Italien

 

Apulien

300 Sonnentage im Jahr und ein mildes Klima machen Apulien zu einer idealen Destination für Badefreunde und Wassersportler. Umschlossen von den Wellen des Adriatischen und des Ionischen Meeres hat die Region eine 800 km lange Küste mit felsigen Buchten und feinen Sandstränden. Apulien ist eine der flachsten Regionen in Italien - karstiges Hügelland wechselt sich mit sanften Tiefebenen ab. Das einzige Gebirge Apuliens, die Monti della Daunia, befindet sich  im Norden. Aber nicht nur Badeurlauber oder Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten. Im Laufe der Geschichte beherrschten immer wieder verschiedene Völker die Region - dadurch zeichnet sich Apulien heute durch eine vielfältige Architektur und zahlreiche Kulturdenkmäler aus. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist sicherlich das Castel del Monte des Hohenstaufen-Kaisers Friedrich II.

 

Ischia

Ischia, die größte Insel im Golf von Neapel, ist wegen ihrer imposanten Landschaft und dem milden Klima ein beliebtes Reiseziel in Italien. Bekannt ist sie vor allem auch für ihre Heilquellen, die schon zu antiker Zeit genutzt wurden. Auf Grund ihres vulkanischen Ursprungs bietet die Insel auch eine interessante Flora und Fauna. Zu erreichen ist Ischia mit dem Fährschiff von Neapel oder Pozzuoli.

 

Rom

Die oft als „Ewige Stadt“ bezeichnete Hauptstadt Italiens liegt etwa in der Mitte des italienischen Stiefels. Die größte Stadt des Landes, die gleichzeitig auch die Hauptstadt der Region Latium ist, erstreckt sich an beiden Ufern des Flusses Tiber über sieben Hügel. Der Legende nach wurde Rom 753 v. Chr. durch die Halbgötter Romulus und Remus gegründet. In der Antike regierte die Stadt ein Weltreich. Während der Jahrhunderte lang andauernden Blüte als Zentrum des Imperium Romanum entstanden zahlreiche prachtvolle Bauten, Plätze und eine hervorragende Infrastruktur. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches spielten im Mittelalter die Päpste eine wichtige politische Rolle in der Stadt am Tiber. Die Zeugnisse aus all diesen Epochen locken heute mehrere Millionen Besucher jährlich nach Rom. Mit ihren antiken Ruinen, den fast 1.000 Kirchen und zahlreichen Museen ist die Metropole reich an Kunst und Kultur - vereint mit den vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und dem regen Nachtleben der modernen Stadt.

 

Sardinien

Sardinien, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer, bietet seinen Besuchern eine herrliche Landschaft, eine jahrtausendalte Kultur und vor allem viele wunderschöne Strände zu einem azurblauen Meer. Mehr als 260 Sonnentage im Jahr machen aus der Insel ein lohnendes Ziel für Sonnenanbeter. Neben fantastischen Stränden bietet die Insel  in ihrem Hinterland viele interessante Ausflugsziele. Die frühgeschichtlichen Turmbauten der Nuraghen und Menhire, romanische Kirchen, Felsen und Tropfsteinhöhlen sowie bunte Volksfeste bieten immer wieder neue Eindrücke. Dazu kommen die Herzlichkeit der Bewohner und eine einzigartige Küche, die für jeden Geschmack etwas bietet.


Länderinformationen Italien

Italien

Bergseen, eingerahmt von schroffen Gebirgen im Norden. Die Poebene mit ihren riesigen Getreidefeldern und der Wohlstand bringenden Industrie. Mailand, das Zentrum der Wirtschaft und der Mode. Karneval oder doch nur eine Gondelfahrt in Venedig. Stille Winkel unberührter Natur und abgelegene Dörfer in den Bergregionen Mittel- und Süditaliens. Die malerische, in warmen Farben erstrahlende Hügellandschaft der Toskana. Sandstrände unter blauem Himmel. Faszinierende historische Stätten, wie Florenz und Rom, Neapel und Sizilien. Das alles und viel mehr ist Italien.

