Urlaub auf Ischia

Ischia, die größte Insel im Golf von Neapel, ist wegen ihrer imposanten Landschaft und dem milden Klima ein beliebtes Ziel für einen Urlaub in Italien. Bekannt ist sie vor allem auch für ihre Heilquellen, die schon zu antiker Zeit genutzt wurden. Auf Grund ihres vulkanischen Ursprungs bietet die Insel auch eine interessante Flora und Fauna. Zu erreichen ist Ischia mit dem Fährschiff von Neapel oder Pozzuoli.

Ischia, Tipps für den Urlaub

Grüne, wild bewachsene Hügellandschaften werden auf Ischia allerorts von Wanderpfaden durchzogen, auf denen sich atemberaubende Aussichten über die vulkanische Vegetation der größten Insel im Golf von Neapel ergeben. Traumhafte Strände bieten an azurblauem Wasser in den sechs Gemeinden der Insel reichlich Platz zum Relaxen, z.B. nach einer anstrengenden Tagestour durch das Hinterland. Vom Monte Epomeo, dem höchsten Berg der Insel, kann man bei guten Sichtverhältnissen bis nach Capri, Neapel, Ponza und Gaeta sehen. Der Aufstieg bis auf etwa 780 m erfolgt entweder zu Fuß oder per Maultier, das gegen eine kleine Gebühr gemietet werden kann. Anziehungspunkt für Touristen sind auch die vielerorts vorkommenden Thermalquellen, die in blühenden Gartenanlagen mit beruhigenden Wasserfällen und in einigen Hotelpools ihre gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. In der gleichnamigen Inselhauptstadt Ischia ist besonders das Castello Aragonese von 1438 auf dem vorgelagerten Felsen von touristischem Interesse. Auf dem Fußweg ist das Anwesen über eine Brücke schnell zu erreichen und der nahegelegene Strand Spiaggia di Cartaromana ist ebenso ein beliebtes Ziel, denn die vulkanische Aktivität führt in der Bucht zu ganzjährig warmem Badewasser. Aber auch für Taucher ist dieser Strandabschnitt interessant, da in der schillernden Unterwasserwelt die Ruinen der antiken römischen Stadt Aenaria darauf warten, von neugierigen Tauchern entdeckt zu werden.

Essen & Trinken im Urlaub

Die Küche der Insel unterscheidet sich nicht wesentlich von der neapolitanischen - Gemüse, Pasta und Fischgerichte, verfeinert mit frischen Kräutern, Olivenöl, Knoblauch und Tomaten - sind die Protagonisten. Besonders aromatisch schmecken die kleinen roten Tomaten (z.B. auf dem Bruschetta), denen die Vulkanerde der Insel ein herrlich-süßliches Aroma verleiht. Gemüse (Auberginen, Artischocken, Mangold, Bohnen etc.) wird ebenso wie Pilze gerne in Essig und Öl eingelegt und als Vorspeise serviert. Sechs verschiedene Peperoni-Sorten sorgen für die richtige Würze. Im Landesinneren nimmt auch der Kaninchenbraten einen festen Platz auf der Speisekarte ein, zubereitet z.B. nach Jägerartals coniglio alla cacciatore, in Tomaten-Weißweinsud gegart und mit Knoblauch und Peperoni angebraten. Büffelmozzarella findet im insalata caprese mit frischen Tomaten und Basilikum Verwendung. An der Küste hingegen dominieren Fisch und Meeresfrüchte das kulinarische Angebot, wobei die berühmte Fischsuppe (zuppa di pesce) nicht fehlen darf. Als Nachspeise isst man gerne Süßes - wie wäre es z.B. mit einer Portion Tiramisu oder einem leckeren Kuchen? Ischia ist außerdem beliebt für seine leichten, trockenen Weißweine - Biancolella, Tenuta Frassitelli und Forastera sind die idealen Begleiter zu Fischgerichten, während der rote Pizzavino perfekt zur Pizza passt. Nach dem Essen oder als Aperitif empfiehlt sich der berühmte italienische Zitronenlikör Limoncello.

Klima & beste Reisezeit

Warme Sommer und milde Winter kennzeichnen das mediterrane Klima der „grünen Insel“ im Golf von Neapel, das eine üppige Vegetation ermöglicht. Schon Anfang April wird es mit Temperaturen um 18 °C angenehm warm und im Mai sieht man die ersten Badegäste. Juli und August sind dann die wärmsten Monate - bei Tageswerten um 30 °C und rund zehn Stunden Sonnenschein pro Tag füllen sich die Strände schon in den Morgenstunden. Eine leichte Brise und eine relativ geringe Luftfeuchtigkeit machen die Temperaturen erträglich. Für alle, die etwas mehr Ruhe suchen, bietet sich der Frühling oder die Zeit ab Mitte September bis Ende Oktober an; mit 21-26 °C ist dann noch immer angenehm warm und auch das Meer hat noch Badetemperatur. Außerdem eignet sich diese Zeit perfekt für ausgedehnte Wanderungen im Inselinneren. Die Wintermonate sind mild, aber z.T. niederschlagsreich. Der kälteste Monat ist der Januar mit Höchsttemperaturen bis 11 °C; Schnee und Frost gibt es auf der Insel kaum. Viele Hotels und touristische Einrichtungen sind in den Wintermonaten (November-März) geschlossen.