Urlaub in der Tschechischen Republik

Mit Tschechien verbinden viele Urlauber besonders die glänzende Hauptstadt Prag mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Die Karlsbrücke, der Burgberg Hradschin mit dem Veitsdom oder das alte Rathaus am Altstädter Ring mit seiner berühmten Uhr. Doch nicht nur Prag mit seinem urbanen Flair, geprägt von Geschichte und Moderne, ist einen Besuch wert. Auch der Rest des Landes bietet unzählige Möglichkeiten für einen erholsamen oder auch aktiven Urlaub – mit vielen kulturellen Angeboten.

Tschechien – und hier besonders Böhmen - gilt unter Wellness-Urlaubern und Wintersportlern, welche die Touristenströme in den Alpenländern eher meiden wollen, als Geheimtipp. Wintersportorte wie Spindlermühle (Špindlerův Mlýn) im tschechischen Riesengebirge versprechen Skiurlaubern viel Schnee und jede Menge Spaß auf den Pisten. Für einen Wellness-Urlaub eignen sich die berühmten Kurorte Marienbad (Mariánské Lázně), Franzensbad (Františkovy Lázně) oder Karlsbad (Karlovy Vary). An der Elbe, direkt an der deutschen Grenze, liegt die sogenannte Böhmische Schweiz mit ihren markanten Felsformationen und bildet den Nationalpark Böhmische Schweiz.

Hotels Tschechische Republik

4 Sterne Hotel: Absolutum Hotel, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Adria, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Ametyst Praha, Prag, Böhmen
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5 Sterne Hotel: Art Deco Imperial, Prag, Böhmen
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5 Sterne Hotel: Art Nouveau Palace, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Botanique Hotel Prague, Prag, Böhmen
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3 Sterne Hotel: Central, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Clarion Congress, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Don Giovanni Prague, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Duo Hotel, Prag, Böhmen
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5 Sterne Hotel: Eurostars Thalia, Prag, Böhmen
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3 Sterne Hotel: Exe City Park, Prag, Böhmen
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3 Sterne Hotel: Golf Hotel, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Grand Majestic Plaza, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Grandior Hotel Prague, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Grandium Prague, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Green Garden, Prag, Böhmen
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4 Sterne Hotel: Hermitage Hotel Prague, Prag, Böhmen
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3 Sterne Hotel: Ibis Mala Strana, Prag, Böhmen
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Klima & beste Reisezeit für Ihren Urlaub in der Tschechischen Republik

Urlaub in der Tschechischen Republik geht natürlich das ganze Jahr über, nur eben immer ein wenig anders. Wenn es vor allem um Städte, Kultur und entspanntes Unterwegssein geht, sind Mai, Juni und September oft die angenehmsten Monate. Für Sommerstimmung eher Juli und August, für Hoffnung auf Schnee eher Januar und Februar. Und wenn Sie es ruhiger mögen, mit etwas mehr Wetterlotterie, dann kann selbst die Nebensaison überraschend gute Wochen bringen.

Als besonders gute Reisezeit gelten oft der späte Frühling und der frühe Herbst. Also ungefähr Mai, Juni sowie September. Dann sind die Temperaturen meist angenehm, häufig zwischen milden 18 und 25 Grad, manchmal auch etwas darüber. Städte wie Prag, Brünn oder Český Krumlov lassen sich dann entspannt erkunden, ohne dass die Hitze zu sehr aufs Gemüt schlägt. Auch Wanderungen im Böhmerwald, im Riesengebirge oder in den sanften Hügellandschaften machen dann richtig Spaß. Dazu kommt: Die Natur sieht oft besonders schön aus, entweder frisch grün oder schon leicht golden. Das sind diese Wochen, in denen vieles einfach passt.

Natürlich ist der Hochsommer im Juli und August ebenfalls beliebt. Viele Familien reisen dann, Freibäder sind geöffnet, Seen und Stauseen werden genutzt, Biergärten und Straßencafés sind voll. Allerdings kann es in dieser Zeit auch heiß werden. Temperaturen über 30 Grad sind inzwischen keine Seltenheit mehr, vor allem in tieferen Lagen und in Städten. Sightseeing kann dann schon etwas anstrengender werden, sofern Sie etwas empfindlicher auf Hitze reagieren. Dazu kommen mehr Besucher an bekannten Orten und teils höhere Preise.