Urlaub machen kann man rund ums Jahr - das Land ist für Touristen sehr gut erschlossen. Im Frühjahr und Herbst drängen sich Tausende Kulturinteressierte in und um die Höhepunkte der Kunstgeschichte wie die Sixtinische Kapelle und das Kolosseum in Rom oder die Uffizien in Florenz. Im Sommer wiederum sind die Strände belagert. Wer dem Tourismusrummel entgehen will, der reist am besten in den wild-romantischen Apennin. Bergdörfer, in denen scheinbar die Zeit stehen geblieben ist, und der Blick über Macchia-bewachsene Hänge versprechen Ruhe und Erholung. Wassersport treiben, wandern, bergsteigen oder Ski fahren, auch Sportbegeisterte finden das ganze Jahr über ein breites Spektrum an Möglichkeiten.

Weltberühmt ist die Apenninenhalbinsel zwischen Alpen und Mittelmeer für ihre ausgezeichnete leichte Küche und die Vielfalt ihrer Weine. Jede der italienischen Regionen hat ihre eigenen Spezialitäten und Besonderheiten.

Klima & Reisezeit

Das Klima Italiens ist mit regionalen Unterschieden insgesamt mediterran, außer in den Alpen und im Apennin. Die zahlreichen Niederschläge in den kalten bis mäßig warmen Wintermonaten gehen in den Alpen als Schnee nieder. Im trockenen Sommer beeinflussen heiße Winde aus Nordafrika das Wetter in Mittel- und Süditalien und lassen das Thermometer die 35 °C-Marke oft weit überschreiten. Beste Reisemonate für Kulturinteressierte und Wanderer sind der Frühling und der Herbst, für Wintersportler die Monate Dezember bis März und für Badeurlauber der lange Sommer von Juni bis September.

Von ultra-moderner Mode bis zur legeren Freizeitkleidung ist alles erlaubt. Allerdings gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, das auch für Touristen gilt: Bei Besuchen von Kirchen und Klöstern sind kurze Hosen, Strandkluft oder schulterfreie Tops oder Kleider tabu. In manchen Städten ist sogar mit einem Bußgeld zu rechnen, wenn man den Altstadtbummel in Strandbekleidung unternimmt.

Reisen im Land

Das italienische Bus- und Bahnnetz ist gut ausgebaut. Vor allem bei der staatlichen Eisenbahn Ferrovie dello Stato (FS) kommt es aber immer wieder zu Verspätungen. Die Tarife sind sehr günstig, Aufschläge werden für IC/ICE-Züge berechnet. Man muss den Fahrschein vor dem Einsteigen in einem Automaten entwerten. Busse sind schneller und fahren auch in abgelegene Dörfer. Tickets für Überlandbusse kann man z.B. in Bars oder Tabacchi-Geschäften im Voraus kaufen. Die Autobahnen sind mautpflichtig. Deshalb kann es während der Stoßzeiten zu Wartezeiten vor den Zahlstellen kommen. Verkehrssündern drohen sehr hohe Geldstrafen, vor allem für eklatantes Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzungen, Alkohol und Drogen am Steuer sowie das Telefonieren mit dem Handy während des Fahrens. Die italienischen Autofahrer sind weniger aggressiv als allgemein angenommen. Auf Autobahnen und größeren außerstädtischen Straßen muss man auch tagsüber mit Abblendlicht fahren. Das Mitführen einer Warnweste im Auto ist Pflicht.

Nach Sizilien gelangt man mit der Fähre z.B. ab Neapel oder Villa San Giovanni; von Genua, Livorno, Neapel und Civitavecchia aus kann man nach Sardinien übersetzen. In Mailand, Rom und Neapel ist die U-Bahn das schnellste Transportmittel. Busse und Trambahnen bilden das Transportsystem in den anderen Großstädten. Die Tickets gelten für alle öffentlichen Verkehrsmittel.

