Israel

Jerusalem

Die Hauptstadt Israels, gelegen zwischen Mittelmeer und Totem Meer, ist gleichzeitig der Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen und mehrerer Weltreligionen. Jerusalems Altstadt unterteilt sich daher in vier religiös unterschiedliche Viertel: Das muslimische Viertel im Nordosten der Altstadt, das christliche Viertel im Nordwesten, das armenische im Südwesten und das jüdische im Südosten.

Tel Aviv

Das erst Anfang des 19. Jahrhunderts gegründete Tel Aviv war ursprünglich ein Vorort der Stadt Jaffa. Diese alte Hafenstadt existiert bereits seit der Antike und bildet heute zusammen mit Tel Aviv die Großstadt Tel Aviv-Jaffa. Deren Großraum ist das größte Ballungsgebiet Israels, hier haben viele politische Institutionen ihren Sitz. Bekannt ist Tel Aviv vor allem als moderne City mit markanten Hochhäusern, oft direkt am Strand.



Länderinformationen Israel

Israel

Eine Reise nach Israel ist immer auch eine Reise in die Vergangenheit. So jung der israelische Staat auch sein mag und so schwer die Erschütterungen der politischen und religiösen Konflikte auf der Nation lasten, so blickt das Heilige Land doch auf eine Jahrtausende alte Geschichte zurück. Namen von Orten und Personen aus der Bibel sind fest mit dem Land im Nahen Osten verknüpft. Allein in Jerusalem, welches das Zentrum der drei großen monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam ist, konzentriert sich eine Vielzahl von religiösen und historisch bedeutsamen Stätten - man denke nur an die Klagemauer, das Gartengrab, den Ölberg mit dem Garten Gethsemane oder die Davidstadt, aus der Jerusalem hervorging.

Während Besucher Jerusalems auf den Spuren Jesu Christi wandeln und tief in die Geschichte eintauchen können, ist Tel Aviv viel weniger religiös geprägt. Hier schlägt das Herz des modernen Israels, hier genießt man an traumhaften Mittelmeerstränden ausgiebige Badeurlaube und ein ausschweifendes Nachtleben.

Das Tote Meer, der tiefste Punkt der Erde, im Osten des Landes, ist umgeben von bedeutenden archäologischen Ausgrabungsstätten und lockt Touristen, welche sich die Heilkraft des salzhaltigen Sees zunutze machen wollen, ebenso wie Studienreisende. Die scheinbar endlose Negev-Wüste, die einen Großteil der Landesfläche einnimmt, birgt landschaftlich reizvolle Oasen und vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Die Stadt Eilat im Süden des Landes, eine beliebte Urlaubsdestination, stellt den einzigen Zugang Israels zum Roten Meer dar. Es ist nicht zuletzt die Mischung aus biblischer Vergangenheit, landschaftlicher Vielfalt und multikulturellen Einflüssen, die das Land zu einem lohnenswerten Reiseziel machen.

Essen & Trinken

Die israelische Küche ist sehr vielfältig. Einerseits wurde sie beeinflusst von jüdischen Einwanderern aus Osteuropa, die traditionelle Gerichte wie gefüllten Fisch, eine Art Fischpastete, oder deftige Fleischgerichte mit nach Israel brachten. Auf der anderen Seite wurde die israelische Küche stark von arabischen Traditionen geprägt. Hummus, Falafel und Reis sind dabei wesentliche Bestandteile.

Gemäß jüdischer Religionslehre gibt es außerdem viele Restaurants, die koscheres Essen zubereiten, wobei darauf geachtet wird, dass nur das Fleisch von Wiederkäuern mit gespaltenen Hufen wie z.B. Rindern, Schafen oder Ziegen für Speisen verwendet wird. Auch werden Milch und Fleisch nie zusammen konsumiert. Zum Nachtisch reicht man in Israel gerne Obst oder süßes Gebäck. Typische israelische Getränke sind frisch gepresste Fruchtsäfte oder lokale Biere wie Goldstar und Maccabi. In den letzten Jahren erlebte besonders die Weinindustrie einen erheblichen Aufschwung und bietet Weinfreunden eine große Auswahl.

