Kalabrien, Urlaub an der italienischen Stiefelspitze

An der Spitze des italienischen Stiefels liegt Kalabrien - eine Region mit abwechslungsreicher Landschaft, viel Kultur, traumhaften Stränden und einer bodenständigen Küche. Rund 800 Kilometer Küste am Ionischen und Tyrrhenischen Meer bieten beste Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub, etwa an den feinen Stränden von Capo Vaticano oder der Riviera dei Cedri.

Auch Aktivurlauber kommen beim Tauchen, Wassersport, Rafting oder Canyoning auf ihre Kosten. Im Landesinneren laden die Nationalparks Sila, Serre, Aspromonte und Pollino zu Wanderungen und Ausflügen ein. Die lange Geschichte der Region wird unter anderem in den antiken Stätten von Locri und Capo Colonna sowie im Museum von Reggio Calabria mit den berühmten Bronzestatuen von Riace sichtbar. Sehenswert sind außerdem die spektakulär gelegenen Küstenorte Scilla und Tropea mit der auf einem Felsen thronenden Kirche Santa Maria dell’Isola. Typisch für Kalabrien sind zudem Zitrusfrüchte wie Bergamotte und Zitronatzitrone, die auf Märkten und in der regionalen Küche zu finden sind. Ob entspannter Badeurlaub oder Pauschalreise mit Ausflügen in die Umgebung - Kalabrien bietet viele Möglichkeiten.

Hotels Kalabrien

4 Sterne Hotel: Aether Suites Tropea, Tropea, Kalabrien
Italien – Tropea
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3 Sterne Hotel: Agriturismo Ruralia, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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4 Sterne Familienhotel: BV Borgo del Principe, Zambrone, Kalabrien
Italien – Zambrone
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3 Sterne Hotel: Baia del Capo, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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4 Sterne Hotel: Baia del Godano, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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4 Sterne Familienhotel: Baia del Sole, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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3 Sterne Hotel: Baia di Trainiti, Porto Salvo, Kalabrien
Italien – Porto Salvo
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4 Sterne Hotel: Borgo Donna Canfora, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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Italien – Ricadi
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3 Sterne Hotel: Calabrisella, Capo Vaticano, Kalabrien
Italien – Capo Vaticano
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4 Sterne Hotel: Capovaticano Resort Thalasso Spa, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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4 Sterne Familienhotel: Falkensteiner Club Funimation Garden Calabria, Acconia di Curinga, Kalabrien
Italien – Acconia di Curinga
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Italien – Ricadi
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3 Sterne Familienhotel: Hotel Club Torre Marino, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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Italien – Ricadi
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4 Sterne Hotel: Hotel Residence Piccolo, Parghelia, Kalabrien
Italien – Parghelia
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3 Sterne Familienhotel: Il Gattopardo, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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Italien – Ricadi
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3 Sterne Hotel: Luzia Agriresort, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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3 Sterne Familienhotel: Marinella, Ricadi, Kalabrien
Italien – Ricadi
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Klima & beste Reisezeit für Ihren Urlaub in Kalabrien

Dies vorweg: Die beste Zeit für einen Urlaub in Kalabrien liegt zwischen Mai und Oktober. Für Badeurlaub eignen sich vor allem Juni bis September, während Mai, Juni, September und Oktober angenehmer für Ausflüge, Wanderungen und Rundreisen sind. Weniger günstig ist die Zeit von November bis Februar, da dann deutlich mehr Regen fällt und das Wetter wechselhafter ist.

Kalabrien hat ein typisch mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, aber feuchten Wintern. Im Juli und August werden an der Küste häufig Temperaturen um 30 Grad und mehr erreicht, das Meer erwärmt sich auf etwa 24 bis 25 Grad. Gerade der August kann allerdings sehr heiß werden. Wer große Hitze nicht so gut verträgt, sollte seine Pauschalreise eher im Juni oder im September planen.

Der Mai und die erste Junihälfte sind ideal, wenn Sie auch etwas vom Land sehen möchten. Die Temperaturen sind angenehm, die Natur zeigt sich grün und Wanderungen oder Besichtigungen fallen leichter als im Hochsommer. Auch der September ist eine sehr gute Wahl: Das Meer ist noch warm, während die größte Hitze langsam nachlässt.