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Via San Martino della Battaglia 4

00185 Rom

Tel.: +39-06-492131

Fax: +39-06-4452672

Web: http://www.rom.diplo.de/Vertretung/rom/de/Startseite.html

Österreichische Botschaft

Via Pergolesi 3

00198 Rom

Tel.: +39-06-8440141

Fax: +39-06-8543286

E-Mail: rom-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.bmeia.gv.at/botschaft/rom.html

Schweizerische Botschaft

Via Barnaba Oriani 61

00197 Rom

Tel.: +39-06-809571

Fax: +39-06-8088510

E-Mail: rom.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/roma

Elektrizität

Die Stromspannung in Italien beträgt überwiegend 220 Volt, manchmal 125 Volt. Für Schukostecker braucht man z.T. einen Adapter, den man im Heimatland, aber auch vor Ort erhält.

Feiertage

Capodanno (Neujahr, 1. Januar); Epifania (Heilige Drei Könige, 6. Januar); Lunedì dell'Angelo (Ostermontag, März/April); Liberazione Italia (Tag der Befreiung, 25. April); Festa del lavoro (Tag der Arbeit, 1. Mai); Festa della Repubblica Italia (Tag der Republik, 2. Juni); Ferragosto (Tag des Augustus/Mariä Himmelfahrt, 15. August); Tutti i santi (Allerheiligen, 1. November); Immacolata Concezione (Mariä Empfängnis, 8. Dezember); Natale (Weihnachten, 25. Dezember); Santo Stefano (Stefanstag, 26. Dezember).

Karfreitag und Pfingstmontag sind keine Feiertage. Nur in Südtirol ist der Pfingstmontag ein Feiertag.

Frauen allein unterwegs

Allein reisende Frauen haben in Italien keine außergewöhnlichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Allgemeine Gefahrensituationen wie Trampen ohne Partner oder abendliche Spaziergänge allein auf der Straße oder im Park sind - wie in anderen europäischen Ländern auch - zu vermeiden. Sie müssen sich jedoch in den Touristenhochburgen auf bestimmte Reaktionen wie Pfiffe, Gesten, Gaffen und Rufe gefasst machen, insbesondere wenn Sie den italienischen Klischeevorstellungen der Männer als große, schlanke Blondine entsprechen.

Information im Heimatland

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT (D)

Barckhausstraße 10

60325 Frankfurt am Main

Tel.: +49-69-237434

Fax: +49-69-232894

E-Mail: frankfurt@enit.de

Web: http://www.enit.de

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT (A)

Mariahilfer Straße 1b/Mezzanin-Top XVI

1060 Wien

Tel.: +43-1-5051639

Fax: +43-1-5050248

E-Mail: vienna@enit.it

Web: http://www.enit.at

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT (CH)

Uraniastraße 32

8001 Zürich

Tel.: +41-43-4664040

Fax: +41-43-4664041

E-Mail: zurich@enit.it

Web: http://enit.ch

Homosexualität

Homosexuelle Männer und Frauen werden in Italien noch heute von der Bevölkerungsmehrheit diskriminierend behandelt und häufig auch abschätzig mit Spottnamen bezeichnet. Lediglich die wenigen Intellektuellen unter ihnen können sich Gehör und Achtung für ihre Lebensweise verschaffen. Das Austauschen von Zärtlichkeiten wie Händehalten und Küssen ist in der Öffentlichkeit verpönt und stößt auf Ablehnung. Nur in Großstädten wie Mailand oder Neapel gibt es eine offizielle Transvestiten- und Schwulenszene.

Notruf

EU-Notruf: 112; Rettungsdienst, Erste Hilfe: 118; Nationale Polizei: 113; Feuerwehr: 115

Öffnungszeiten

Postämter sind i.d.R. Mo-Fr 8.30-14 Uhr und Sa 8.30-13 Uhr geöffnet. Die Kernzeiten der Banken liegen zwischen Mo-Fr 8.30-13.30 Uhr, wobei manche eine Stunde länger und z.T. auch am Samstagvormittag arbeiten. Geschäfte sind Mo-Sa 9-12.30/13 und ca. 15.30-19.30 Uhr, in Süditalien jeweils eine halbe Stunde länger für ihre Kunden da, viele Geschäfte im Zentrum der Städte auch sonntags und abends, große Einkaufszentren oft durchgehend Mo-Sa 9-22 Uhr. Museen können normalerweise Di-So von 9-17 Uhr besucht werden; Mo ist meist Ruhetag. Kirchen sind während der Mittagszeit oft geschlossen und auch während der Gottesdienste ist keine Besichtigung möglich.

