Tunesien

Golf von Hammamet

Der Golf von Hammamet mit seinen Touristenzentren ist eine der Top-Destinationen des nordafrikanischen Landes. Neben den feinen und unendlich langen Sandstränden locken unzählige Sportmöglichkeiten ebenso wie Aqua- und Freizeitparks. Doch auch kulturell gibt es hier viel zu entdecken: Römische Ausgrabungen, arabische Festungen oder malerische Altstädte laden zu einem Besuch ein.



Länderinformationen Tunesien

Tunesien

Der nordafrikanische Staat zwischen Algerien und Libyen hat sich zu einem der beliebtesten Urlaubsziele für Europäer entwickelt. Doch hat Tunesien mehr zu bieten als erstklassige Hotels an herrlichen Sandstränden. In dem kleinen Land zwischen Mittelmeer und Wüste gibt es einiges zu entdecken.

Das sonnenreiche Tunesien jenseits der Hotelanlagen beeindruckt durch eine landschaftliche Vielfalt, die viele Besucher überrascht: grüne Wälder im Norden, in der Mitte schroffe Berge, Steppen und die Salzseen. Und im Süden lockt es Aktive und Abenteurer zu Ausflügen in den Grand Erg Oriental, wie dieser Teil der Sahara genannt wird.

Kulturell schöpft das Land aus einer 3.000-jährigen Besiedlungsgeschichte. Am berühmtesten sind sicherlich die Ruinen des einstigen Karthago, doch auch andere Städte aus der Römerzeit sind erstaunlich gut erhalten. Arabische Kultur ist allgegenwärtig in den Medinas, den Altstädten mit ihren Moscheen und stimmungsvollen, belebten Souks.

Reisen im Land

Natur oder Kultur? Wer sich vor allem für die römische Vergangenheit Tunesiens interessiert, dem empfiehlt sich eine Rundfahrt durch den Norden des Landes, am besten mit dem Mietwagen. Fast schon ein Muss ist ein Tagesausflug von Tunis aus zu den Ausgrabungsstätten in Karthago und zum zauberhaften Städtchen Sidi bou Said hoch über der Bucht von Tunis. Die Fahrt kann auch mit der Schnellbahn TGM unternommen werden.

Abenteuerlustige sollten eine mehrtägige Wüstentour einplanen. Besonderen Reiz hat die nur mit einem geländegängigen Fahrzeug zu bewältigende Piste, die vom Höhlendorf Chenini zur Palmenoase Ksar Ghilane führt. Von dort starten mehrtägige Kamelkarawanen Richtung Douz. Sehr reizvoll ist auch eine Tour von der Oase Tozeur durch wüstenhafte Gebirgslandschaften zu den entlegenen Dörfern Chebika, Tamerza und Midès, die man zum Teil mit dem Bus oder Taxi erreichen kann.

Von Wüstentouren (auch organisierten) rät das Auswärtige Amt derzeit aufgrund eines erhöhten Entführungsrisikos allerdings ab. Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten unbedingt vermieden werden. Es empfiehlt sich, stets die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zu beachten (http://www.auswaertiges-amt.de).

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Impasse du Lac Windermere 1

Les Berges du Lac

1053 Tunis

Tel.: +216-71143200

Fax: +216-71788242

Web: http://www.tunis.diplo.de

Österreichische Botschaft

16, rue Ibn Hamdiss, El Menzah I

1004 Tunis

Tel.: +216-71239038

Fax: +216-71755427

E-Mail: tunis-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.bmeia.gv.at/botschaft/tunis/die-botschaft.html

Schweizerische Botschaft

Jardin du Lac 2

Zone V

1053 Les Berges du Lac 2

Tel.: +216-71-962997

Fax: +216-71-192032

E-Mail: tun.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/tunis

Elektrizität

Die Netzspannung in Tunesien beträgt im Allgemeinen 220 Volt. Ausnahmen bilden einfache, ältere Hotels, in denen man auf 110 Volt umschaltbare Geräte und einen Euro-Zwischenstecker benötigt.

Feiertage

Neujahr (1. Januar); Tag der Revolution 2011 (14. Januar); Tag der Unabhängigkeit 1956 (20. März); Tag der Jugend (21. März); Tag der Märtyrer (9. April); Tag der Arbeit (1. Mai); der Tag der Republik (25. Juli); Tag der Frau (13. August); Tag der Evakuierung (15. Oktober); Tag der Revolution (7. November).

