Türkei

Istanbul

Eines der interessantesten und immer beliebter werdenden Städteziele ist sicherlich Istanbul. An der Schnittstelle zwischen Orient und Okzident finden sich die Zeugnisse alter Kulturen ebenso wie ein modernes, urbanes Leben. Istanbul bietet seinen Gästen ein reiches Kulturprogramm und ein quirliges Nachtleben, das dem in anderen Großstädten im Mittelmeerraum in nichts nachsteht.

Türkische Ägäis

Die Ägäis gilt als die Wiege großer antiker Kulturen, hier finden sich die Überreste so bekannter kleinasiatischer Städte wie Troja, Pergamon, Milet oder Ephesos. Im antiken Halikarnassos wurde der berühmte Geschichtsschreiber Herodot geboren. Heute ist die Türkische Ägäis eines der Topziele für Türkeiurlauber. Dafür sorgen, neben den Überresten der glanzvollen Vergangenheit dieser Region, vor allem eine atemberaubende Natur, die herrlichen Strände und ein umfangreiches Freizeitangebot.

Türkische Riviera

Zwischen Olympos im Westen und Kap Anamur im Osten erstreckt sich an der  Mittelmeerküste die Türkische Riviera. Diese bietet umfangreiche Unterhaltungs- und Sportangebote, komfortable Hotels, einsame Buchten, lange Sandstrände sowie vielfältige Einkaufs- und Vergnügungsmöglichkeiten. Und das vor der eindrucksvollen Kulisse des Taurusgebirges. Da fast ganzjährig ein angenehmes Klima herrscht, ist die Türkische Riviera auch außerhalb der Hochsaison ein ideales Urlaubsparadies.

 



Länderinformationen Türkei

Türkei

Die Türkei ist Vielfalt in jeder Beziehung, auch kulturell. Hiervon zeugen u.a. die kunsthistorischen Schätze in Istanbul oder die herausragenden archäologischen Stätten der Mittelmeer-Region. Für diese sollte man sich auf jeden Fall etwas Zeit nehmen, auch wenn es bisweilen schwer fällt, sich vom Strandvergnügen am azurblauen Meer loszureißen.

Zu Recht punktet die Küste im internationalen Tourismus: mit 8.333 km am Mittelmeer, am Ägäischen-, Marmara- und Schwarzen Meer. Dahinter ragen mächtige Gebirge auf, der Pontus im Norden und der Taurus im Süden, die das Anatolische Hochland mit der Hauptstadt Ankara umschließen. Entsprechend unterschiedlich sind Klima und Vegetation.

In den Städten überrascht der starke Kontrast zwischen orientalisch-islamischer Tradition und westlicher Moderne: auf den Straßen, in Basaren und Supermärkten, in Moscheen und Lokalen. Die weitverbreitete Gastfreundschaft der Bevölkerung hilft, kulturelle Unterschiede zu überbrücken, und gibt sogar modernen Badeorten noch einen persönlichen Charakter. Merhaba - willkommen - in der Türkei!

Klima & Reisezeit

Die Kleinasiatische Halbinsel vereinigt eine Vielzahl verschiedener Landschaften und Klimazonen. Das Meeresklima an der Schwarzmeerküste im Norden zeichnet sich durch mäßig warme Temperaturen und ganzjährig hohe Niederschläge aus. Im anatolischen Hochland herrscht ein ausgeprägt kontinentales Klima mit heißen, trockenen Sommern und schneereichen Wintern. Das Thermometer fällt dabei im Osten häufig auf -15 °C und darunter. Die ägäische Westküste und die Mittelmeerküste im Süden sind durch ein typisch mediterranes Klima mit milden Wintern und heißen Sommern geprägt.

Die ideale Reisezeit für die gesamte Türkei sind die Übergangszeiten im Mai und Juni sowie September und Oktober. In den Sommermonaten reicht entsprechend leichte Kleidung, die aus Respekt vor Religion und Tradition nicht zu knapp ausfallen sollte. Für den Abend oder für Ausflüge in Bergregionen sollte man eine Jacke dabei haben. Im Winter empfehlen sich auf jeden Fall warme Kleidung, festes Schuhwerk sowie wind- und wetterfeste Jacken, da es unabhängig von der Klimazone überall ungemütlich werden kann.