Quittungen

Für sämtliche Dienstleistungen muss man sich in Italien eine Quittung mit Ausweis der Mehrwertsteuer geben lassen, die man aufbewahren sollte, um sie bei Kontrollen der Steuerbehörde vorweisen zu können.

Trinkgeld

Trinkgelder sind in Italien in vielen Dienstleistungsbereichen üblich, z.B. für Zimmerpersonal, Kofferträger, Taxifahrer, Fremdenführer. In Restaurants zahlt man bis zu 10 % des Rechnungsbetrages.

Zeit

In Italien gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ, engl. Central European Time, CET) bzw. die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ, engl. CEST). Die Differenz der MEZ zur Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC), beträgt +1 Stunde, die Differenz der MESZ zur UTC +2 Stunden. Während der Sommerzeit von Ende März bis Ende Oktober wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt.

Ärztliche Versorgung

Die medizinische Versorgung in Italien ist sehr gut. Kostenlose erste Hilfe bieten die Notaufnahmen der Krankenhäuser. In jedem Fall empfiehlt sich die Mitnahme der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) sowie der Abschluss einer Reisekrankenversicherung, die auch einen medizinisch notwendigen Rücktransport abdeckt.

Menschen mit Behinderung

Kontaktadressen und Tipps in der Schweiz: Mobility International Schweiz, Froburgstr. 4, 4600 Olten, Tel.: +41-62-2126740, E-Mail: info@mis-ch.ch, http://www.mis-ch.ch. Unter gleicher Adresse ist das Reisebüro für Behinderte, Procap Reisen, zu erreichen (Tel.: +41-62-2068830, reisen@procap.ch, http://www.procap-reisen.ch). In Deutschland: Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK), Altkrautheimer Straße 20, 74238 Krautheim, Tel.: +49-6294-4281-0, Fax: +49-6294-4281-79, http://www.bsk-ev.org, zentrale@bsk-ev.org.

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer benötigen für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten in Italien einen gültigen Personalausweis bzw. eine Identitätskarte oder einen Reisepass. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Geld und Devisen

In Italien wird mit dem Euro (Abk.: €; ISO-4217-Code: EUR) bezahlt, der in 100 Cent unterteilt ist. Es gibt Münzen zu 1, 2, 5, 10, 20, 50 Cent, 1 und 2 EUR, Scheine zu 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 EUR. An Geldautomaten kann man mit EC-Karte pro Tag bis zu 250 Euro abheben. Geldwechsel ist in Banken, Wechselstuben und großen Hotels möglich. Die gängigen Kreditkarten sind weit verbreitet.

Telefon

Die öffentlichen Telefonzellen sind fast nur noch mit Kartentelefonen ausgerüstet. Die Telefonkarten (scheda telefonica) gibt es in Kiosken, Postfilialen, bei Fernsprechämtern, Tankstellen und Tabakläden. Direkt nach Deutschland telefonieren kann man nur von Telefonzellen mit dem orangeroten Telefonhörer-Symbol. Vorwahl Schweiz 0041, Österreich 0043, Deutschland 0049. Vorwahl Italien 0039; bei Gesprächen nach Italien und innerhalb des Landes ist stets die Anfangsnull der Ortsvorwahl mitzuwählen - italienische Handynummern haben allerdings keine Null. Mobiltelefone funktionieren problemlos.

Zollbestimmungen

Waren für den persönlichen Gebrauch, die in einem EU-Land mit allen Abgaben gekauft wurden, können ohne Beschränkungen innerhalb der EU mitgeführt werden. Geldbeträge über 10.000 EUR müssen auf Befragen mündlich angegeben und einige geschützte Korallen-, Tier- und Pflanzenarten dürfen aufgrund des Washingtoner Abkommens weder ein- noch ausgeführt werden. Für Tabakwaren und Alkohol gelten innerhalb der EU folgende Richtmengen: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück, 200 Zigarren, 1 kg Tabak sowie 10 l Spirituosen, 20 l Zwischenerzeugnisse, 90 l Wein, darunter max. 60 l Schaumwein, und 110 l Bier.