Im Oktober kann man an vielen Tagen noch baden, allerdings nimmt die Regenwahrscheinlichkeit zu. Von November bis Februar ist Kalabrien zwar weiterhin relativ mild, für einen klassischen Strandurlaub aber eher ungeeignet. Zudem sollten Sie beachten, dass es in den Bergen deutlich kühler sein kann als an der Küste.

Welche Sehenswürdigkeiten lohnen sich im Urlaub in Kalabrien zu besuchen?

Natürlich ist Kalabrien vor allem für seine Küsten und Badeorte bekannt, denn schließlich ist sind das ja die Hauptgründe, um dort Urlaub zu machen. Erst richtig interessant wird diese Region Italiens aber, wenn Sie sich etwas Zeit für die Geschichte nehmen: Griechen, Römer, Byzantiner und Normannen haben hier ihre Spuren hinterlassen.

Das Archäologische Nationalmuseum von/in Reggio Calabria gehört zu den wichtigsten Museen der Region. Es zeigt archäologische Funde aus Kalabrien, wobei die Bronzen von Riace ganz klar im Mittelpunkt stehen. Die beiden fast zwei Meter hohen Bronzestatuen stellen vermutlich griechische Krieger dar und entstanden im 5. Jahrhundert v. Chr. Sie wurden 1972 vor der Küste von Riace aus dem Meer geborgen und anschließend aufwendig restauriert. Bemerkenswert sind nicht nur die außergewöhnlich naturalistische Darstellung der Körper, sondern auch die erhaltenen Details: Augen aus verschiedenen Materialien sowie Lippen und weitere Elemente aus Kupfer und Silber. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wen die beiden Figuren ursprünglich darstellen sollten.

Tropea ist eine der bekanntesten Küstenstädte Kalabriens und liegt spektakulär auf einem Felsen über dem Tyrrhenischen Meer. Besonders sehenswert ist die Santa Maria dell’Isola, eine Wallfahrtskirche auf einem Felsvorsprung direkt über dem Meer. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, alten Palästen und Aussichtspunkten lässt sich gut zu Fuß erkunden. Gerade gegen Abend, wenn das Licht weicher wird, ist der Blick von den Klippen hinunter auf die Küste besonders schön.

Sie haben möglicherweise vor, sich einen Mietwagen zu nehmen und die Gegend zu erkunden? Dann empfehlen wir Ihnen das mittelalterliche Bergstädtchen Gerace. Es liegt im Landesinneren und gehört zu den interessantesten historischen Orten Kalabriens. Der Ort liegt rund 500 Meter hoch auf einem Felsen und war unter den Normannen wegen seiner zahlreichen Gotteshäuser als Stadt der 100 Kirchen bekannt. Mittelpunkt ist die Kathedrale Santa Maria Assunta, die 1045 geweiht wurde und als größte Kathedrale Kalabriens gilt. In ihrem Bau verbinden sich byzantinische, normannische und romanische Elemente; im Inneren führen drei Schiffe hinunter zur Krypta, in der sich heute das Diözesanmuseum befindet. Ebenfalls sehenswert sind die gotische Kirche San Francesco d’Assisi, die griechisch-orthodoxe Kirche San Giovannello und die Reste der normannischen Burg aus dem 11. Jahrhundert. Dazwischen liegen enge Gassen, alte Stadtmauern und kleine Plätze - genau die Art von Ort, die Ihnen im Gedächtnis bleiben wird.

Fährt man die Ostküste noch etwas weiter gen Norden, kommt man in das Örtchen Stilo. Die Cattolica di Stilo ist eine kleine byzantinische Kirche aus dem 10. oder 11. Jahrhundert und zählt zu den ungewöhnlichsten Sakralbauten Kalabriens. Der kompakte Bau besitzt fünf charakteristische Kuppeln und steht am Hang des Monte Consolino oberhalb des Ortes Stilo. Im Inneren erinnern die Säulen und Kapitelle an die byzantinische Baukunst, einige der ursprünglichen Wandmalereien sind ebenfalls erhalten. Die Kirche zeigt sehr anschaulich, wie stark die byzantinische Kultur im mittelalterlichen Kalabrien präsent war.