Reisen im Land

Die bequemste Art, in der Türkei zu reisen, ist per Bus. Zwischen den größeren Städten bestehen mehrmals pro Tag schnelle Verbindungen. Die Bahn als Alternative ist billiger, aber auch wesentlich langsamer und unbequemer. Sowohl Bus als auch Bahn verfügen lediglich über ein recht weitmaschiges Netz, sodass viele Sehenswürdigkeiten außerhalb der Städte mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zu erreichen sind, außer mit Taxis, die man auch tageweise zum Pauschalpreis mieten kann. Innerhalb der Städte sind Sammeltaxis (dolmus), die bei Handzeichen überall halten, nicht nur billig, sondern die Reise wird auch zum Erlebnis.

Wer ein Auto mieten möchte, sollte dies nach seiner Ankunft in der Türkei am Flughafen oder in einem der Touristenzentren tun, da sich hier oft, insbesondere außerhalb der Hauptsaison, ein günstiger Preis aushandeln lässt. Das Fernstraßennetz ist insgesamt gut ausgebaut, allerdings muss man beim Befahren der neueren Autobahnstrecken eine Maut entrichten. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit für Pkw beträgt auf Landstraßen 90 km/h, in geschlossenen Ortschaften 50 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Die Promillegrenze für Fahrer von Pkw ohne Anhänger liegt bei 0,5, für alle anderen bei 0,0. Die Strafen für Verkehrsdelikte sind beachtlich! Jenseits der Linie Trabzon-Urfa ist bleifreies Benzin nicht überall erhältlich, man sollte also rechtzeitig entsprechende Tankmöglichkeiten nutzen.

Vor Reisen in das türkisch-syrische Grenzgebiet wird derzeit grundsätzlich abgeraten, Überlandfahrten im Südosten der Türkei sollten möglichst gemieden werden (siehe auch Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes).

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft (Konsularreferat)

Paris Caddesi 29

06540 Kavaklidere/Ankara

Tel.: +90-312-4555330

Fax: +90-312-4555336

E-Mail: info@ankara.diplo.de

Web: http://www.ankara.diplo.de

Österreichische Botschaft

Atatürk Bulvari no.189

06680 Kavaklidere/Ankara

Tel.: +90-312-4055190-92

Fax: +90-312-4189454

E-Mail: ankara-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.bmeia.gv.at/botschaft/ankara.html

Schweizerische Botschaft

Atatürk Bulvari 247, P.K. 25

06680 Kavaklidere/Ankara

Tel.: +90-312-4573100

Fax: +90-312-4671199

E-Mail: ank.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/turkey

Elektrizität

Die Netzspannung beträgt 220 Volt Wechselstrom. Weit verbreitet sind die zweipoligen Eurostecker, doch empfiehlt es sich, einen Universaladapter mitzubringen.

Feiertage

Yilbasi (Neujahr, 1. Januar); Ulusal Egemenlik ve Çocuk Bayrami (Tag der nationalen Unabhängigkeit und Fest des Kindes, 23. April); Emek ve Dayanisma Günü (Maifeiertag, 1. Mai); Atatürk'ü Anma (Gedenktag für Atatürk, 19. Mai); Zafer Bayrami (Tag des Sieges über die Griechen 1922, 30. August); Cumhuriyet Bayrami (Tag der Republikgründung, 29. Oktober).

Religiöse Feste

Ramadan: Der 9. Monat des islamischen Kalenders ist der Fastenmonat Ramadan: Der Gläubige soll sich dann von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fleischlicher Genüsse wie Essen, Trinken, Rauchen und Sex enthalten. Nach Sonnenuntergang darf dann das Fasten gebrochen werden, dann sind die Restaurants meist völlig überfüllt, man feiert bis spät in die Nacht. In der Türkei werden die Regeln - vor allem in den Touristenhochburgen an den Küsten - nicht besonders streng eingehalten - auch tagsüber sind fast alle Lokale geöffnet. Da der islamische Kalender um 11 Tage kürzer ist als der westlich-europäische, verschiebt sich Ramdan jedes Jahr um 11 Tage nach vorn.

Seker Bayrami (Zuckerfest): Man feiert das Fastenbrechen am Ende des Monats Ramadan. Das Fest dauert 3 Tage. Kinder werden mit Süßigkeiten beschenkt, man kauft neue Kleider und schwelgt daheim in lukullischen Genüssen.

Kurban Bayrami (Opferfest): Das höchste Feste des Islam dauert fünf Tage und erinnert an das Opfer Abrahams. Es findet ca. 66 Tage nach dem Zuckerfest statt. Wer es sich leisten kann, schlachtet an diesem Tag ein Tier, ein Teil des Fleisches soll an die Armen verschenkt werden.