Aus Nicht-EU-Ländern dürfen 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumender Wein und 16 l Bier sowie andere Waren bis zu einem Wert von 300 EUR bzw. 430 EUR, falls die Anreise per Schiff oder Flugzeug erfolgt, zollfrei eingeführt werden.

Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% sowie andere Waren im Wert von maximal 300 CHF einführen. In Italien müssen Käufer von gefälschten Markenartikeln (Jeans Taschen, Sonnenbrillen etc.) mit hohen Geldbußen rechnen. Die Zollbehörden gehen zunehmend strenger gegen Produkte von Markenpiraten vor.

Für Livigno, Campione d'Italia sowie den zu Italien gehörende Teil des Luganer Sees gelten gesonderte Zollbestimmungen bei der Ausreise: Personen über 17 Jahre dürfen 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumenden Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei einführen, wobei die Wertgrenze vom jeweiligen EU-Mitgliedsstaat bei Jugendlichen unter 15 Jahren auf 175 EUR herabgesetzt werden kann und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen. Weitere Infos auch unter http://www.zoll.de.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Die wichtigsten internationalen Flughäfen Italiens befinden sich in bzw. in der Nähe von Rom, Neapel, Mailand, Verona und Turin und werden täglich (z.T. mehrmals) von zahlreichen internationalen Fluggesellschaften aus verschiedenen europäischen Städten angeflogen.

Der Aeroporto Internazionale Leonardo da Vinci (Rom-Fiumicino, FCO) ist ca. 34 km von Rom entfernt und wird hauptsächlich von Linienmaschinen bedient (http://www.adr.it). Mehrmals wöchentlich fliegt z.B. die Lufthansa aus Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main oder München in ca. 2 Stunden nach Rom. Von Wien und Zürich bieten z.B. Alitalia, Austrian und Swiss Direktflüge an, wobei die Flugdauer hier bei ungefähr 1 Stunde 40 Minuten liegt. Zwischen Flughafen und dem Bahnhof Stazione Termini verkehrt der Leonardo Express.

Der Aeroporto di Napoli-Capodichino (NAP) verfügt über zwei Terminals, wobei Terminal 2 nur für Charter-Flüge vorgesehen ist (http://www.portal.gesac.it). Direktflüge werden z.B. von Berlin, München, Stuttgart und Genf angeboten. Vom Flughafen fährt regelmäßig ein Bus in das nur 7 km entfernte Zentrum von Neapel.

Ebenfalls täglich landen Maschinen aus Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, München, Wien, Genf und Zürich auf dem Flughafen Milano Malpensa (MXP) in der Provinz Varese, ca. 45 km von Mailand entfernt (http://www.sea-aeroportimilano.it). Von diesem Flughafen gelangt man mit dem Airport Shuttle ins Zentrum von Mailand. Abfahrt ist direkt vor dem Flughafengebäude.

Zum Aeroporto di Verona-Villafranca (VRN), der sich rund 12 km südwestlich der Stadtmitte von Verona befindet, bestehen Verbindungen ab Frankfurt, München und Wien (http://www.aeroportoverona.it). Im 20-Minuten-Takt verkehren Shuttle-Busse zwischen Flughafen und Hauptbahnhof.

Der Aeroporto di Torino (TRN) befindet sich 6 km nördlich der Stadtmitte und wird regelmäßig aus Düsseldorf, Frankfurt und München angeflogen (http://www.turin-airport.com). Eine Bahnfahrt ins Zentrum dauert etwa 20 Minuten.