Weniger ideal empfinden manche den Zeitraum zwischen November und März, zumindest für klassische Rund- oder Städtereisen. Das Wetter ist dann oft grau, feucht und kühl, Nebel gehört stellenweise dazu. In tieferen Regionen fällt nicht immer zuverlässig Schnee, stattdessen gibt es manchmal dieses nasskalte Wetter, das weder Winterromantik aufkommen lässt, noch angenehm ist. Für Spaziergänge durch Altstädte gibt es bessere Monate.

Ganz anders sieht es aus, wenn Sie Wintersport mögen. Dann können Januar und Februar ziemlich attraktiv sein, besonders in den Gebirgsregionen wie dem Riesengebirge oder Erzgebirge. Dort sind Skiurlaub, Langlauf und Winterwanderungen gut möglich, je nach Schneelage natürlich. Die Winter sind allerdings wechselhaft geworden. Manche Jahre liefern reichlich Schnee, andere eher wenig. Ein Blick auf aktuelle Bedingungen lohnt sich deshalb immer.

Der April und auch der späte Oktober sind typische Übergangszeiten. Mal sonnig und überraschend warm, mal windig und regnerisch. Wenn Sie also keine festen Outdoor-Pläne für Ihren Aufenthalt haben und etwas Flexibilität mitbringen bezüglich des Wetters, können auch diese Monate ihren Reiz haben.

Sehenswürdigkeiten und sehenswerte Orte für Ihren Urlaub in der Tschechischen Republik

Das Land ist dicht gefüllt mit Burgen, Altstädten, Klöstern, Parks und Orten, die oft erstaunlich nah beieinanderliegen. Viele Reisende fahren verständlicherweise erst einmal in die Hauptstadt Prag. Wenn das zeitliche Budget Ihres Urlaubs es aber hergibt, lohnt sich auf alle Fälle ein Blick in weitere Regionen des Landes. Es gibt hier wirklich mehr zu entdecken, als viele erahnen.

Trotz allem beginnen wir in Prag: Die Prager Burg ist eines der größten geschlossenen Burgareale der Welt und seit dem 9. Jahrhundert politisches Zentrum des Landes. Heute sitzt hier der Präsident, gleichzeitig ist das Gelände eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Europas. Innerhalb der Burganlage liegen Paläste, Höfe, Gärten und Kirchen, sodass man eher durch einen kleinen historischen Stadtteil läuft als durch eine einzelne Burg. Besonders spannend ist, dass hier Romanik, Gotik, Renaissance und Barock direkt nebeneinander stehen. Man sieht also mehrere Epochen auf wenigen Wegen. Man unterschätzt außerdem leicht, wie weitläufig das Areal wirklich ist.

Und mitten in der Prager Burg steht die nächste Sehenswürdigkeit: Der Veitsdom ist eine gotische Kathedrale und das bedeutendste Kirchenbauwerk Tschechiens. Der Bau begann im 14. Jahrhundert unter Kaiser Karl IV., fertig wurde vieles allerdings erst im 20. Jahrhundert. Im Inneren befinden sich Königsgräber, die Wenzelskapelle mit reichen Verzierungen und hohe Fenster mit farbigem Glas. Wer sich für Geschichte interessiert, bekommt hier automatisch einen Überblick über die böhmische Monarchie. Und selbst Menschen, die sonst keine Kirchen anschauen, bleiben meist kurz stehen und bewundern die Architektur.

Die Karlsbrücke ist eine steinerne Brücke aus dem 14. Jahrhundert über die Moldau und verbindet Altstadt und Kleinseite in Prag. Sie wurde unter Karl IV. begonnen und ersetzte eine ältere Brücke, die zerstört worden war. Auffällig sind die vielen barocken Heiligenfiguren, die heute das Bild prägen, auch wenn viele Originale inzwischen geschützt wurden. Früh morgens oder spät abends zeigt sie eine ganz andere Seite als tagsüber, deutlich ruhiger. Als Verkehrsweg war sie früher lebenswichtig, heute ist sie eher Bühne, Treffpunkt und Aussichtsort zugleich. Muss man gesehen haben.