Scilla und das Viertel Chianalea - an der Westküste - gehören zu den schönsten Zielen an der Costa Viola. Scilla ist ein historischer Küstenort auf einer Landzunge, über der das Castello Ruffo auf einem Felsen thront. Die Festung geht auf ältere Befestigungen zurück und wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verändert. Direkt am Wasser liegt Chianalea mit schmalen Gassen und Häusern, die teilweise unmittelbar an den Felsen und am Meer stehen. Der Ort ist zudem eng mit der griechischen Mythologie verbunden: Der Name erinnert an das Seeungeheuer Skylla, das in Homers Odyssee eine wichtige Rolle spielt. Auch die Kirche Santo Spirito ist interessant, denn sie überstand die schweren Erdbeben von 1783 und 1908.

Der Archäologische Park von Capo Colonna bei Crotone führt Sie dagegen weit zurück in die Zeit der Magna Graecia. Auf dem Kap befand sich einst ein großes Heiligtum der griechischen Göttin Hera Lacinia mit einem mächtigen dorischen Tempel. Von dessen ursprünglich zahlreichen Säulen steht heute nur noch eine einzige - genau sie gab dem Kap seinen heutigen Namen. Das Heiligtum gehörte zur griechischen Kolonie ‘Kroton’, blieb auch in römischer Zeit bedeutend und soll unter anderem von Pythagoras besucht worden sein. Auf dem weitläufigen Gelände finden sich außerdem Überreste weiterer Kultstätten, römischer Bauten, eine kleine Kirche und der im 16. Jahrhundert errichtete Torre di Nao (ein Sarazenenturm).

Le Castella an der ionischen Küste ist vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Lage bekannt. Das Castello Aragonese ist eine mittelalterliche Festung, die unmittelbar am Wasser auf einer kleinen Landzunge steht und heute als eines der Wahrzeichen Kalabriens gilt. Teile der Anlage gehen auf einen normannischen Vorgängerbau zurück, der heutige Komplex wurde später unter den Aragonesen ausgebaut. Besonders auffällig sind der runde Wachturm und die mächtigen Bastionen, die zwischen 1510 und 1526 entstanden. Die Festung liegt zudem innerhalb des Meeresschutzgebiets Capo Rizzuto, sodass sich hier Geschichte und Küstenlandschaft ziemlich bequem miteinander verbinden lassen.

Pizzo Calabro ist ein kleiner Küstenort auf einer Landzunge am Golf von Sant’Eufemia. Über dem historischen Zentrum steht das Castello Murat, eine aragonesische Festung aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Bekannt wurde sie vor allem durch Joachim Murat, den ehemaligen König von Neapel, der hier 1815 gefangen genommen und hingerichtet wurde. Ebenfalls sehenswert ist die kleine Chiesetta di Piedigrotta, eine in den Tuffstein gehauene Kirche direkt am Meer. Und wenn Sie schon in Pizzo sind, gehört ein Tartufo-Eis auf der Piazza eigentlich fast dazu.

Ein echter Geheimtipp ist Pentedattilo, ein ehemaliges Bergdorf an den Hängen des Aspromonte. Der byzantinische Ort liegt spektakulär an einer rötlichen Felswand, deren Form an eine riesige Hand mit fünf Fingern erinnert – daher der griechische Name “Pentedáktylos”. Nach einem schweren Erdbeben im Jahr 1783 wurde das Dorf weitgehend verlassen und galt lange als Geisterdorf. Heute kümmern sich wieder Einwohner um die alten Häuser, kleine Handwerksbetriebe und den Erhalt des Ortes. Besonders von den Ruinen der mittelalterlichen Burg bietet sich ein weiter Blick über die Landschaft.