Klima & Reisezeit

Israel lässt sich grob in vier Klimazonen unterteilen. Die Mittelmeerküste und das Jordantal sind bekannt für ihre milden Winter. Während am Mittelmeer jedoch im Sommer feuchtes, subtropisches Klima herrscht, ist der Sommer im Jordantal sehr trocken und heiß. Im Bergland sind die Winter kühl und vereinzelt kann es sogar zu Schneefall kommen. Demgegenüber steht der Negev, wo man ganzjährig halbwüstenartiges Klima vorfindet. Von November bis Mai ist in Israel Regenzeit, weshalb es sich empfiehlt, das Land vorzugsweise von Juni bis Oktober zu besuchen. Je nach Region liegen die Höchsttemperaturen in dieser Zeit bei 29-39 °C. Die Sommermonate Juli und August bieten optimale Bedingungen für eine Reise nach Jerusalem. Tel Aviv sollte man jedoch aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit während dieser Monate meiden.

Im Sommer trägt man in Israel in der Regel leichte Kleidung und Sandalen, wobei man in Gebirgsgegenden für den Abend immer eine Strickjacke dabei haben sollte. Für die Wintermonate werden warme Klamotten empfohlen. Außerdem sollte man beim Betreten von heiligen Stätten auf dezente Kleidung achten. Kurze Röcke, Shorts und tiefe Ausschnitte sind hier nicht erwünscht.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der größte und wichtigste Flughafen Israels, der von internationalen Fluggesellschaften aus aller Welt angeflogen wird, ist der Ben Gurion International Airport bei Lud, 20 km südöstlich von Tel Aviv. Aus dem deutschsprachigen Raum wird er z.B. von Air Berlin aus Köln und Berlin, von Lufthansa aus Frankfurt und München, von Swiss aus Genf und Zürich sowie von Austrian aus Wien angeflogen. Die Flugzeit beträgt zwischen 4 und 6 Stunden.

Der Flughafen - auch Tel Aviv Flughafen genannt - ist durch einen Shuttle-Zug (fährt zwischen 3 Uhr und Mitternacht) und einen Expresszug (stündlich, auch nachts) mit Tel Aviv verbunden. Fahrpläne findet man im Internet (http://www.rail.co.il/EN/Pages/HomePage.aspx). Außerdem besteht die Möglichkeit, mit Bus, Taxi oder Mietwagen vom Flughafen aus weiterzureisen. Mit dem Bus gelangt man auch ins 50 km entfernte Jerusalem.

Aufgrund verstärkter Sicherheitsvorkehrungen bei Flügen nach Israel empfiehlt es sich generell, frühzeitig am Abflughafen im Heimatland zu sein (ca. 3 Stunden vorher). Während des Fluges muss jeder Passagier ein Formular ausfüllen, welches dann bei Ankunft im Land zusammen mit dem Reisepass vorgezeigt werden muss.

Mit dem Auto

Mit dem Auto ist eine Einreise nach Israel ausschließlich über Jordanien und Ägypten möglich. Von Ägypten aus gelangt man am besten über den Grenzübergang zwischen Eilat und Taba nach Israel, von Jordanien aus entweder über die Scheich-Hussein-Brücke im Norden oder über den Yitzchak-Rabin-Grenzübergang zwischen Aqaba und Eilat im Süden. Bei der Anreise muss ein Formular mit persönlichen Daten ausgefüllt werden, das zusammen mit dem Reisepass überprüft wird.

Mit dem Schiff

Verschiedene Schiffsgesellschaften bieten vor allem zwischen April und Oktober Reisen von Europa nach Israel an. Die meisten Passagierschiffe und Fähren legen im Hafen von Haifa oder Aschdod an. Verbindungen für Auto- und Passagierfähren nach Haifa und Aschdod bestehen zwischen Griechenland (Piräus), Italien (Ravenna, Monfolcone), der Türkei (Izmir) und Slowenien (http://www.ferries.gr).