Der Altstädter Ring in Prag ist ein historischer Marktplatz, umgeben von Bürgerhäusern, Kirchen und dem Alten Rathaus. Seit dem Mittelalter war er Handelszentrum und öffentlicher Platz der Stadt. Berühmt ist die astronomische Uhr am Rathaus, ein technisches Kunstwerk aus dem 15. Jahrhundert, das noch immer Menschenmengen anzieht. Rundherum erkennt man gotische Fassaden, barocke Umbauten und spätere Ergänzungen. Gerade daran sieht man gut, wie Städte sich Schicht für Schicht verändern.

Wenn Sie eine Anreise mit dem Auto planen, sollten Sie eine Besichtigung von Krumau an der Moldau in Erwägung ziehen. In der tschechischen Republik als Český Krumlov bekannt. Dieser kleine und wunderschöne Ort in Südböhmen ist eine mittelalterlich geprägte Altstadt mit großem Schlosskomplex und gehört zum UNESCO-Welterbe. Die Moldau windet sich hier in Schleifen um den historischen Kern, was dem Ort fast etwas Bühnenhaftes gibt. Das Schloss entstand über Jahrhunderte und vereint mehrere Baustile, vom Mittelalter bis zum Barock. Besonders selten ist das erhaltene Barocktheater mit historischer Bühnentechnik, so etwas gibt es kaum noch. Viele reisen nur für einen Tagesausflug an, dabei lohnt eine Übernachtung deutlich mehr, weil der Ort morgens und abends viel entspannter wirkt.

Kutná Hora ist eine frühere Silberstadt ca. 80 Kilometer östlich von Prag, die im Mittelalter zeitweise enorm reich war. Der Silberbergbau machte die Stadt zu einem Machtfaktor im Königreich Böhmen. Sehenswert ist vor allem die Kirche St. Barbara, eine große gotische Kirche, die den Bergleuten gewidmet war und bis heute das Stadtbild bestimmt. Ebenso bekannt ist das Beinhaus von Sedlec, eine Kapelle, deren Dekoration aus menschlichen Knochen gestaltet wurde – ungewöhnlich, etwas düster, historisch aber sehr interessant. Wer verstehen möchte, warum Geld und Rohstoffe Städte wachsen ließen, ist hier richtig.

Karlovy Vary, bei uns wahrscheinlich besser bekannt unter dem Namen Karlsbad, ist ein traditionsreicher Kurort in Westböhmen. Berühmt wurde die Stadt für ihre Thermalquellen und elegante Bäderarchitektur. Seit dem 18. und 19. Jahrhundert kamen Adelige, Künstler und später internationale Gäste zur Kur hierher. Die Kolonnaden, also überdachte Wandelhallen an den Quellen, prägen das Stadtbild bis heute. Man kann das mineralhaltige Wasser direkt kosten, was nicht jeder sofort liebt. Nebenbei ist die Stadt auch wegen des Filmfestivals bekannt, was dem Kurort einen modernen Touch gibt.

Ein echter Geheimtipp ist Kroměříž in Mähren. Dort steht ein erzbischöfliches Schloss, also ein ehemaliger Residenzbau hoher Kirchenvertreter, dazu ein berühmter Lustgarten im barocken Stil. Die Gartenanlage wurde bewusst streng geometrisch geplant und gehört zum UNESCO-Welterbe. Wer Parks, historische Planung und ruhigere Städte mag, findet hier oft mehr Atmosphäre als an manchen überlaufenen Hotspots.

Noch weniger bekannt ist die Burg Pernštejn in Mähren, eine mittelalterliche Höhenburg aus dem 13. Jahrhundert. Sie liegt abgelegen im Waldgebiet und wirkt nicht nur wie eine Filmkulisse, sondern war schon sehr oft eine. Produktionen wie ‘Nosferatu’, ‘Van Helsing’ oder ‘Indiana Jones’ haben sie als Drehort genutzt. Historisch gesehen ist die Burg bemerkenswert gut erhalten. Anders als viele stark umgebaute Schlösser zeigt sie noch deutlich ihre Wehrfunktion mit Mauern, Toren und steilen Zugängen. Sie taucht weniger oft in Reisekampagnen auf, weswegen der Besuch der Burg ein entspanntes Vergnügen ist.