Mit der Bahn

Zwischen allen größeren Städten Deutschlands, Österreichs sowie der Schweiz und den wichtigsten italienischen Urlaubsregionen gibt es zahlreiche Verbindungen mit der Bahn (http://www.bahn.de, http://www.oebb.at, http://www.sbb.ch). Dabei stellt Bologna im nördlichen Zentrum des Landes einen wichtigen Eisenbahnknotenpunkt dar, den viele Reisende auf ihrer Fahrt in andere Teile Italiens passieren. Eine Zugfahrt von München nach Rom dauert zwischen 10 und 12 Stunden, von Wien muss man (über Venedig) mind. 11,5 Stunden einplanen und von Zürich ist man i.d.R. zwischen 7 und 8 Stunden unterwegs. Zwischen München und Rom verkehren auch City-Night-Line-Züge, mit denen man bequem über Nacht und ohne Umsteigen in die italienische Hauptstadt gelangt. Weitere Infos unter: http://www.citynightline.de. Auch innerhalb Italiens bestehen gute Bahnverbindungen für die Weiterreise ans gewünschte Ziel (http://www.trenitalia.com).

Mit dem Bus

Eurolines bietet Busverbindungen aus mehreren Städten im deutschsprachigen Raum nach Italien an. Eine Fahrt von z.B. Berlin nach Rom dauert rund 32 Stunden. Von Frankfurt am Main aus benötigt man ca. 20 Stunden. Aus Wien geht es über Graz und Klagenfurt, Bologna und Florenz in gut 17 Stunden nach Rom und von Zürich dauert die Busfahrt ungefähr 10 Stunden (Rückfahrt 1,5 Std. länger).

Weitere Informationen für Deutsche gibt es bei der Deutschen Touring (http://www.touring.de), für Österreicher bei der Eurolines Austria - Blaguss Reisen GmbH (http://www.eurolines.at) und für Schweizer bei Alsa & Eggmann (http://www.eurolines-schweiz.ch).

Essen & Trinken

Ein typisch italienisches Abendessen besteht in der Regel aus vier Gängen. Folgende Vorspeisen muss man einfach probiert haben: Vitello Tonnato, gekochtes Kalbfleisch in hauchdünnen Scheiben mit einer Thunfischsoße, Frutti di Mare, eine Platte mit gemischten Meeresfrüchten, Carpaccio, rohes Rindfleisch in hauchdünnen Scheiben und natürlich den Klassiker Caprese, Mozzarella mit Tomaten und Basilikum. Dazu wird Brot gereicht, vorzugsweise Ciabatta. Den ersten Hauptgang bilden diverse Nudel-, Risottogerichte oder Suppen. Als zweiten Hauptgang isst man Fisch- oder Fleischgerichte. Die beliebtesten Nachspeisen sind Tiramisu, Zabaione, eine Weinschaumcreme, Panna Cotta, eine Süßspeise aus Sahne, Zucker und Gelatine oder aber Gelato, original italienisches Eis. Anschließend wird meist Latte Macchiato, Espresso oder Cappuccino gereicht. Hervorragend für zwischendurch ist ein Stück Pizza mit einem Gläschen Rot- oder Weißwein.

Feste & Veranstaltungen

April-Oktober Auf dem Programm des Bologna Festivals stehen zahlreiche Konzerte klassischer und zeitgenössischer Musik (http://www.bolognafestival.it).

Mai-Juni Maggio dei Monumenti ist die wichtigste Veranstaltung in Neapel. Während dieser Zeit haben zahlreiche Kirchen, Paläste und Privatvillen geöffnet, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verschlossen bleiben.

Juni-September Veronas Opernfestspiele werden in der Arena di Verona ausgetragen (http://www.arena.it).

Juli-August Kammermusik ist auf der Musikwoche in Siena zu hören (http://www.chigiana.it).

In Torre del Lago findet das Puccini Festival statt (http://www.puccinifestival.it).

August Ein einmaliges Opernerlebnis garantiert das Rossini Opera Festival in Pesaro (http://www.rossinioperafestival.it).

November-Dezember Ein besonderes Highlight ist auch das Torino Film Festival (http://www.torinofilmfest.org).