Islamische Feiertage richten sich nach dem islamischen Mondkalender, die genauen Termine werden von der Geistlichkeit festgelegt. Die Feiertage sind beweglich, da sie sich am Mondzyklus orientieren und verschieben sich alljährlich - gegenüber dem gregorianischen Kalender - um etwa 11 Tage rückwärts. Der bedeutendste Einschnitt im Jahresverlauf ist der Beginn des Fastenmonats, des Ramadan, der mit dem Fest des Fastenbrechens „Aid es-Seghir“ 30 Tage später beendet wird. Weitere wichtige islamische Feiertage in Tunesien sind Aid el-Kebir (Großes Opferfest), Rass el-Ain (Islamisches Neujahr) und El-Mouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed).

Frauen allein unterwegs

Alleinreisende Europäerinnen werden in Tunesien vielerorts penetrant belästigt. Am besten verhält man sich in diesen Situationen freundlich, aber distanziert. Selbstredend sollte „frau“ auf die Landessitten und vor allem die Bekleidungsnormen Rücksicht nehmen: Knappe Kleidung, die weder Knie noch Schultern bedeckt, ist verpönt. Allzu selbstbewusstes Auftreten in Cafés und Restaurants wird gerade von den Männern häufig als „Aufforderung“ verstanden. Und: Tunesien ist zwar - abgesehen von nicht auszuschließenden Terrorakten - ein sicheres Reiseland, allerdings sollte man als Individualtouristin nicht nachts allein in einsamen Gegenden unterwegs sein.

Information im Heimatland

Tunesisches Fremdenverkehrsamt (D)

Bockenheimer Anlage 2

60322 Frankfurt am Main

Tel.: +49-69-1338350

Fax: +49-69-13383522

E-Mail: info@tunesien.info

Web: http://www.tunesien.info

Tunesisches Fremdenverkehrsamt (A)

Opernring 1/R/109

1010 Wien

Tel.: +43-1-5853480

Fax: +43-1-585348018

E-Mail: office@tunesieninfo.at

Web: http://www.tunesien.info/oesterreich.html

Tunesisches Fremdenverkehrsbüro (CH)

Bahnhofstraße 69

8001 Zürich

Tel.: +41-1-2114830

Fax: +41-1-2121353

E-Mail: info@tunisie.ch

Web: http://www.tunisie.ch

Homosexualität

In arabischen Ländern werden homosexuelle Kontakte, vor allem zwischen Männern, stillschweigend geduldet. Entsprechende Neigungen sollten in der Öffentlichkeit aber verborgen werden. Immerhin werden auch in Tunesien homoerotische Handlungen mit Gefängnisstrafe geahndet. Entgegen anders lautender Meldungen hält sich der Prostitutionstourismus heute in Grenzen. Die Gefahr einer Aids-Infektion besteht natürlich auch hier.

Notruf

Polizei: 197; Ambulanz/Notarzt: 190; Feuerwehr: 198; Notruf des nationalen Tourismusbüros: +216-71105403; Touring-Club de Tunisie (ADAC-Partner): +216-71323144.

Öffnungszeiten

Die Geschäfte öffnen meist Mo-Sa von 9-19 Uhr, legen aber eine längere Mittagspause ein (12-16 Uhr). Im Ramadan machen Banken, Ämter und viele Läden bereits am Nachmittag zu. Geschäfte öffnen dann wieder nach dem Fastenbrechen nach Sonnenuntergang und bleiben bis tief in die Nacht geöffnet, weil in dieser Zeit gern neue Kleider oder Spielsachen für die Kinder gekauft werden. Banken sind Mo-Do 8-11 Uhr, 14-16 Uhr und Fr 8-11 Uhr, 13.30-15.15 Uhr geöffnet. Öffnungszeiten der Museen: im Sommer (1.4.-30.9.) 9-12 Uhr und 15-18.30 Uhr, in den Wintermonaten (1.10.-31.3.) 9-12 Uhr und 14-17.30 Uhr. Montags und an den offiziellen Feiertagen bleiben Museen geschlossen. Öffnungszeiten der Postämter: im Sommer Mo-Fr 8-13 Uhr und 15-18 Uhr; sonst Mo-Fr 8-13 Uhr.