Wer Natur sucht, sollte die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt im Nordosten anschauen. Wir sprechen hier von einem Sandsteingebiet mit hohen Felsformationen, Schluchten und Wegen. Es handelt sich um eine natürliche Landschaft, keine gebaute Sehenswürdigkeit, aber kulturell längst ein Klassiker. Schon im 19. Jahrhundert kamen Reisende hierher. Manche Wege wirken beinahe unwirklich schmal, dann öffnet sich wieder ein weiter Blick. Vielleicht ist dieser Ort einer der überraschendsten Orte des Landes.

Was kann man im Urlaub in der Tschechischen Republik unternehmen?

Ein Urlaub in der Tschechischen Republik kann erstaunlich abwechslungsreich sein, weil sich Städte, Natur und aktive Erholung ziemlich unkompliziert verbinden lassen. Natürlich kommt einem zuerst Prag in den Sinn, dabei bietet das Land auch für Wanderer, Wintersportler, Radfahrer oder Wellness-Fans eine Menge. Dieses Land ist nicht riesig, aber gerade das ist in diesem Fall angenehm - Wege sind oft nicht endlos lang. Man kann also an einem Tag einiges erleben, ohne ständig nur im Auto zu sitzen.

Was hier immer gut funktioniert, sind klassisches Sightseeing und endloses Entspannen und Entschleunigen. Burgen besuchen, durch kleine Altstädte bummeln, Märkte entdecken oder spontan in ein Café flüchten, wenn ein Regenschauer kommt. Die Tschechische Republik ist dafür ein gutes Land, weil ständig irgendwo etwas Interessantes am Weg liegt.

Sehr beliebt ist Wandern, besonders im Riesengebirge, im Böhmerwald oder in der Böhmischen Schweiz. Dort finden Sie gut markierte Wege, Aussichtspunkte, Wälder und Strecken für ganz unterschiedliche Fitness-Level. Mal läuft man gemütlich durch Täler, mal geht es deutlich steiler bergauf. Unterwegs stehen oft Berghütten oder kleine Gasthäuser, was definitiv motiviert, auch die letzten Kilometer noch zu gehen.

Im Sommer ist Radfahren eine gute Option. Entlang der Moldau, der Elbe oder durch südmährische Weinregionen gibt es viele Radwege, oft landschaftlich richtig schön und nicht nur neben Straßen. Besonders angenehm ist, dass auch kleinere Orte oft auf Radreisende eingestellt sind. Wer keine sportliche Großtat plant, kann gemütliche Tagesetappen fahren und zwischendurch in Cafés oder Weinkellern pausieren.

Für Städtereisen eignet sich natürlich Prag, aber auch Brünn, Olmütz oder Pilsen sind spannend. Sie können durch Altstädte laufen, historische Plätze ansehen, Museen besuchen oder einfach in einem Straßencafé sitzen und das Treiben beobachten. In tschechischen Städten fällt besonders auf, wie lebendig öffentliche Plätze genutzt werden.

Im Winter zieht es viele Reisende in die Gebirge zum Skifahren und Snowboarden. Das Riesengebirge, das Erzgebirge oder Regionen im Böhmerwald bieten Skigebiete mit Pisten für Anfänger bis Fortgeschrittene. Es ist oft etwas entspannter und preislich zugänglicher als in manchen Alpenregionen, was für Familien interessant sein kann. Natürlich hängt viel von der Schneelage ab, aber gute Winterwochen gibt es regelmäßig. Wenn Sie es ruhiger mögen, ist Langlauf eine richtig gute Idee. Gerade in verschneiten Waldgebieten werden Loipen gespurt, auf denen man stundenlang unterwegs sein kann. Wenn Sie Langläufer sind oder es werden wollen, dann finden Sie hier die besten Voraussetzungen.

Sehr typisch für das Land sind außerdem Wellness- und Kuraufenthalte. Orte wie Karlsbad, Marienbad oder Franzensbad sind bekannt für Thermalquellen, Badehäuser und Anwendungen. Man kann dort ein Wochenende entspannen oder eine längere Auszeit planen. Nach aktiven Tagen draußen ist so ein warmer Spa-Bereich oft genau das Richtige, besonders wenn das Wetter grau und kalt ist.

Die Tschechische Republik hat zwar keinen Zugang zum Meer zu bieten, aber Wassersport spielt im Sommer dennoch eine Rolle. Auf Flüssen wie der Moldau sind Kanutouren beliebt, vor allem in Südböhmen. Dabei geht es meist nicht um extremes Abenteuer, sondern eher um entspannte Etappen mit Natur, kleinen Stopps und viel frischer Luft.

