Urlaub auf der Blumeninsel Madeira

Ein Urlaub auf Madeira beginnt für die Mehrheit der Touristen in der Inselhauptstadt Funchal. Hier befindet sich der internationale Flughafen – und hier finden sich auch einige schöne Sehenswürdigkeiten. Caniço ein weiterer wichtiger Touristenort der Insel und zählt zu den schönsten Zielen auf Madeira. Und Ponta do Sol an der Südwestküste gilt als der wärmste der Region.

Funchal

Funchal, die Hauptstadt Madeiras, ist das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Zentrum der Insel. Die größte Stadt des Archipels hat ihren Namen übrigens dem reichhaltigen Vorkommen an Fenchel ihrer Entdeckung zu verdanken. Die ganze Blüten- und Früchtepracht der Insel findet sich konzentriert auf dem Mercado dos Lavradores, der einen perfekten Einstieg für eine Entdeckungsreise durch die Inselhauptstadt bildet. Auch eine Fahrt mit der Telefrico, einer modernen Kabelbahn, von Funchal nach Monte ist zu empfehlen. Zudem bietet die Stadt schöne botanische Gärten und sehenswerte Kirchen, wie zum Beispiel die Kathedrale Sé.

Caniço

Caniço bildet nach Funchal den zweitgrößten Touristenstandort der Insel. Durch seine meerumspülte Hanglage zählt der Ort zu einer der schönsten Gemeinden der Insel. In Caniço de Baixo, einem an der Küste gelegen Ortsteil, ist das Ortsbild von Hotelanlagen und Ferienhäusern geprägt. Rund um den Ferienort finden sich schöne Steinstrände, Felsbadebuchten und Meerwasser-Schwimmbäder.

Ponta do Sol

Ponta do Sol an der Südwestküste Madeiras verdankt seinen Namen einer vom Meer umspülten Felsspitze. Es macht seinem Namen auch alle Ehre, denn der Ort gilt als der wärmste und mit den meisten Sonnenstunden der ganzen Insel. Besonders sehenswert ist die Kirche Nossa Senhora da Luz, die auch den Mittelpunkt von Ponta do Sol bildet.

Madeira, Tipps für den Urlaub

Massiv ragen zerklüftete Steilküsten aus der rauen Brandung. In sattem Grün und in bunten Farben exotischer Blüten erstreckt sich die Landschaft und formt in der Inselmitte ein bizarres Gebirge. Madeira, das Naturparadies mitten im Atlantik, spricht vor allem Naturliebhaber an.

Madeira ist die Hauptinsel des gleichnamigen Archipels. Zusammen mit den Ilhas Desertas im Südosten und Porto Santo im Nordosten bildet sie die Gipfel eines submarinen vulkanischen Gebirges. Die Lavaformationen Madeiras geben heute der erst im 15. Jh. aus Portugal eingewanderten Bevölkerung festen Grund. Entlang der inseltypischen Wasserleitungen (levadas) kann man schöne Wanderungen unternehmen, und die aus Lavagestein gebildeten Meerwasserbecken laden zu einer Erfrischung ein.

Süßer Wein, frühlingshaftes Klima, exotische Blumen und Früchte machen Madeira bei seinen Gästen so beliebt. Von den 741 km² Fläche steht ein nicht unerheblicher Teil unter Naturschutz. Üppige Flora mit einheimischen und zugereisten Pflanzenarten, terrassierte Felder, urige Dörfer - Madeira ist die Insel für Natur- und Wanderfreunde.

Klima & beste Reisezeit

Nebliger Winter, heißer Sommer und milde Nebensaison - wer auf Madeira Ruhe und die volle Pracht der Natur erleben möchte, reist am besten in den Zeiten von April bis Juni oder von September bis November auf die Insel. Dann steht eine Vielzahl der Blumen in voller Blüte und in den Plantagen reifen die Früchte. Für Wanderungen herrschen ideale Temperaturen und der Ansturm vom ferienhungrigen portugiesischen Festland bleibt in dieser Zeit aus. Von Juli bis August dagegen wird es an der Küste schwül-warm und die Insel ist überfüllt mit Badeurlaubern.

Auf Madeira sinken die Tageshöchsttemperaturen in den tieferen Lagen selten unter 18 °C. Im Gebirge sind im Gegensatz dazu sogar Schneefälle möglich. Im Sommerhalbjahr ist die Insel fest im Griff des Nord-Ost-Passats. Im Winter wehen die Winde häufig auch aus westlichen Richtungen. Steigungswinde sorgen für häufige Bewölkung auf der Nordseite. Hier fallen mehr Niederschläge als im Süden Madeiras. Regenschauer sind selbst an der Küste ganzjährig möglich. Gelegentlich bläst der Leste, ein Süd-Ost-Wind, heiße Sahara-Luft über die Insel. Er kann zu allen Jahreszeiten auftreten.

Essen & Trinken im Urlaub

Ob auf Volksfesten oder in den vielseitigen Restaurants - der Grill steht auf Madeira im Zentrum der Küche. „Espetada“, Rindfleischhappen auf Lorbeerstäben, „espada“, Degenfisch, und „frango”, Hähnchen, werden auf der ganzen Insel über Feuer geröstet. Dazu wird Bolo de caco gereicht, ein saftiges Fladenbrot. Eine Riesenauswahl exotischer Früchte und Kräuter setzt frische Akzente. Madeirawein und Poncha, ein Mix aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrone, beleben den Kreislauf auf traditionelle Weise.