Noch ein letzter Tipp für alle, die sich für antike Geschichte interessieren: der Archäologische Park von Scolacium bei Borgia. Die Ausgrabungsstätte liegt in einem Olivenhain und zeigt die Überreste der antiken Stadt Skylletion, die später von den Römern als Minervia Scolacium neu gegründet wurde. Zu sehen sind unter anderem Teile des Forums, ein Theater und ein Amphitheater; das römische Theater wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtet und später erweitert. Im angeschlossenen Museum werden Funde aus den Ausgrabungen präsentiert. Gerade weil Scolacium etwas abseits der klassischen Küstenziele liegt, ist die Anlage ein angenehmer Kontrast zu den bekannten Sehenswürdigkeiten und für einen Urlaub in Kalabrien durchaus einen Abstecher wert.

Was kann man im Urlaub in Kalabrien unternehmen?

Nicht allzu verwunderlich: Baden und Wassersport. Mit mehr als 800 Kilometern Küste ist Kalabrien natürlich prädestiniert für entspannte Tage am Meer. An der Costa degli Dei rund um Tropea und Capo Vaticano finden Sie viele kleine Buchten mit klarem Wasser, während die längeren Sandstrände an der ionischen Küste mehr Platz bieten. Neben Schwimmen und Schnorcheln sind Tauchen, Kajakfahren und Stand-up-Paddling beliebte Möglichkeiten, die Küste einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.

Wer im Urlaub nicht nur am Strand liegen möchte, findet im Landesinneren erstaunlich abwechslungsreiche Landschaften. Sprich Wandern lässt sich hier sehr gut. Besonders die Nationalparks Aspromonte, Sila und Pollino bieten Wanderwege durch Wälder, über Bergkämme und zu abgelegenen Aussichtspunkten. Im Sommer sind die höheren Lagen angenehm kühl – eine willkommene Abwechslung zu den heißen Küstenorten.

Rafting und Canyoning werden immer beliebter. Im kalabrischen Hinterland wird es stellenweise richtig abenteuerlich. Auf dem Fluss Lao im Pollino-Nationalpark können Sie durch Schluchten raften, vorbei an steilen Felswänden und durch teilweise enge Passagen. Beim Canyoning geht es dagegen zu Fuß durch Bachläufe und Schluchten, wobei je nach Strecke auch Abseilen, Klettern und Sprünge ins Wasser dazugehören. Geführte Touren sind für Einsteiger meist die beste Wahl.

Die Berge und Naturparks Kalabriens lassen sich auch mit dem Fahrrad erkunden. Also wie wäre es mit Mountainbiken? Besonders die Sila-Hochebene bietet mit ihren ausgedehnten Wäldern und vergleichsweise gut ausgebauten Wegen interessante Strecken für Mountainbiker. Je nach Route geht es über Waldwege, vorbei an Seen und durch kleine Bergdörfer. Für anspruchsvollere Touren sollten Sie allerdings etwas Kondition mitbringen – die Höhenunterschiede sind nicht zu unterschätzen.

Eine Bootsfahrt entlang der Küste gehört zu den schönen Möglichkeiten, die kalabrische Küste kennenzulernen. Rund um Tropea und Capo Vaticano werden Ausflüge zu kleinen Buchten und Grotten angeboten, die vom Land aus teilweise gar nicht erreichbar sind. Besonders am späten Nachmittag ist das eine angenehme Sache, wenn die Sonne nicht mehr ganz so kräftig ist und die Felsen im warmen Licht leuchten. Mit etwas Glück lassen sich unterwegs auch Meeresschildkröten oder Delfine beobachten.

Wie es die Darstellung der Sehenswürdigkeiten schon erahnen liess: Historische Orte und Dörfer entdecken. Kalabrien hat weit mehr zu bieten als Badeorte. Bei Ausflügen nach Gerace, Pizzo, Scilla oder in das verlassene Bergdorf Pentedattilo bekommen Sie einen guten Eindruck von der Geschichte und dem Alltag der Region. Alte Kirchen, Burgen, enge Gassen und kleine Plätze liegen oft überraschend dicht beieinander. Gerade mit einem Mietwagen lässt sich daraus eine schöne Tagestour zusammenstellen.