Und was zu jedem Urlaub gehört: Wer regional genießen möchte, kann Weinregionen in Südmähren besuchen oder Brauereien anschauen. Weinproben, Kellergassen und lokale Küche lassen sich wunderbar mit Ausflügen kombinieren. Ebenso spannend sind traditionelle Brauereistädte, in denen man etwas über Braukultur erfährt und natürlich auch probieren kann. Spektakulärer Wein, spektakuläres Bier und unfassbar gutes Essen erwarten Sie.

Essen und Trinken in der Tschechischen Republik

Die tschechische Küche ist herzhaft, bodenständig und unglaublich gut. Vieles wirkt manchmal ein wenig schwer und vielleicht ein wenig zu deftig, aber dahinter steckt oft echte Tradition. Saucen, Knödel, Fleischgerichte, Suppen und süße Mehlspeisen spielen eine große Rolle. Und ja, man sollte hungrig anreisen und besser keine Kalorien zählen.

Sehr typisch ist Svíčková na smetaně, meist einfach nur Svíčková genannt. Das ist mariniertes Rindfleisch mit einer cremigen Soße, serviert mit Semmelknödeln. Die leckere Soße entsteht durch das mit dem Fleisch zusammen geschmorte Wurzelgemüse. Aufgewertet zu einer Delikatesse wird sie mit einem Schuss Sahne. Oft kommen Preiselbeeren und ein weiterer Klecks Sahne dazu, was erstaunlich gut passt und das Gericht abrundet. Viele Tschechen sehen das fast als Klassiker für Familienessen oder besondere Anlässe.

Ebenfalls bekannt ist Vepřo knedlo zelo – Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut. Der Name sagt schon fast alles, nur nicht, wie beliebt das Gericht wirklich ist. Gerade in traditionellen Gasthäusern steht es fast immer auf der Karte. Wenn man verstehen will, was Hausmannskost hier bedeutet, ist das ein guter Startpunkt. Wie gesagt

Ein echter Dauerbrenner ist Guláš auf tschechische Art. Anders als beim ungarischen Original - dem Pörkölt, nicht der Suppe - ist die Variante oft etwas sämiger und wird fast immer mit Knödeln oder Brot serviert, statt den Nockerln oder Salzkartoffeln. Dazu kommen Zwiebeln obenauf, manchmal reichlich. Sie werden es lieben.

Knedlíky, also Knödel, verdienen eigentlich einen eigenen Absatz. Sie sind keine Beilage nebenbei, sondern zentraler Bestandteil vieler Gerichte. Es gibt Brotknödel, Kartoffelknödel und süße Varianten mit Obstfüllung (Ovocné knedlíky) aus Quark- oder Kartoffelteig, serviert mit Butter und Mohn. Varianten mit herzhafter Fleischfüllung gibt es natürlich auch. Gerade Besucher unterschätzen oft, wie vielfältig dieses Thema in der benachbarten Republik ist. Knödel sind hier Kultur(gut).

Sehr beliebt sind auch Bramboráky, knusprige Kartoffelpuffer mit Knoblauch, Majoran und Gewürzen. Das klingt nicht nur lecker, das ist es auch. Außen goldbraun, innen weich, manchmal etwas fettig - aber das gehört dazu. Man bekommt sie als Snack, Beilage oder mit Fleischfüllung. Frisch aus der Pfanne sind sie am besten.

Ein kulinarischer Geheimtipp ist Kulajda, eine cremige Suppe aus Südböhmen. Sie wird mit Pilzen, Kartoffeln, Dill und oft einem pochierten Ei zubereitet. Dazu kommt eine leicht säuerliche Note, die sie von vielen anderen Suppen unterscheidet. Klingt simpel, ist aber geschmacklich erstaunlich fein und wird außerhalb des Landes gar nicht so oft erwähnt - zu Unrecht.

Als Snack fast überall zu finden ist Smažený sýr - oder einfach Käseschnitzel, panierter und frittierter Käse, oft mit Pommes und Tartar Sauce serviert. Tatarsauce ist eine kalte Mayonnaise-Sauce mit feingehackten Kräutern, Gewürzgurken, Kapern und Zwiebeln. Einfach, schwer, beliebt. Gerade nach einem langen Abend oder wenn es schnell gehen soll, greifen viele dazu.

