Urlaub im Oman

Oman, Tipps für den Urlaub

Was liest man nicht alles über Oman. Wunderland des Weihrauchs, Heimat von Sindbad dem Seefahrer, Märchen aus 1001 Nacht - alles wahr und doch Momentaufnahmen aus einem Land mit einer aufgeschlossenen Bevölkerung, vielfältigen Naturschönheiten und zahlreichen Besonderheiten.

Über Jahrhunderte war Oman vom Rest der arabischen Welt so gut wie abgeschnitten - die große Sandwüste der Arabischen Halbinsel verhinderte weitestgehend wirtschaftliche wie kulturelle Kontakte. Omans Entwicklung führte deshalb in die weite Welt hinaus - mit Hilfe von Segelschiffen. Indien, China und Ostafrika waren seine Handelspartner, und diese Kontakte haben ihre Spuren hinterlassen. Deshalb entwickelte das Land seinen eigenen Charakter wie auch eine besondere religiöse Einstellung und bewahrte beides über die große Modernisierungsbewegung bis in die heutige Zeit.

Das Sultanat Oman ist einfach schön. Angefangen von den grünen Tälern des Hajar-Gebirges über die 1.700 km langen Küsten mit weißen, teilweise unberührten Stränden und rauen Felsklippen bis hin zu der stillen, menschenleeren Wüste und ihren bis zu 150 m hohen Sanddünen. Doch die Natur ist nicht das einzig Beeindruckende. In Zeiten, da das europäische Bild des Islam von Gewalt und Fanatismus geprägt ist, wird die liberale Einstellung der Omanis manchen Gast überraschen. Und es ist ein sicheres Reiseland!

Klima & beste Reisezeit

Das Sultanat Oman liegt im äußersten Südosten der Arabischen Halbinsel und somit in einer subtropischen Klimazone. Die Sommermonate von Mai bis September sind generell trocken und heiß mit Tagestemperaturen bis 45 °C. An den Küsten kommt an manchen Tagen eine unangenehm hohe Luftfeuchtigkeit hinzu. Eine Ausnahme sind der östliche Küstenstreifen und das Dhofar-Gebirge im Süden, denn von Juni bis September/Oktober sorgen stürmische Monsunwinde für feuchtes Wetter mit Tagestemperaturen um 30 °C.

Die beste Reisezeit für das Sultanat sind die kühleren Wintermonate von Mitte Oktober bis etwa Mitte April mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur um 30 °C. In dieser Zeit fallen zwar auch die meisten Niederschläge, doch meist nur in kurzen, dafür aber umso heftigeren Schauern. Allerdings gibt es immer mehr europäische Reiseveranstalter, die günstige Pauschalangebote in den heißen Sommermonaten anbieten. Aufgrund der Traditionen des Landes und der klimatischen Bedingungen empfiehlt es sich, leichte Sommerkleidung, die Arme und Beine bedeckt, dazu Sonnenbrille und -creme sowie eine Kopfbedeckung einzupacken.

Essen & Trinken im Urlaub

Die omanische Küche ist geprägt von indischen, indonesischen, arabischen und ostafrikanischen Einflüssen. Dabei werden vor allem Gerichte mit Reis, Huhn, Lamm, Ziege, Fisch und Meeresfrüchten serviert, z.B. in Form von shoowa (Lamm mit Dattelbrei in Palmen- und Bananenblättern gebacken) oder kabsa (Schaf gefüllt mit Mandeln, Reis und Gewürzen). Fleisch wird gerne gegrillt oder gekocht verzehrt, dazu isst man Soßen mit Gemüse (Bohnen, Artischocken, Zwiebeln, Tomaten, Kichererbsen). In Essig eingelegtes Gemüse, wie Kürbis, Blumenkohl oder Spargel, wird oft als Beilage gereicht. Gewürze und Kräuter spielen eine wichtige Rolle, vor allem Kardamom, Kreuzkümmel, Pfeffer, Koriander, Gewürznelken und Muskat geben den Speisen eine besondere Note. Zum Nachtisch gibt es Obst, insbesondere frische Datteln oder Halwa, eine Mehlspeise.

Generell wird zum Essen gerne Wasser getrunken, aber auch schwarzer Tee und Kaffee sind beliebte Getränke. Alkohol wird nur in einigen Hotels und Restaurants mit Sondergenehmigung ausgeschenkt, ist aber meist sehr teuer.

In Privathaushalten pflegt man in Oman auch heute noch den von den Beduinen übernommenen Brauch, sich zum Essen auf dem Boden niederzulassen. Gegessen wird mit der (rechten!) Hand aus kleinen Schüsseln und Platten, zwischen den Gängen reinigt man die Finger mit Rosenwasser. In Restaurants - inzwischen gibt es eine Vielzahl an Lokalen mit internationaler Küche - kann man jedoch auch ganz nach westlicher Art auf dem Stuhl sitzend speisen.