Frauen allein unterwegs

Frauen können die Türkei allein bereisen, vorausgesetzt, sie lassen eine gewisse Vorsicht walten und passen sich den Sitten des islamischen Landes an: Die Kleidung sollte stets dezent und weit geschnitten sein. In der Türkei ist es für Frauen eine Frage der Ehre, Männern distanziert zu begegnen, sowohl körperlich als auch im Gespräch. Meiden Sie Blickkontakt zu Männern und suchen Sie Kontakt nur zu einheimischen Frauen. Bierhallen, Tee- und Kaffeehäuser sind eine Männerdomäne, hingegen können Frauen Lokantas und Restaurants ohne Bedenken aufsuchen, solange sie sich für einen Tisch im Familienbereich entscheiden. Im Bus oder Zug sollte sich die Alleinreisende neben Frauen setzen und abends nur in Begleitung ausgehen!

Information im Heimatland

Türkisches Kultur- und Tourismus-Büro (D)

Baselerstraße 35-37

60329 Frankfurt am Main

Tel.: +49-69-233081

Fax: +49-69-232751

E-Mail: info@tuerkei-tourismus-kultur.de

Web: http://www.tuerkei-tourismus-kultur.de

Türkisches Kultur- und Tourismus-Büro (A)

Singerstraße 2/8

1010 Wien

Tel.: +43-1-5122128

Fax: +43-1-5138326

E-Mail: office@turkinfo.at

Web: http://www.turkinfo.at

Türkisches Kultur- und Tourismus-Büro (CH)

Stockerstraße 55

8002 Zürich

Tel.: +41-1-221081012

Fax: +41-1-2121749

E-Mail: info@tuerkei-info.ch

Web: http://www.goturkey.com

Homosexualität

Der Koran und die Hadith, die das Verhalten der Muslime im Alltag regeln, verbieten Homosexualität. Die islamische Bevölkerung der Türkei sieht gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen als abartig an. Homosexualität wird daher nicht öffentlich gezeigt. Wenn Männer Hände haltend durch die Straßen spazieren oder sich beim Gespräch gegenseitig die Hand auf das Knie oder die Schulter legen, hat dies nichts mit Homosexualität zu tun, sondern zeugt nur von gegenseitiger Sympathie.

Notruf

Ambulanz: 112; Feuerwehr: 110; Polizei: 155; Verkehrspolizei: 154, ADAC-Notruf Istanbul: +90-212-2887190

Öffnungszeiten

Museen sind in der Regel Di-So von 9-12.30 und 13.30-16.30 Uhr geöffnet, größere z.T. ohne Mittagspause. Archäologische Ausgrabungsstätten sind täglich von 8.30-17 Uhr, im Sommer bis 19 Uhr der Öffentlichkeit zugänglich. Geschäfte sind meistens Mo-Sa von 9-19 Uhr geöffnet, in Touristenzentren auch bis 22 Uhr und sonntags. Banken bzw. Behörden sind Mo-Fr 8.30-12.30 und 13.30-17 Uhr bzw. 17.30 Uhr geöffnet, jedoch sind während der heißen Sommermonate zahlreiche Ämter in den Küstenorten nachmittags geschlossen. Moscheen können von Touristen in angemessener Kleidung außerhalb der fünf Gebetszeiten (frühmorgens, mittags, nachmittags, zum Sonnenuntergang und abends) besichtigt werden.

Trinkgeld

In Hotels und Restaurants werden auf die Rechnungen bis zu 15 % Mehrwertsteuer erhoben. Im Dienstleistungsbereich, etwa bei Restaurantservice, Taxifahrern und Kofferträgern, wird meist ein Trinkgeld erwartet. Liegt ein Rechnungsbetrag vor, gibt man ca. 10-15 %. Ein zu geringes Trinkgeld wirkt beleidigend.

Zeit

In der Türkei gilt die Osteuropäische Zeit (OEZ). Die Differenz der OEZ zur Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC), beträgt +2 Stunden, die Differenz zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) +1 Stunde. Während der Sommerzeit von Ende März bis Ende Oktober wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt.

Ärztliche Versorgung

Während die medizinische Versorgung in den größeren Städten und Tourismuszentren westeuropäischem Standard entspricht, kann sie auf dem Land technisch, und zuweilen auch hygienisch, problematisch sein. Behandlungskosten beim Arzt und Medikamente müssen in der Regel bar bezahlt werden. Apotheken (eczane) sind von 8.30-19 Uhr geöffnet. Informationen über Nacht- und Feiertagsdienst (nöbetçi eczane) erhält man in den nächstliegenden Apotheken. Prüfen Sie vor der Reise, ob Ihre Krankenversicherung eine ärztliche Behandlung im Ausland ausreichend abdeckt und ob Sie über eine Versicherung für den medizinisch notwendigen Rücktransport verfügen. Auskunft über Bereitschaftsdienste der Ärzte und Apotheken unter Tel. 118.

Menschen mit Behinderung

Nur wenige Hotels, Pensionen, Restaurants und öffentliche Einrichtungen in der Türkei sind behindertengerecht ausgestattet. Nähere Informationen erteilen die Fremdenverkehrsämter der Türkei im Heimatland.

Einreisebestimmungen

Deutsche und schweizerische Staatsangehörige sind in der Regel vom Visumzwang befreit und benötigen für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten nur einen gültigen Personalausweis bzw. die Identitätskarte oder einen Reisepass. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Österreicher und Staatsangehörige von Nicht-EU-Ländern benötigen für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten einen gültigen Reisepass und in der Regel ein Visum, das bei der Einreise ausgestellt wird. Bei der Einreise mit dem eigenen Auto ist in jedem Fall ein Reisepass nötig, da das Fahrzeug eingetragen wird.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Geld und Devisen

Die Türkische Lira (Abk.: TL; ISO-4217-Code: TRY), auch Türkisches Pfund genannt, ist die Währung der Türkei. 1 Lira = 100 Kurus (YKr; sprich: Kurusch). Es gibt Münzen zu 1, 5, 10, 25 und 50 Kurus sowie 1 TRY, Banknoten sind zu 1, 5, 10, 20, 50, 100 TRY im Umlauf. Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt, die Ausfuhr auf einen Gegenwert von 5.000 USD begrenzt. Bankautomaten zum Geldabheben per Bank- oder Kreditkarte sind in Touristenzentren verbreitet. Hier werden gängige Kreditkarten und auch der Euro immer mehr in Geschäften, Restaurants und Hotels als Zahlungsmittel akzeptiert. Das Einlösen von Reiseschecks bei Banken ist in der Regel problemlos, während es in ländlichen und östlichen Regionen der Türkei langwierig und kostspielig werden kann.

Telefon

Öffentliche Apparate funktionieren mit Jetons (Telefonmünzen) und Telefonkarten, die in Zeitungsläden und auf Postämtern erhältlich sind. Mit ihnen kann man meist auch Auslandsgespräche führen. Die Vorwahlen sind für die Schweiz 0041, für Österreich 0043, für Deutschland 0049 und für die Türkei 0090. Bei der anschließenden Ortsvorwahl lässt man die erste Null weg. Istanbul hat zwei Vorwahlnummern: 0216 für die asiatischen und 0212 für die europäischen Stadtviertel. Diese müssen immer gewählt werden, wenn man von einer Seite des Bosporus auf die andere telefoniert. Handys wählen sich in den Küstenorten und in den großen Städten automatisch ins türkische Mobilfunknetz ein.

Zollbestimmungen

Folgende Artikel können zollfrei in die Türkei eingeführt werden: 400 Zigaretten oder 150 Zigarrillos oder 10 Zigarren oder 200 g Tabak, 1 Flasche Alkohol (100 cl) oder 2 Flaschen Alkohol (75 cl), bis 600 ml Parfum, 1,5 kg Kaffee, 500 g Tee, 1 kg Süßigkeiten und Geschenke im Wert von 300 EUR (Kinder unter 15 Jahren 145 EUR), Artikel für den persönlichen Gebrauch (z.B. je 1 Fotoapparat, Videokamera, tragbares Radio). Devisen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden, die Ausfuhr ist bis zu einem Wert von 5.000 USD gestattet. Schmuck im Wert von über 15.000 USD muss deklariert werden. Hart geahndet (Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahre) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von Kultur- und Naturgütern, weshalb ausdrücklich davor gewarnt wird, z.B. Antiquitäten, antike Teppiche, Münzen, Gesteinsbrocken, Fossilien etc. mitzunehmen bzw. von Händlern anzukaufen. Bei Ausfuhr von neuen Teppichen muss eine Quittung vorgelegt werden. Wer in größerem Umfang (ca. über einem Wert von 175 EUR) Plagiate von Markenprodukten aus der Türkei ausführt, läuft Gefahr, dass diese bei der Einreise im Heimatland beschlagnahmt werden, denn in der EU/EFTA wird inzwischen strenger gegen Produktpiraterie vorgegangen.

Zollfreigrenzen bei der Wiedereinreise nach Deutschland und Österreich sind 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Wein und 16 l Bier und Geschenke bis 300 EUR (Schiffs- und Flugreisende 430 EUR, Jugendliche unter 15 Jahre 175 EUR). Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Pfeifentabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% und Geschenke im Wert von bis zu 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen. Weitere Infos auch unter http://www.zoll.de.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Die wichtigsten türkischen Flughäfen, zu denen Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum angeboten werden, befinden sich in bzw. in der Nähe von Ankara, Istanbul, Izmir, Bodrum, Antalya und Dalaman. Der Flughafen Ankara Esenboga (ESB) ist 28 km vom Zentrum entfernt (http://www.esenbogaairport.com). Der Atatürk-Flughafen (IST) ist 24 km von Istanbul entfernt (http://www.ataturkairport.com). Der Adnan-Menderes-Flughafen (ADB) ist 24 km von Izmir entfernt (http://www.adnanmenderesairport.com). Der Flughafen Bodrum Milas (BJV) befindet sich 30 km von Bodrum entfernt (http://www.bodrum-airport.com). Der Flughafen Antalya (AYT) ist 10 km vom Stadtzentrum entfernt (http://www.aytport.com). Der Flughafen Dalaman (DLM) ist 20 km von der Stadtmitte entfernt (http://www.atmairport.aero). In der Regel bucht man den Transfer vom Flughafen zum Hotel automatisch mit.

Mit dem Bus

Von Deutschland gibt es regelmäßige Busverbindungen nach Istanbul (http://www.touring.de). Die Fahrt dauert rund zwei Tage.

Weitere Informationen für Österreich bei der Eurolines Austria - Blaguss Reisen GmbH (http://www.eurolines.at) und für die Schweiz bei Alsa & Eggmann (http://www.eurolines-schweiz.ch).

Essen & Trinken

Typisch türkische Vorspeisen sind Hirtensalat, bestehend aus Tomaten, Gurken, Paprika, Zwiebeln und Schafskäse, Bulgursalat, bestehend aus Bulgur, Tomaten und Petersilie, verschiedene Schafskäse-Cremes sowie mit Schafskäse, Hackfleisch oder Spinat gefüllte Blätterteigtaschen (Börek). Für den kleinen Hunger zwischendurch bietet sich Lahmacun an, eine Türkische Pizza, bestehend aus dünnem Fladenbrot, Hackfleisch, feingehacktem Gemüse und Gewürzen.

Neben dem inzwischen weltbekannten Döner Kebap werden in der Türkei u.a. auch Iskender Kebap, dünn geschnittenes Lammfleisch mit Tomatensoße, Sis Kebap, ein Grillspieß aus mariniertem Lammfleisch, Tomaten und Paprika, Adana Kebap, scharf gewürztes, gegrilltes Hackfleisch am Spieß und Alanya Kebap, scharfes Rindfleisch im Fladenbrot, angeboten. Süße Versuchungen sind Baklava, ein Blätterteiggebäck mit Nüssen und Honig sowie Lokum, Häppchen aus Honig mit Nüssen, Pistazien, Kokosraspeln oder Trockenfrüchten. Zum Essen trinkt man gerne Ayran, ein erfrischendes Joghurtgetränk, und zum Dessert natürlich Tee.

Feste & Veranstaltungen

April Das International Istanbul Film Festival ist eines der bedeutendsten Filmfeste des Landes (http://www.iksv.org).

Auf dem International Ankara Music Festival werden klassische Stücke aus aller Welt zum Besten gegeben (http://www.ankarafestival.com).

Juni Im alten Amphitheater von Aspendos wird jährlich das Opern- und Ballettfestival veranstaltet. Auf der Bühne stehen weltweit bekannte Orchester, Opernsänger, Musiker und Tänzer.

Juni/Juli Einen ganzen Monat treten Musiker auf dem Izmir International Festival auf (http://www.iksev.org).

September Auf dem Side Festival werden u.a. Pop-, Rock- und Jazz-Konzerte dargeboten (http://www.sidefestival.com).

Oktober In Antalya findet das Golden Orange Film Festival statt. Auf dem größten türkischen Filmfest werden nationale und internationale Filme gezeigt (http://www.altinportakal.org.tr).

Steckbrief

Amtssprache: Türkisch

Bevölkerung: rund 74,7 Mio. Einwohner

Fläche: 783.562 km²

Hauptstadt: Ankara (rund 4,5 Mio. Einwohner)

Landesvorwahl: +90

Religion: Islam (99 %)

Währung: Türkische Lira (Abk.: TL; ISO-4217-Code: TRY)

Zeitzone: Osteuropäische Zeit (OEZ). Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ): +1 Stunde

Praktische Hinweise

Impfungen

Es existieren keine speziellen Impfvorschriften für die Türkei. Generell empfiehlt sich jedoch anlässlich einer Reise die Überprüfung bzw. Erweiterung der Standardimpfungen (v.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza).

Darüber hinaus kann eine Impfung gegen Hepatitis A sinnvoll sein, bei längeren Aufenthalten und/oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und - je nach Region - auch gegen Typhus.

Grundsätzlich gilt die Türkei als malariafrei. In den Grenzregionen zu Syrien und zum Irak besteht jedoch ein geringes bis mittleres Risiko, sich zwischen Mai und Oktober mit der weniger gefährlichen Form (Malaria tertiana) zu infizieren. Hier ist auf einen ausreichenden Mückenschutz zu achten. Je nach Risikogruppe kann auch eine medikamentöse Behandlung angebracht sein. Leitungswasser sollte nie als Trinkwasser verwendet werden, also auch nicht zum Zähneputzen und Spülen.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Haustiere

Haustiere (Hunde, Katzen, Frettchen), die in die Türkei eingeführt werden, müssen eindeutig mit einer Tätowierung oder einem Mikrochip identifizierbar sein; seit Juli 2011 ist der Mikrochip für neu gekennzeichnete Tiere Pflicht. Es muss außerdem ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis vorliegen, das nicht älter als 15 Tage ist. Jedes Tier muss eine Tollwutimpfung nachweisen, die im Falle einer Erstimpfung mind. 21 Tage zurückliegt. Hunde müssen außerdem gegen Parvovirose, Distember, Hepatitis und Leptospirose geimpft werden. Es ist zu beachten, dass bereits vor der Reise rechtzeitig eine Tollwut-Antikörperbestimmung erfolgt sein muss, da ein fehlender Nachweis die Rückreise erheblich verzögern kann.

Weitere Informationen (auch bzgl. anderer Heimtierarten) sind auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unter http://www.bmelv.de (Verbraucherschutz > Reisen & Verkehr), bei der Botschaft oder konsularischen Vertretung sowie bei der jeweiligen Veterinärbehörde des Ziellandes erhältlich.

Kriminalität

Obwohl die Gewaltkriminalität in der Türkei insgesamt verhältnismäßig gering ausfällt, kam es auch hier in letzter Zeit hin und wieder zu Gewaltverbrechen, denen Reisende zum Opfer fielen. An abgelegenen Orten ist v.a. nach Einbruch der Dunkelheit Vorsicht geboten. Auch Fälle von Geld- und Kreditkartenbetrug werden immer wieder gemeldet; beim Geldabheben und auch bei der Benutzung von Kreditkarten (z.B. in Wechselstuben) ist eine erhöhte Aufmerksamkeit angebracht. Gelegentlich werden Urlauber auch nach ihrer Rückkehr aus der Türkei telefonisch kontaktiert und gebeten, eine Überweisung (z.B. als Steuerrückzahlung) in die Türkei zu tätigen. In solchen Fällen ist die direkte Kontaktaufnahme mit der Polizei zu empfehlen.

Sicherheit

Die Gefahr von Terroranschlägen ist nach wie vor relativ hoch. Im Februar 2013 kam es bspw. zu einem Anschlag auf die US-Botschaft in Ankara, außerdem gab es jüngst Attentate auf Militär- und Polizeieinrichtungen, v.a. in Istanbul. Obwohl hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, sind belebte Plätze in den Innenstädten, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen soweit es geht zu meiden. Von Aufenthalten im Grenzgebiet zu Syrien sowie in den Provinzen Hakkari, Sirnak, Mardin, Siirt, Van, Agri und Igdir rät das Auswärtige Amt eindringlich ab. Im Januar und Februar 2014 kamen bei Explosionen von Autobomben am Grenzübergang Bab al-Hawa und Öncüpinar in der Provinz Kilis zahlreiche Menschen ums Leben.

Im Südosten ist erhöhte Vorsicht geboten und von Überlandfahrten sollte man in dieser Gegend besser ganz absehen, da es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und PKK kommt. Es ist ratsam, sich stets vor Ort über die aktuelle Lage zu informieren (z.B. unter http://www.auswaertiges-amt.de) und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.