Reisen im Land

Israel verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, was eine bequeme Fortbewegung mit Auto und Bus ermöglicht. Mit Privat- oder Mietwagen kann man die relativ geringen Entfernungen zwischen den einzelnen Städten gut zurücklegen. In den größeren Städten finden sich Niederlassungen bekannter Mietwagenfirmen wie z.B. Sixt (http://www.shlomo.co.il), Avis (http://www.avis.co.il) oder Hertz (http://www.hertz.co.il). Ein internationaler Führerschein ist zwar offiziell nicht erforderlich, wird aber empfohlen; das Mindestalter beträgt 21 Jahre.

Das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel in Israel ist der Bus; das Land verfügt über ein gut ausgebautes Linienbussystem. Es gibt mehrere private und staatliche Busunternehmen. Führendes Busunternehmen ist Egged, dessen Busse im ganzen Land verkehren (http://www.egged.co.il/Eng). Tickets sind am Schalter an jedem Bahnhof erhältlich oder können online erworben werden. Tel Aviv wird vom Busunternehmen DAN bedient, dessen Busse von 5 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts verkehren (http://www.dan.co.il/english). Bitte beachten Sie, dass viele Routen, insbesondere über Land, am Sabbat (von Freitagnachmittag bis Samstagabend) nicht bedient werden. In Ostjerusalem, Nazareth und Westjordanland verkehren arabische Busse auch am Sabbat.

Zugverbindungen bestehen zwischen Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und Naharija sowie zwischen verschiedenen kleineren Städten. Am Sabbat gibt es keinen Zugverkehr.

Bitte beachten Sie stets die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes (http://www.auswaertiges-amt.de).

Feste & Veranstaltungen

Januar Am 18. Januar findet in Netivot (Südisrael) alljährlich eine Zeremonie zu Ehren des Heiligen Rabbi Yisrael Abuhatezira statt, auch bekannt als Baba Sali.

März In Mateh Asher wird am zweiten und dritten Märzwochenende das Milch-Festival veranstaltet, bei dem es Kunst, Spiele und Workshops rund um das Thema Milch und Kühe gibt.

April Das Passahfest ist einer der wichtigsten jüdischen Feiertage und erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Vielerorts, wie zum Beispiel auch in Jerusalem, finden in der siebentägigen Festtagsperiode zahlreiche Feierlichkeiten rund um das Thema Landwirtschaft statt. Das Passahfest wird in diesen Gegenden als Frühlings- und Freiheitsfest angesehen.

Mai Zwischen Mitte und Ende Mai liegt der israelische Nationalfeiertag, der Jerusalemtag. Zu diesem Anlass gibt es zahlreiche Events, Shows und Stadttouren in Jerusalem. Ebenfalls im Mai kann man beim Israel-Festival in Jerusalem Einblicke in israelische Theaterstücke, Tänze und Musik erhalten.

August Während des Wein-Festivals im Israelischen Museum in Jerusalem können Besucher über 150 verschiedene Weine verkosten und an Workshops teilnehmen.

Oktober Tausende Israelis, Touristen und Pilger nehmen jedes Jahr am traditionellen Jerusalem-Marsch teil, der im Rahmen des siebentägigen Laubhüttenfests stattfindet und an beliebten Touristenattraktionen vorbeiführt. Startpunkte sind Ramat Rachel und Givat Hatahmoschet, von wo aus zwei Paraden durch Jerusalem führen.

In Tel Aviv kommen Tanzbegeisterte beim internationalen Tanz-Festival ganz auf ihre Kosten.

Praktische Hinweise

Ärztliche Versorgung

Laut Auswärtigem Amt ist die Qualität der medizinischen Versorgung in Israel gut bis sehr gut. Bei Reisen in das palästinensische Gebiet muss jedoch mit geringeren Standards gerechnet werden. Für den Notfall wird eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption empfohlen.

Menschen mit Behinderung

In Israel wurde sehr viel Wert darauf gelegt, Touristenattraktionen behindertengerecht zu gestalten, damit sie allen Besuchern zugänglich sind. Einige Sehenswürdigkeiten wurden speziell für Sehbehinderte angepasst, sodass die Möglichkeit besteht, einen Teil der Gegend tastend zu erkunden. Genauere Information zu diesem Thema erhalten Sie auf Englisch im Internet (http://www.access-unlimited.co.il).

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

3, Daniel Frisch Street, 19. Stock

64731 Tel Aviv

Tel.: +972-3-6931313

Fax: +972-3-6969217

E-Mail: info@tel-aviv.diplo.de

Web: http://www.tel-aviv.diplo.de

Österreichische Botschaft

Beit Crystal, 12 Rehov Hahilazon

52522 Ramat Gan, Tel Aviv

Tel.: +972-3-6120924-26

Fax: +972-3-7510716

E-Mail: tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.bmeia.gv.at/en/embassy/tel-aviv.html

Schweizerische Botschaft

228 Rue Hayarkon

63405 Tel Aviv

Tel.: +972-3-5464455

Fax: +972-3-5464408

E-Mail: tel.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/telaviv

Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige, die ab 1928 geboren sind, benötigen kein Visum, um nach Israel einzureisen. Auch für Reisende aus Österreich und der Schweiz ist für die Einreise kein Visum erforderlich. Es ist jedoch ein Reisepass notwendig, der noch mindestens sechs Monate nach Einreise gültig sein muss. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Bei der Einreise nach Israel sollte außerdem darauf geachtet werden, dass dieser mit einem israelischen Sichtvermerk versehen wird (kann auf Wunsch auch auf einem separaten Papier erfolgen), der die maximale Aufenthaltsdauer angibt (in der Regel drei Monate). Ohne diesen Einreisestempel kann es zu Komplikationen beim Passieren von Kontrollpunkten, vor allem ins Westjordanland, kommen. Im Reisepass entahltene Visa arabischer Staaten können bei der Einreise zu einer Sicherheitsbefragung durch israelische Sicherheitskräfte führen (Ausnahme: Jordanien und Ägypten). Die Einreise nach Israel aus dem Gazastreifen über den Erez-Checkpoint ist nur möglich, wenn die Ausreise aus Israel nach Gaza auch dort erfolgt ist. Wer nach Gaza über Rafah (Ägypten) einreist, muss unbedingt wieder über Rafah (Ägypten) ausreisen. Die Ein- und Ausreise aus bzw. in palästinensische Gebiete kann mit Komplikationen verbunden sein, die mit erheblichen Wartezeiten und Einreiseverboten einhergehen können. In jüngster Zeit wurde vereinzelt der „PA-only“ Stempel in Reisepässen angebracht, der den erlaubten Reiseraum auf palästinensische Gebiete beschränkt. Die Auswirkungen dieses Eintrages sind noch unbekannt, jedoch empfiehlt es sich, vorab die israelischen Behörden zu diesem Thema zu befragen und bei der Einreise ggfs. glaubhaft vermitteln zu können (bestenfalls mit englischsprachigen Dokumenten), dass Ziele in beiden Gebieten bereist werden sollen. Bei der Ausreise vom Flughafen Ben Gurion aus sollte man sich frühzeitig vor Ort einfinden, da umfassende Sicherheitsüberprüfungen des Gepäcks und eingehende Befragungen der Reisenden viel Zeit in Anspruch nehmen können.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Elektrizität

Die Netzspannung in Israel ist 220 Volt/50 Hertz. Da die Stromstecker dreipolig sind, sollten Sie einen Adapter mitnehmen.

Feiertage

Tu B’Shvat (Neujahrsfest der Bäume, Januar, Februar); Purim (Gedenken an die Errettung der Juden in Persien, Februar/März); Pessach (Gedenken an den Auszug aus Ägypten, Dank für die Errettung aus der Sklaverei und

Vorfreude auf das (Wieder-)Kommen des Messias, März/April); Yom HaShoah (Holocaust-Gedenktag, April/Mai); Yom haZikaron (Gedenktag an die gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus, April/Mai); Yom haAtzma'ut (Unabhängigkeitstag, April/Mai); Lag baOmer (Tag des Omer-Zählens/Todestag von Rabbi Schimon bar Jochai, Mai); Schawuot (Wochenfest, Mai/Juni); Tischa beAv (Fast- und Trauertag, an welchem der Zerstörung des Jerusalemer Tempels gedacht wird, Juli/August); Rosh HaShanah (Jüdisches Neujahr, September/Oktober); Yom Kippur (Versöhnungstag, September/Oktober); Sukkot (Laubhüttenfest, Oktober); Schmini Azeret (Achter Festtag/Schlußfest, Oktober); Simchat Thora (Torafreude/2. Tag des Schlußfestes, Oktober); Chanukka (Lichterfest, Dezember).