Steckbrief

Amtssprache: Italienisch, regional auch: Deutsch und Ladinisch in Trentino-Südtirol, Französisch im Aostatal und Slowenisch in den Provinzen Triest und Görz

Bevölkerung: rund 61 Mio. Einwohner

Fläche: 301.338 km²

Hauptstadt: Rom (rund 2,8 Mio. Einwohner)

Landesvorwahl: +39 (Ortsvorwahl mit 0 für das Festnetz, ohne 0 für Handys)

Währung: Euro (Abk.: €; ISO-4217-Code: EUR)

Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit (MEZ)

Praktische Hinweise

Impfungen

Es gibt keine besonderen Impfvorschriften für Italien. Die Standardimpfungen (gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza) sollten aber vor Antritt einer Reise überprüft und bei Bedarf erweiteret werden.

Bei besonderer Exposition (z.B. im Falle von Hygienemängeln, unzureichender medizinischer Versorgung, besonderen beruflichen/sozialen Kontakten, aktuellen Ausbrüchen etc.) kann eine Impfung gegen Hepatitis A (besonders in südlichen Landesteilen) und B sinnvoll sein.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Shopping

Italienische Mode ist weltberühmt - mit Florenz, Mailand und Rom verfügt Italien gleich über drei Mode-Metropolen von höchstem Rang, aber auch die Boutiquen der kleineren Städte sind einen Besuch wert. Como in der Lombardei ist bekannt für seine Seide, Empoli in der Toskana für Gläser und Flaschen aus grünem Glas und Carrara für Marmor. In Kampanien (Torre Annunziato) und Sardinien (Alghero) wird viel Kunsthandwerk aus Korallen angeboten, und im Piemont (Valenza) und in Florenz sind zahlreiche Goldschmiede am Werk. Schöne Keramikfliesen kommen aus Kampanien (Vietri sul Mare) und die Region Emilia-Romagna (Ravenna) ist für ihre Mosaiken berühmt. Auf der venezianischen Insel Murano werden hochwertige mundgeblasene Glaswaren hergestellt und exquisite Klöppelspitzen gibt es auf Burano. Töpferwaren und Teppiche findet man v.a. in Süditalien, ebenso filigrane Schmuckstücke und Produkte aus Gusseisen und Messing sowie Holzschnitzereien. In vielen kleineren Städten finden Wochenmärkte statt; doch man sollte vorsichtig sein, denn viele Produkte stammen gar nicht, wie oft angepriesen, aus der Region, sondern sind gefälschte Massenartikel. Vorsicht ist auch beim Kauf von Antiquitäten geboten, denn auch hierbei kann es sich um Fälschungen handeln.

Unterhaltung & Nachtleben

Im warmen Italien hat die Freiluftkultur einen hohen Stellenwert; Einheimische und Touristen bevölkern in den Abendstunden die Straßen und Plätze der Innenstädte. Jede größere Stadt hat aber auch ihre Bars, Diskotheken und Nachtklubs, in denen bis zum Morgengrauen gefeiert wird. Eine hohe Kneipendichte hat in Rom z.B. das Viertel Monte Testaccio; in Bologna konzentrieren sich die Lokale im Univiertel um die Via Zamboni, entlang der Piazza Verdi, der Via Mascarella, der Via Augusto Righi und der Via del Pratello. In Genua finden sich eine Reihe von Szenekneipen an der Piazza delle Erbe; ein beliebter Treffpunkt in Neapel ist die Piazza Bellini. Die Ausgehviertel von Mailand sind vor allem Brera, Corso Sempione und Navigli, zur warmen Jahreszeit geht es aber auch in den Stadtparks Parco Lambro und Parco Sempione lebhaft zu. In Florenz trifft man sich in den Abendstunden auf der Piazza Santo Spirito („Rive Gauche“) und auf der Piazza Santa Croce.

Für ein umfangreiches Kulturprogramm ist v.a. in den Sommermonaten gesorgt: In der St.-Cecilia-Akademie und der Oper von Rom finden dann Open-Air-Konzerte statt und Live-Musik von Folklore über Jazz bis hin zu Rock und Country ist das ganze Jahr über in den vielen Konzertsälen und Clubs der Hauptstadt zu erleben (aktuelle Infos unter http://www.romace.it). Die Plätze und Parks von Bologna verwandeln sich in Freiluftbühnen, gute Opern sind hier im Teatro Communale zu sehen. Hochkarätige Darbietungen werden auch im Theater Carlo Felice in Genua veranstaltet. Neapel rühmt sich einer lebhaften Musik- und Theaterszene und in Mailand wurde das Opernhaus La Scala kürzlich restauriert und erstrahlt nun in neuem Glanz. Auch das kulturelle Angebot von Florenz kann sich sehen lassen - aktuelle Veranstaltungen gibt es z.B. unter http://www.firenzespettacolo.it.