Kalabrien gehörte einst zur Magna Graecia (“Großgriechenland”), weshalb sich an mehreren Orten Spuren der griechischen Vergangenheit finden. Heisst, Sie können hier besonders gut Griechische Antike erleben. Besonders eindrucksvoll sind die Ausgrabungen von Locri und Capo Colonna sowie das Archäologische Nationalmuseum in Reggio Calabria mit den berühmten Bronzen von Riace. Wer sich für Geschichte interessiert, kann hier leicht einen ganzen Tag verbringen. Und selbst wer sonst nicht unbedingt Museen plant, bekommt einen spannenden Einblick in die mehr als 2.500-jährige Geschichte Süditaliens.

Eine italienische Region ohne gutes Essen ist einfach unvorstellbar. Lernen Sie doch die regionale Küche kennen. Auch kulinarisch lässt sich Kalabrien gut entdecken. Probieren Sie neben Pasta und frischem Fisch typische Produkte wie die scharfe 'Nduja (pikante Wurst), kalabrische Zwiebeln aus Tropea, Bergamotte oder den süßen Tartufo di Pizzo. Auf lokalen Märkten bekommen Sie häufig einen besseren Eindruck von den regionalen Produkten als in den großen Restaurants. Dazu ein Glas Wein aus der Region - und ihr Aufenthalt fühlt sich gleich noch mehr nach Urlaub an.

Sie können während Ihrer Pauschalreise auch die geographische Nähe zu einer weiteren berühmten italienischen Region ausnutzen: Wie wäre es mit einem Ausflug nach Sizilien? Von Villa San Giovanni oder Reggio Calabria können Sie mit der Fähre nach Messina übersetzen. Die Überfahrt durch die Straße von Messina dauert nur relativ kurz und macht einen Abstecher nach Sizilien auch für einen Tagesausflug interessant. Gerade wenn Sie länger in Kalabrien bleiben, lässt sich so noch eine ganz andere Landschaft und Kultur kennenlernen.

Essen & Trinken in Ihrem Urlaub in Kalabrien

Die kalabrische Küche ist eher bodenständig und kräftig gewürzt und das ist wörtlich zu nehmen. Scharf darf es ruhig sein, dazu kommen: Viel Gemüse, Käse, Fisch und natürlich Olivenöl. Einige Spezialitäten sind weit über die Region hinaus bekannt, andere entdeckt man eher auf lokalen Märkten oder in kleinen Trattorien.

’Nduja ist wohl das bekannteste kulinarische Markenzeichen Kalabriens. Dabei handelt es sich um eine weiche, streichfähige Wurst aus Schweinefleisch und reichlich scharfen kalabrischen Chilischoten. Sie wird gern auf geröstetem Brot gegessen, findet sich aber auch in Pasta-Saucen oder auf Pizza. Besonders typisch ist die ’Nduja aus Spilinga, einem kleinen Ort unweit von Tropea.

Fileja sind handgerollte, spiralförmige Nudeln und eine typische Pastaform Kalabriens. Traditionell werden sie mit einer kräftigen Tomatensauce serviert, oft zusammen mit ’Nduja oder Fleisch. Die längliche Form nimmt die Sauce gut auf. In kleinen Restaurants bekommt man Fileja teilweise noch nach traditioneller Art hergestellt.

Tropea-Zwiebeln gehören zu den bekanntesten Produkten der Region. Die roten Zwiebeln aus dem Raum Tropea sind für ihren vergleichsweise milden, leicht süßlichen Geschmack bekannt und werden roh in Salaten, eingelegt oder zu Marmelade verarbeitet. Sie tragen die geschützte Herkunftsbezeichnung „Cipolla Rossa di Tropea Calabria IGP“. Auf Märkten hängen sie oft gleich bündelweise an den Ständen - schwer zu übersehen.

Tartufo di Pizzo ist ein Dessert aus Pizzo und ein echter Klassiker für heiße Urlaubstage. Die Eisspezialität besteht traditionell aus zwei verschiedenen Eissorten, meist Schokolade und Haselnuss, mit einem flüssigen Schokoladenkern und einer Schicht Kakao außen. Serviert wird das Tartufo häufig leicht angetaut, damit der Kern schön cremig bleibt. Die Spezialität wurde in Pizzo entwickelt und ist inzwischen so eng mit der Stadt verbunden, dass sie unter einer geschützten Herkunftsbezeichnung angeboten wird.

Die Bergamotte ist zwar kein Gericht, dennoch aber eine weitere Besonderheit Kalabriens. Die Zitrusfrucht wird vor allem an der ionischen Küste rund um Reggio Calabria angebaut und ist wegen ihres intensiven, leicht bitteren Aromas bekannt. Aus der Schale wird unter anderem das typische Aroma für Earl-Grey-Tee gewonnen, in Kalabrien findet man Bergamotte aber auch in Likören, Süßspeisen, Marmeladen und Getränken. Frische Bergamotten sind außerhalb der Region eher schwer zu bekommen.

Dasselbe gilt für die Cedro. Die Zitronatzitrone ist ebenfalls eng mit der kalabrischen Küste verbunden. Besonders an der Riviera dei Cedri wird die große Zitrusfrucht angebaut. Anders als bei gewöhnlichen Zitronen wird vor allem die dicke Schale verwendet, etwa für Süßigkeiten, kandierte Früchte oder Likör. Wer dort unterwegs ist, sollte einmal eine einfache Insalata di Cedri probieren: dünn geschnittene Cedro-Schale, Olivenöl und Gewürze - ungewöhnlich, aber extrem erfrischend.

Pesce spada, also Schwertfisch, spielt vor allem an der kalabrischen Küste eine wichtige Rolle. Er wird häufig gegrillt oder in Scheiben gebraten und mit Zitrone, Kräutern und Olivenöl serviert. Besonders an der Costa Viola rund um Scilla gehört frischer Schwertfisch zu den typischen Gerichten. Dort lohnt es sich, eher nach einem einfachen Fischrestaurant als nach einem besonders schicken Lokal Ausschau zu halten.

Caciocavallo Silano ist ein traditioneller Hartkäse aus Kuhmilch und gehört zu den bekanntesten Käsespezialitäten Süditaliens. Der Käse reift an einem Strick aufgehängt, was seine typische Form erklärt. Er wird gerne in Scheiben gegrillt oder einfach mit Brot und regionalem Schinken gegessen. Die geschützte Herkunftsbezeichnung DOP gilt für ein größeres Gebiet, zu dem neben Kalabrien auch Teile anderer süditalienischer Regionen gehören.

Ein kleiner Geheimtipp für Naschkatzen sind die Petrali, traditionelle kalabrische Weihnachtsplätzchen. Zugegeben, klingt eher nicht nach Sommerurlaub, dennoch sind sie eine wohlschmeckende Spezialität dieser Region und haben ihre Nennung verdient. Die halbmondförmigen Gebäcke werden mit einer Füllung aus Feigen, Mandeln, Walnüssen, Gewürzen und häufig etwas Likör zubereitet. Je nach Ort gibt es unterschiedliche Varianten, weshalb sie nicht überall gleich schmecken. Gerade in kleinen Bäckereien und während der Weihnachtszeit sind sie einen Versuch wert.

Und dann wäre da noch Filetto alla pizzaiola, ein eher rustikales Fleischgericht, bei dem Rindfleisch mit Tomaten, Knoblauch und Kräutern geschmort oder gebraten wird. Dazu passt natürlich Brot, denn die würzige Sauce möchte man ungern auf dem Teller zurücklassen. Solche einfachen Gerichte zeigen ziemlich gut, was die kalabrische Küche ausmacht: wenige Zutaten, kräftiger Geschmack und kein großes Drumherum.

Wo findet man im Urlaub die schönsten Strände in Kalabrien?

  • Strand von Grotticelle, Capo Vaticano
    Der Strand liegt bei Ricadi an der tyrrhenischen Küste und besteht eigentlich aus drei miteinander verbundenen Buchten. Heller Sand, kristallklares Wasser und die von Felsen und mediterraner Vegetation geprägte Umgebung machen ihn zu einem der schönsten Badeplätze der Costa degli Dei. Besonders lohnend ist ein Besuch zum Schnorcheln oder für eine Bootstour entlang der Küste.
  • Spiaggia della Rotonda, Tropea
    Direkt unterhalb der Altstadt von Tropea liegt dieser bekannte Sandstrand mit feinem, hellem Sand und klarem Wasser. Der besondere Reiz liegt in der Kombination aus Badeurlaub und Altstadt: Nach dem Schwimmen sind es nur wenige Schritte hinauf zu den Gassen, Restaurants und Aussichtspunkten von Tropea. Dazu kommt der Blick auf die Felsklippen und die Santa Maria dell’Isola.
  • Strand von Michelino, Parghelia
    Die Spiaggia di Michelino befindet sich etwas nördlich von Tropea bei Parghelia und ist über einen längeren Treppenweg erreichbar. Dafür erwartet Sie eine natürliche Bucht mit türkisfarbenem Wasser, Felsen und einem schönen Blick auf die Küste. Der Strand ist vor allem für Besucher interessant, die eine etwas ruhigere Alternative zu den bekannten Stränden von Tropea suchen.
  • Strand von Riaci, Santa Domenica
    Die Spiaggia di Riaci liegt zwischen Tropea und Capo Vaticano und wird von hohen Felsen eingerahmt. Das Wasser ist besonders klar und eignet sich gut zum Schnorcheln, während die geschützte Lage für eine schöne Badeatmosphäre sorgt. Unter Wasser gibt es Felsen und kleine Höhlen zu entdecken – allein deshalb lohnt sich die Maske im Gepäck.
  • Arco Magno, San Nicola Arcella
    Dieser kleine Strand an der Riviera dei Cedri liegt in einer ungewöhnlichen Felsbucht, die von einem großen natürlichen Felsbogen überspannt wird. Die nur etwa 30 Meter lange Bucht wirkt dadurch fast wie ein kleines Amphitheater und ist von mediterraner Vegetation umgeben. Der Zugang über einen Fußweg ist etwas beschwerlicher, alternativ lässt sich die Bucht vom Wasser aus erreichen. Besonders eindrucksvoll ist der Arco Magno am späten Nachmittag.
  • Strand von Caminia, Stalettì
    Die Spiaggia di Caminia liegt an der ionischen Küste zwischen Catanzaro Lido und Soverato. Der helle Sandstrand wird von bewachsenen Felsen und kleinen Buchten eingerahmt, das Wasser fällt teilweise recht schnell ab. Wer die abwechslungsreiche Küstenlandschaft der ionischen Seite kennenlernen möchte, findet hier einen schönen Kontrast zu den Stränden rund um Tropea.
  • Strand von Scilla
    Unterhalb des Castello Ruffo erstreckt sich der Strand von Scilla an der Costa Viola. Das klare Wasser und der Blick auf die Straße von Messina geben dem Badeplatz eine besondere Atmosphäre, während der historische Ort direkt dahinter liegt. Besonders schön ist ein Besuch, wenn Sie Baden mit einem Spaziergang durch das Fischerviertel Chianalea verbinden möchten.
  • Baia di Grotticelle, Capo Vaticano
    Die Grotticelle-Bucht gehört zum Küstenabschnitt von Capo Vaticano und liegt in einer von Felsen und dichter Vegetation geprägten Landschaft. Mehrere kleine Sandstrände liegen hier dicht nebeneinander und bilden zusammen eine besonders reizvolle Badebucht. Das klare Wasser ist ideal zum Schnorcheln, außerdem werden von Capo Vaticano aus Bootsausflüge zu den umliegenden Buchten angeboten.
  • Strand von Le Castella
    Bei Le Castella an der ionischen Küste liegt ein langer Sandstrand direkt vor der historischen Festung Castello Aragonese. Beim Baden haben Sie deshalb einen ungewöhnlichen Blick auf die mittelalterliche Burg, die auf einer kleinen Landzunge ins Meer hineinragt. Der Strand eignet sich gut, wenn Sie einen Badetag mit einer Besichtigung verbinden möchten.