Religion

Die Staatsreligion Islam durchdringt den Alltag der Gläubigen. Er fordert von seinen Anhängern die Einhaltung von fünf Grundpflichten: die Anerkennung Allahs als einzigem Gott, das tägliche Gebet, das Fasten im Monat Ramadan, die Pilgerfahrt nach Mekka mindestens einmal im Leben und das Geben von Almosen. Die meisten tunesischen Muslime gehören der sunnitischen Glaubensrichtung an; es wird überwiegend eine liberale Form der Religion ausgeübt. Nichtmuslimen ist der Besuch der Moscheen untersagt, bei der Besichtigung der Innenhöfe ist auf eine Arme und Beine bedeckende Kleidung zu achten.

Trinkgeld

Wenn Sie mit dem Service zufrieden waren, sollte sich das auch im Trinkgeld widerspiegeln. Üblich sind 10-15 % des Rechnungsbetrages. Denken Sie daran, dass viele Kellner auf Nebeneinnahmen angewiesen sind.

Zeit

In Tunesien gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), allerdings ohne Sommerzeit. Das bedeutet während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) einen Unterschied von -1 Stunde, während der Winterzeit gibt es keinen Zeitunterschied. Zur Universal Time Coordinated (UTC) besteht eine Differenz von +1 Stunde.

Ärztliche Versorgung

Tunesien hat eine recht gut ausgebaute ärztliche Infrastruktur. Die Apotheken, die auch bei der Behandlung kleinerer Beschwerden helfen, sind gut sortiert. In den Tageszeitungen sind die Apotheken aufgelistet, die sonntags und nachts Notdienst haben. Besondere Impfungen sind nicht erforderlich. Allerdings sollte man auf hygienische Maßnahmen achten - nur abgekochtes Wasser trinken, auf Eiswürfel verzichten und Obst und Gemüse gut waschen - da gelegentlich auch bei Touristen Cholera auftritt. In touristischen Gebieten findet man meist einen Arzt, der auch Deutsch versteht. Die Behandlungskosten müssen sofort in bar bezahlt werden. Prüfen Sie vor der Abreise, ob Ihre Krankenversicherung eine ärztliche Behandlung im Ausland ausreichend abdeckt und ob Sie über eine Notfall-Rücktransportversicherung verfügen.

Menschen mit Behinderung

Behinderteneinrichtungen sind in Tunesien eher selten. Die meisten neu erbauten Hotels bieten aber behindertengerechte Zimmer und legen bei Bedarf eine Rampe über kleine Stufen. Spezielle Anfragen beantwortet Procap Reisen, Froburgstr. 4, CH-4601 Olten, Tel.: +41-62-2068888, http://www.procap.ch. Ansprechpartner in Tunesien ist die Organisation L'Association Générale des Insuffisants Moteurs de Tunis, AGIM Centre d'Orthopédie, Kasr Said, Manouba, Tel.: +216-70605624, http://www.agim.org.tn.

Einreisebestimmungen

Bürger der Schweiz brauchen für die individuelle Einreise einen noch sechs Monate gültigen Reisepass. Für Touristen, die Tunesien im Rahmen eines Pauschalarrangements besuchen, reicht die gültige Identitätskarte. Das Gleiche gilt für Bürger der Europäischen Union. Individualreisende benötigen einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass, während Pauschaltouristen ein noch mindestens sechs Monate gültiger Personalausweis ausreicht. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Ein Visum ist für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten nicht erforderlich. Bewahren Sie den von der Grenzbehörde ausgegebenen Einreisenachweis (Carte de visiteur non-résident) sorgfältig auf - er ist bei der Wiederausreise vorzulegen.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Geld und Devisen

Landeswährung ist der tunesische Dinar (Abk.: D; ISO-4217-Code: TND), der in 1.000 Millimes unterteilt wird. Es gibt Banknoten zu 30, 20, 10 und 5 TND, Silbermünzen im Wert von 1 und 1/2 TND (500 Millimes) sowie Kupfermünzen im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 Millimes. Die Ein- und Ausfuhr der tunesischen Währung ist strikt untersagt, weshalb Wechselstuben in den Flughäfen auch nachts geöffnet haben. Ausländische Devisen dürfen dagegen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden. Als Zahlungsmittel akzeptiert werden neben Bargeld auch Kreditkarten sowie Reiseschecks, die bei Vorlage des Reisepasses oder Personalausweises in Banken eingelöst werden können. Geldabbuchungen am Automaten sind mit gängigen internationalen Kreditkarten (Mastercard, Visa, American Express) und auch mit der Euroscheck-/Maestro-Karte möglich. An einigen Bankautomaten werden jedoch beim Abheben mit der Maestro-Karte teilweise gar kein Geld oder nur nur geringe Beträge ausgegeben. Geschieht dies, versucht man am besten an einem anderen Geldautomaten nochmals sein Glück. In abgelegenen Gebieten kann es unter Umständen schwierig werden, Reiseschecks einzulösen. In der Vergangenheit kam es in Tunesien zu Fällen von Geldkartenkriminalität, zu besonderer Vorsicht wird geraten. Während des Bearbeitungsvorgangs am Automaten wurden Karten unbemerkt kopiert und Kreditkarten wurden aus dem Hotel entwendet und nach Gebrauch unbemerkt zurückgelegt, so dass erst nach Rückkehr ins Heimatland der Missbrauch auffiel.

Telefon

Die internationale Vorwahl für Tunesien lautet 00216, wonach die 0 der Vorwahlnummer der Stadt entfällt. Auslandsgespräche sind an Postämtern und eigens gekennzeichneten Telefonzellen (publitel) oder teurer vom Hotel aus möglich. Um von Tunesien nach Hause zu telefonieren, wählt man in die Schweiz 0041, nach Österreich 0043 und nach Deutschland 0049. In Tunesien kann man von allen Telefonzellen ins Ausland direkt durchwählen. In großen Postämtern können auch Faxe und Telegramme aufgegeben werden. Das Mobilfunknetz deckt inzwischen weite Teile des Landes ab, ist aber zum Teil überlastet.

Zollbestimmungen

Zollfrei ein- und ausgeführt werden dürfen Gegenstände des persönlichen Bedarfs, darunter 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 400 g Tabak sowie 1 l Alkohol. Die Ein- und Ausfuhr von Dinarbeträgen ist verboten. Bei der Einreise müssen Devisen, die den Wert von 5.000 TND übersteigen, deklariert werden. Diese Einfuhrerklärung muss bei der Wiederausreise vorgezeigt werden. Auch wertvolle Sachen wie Videokameras oder Laptops sollten bei der Einreise deklariert werden, um bei der Heimreise keine Probleme zu bekommen. Bei der Ausreise sollten Quittungen über alle Bankvorgänge und teuren Einkäufe vorgelegt werden können, für Teppiche ist bei der Einfuhr im Heimatland Umsatzsteuer zu begleichen. Antiquitäten dürfen nicht ausgeführt werden.

Bei der Rückreise in die EU (Deutschland, Österreich) dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumenden Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei einführen, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen über 17-Jährige 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Pfeifentabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% und Geschenke im Wert von bis zu 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Klima & Reisezeit

Bestimmend für das Wettergeschehen in Tunesien ist der Wechsel zwischen Mittelmeer- und Wüstenklima. Entlang der Küste und im Norden herrschen typisch mediterrane Bedingungen, sprich warme, trockene Sommer und milde, relativ niederschlagsreiche Winter. Je weiter man in den Süden und an den Saharagürtel kommt, desto trockener und heißer wird es. Im Sommer sind in den Wüstenregionen nur die frühen Morgenstunden und der Abend wirklich erträglich. Die Sonne zeigt sich in der Wüste zwar auch im Winter, dafür wird es nachts empfindlich kalt.

Die beste Zeit für einen Tunesienurlaub sind die Monate April bis Juni mit ihren Durchschnittstemperaturen von 20-25 °C. Zudem ist im Frühjahr noch vieles grün, und ein bunter Blumenteppich breitet sich aus. Empfehlenswerte Reisemonate sind weiter September/Oktober, vor allem auch für Ausflüge ins Landesinnere oder in die Wüste. Angenehme Wassertemperaturen herrschen von Mai bis Oktober.