Anreise

Mit dem Auto

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen meist über den Brenner (Österreich) oder über Chiasso (Schweiz) nach Italien. Das italienische Autobahnnetz (Autobahn = „autostrada“, gekennzeichnet mit A) ist gut ausgebaut und die Straßen befinden sich in einem ausgezeichneten Zustand. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn liegt bei 130 km/h. Die wichtigste Nord-Süd-Verbindung ist die A1 (Autostrada del Sole), die von Mailand bis nach Reggio Calabria ganz im Süden Italiens verläuft. Wie in Österreich und der Schweiz, sind auch die Autobahnen in Italien (mit wenigen Ausnahmen) mautpflichtig. Die Gebühr wird an den Mautstellen entweder bar oder per Kreditkarte gezahlt (Infos unter http://www.autostrade.it).

Wer die Gebühren umgehen möchte, kann auf die mehrspurigen Bundesstraßen („strade statali“, gekennzeichnet mit SS) ausweichen, auf denen man meist recht zügig vorankommt (erlaubte Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h). Innerhalb geschlossener Ortschaften gilt ein allgemeines Tempo-Limit von 50 km/h, auf Landstraßen von 90 km/h - bei Nässe gelten z.T. abweichende Geschwindigkeitsbegrenzungen; es sind in jedem Fall die Verkehrsschilder vor Ort zu beachten.

Fahrzeugführer sind verpflichtet, außerhalb von Ortschaften und auf Autobahnen auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren. Es muss außerdem stets eine Warnweste mitgeführt werden. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Im Fall einer Panne hilft der Automobile Club d’Italia (Tel. 803-116) weiter. Weitere Informationen unter http://www.aci.it oder http://www.autostrade.it.

Praktische Hinweise

Haustiere

Haustiere (Hunde, Katzen, Frettchen), die innerhalb der EU (einschl. Schweiz) in ein anderes Land eingeführt werden, müssen eindeutig mit einer Tätowierung oder einem Mikrochip identifizierbar sein; seit Juli 2011 ist der Mikrochip für neu gekennzeichnete Tiere Pflicht. Jedes Tier muss einen EU-Heimtierausweis besitzen, der von jedem dazu ermächtigten Tierarzt ausgestellt werden kann, und in dem dieser bestätigt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft wurde. Im Falle einer Erstimpfung muss diese mind. 21 Tage zurückliegen. Die Fristen für Folgeimpfungen müssen dabei gemäß Impfstoff-Hersteller berücksichtigt werden. Für Haustiere, die jünger als drei Monate sind, gelten spezielle Vorschriften, ebenso für bestimmte Hunderassen.

Weitere Informationen (auch bzgl. anderer Heimtierarten) sind auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unter http://www.bmelv.de (Verbraucherschutz > Reisen & Verkehr), bei der Botschaft oder konsularischen Vertretung sowie bei der jeweiligen Veterinärbehörde des Ziellandes erhältlich.

Kriminalität

Seit der schweren Rezession in Italien ist ein Anstieg der Kleinkriminalität im Land zu verzeichnen; insbesondere Taschendiebstähle und Wohnungseinbrüche haben deutlich zugenommen. Besonders groß ist die Gefahr in der Provinz Mailand, hochwertiger Schmuck wird v.a. in Neapel entwendet. Generell ist in größeren Städten, an Hauptbahnhöfen und belebten Metrostationen erhöhte Vorsicht vor Trickbetrügern geboten, die ihre Opfer geschickt ablenken und berauben. Es ist ratsam, nur so viel Bargeld wie nötig bei sich zu tragen, Original-Ausweisdokumente im Hotelsafe zurückzulassen und lediglich Kopien mitzuführen. Wertsachen sollten nicht im geparkten Auto gelassen und Fahrzeuge auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden.