), Schafskäse, Olivenöl, Kräuter und Weine. Hochprozentigere Reiseandenken sind der Traubentrester lozovacka (loza), der Kräuterschnaps travarica sowie der süße Dessertwein prosek. Die großen Bauernmärkte bieten hierfür gute Einkaufsmöglichkeiten.

Anreise

Mit der Bahn

Aus verschiedenen europäischen Städten (z.B. Frankfurt am Main, München, Wien, Salzburg, Zürich) bestehen Direktverbindungen nach Zagreb. Eine Zugfahrt von München nach Zagreb dauert etwa 9 Stunden (http://www.bahn.de). Von Wien nach Zagreb sind rund 6,5 Stunden einzukalkulieren (http://www.oebb.at) und von Zürich nach Zagreb knapp 14 Stunden (http://www.sbb.ch). Der Zagreber Hauptbahnhof Zagrebacki Glavni kolodvor liegt im Stadtzentrum am König-Tomislav-Platz. Vor dem Bahnhof halten Straßenbahnen; mit Linie 2 oder 6 gelangt man bspw. zum zentralen Busbahnhof (Autobusni Kolodvor), an dem zahlreiche Fernbusse in andere Teile des Landes abfahren. Eine Weiterreise mit dem Zug kommt nur in den seltensten Fällen in Frage, da das Bahnnetz in Kroatien längst nicht so engmaschig ist wie das Netz an nationalen Buslinien.

Mit dem Flugzeug

Croatia Airlines bietet Flüge von Frankfurt am Main, München, Wien und Zürich über Zagreb nach Split, Pula, Rijeka, Brac, Zadar und Dubrovnik an (http://www.croatiaairlines.com). Die durchschnittliche Flugzeit von Frankfurt nach Zagreb beträgt etwa 90 Minuten. Der Flughafen Zagreb liegt 17 km südöstlich der Stadtmitte (http://www.zagreb-airport.hr). Shuttle-Busse stehen am Flughafenausgang bereit. Die Fahrt zum Busbahnhof dauert etwa 20 Minuten.

Mit dem Bus

Busse der Deutschen Touring fahren von Frankfurt am Main, München, Stuttgart und Wien nach Zagreb, Split und Rijeka (http://www.touring.de). Weitere Informationen für Deutschland gibt es bei der Deutschen Touring Gmbh (http://www.deutsche-touring.com), für Österreich bei der Eurolines Austria - Blaguss Reisen GmbH (http://www.eurolines.at) und für die Schweiz bei Alsa & Eggmann (http://www.eurolines-schweiz.ch).

Die Busse fahren den zentralen Busbahnhof in Zagreb (Autobusni Kolodvor) an. Von hier starten täglich zahlreiche Busse in andere Städte und Orte des Landes.

Feste & Veranstaltungen

Januar/Februar Der Karneval in Rijeka wird mit einem besonders farbenprächtigen Umzug gefeiert (http://www.ri-karneval.com.hr).

Juli Auf dem Garden Festival in Petrcane (Zadar) herrscht jedes Jahr eine ausgelassene Partystimmung unter freiem Himmel (http://www.thegardenfestival.eu).

Juli/August Auf dem Programm des Dubrovniker Sommerfestivals stehen kroatische sowie internationale Theateraufführungen und Konzerte (http://www.dubrovnik-festival.hr).

Opern, Konzerte sowie Theater- und Balletaufführungen sind Teil des Spliter Sommerfestes, Splitsko ljeto (http://www.splitsko-ljeto.hr).

August Das Špancirfest ist ein zehntägiges Straßenfest in Varaždin. Das Fest bietet verschiedene Akrobatik- und Tanzperformances sowie Klassik-, Jazz-, Rock- und Hip-Hop-Konzerte (http://www.spancirfest.com).

Ein absolutes Highlight sind die Sinjska Alka, die Ritterspiele in Sinj.

Steckbrief

Amtssprache: Kroatisch

Bevölkerung: rund 4,5 Mio. Einwohner

Fläche: 56.542 km²

Hauptstadt: Zagreb (rund 750.000 Einwohner)

Landesvorwahl: +385

Währung: Kuna (Abk.: kn; ISO-4217-Code: HRK)

Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit (MEZ)

Praktische Hinweise

Impfungen

Es existieren keine Impfvorschriften für Kroatien. Jedoch kann eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die durch Zecken übertragen wird, bei einer Reise in bestimmte Gegenden in den Sommermonaten sinnvoll sein.

Darüber hinaus empfiehlt sich ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei längeren Aufenthalten (über 4 Wochen) oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Information im Heimatland

Kroatische Zentrale für Tourismus (D)

Hochstraße 43

60311 Frankfurt/Main

Tel.: +49-69-2385350

Fax: +49-69-23853520

E-Mail: info@visitkroatien.de

Web: http://croatia.hr

Kroatische Zentrale für Tourismus (A)

Liechtensteinstraße 22a/1/1/7

1090 Wien

Tel.: +43-1-5853884

Fax: +43-1-585388420

E-Mail: office@kroatien.at

Web: http://croatia.hr

Kroatische Zentrale für Tourismus (CH)

Seestraße 160

8002 Zürich

Tel.: +41-43-3362030

Fax: +41-43-3362039

E-Mail: info@visitkroatien.ch

Web: http://croatia.hr

Haustiere

Haustiere (Hunde, Katzen, Frettchen), die innerhalb der EU (einschl. Schweiz) in ein anderes Land eingeführt werden, müssen eindeutig mit einer Tätowierung oder einem Mikrochip identifizierbar sein; seit Juli 2011 ist der Mikrochip für neu gekennzeichnete Tiere Pflicht. Jedes Tier muss einen EU-Heimtierausweis besitzen, der von jedem dazu ermächtigten Tierarzt ausgestellt werden kann, und in dem dieser bestätigt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft wurde. Im Falle einer Erstimpfung muss diese mind. 21 Tage zurückliegen. Die Fristen für Folgeimpfungen müssen dabei gemäß Impfstoff-Hersteller berücksichtigt werden. Für Haustiere, die jünger als drei Monate sind, gelten spezielle Vorschriften, ebenso für bestimmte Hunderassen.

Weitere Informationen (auch bzgl. anderer Heimtierarten) sind auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unter http://www.bmelv.de (Verbraucherschutz > Reisen & Verkehr), bei der Botschaft oder konsularischen Vertretung sowie bei der jeweiligen Veterinärbehörde des Ziellandes erhältlich.

Kriminalität

Grundsätzlich ist die Kriminalitätsrate in Kroatien nicht höher als in den deutschsprachigen Ländern. Dennoch kommt es natürlich auch hier gelegentlich zu Diebstählen und Trickbetrügereien. Man sollte stets darauf achten, z.B. keine Wertsachen offensichtlich im geparkten Auto liegen zu lassen und Bargeld nur in benötigten Mengen bei sich zu führen.

Trotz umfangreicher Minenräumungsaktionen nach dem Balkankrieg, besteht außerdem in einigen Gebieten (v.a. Ost- und Westslawonien, südliches und westliches Grenzgebiet zu Bosnien und Herzegowina) noch immer eine gewisse Minengefahr. Straßen und Wege sollten hier nicht verlassen werden. Bekannte Minenfelder sind teilweise mit entsprechender Markierung versehen (z.B. durch Schilder mit dem Aufdruck „Ne Prilazitze“ oder gelbe Plastikstreifen). Leerstehende Gebäude und Trümmerfelder dürfen nicht betreten werden.