Touristeninformation vor Ort

Office National du Tourisme Tunisien

1, Avenue Mohamed V

1001 Tunis

Tel.: +216-71341077

Fax: +216-71341355

E-Mail: info@tourismtunisia.com

Web: http://www.tourismtunisia.com

Unterhaltung & Nachtleben

Bars und Nachtclubs konzentrieren sich in dem islamischen Staat in den Hotels der Touristenhochburgen. In deren Restaurants stehen abends öfters Musik- und Tanzvorführungen auf dem Programm. Auch im Zusammenhang mit Tagesausflügen werden gerne Folkloreshows angeboten. Die Tunesier selbst flanieren abends lieber entlang der Uferpromenaden oder Hauptstraßen, treffen sich mit Freunden und Verwandten. Treffpunkte der Männer sind die zahlreichen Cafés. Dort diskutieren sie über Sport oder Politik, machen Geschäfte, spielen das traditionelle Kartenspiel Shkubbah oder trinken zur Wasserpfeife ein Gläschen Kaffee oder Tee. Das ganze Jahr über locken auch die mittlerweile zahlreichen Festivals Besucher aus dem In- und Ausland.

Essen & Trinken

Als Pauschaltourist werden Sie in Ihrem Hotel mit der einheimischen Küche nur in „europäisierter“ Form in Berührung kommen. Die Buffets bieten in der Regel eine Mischung aus europäischer Kost, französischen Menüfolgen und tunesischen Gerichten, die aber deutlich weniger gewürzt sind als in den Lokalen, in denen Einheimische speisen. Fleisch oder Fisch sind wesentlicher Bestandteil einer typischen Mahlzeit. Eine vielseitige Spezialität ist Couscous, ein auf Hartweizengries angerichteter Gemüseeintopf, der mit Fleisch, Geflügel, Fisch und/oder Meeresfrüchten angereichert wird. Ein weiteres Nationalgericht ist brik a l'oeuf, in Öl ausgebackene Blätterteigtaschen, die mit einem Brei aus Eiern, Kümmel, Petersilie und Kefta, Fisch oder Kartoffeln gefüllt sind. Für den europäischen Gaumen schmeckt die typisch tunesische Küche meist scharf.

Shopping

Das tunesische Kunsthandwerk hält schöne Mitbringsel bereit, und die beste Auswahl bieten in der Regel die vor Waren überquellenden Souks: Man bummelt durch die engen, belebten Gassen, schaut den Handwerkern zu, probiert eine typische rote Filzkappe, schnuppert an Parfums oder ersteht vielleicht nach langen Verhandlungen einen Teppich. Besonders reizvoll sind die Goldschmiede- oder Gewürzsouks. Die Geschäfte im Souk sind nach mittelalterlichen Zunftregeln angeordnet, wobei die wertvolleren Güter nahe der Großen Moschee zu finden sind.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Tunis Air bietet Linienflüge von Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München nach Tunis, Djerba und Monastir an (http://www.tunisair.com). Verschiedene Airlines bieten Direktflüge von Wien, Genf und Zürich nach Tunis an. Die durchschnittliche Flugzeit von Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Tunis beträgt ca. 2 Std. Der größte tunesische Flughafen ist der 8 km nordöstlich von Tunis gelegene Aéroport International de Tunis-Carthage (TUN, http://www.oaca.nat.tn). Der Djerba-Zarzis International Airport (DJE) liegt 9 km westlich von Houmt-Souk (http://www.djerbaairport.net). Der Habib Bourguiba International Airport (MIR) ist 8 km von Monastir entfernt (http://www.habibbourguibaairport.com). An allen Flughäfen stehen Taxis zur Verfügung. In der Regel bucht man aber den Transfer vom Flughafen zum Hotel automatisch mit.

Feste & Veranstaltungen

März/April Das Festival des Ksour in Tataouine wird mit Kamelrennen sowie berberischer und arabischer Musik gefeiert.

Juni Auf dem Falknerfestival in El Haouaria präsentieren Falkner die neuesten Kunststücke ihrer Vögel.

Die besten Musiker des Landes treffen sich auf dem Festival International de Testour.

Juli In diesem Monat findet das Tabarka Jazz Festival statt.

Juli/August Prozessionen, Folkloremusik und Tanz sind Teil des Festivals d'Aoussou in Sousse.

Auf dem Festival International de Carthage im römischen Theater von Karthago werden Konzerte, Theater- und Tanzaufführungen dargeboten (http://www.festival-carthage.com.tn).

Dezember Das in Douz stattfindende Festival International du Sahara ist ein spektakuläres Fest mit Kamel- und Pferderennen, Nomadenhochzeiten und Windhund-Jagden (http://www.festivaldouz.org.tn).