Alle Feiertage werden bereits mit Beginn des Sonnenuntergangs am Vorabend gefeiert, so auch der nationale wöchentliche Feiertag „Sabbat“, der vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Einbruch der Dunkelheit am Samstag andauert.

Frauen allein unterwegs

Grundsätzlich müssen alleinreisende Frauen in Israel nicht mit Problemen rechnen. Dennoch sollte man auf zu kurze, aufreizende Kleidung verzichten, da dies auf streng gläubige Moslems anstößig wirken könnte. Auch vom Fahren per Anhalter wird abgeraten.

Geld und Devisen

Die Währung in Israel ist der Neue Israelische Schekel (Abk.: NIS; ISO-4217-Code: ILS). 1 Schekel unterteilt sich in 100 Agorot. Im Umlauf befinden sich Scheine im Nennwert von 10, 50, 100 und 200 Schekel sowie Münzen zu 1, 5 und 10 Schekel und 5, 10 und 50 Agorot.

Geld kann am Flughafen oder bei jeder Bank gewechselt werden. Kreditkarten werden überall akzeptiert und Bargeld kann vor Ort an mehreren Geldautomaten per Maestro-Karte oder ebenfalls per Kreditkarte abgehoben werden. Aktuelle Wechselkurse findet man im Internet z.B. unter http://www.lexas.net/wechselkurse/israel.asp.

Homosexualität

Homosexualität ist in Israel legal. Als einziges asiatisches Land gibt es in Israel ein Antidiskriminierungsgesetz, das die im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehe akzeptiert und diesen Paaren Steuervorteile sowie Adoptionsrecht gewährt. In vielen Großstätten gibt es aktive Schwulen- und Lesben-Communities.

Information im Heimatland

Staatliches Israelisches Verkehrsbüro (zuständig für A, CH, D)

Friedrichstraße 95

10117 Berlin

Tel.: +49-30-2039970

Fax: +49-30-20399730

E-Mail: info@goisrael.de

Web: http://www.goisrael.de

Notruf

Polizei: 100, Feuerwehr: 102, Krankenwagen: 101.

Öffnungszeiten

Geschäfte haben i.d.R. von 9-19 Uhr geöffnet, wobei Sie bei einigen Läden mit einer zweistündigen Mittagspause rechnen müssen. Supermärkte haben oft längere Öffnungszeiten (7-21 Uhr). Da der Samstag in Israel als Ruhetag gilt (Sabbat), schließen die Geschäfte freitags oft schon um die Mittagszeit und öffnen erst wieder am Sonntagmorgen. Offiziell wird der Sabbat in Israel von Freitagabend bis Samstagabend (jeweils zum Sonnenuntergang) gefeiert; Restaurants und Bars und viele Freizeiteinrichtungen öffnen daher oft bereits am Samstagabend wieder ihre Pforten. Banken haben ebenfalls von Sonntag bis Donnerstag geöffnet, allerdings an einigen Wochentagen nur vormittags.

Telefon

In Israel gibt es ein hochmodernes Telefon- und Handynetz, das im ganzen Land verfügbar ist. Die internationale Vorwahl für Anrufe nach Israel ist 00972. Die Vorwahl für Gespräche aus Israel nach Deutschland lautet 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Trinkgeld

Rechnungen in Hotels und Restaurants enthalten bereits einen Bedienungszuschlag von 10-15 %. Ein kleines Trinkgeld ist dennoch üblich.

Zeit

In Israel gilt die Israel Standard Time (IST). Die Differenz der IST zur Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC), beträgt +2 Stunden, die Differenz zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) +1 Stunde. Der Zeitunterschied bleibt bis auf wenige Tage im Jahr immer gleich, da die Uhren auch in Israel auf Sommerzeit umgestellt werden (Anfang und Ende der Sommerzeit können leicht variieren und stimmen nicht unbedingt mit der Mitteleuropäischen Sommerzeit überein).