Ein weiterer Geheimtipp ist Utopenci. Das sind eingelegte Würstchen in Essiglake mit Zwiebeln und Gewürzen, klassisch in Kneipen serviert. Der Name bedeutet ungefähr “Ertrunkene”...
Dazu ein Bier, etwas Brot - und schon sitzt man sehr schnell mitten in tschechischer Alltagskultur.

Zum Abschluss lohnt noch Trdelník als Hinweis mit kleiner Einschränkung. Dieses süße, gerollte Gebäck sieht man besonders in Touristenzonen häufig. Viele halten es für das Nationalgebäck, tatsächlich stammt es historisch eher aus dem mitteleuropäischen Raum und nicht ausschließlich aus Tschechien. Typischer im Alltag sind oft Koláče, also gefüllte Hefeteigteilchen mit Mohn, Quark oder Pflaumenmus.

Zum Essen gehört in der Tschechischen Republik fast automatisch auch das Thema Bier, und das nicht ohne Grund. Das Land zählt seit Jahren zu den Ländern mit dem höchsten Bierkonsum pro Kopf weltweit, was man in Gasthäusern, Bierstuben und kleinen Dorfkneipen schnell merkt. Bier ist hier nicht nur Getränk, sondern Teil des Alltags und der Wirtshauskultur. Man isst etwas Deftiges und bestellt ganz selbstverständlich ein “Pivo” dazu. Besonders bekannt ist das tschechische Lagerbier, vor allem die helle Variante. Weltberühmt wurde Pilsner Bier, das im 19. Jahrhundert in Pilsen entstand und viele Braustile international geprägt hat.

Traditionen & Feste in der Tschechischen Republik

Sehr wichtig - und darin unterscheidet sich unser östlicher Nachbar nur unwesentlich - ist die Advents- und Weihnachtszeit. In Städten wie Prag, Brünn oder Olmütz entstehen dann große Weihnachtsmärkte mit Holzständen, Lichtern, Musik und dem Duft von Gebäck, Glühwein und gegrillten Spezialitäten. Familien treffen sich, Plätze werden voller, und selbst nüchterne Orte wirken plötzlich warm und lebendig. Typisch ist auch der Nikolaustag am 5. Dezember: Dann ziehen Nikolaus, Engel und ein Teufel durch Straßen und Häuser. Für Kinder immer ein willkommener Spaß und es ist eine Überlegung wert in der Weihnachtszeit einen Urlaub mit der ganzen Familie in der Tschechischen Republik zu machen.

Ein ungewöhnlich sympathischer Brauch ist das Osterfest, besonders auf dem Land. Männer ziehen mancherorts mit bunt geschmückten Weidenruten, den sogenannten Pomlázka, von Haus zu Haus. Dazu gibt es natürlich auch hier bemalte Eier, Süßigkeiten oder einen kleinen Schnaps. Von außen wirkt das erst etwas skurril, aber für viele Familien gehört es selbstverständlich dazu.

Im Frühjahr sieht man außerdem - und auch das kennt man in einigen Regionen bei uns noch - vielerorts das Aufstellen des Maibaums. Der geschmückte Baumstamm wird auf Dorfplätzen oder vor Gasthäusern errichtet, oft begleitet von Musik, Essen und einem langen Abend. Geselligkeit spielt hier nachwievor eine grosse Rolle.

Ein großes Thema sind auch Weinfeste, vor allem in Südmähren. Dort wird die Weinlese gefeiert, mit regionalen Weinen, Trachten, Musik und Straßenfesten. Besonders beliebt ist Burčák, ein teilweise vergorener junger Wein, den es nur saisonal gibt. Wenn man in die Traditionen der Tschechischen Republik eintauchen möchte, sind gerade diese kleinen Events eine gute Gelegenheit, um mehr über dieses Land zu erfahren.

Im Sommer finden in vielen Orten historische Stadtfeste statt. Dann laufen Menschen in Kostümen durch Altstädte, Burghöfe werden bespielt, es gibt Handwerksstände, Musik und Vorführungen. Gerade in Städten wie Český Krumlov passt das mit der Kulisse natürlich besonders gut. Auch Volksmusik und Tanz haben regional noch ihren Platz, besonders in Mähren. Dort begegnet man traditionellen Trachten, Blasmusik oder Folkloregruppen noch deutlich häufiger als gedacht.