Steckbrief

Amtssprache: Arabisch und Französisch

Bevölkerung: rund 10,2 Mio. Einwohner

Fläche: 163.610 km²

Hauptstadt: Tunis (rund 2 Mio. Einwohner inkl. Vororte)

Landesvorwahl: +216

Währung: Tunesischer Dinar (Abk.: D; ISO-4217-Code: TND)

Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit (MEZ), Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) -1 Stunde; keine Umstellung auf Sommerzeit

Praktische Hinweise

Impfungen

Reist man direkt aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Tunesien, ist keine Impfung vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet wird jedoch eine entsprechende Impfung verlangt.

Generell empfiehlt sich anlässlich einer Reise die Überprüfung bzw. Erweiterung der Standardimpfungen (v.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza).

Darüber hinaus kann eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll sein, bei längeren Aufenthalten und/oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

Leitungswasser sollte nicht als Trinkwasser (d.h. auch nicht zum Spülen oder Zähneputzen) verwendet werden. Gegen einige Infektionskrankheiten, die gelegentlich auftreten (z.B. Leishmaniose, Westnil-Fieber, Phlebotoumus-Fieber) und die durch Mücken oder Zecken übertragen werden, gibt es keinen Impfschutz. Hier hilft nur ausreichender Mückenschutz und körperbedeckende Kleidung bei Aufenthalten in der Natur.

In der Gegend um Gafsa und Schott Djerit besteht die Gefahr, sich beim Baden in Süßwasser mit Bilharziose zu infizieren. Es sei außerdem auf eine gewisse Gefahr durch Schlangen und Skorpione hingewiesen.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Haustiere

Für Hunde und Katzen, die nach Tunesien mitgenommen werden sollen, benötigt man ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis, welches bescheinigt, dass das Tier seit mind. 6 Wochen frei von Krankheiten ist. Das Zeugnis selbst darf bei Einreise nicht älter als 6 Wochen sein. Außerdem wird der Nachweis einer Tollwutschutzimpfung verlangt, die mind. 30 Tage, aber nicht länger als 6 Monate zurückliegt. Hunde müssen außerdem einen Impfschutz gegen Staupe besitzen. Es ist ein internationaler Impfpass mitzuführen, der über alle Impfungen Aufschluss gibt. Jagdhunde dürfen nicht nach Tunesien eingeführt werden.

Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits rechtzeitig (i.d.R. 3 Monate) vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung über die jeweils gültigen Bestimmungen. Hier erfahren Sie auch, welche Tiere im Zielland als „Haustiere“ angesehen werden; für verschiedene Tierarten können unterschiedliche Regelungen bestehen.

Kriminalität

Generell ist die Kriminalitätsrate in Tunesien relativ niedrig, jedoch ist die Beschaffungskriminalität wegen Drogenkonsum in den letzten Jahren angestiegen. Insbesondere an stark belebten Orten (z.B. in Innenstädten und an Bahnhöfen) sollte man auf Taschendiebe und Trickbetrüger gefasst sein. Auch wurden in letzter Zeit einige Fälle von Geld- und Kreditkartenbetrug registriert; erhöhte Vorsicht ist beim Geldabheben an Bankautomaten geboten, Kreditkarten sollten auch im Hotel stets sicher aufbewahrt werden. Bitte beachten Sie auch die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes (http://www.auswaertiges-amt.de).

Sicherheit

Die allgemeine Sicherheit ist in einigen Teilen des Landes derzeit gefährdet. Es ist ratsam, die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen und Menschenansammlungen und Demonstrationen, zu meiden. Insbesondere im Umfeld touristischer Attraktionen sind terroristische Anschläge nicht auszuschließen. Die Touristenzentren am Mittelmeer gelten hingegen als relativ sicher. In den Grenzgebieten zu Libyen und Algerien besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko, weshalb diese Regionen möglichst gemieden werden sollten. Von nicht notwendigen Reisen in die südlichen Gebiete (südlich der Linie von der algerischen Grenze über Tozeur, Douz, Medenine bis El Marsa) rät das Auswärtige Amt eindringlich ab. Deutschen Staatsbürgern wird empfohlen, sich vor einer Reise nach Tunesien zu ihrer eigenen Sicherheit im elektronischen Meldesystem des Auswärtigen Amtes zu registrieren (http://service.diplo.de/registrierungav). Österreicher können sich unter http://www.reiseregistrierung.at registrieren.