Zollbestimmungen

Bei der Einreise nach Israel dürfen Personen über 17 Jahren 250 g Tabakwaren, 1 l alkoholische Getränke und 2 l Wein zollfrei einführen. Bis zu 250 ml Parfüm und andere Waren bis zu einem Wert von 200 USD müssen nicht deklariert werden. Geldbeträge ab 90.000 ILS, Tauchausrüstungen und neu erworbene technische Geräte müssen beim Zoll angemeldet werden. Die Einfuhr von Drogen, pornografischem Material, Handys mit einer Reichweite von 900 Mhz und Fleisch ist verboten. Besondere Vorschriften gelten für die Einfuhr von Geldmitteln in palästinensische Gebiete. Tiere, Pflanzen, Blumen und Samen sowie einige Medikamente, technische Geräte und Waffen unterliegen bestimmten Einfuhrregulierungen und sollten angezeigt werden. Bei der Rückreise in die EU dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumenden Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei einführen, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen über 17-Jährige 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Pfeifentabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% sowie andere Waren im Wert von maximal 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Steckbrief

Amtssprache: Neu-Hebräisch (Iwrit), Arabisch

Bevölkerung: rund 8 Mio. Einwohner

Fläche: 20.766 km²

Hauptstadt: Jerusalem (rund 950.000 Einwohner)

Landesvorwahl & Ortsvorwahl: +972

Währung: Neuer Israelischer Schekel (Abk.: NIS; ISO-4217-Code: ILS)

Zeitzone: Israel Standard Time (IST); Mitteleuropäische Zeit (MEZ) & Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ): +1 Stunde

Praktische Hinweise

Impfungen

Für eine Reise nach Israel gibt es keine besonderen Impfvorschriften. Empfohlen wird aber anlässlich einer Reise generell eine Überprüfung bzw. Erweiterung der Standardimpfungen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza.

Darüber hinaus kann eine Impfung gegen Hepatitis A, bei längeren Aufenthalten oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Tollwut, bei Reisen ins palästinensische Gebiet zusätzlich gegen Typhus, sinnvoll sein.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Kriminalität

Auch wenn die Kriminalitätsrate in Israel relativ gering ist, sollten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gegen Taschendiebe getroffen werden. Ereignisse mit terroristischem Hintergrund haben in den letzten Jahren abgenommen. Aufgrund des israelisch-palästinensischen Konflikts kann es aber derzeit im ganzen Land zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen. Es ist ratsam, größere Menschenansammlungen zu meiden und bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erhöhte Vorsicht walten zu lassen (siehe auch „Sicherheit“).

Haustiere

Es muss ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis vorliegen, das nicht älter als zehn Tage ist, sowie ein Impfpass bzw. ein Heimtierausweis, der Aufschluss über den bestehenden Impfschutz, insbesondere gegen Tollwut, gibt. Die Tollwutimpfung muss dabei mind. 30 Tage, darf aber nicht länger als 12 Monate zurückliegen. Zudem muss das Tier mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein und es muss (auch für die Rückreise nach Europa) ein Nachweis der Tollwut-Antikörper (Titerbestimmung) sowie eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Haustiere, die jünger als drei Monate sind, dürfen nicht eingeführt werden.

Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits rechtzeitig (i.d.R. 3 Monate) vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung über die jeweils gültigen Bestimmungen. Hier erfahren Sie auch, welche Tiere im Zielland als „Haustiere“ angesehen werden; für verschiedene Tierarten können unterschiedliche Regelungen bestehen.

Sicherheit

Der israelisch-palästinensische Konflikt beeinträchtigt die allgemeine Sicherheit im Land maßgeblich. Besondere Vorsicht ist beim Besuch der Westbank und in Ost-Jerusalem angebracht, vor Reisen in das Grenzgebiet um den Gazastreifen wird eindringlich gewarnt. Außerdem sollten Fahrten entlang der israelisch-ägyptischen Grenze sowie Aufenthalte im syrischen und libanesischen Grenzgebiet vermieden werden. Es wird empfohlen, die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und sich als Israel-Reisender außerdem bei der jeweiligen Botschaft in Tel Aviv in einer Krisenvorsorgeliste registrieren zu lassen (auch unter http://service.diplo.de/registrierungav).