Länderinformationen Tansania

Tansania

Savannen und Lavawüsten, Dschungel und Traumstrände, Seen und Vulkanlandschaften - vielseitig und abenteuerlich mutet das Land an, das gekrönt ist von Afrikas höchstem Berg. Der 5.895 m hohe Kilimanjaro lockt Touristen und Bergsteiger aus aller Welt an. Sie alle wollen oftmals nur eins: den Riesen bezwingen. Wen es nicht unbedingt bis ganz nach oben treibt, dem bietet der Kilimanjaro National Park Trekking- und Klettertouren in verschiedenen Schwierigkeitsstufen an. So können auch Anfänger aufregende Erfahrungen an dem berühmten 6.000er machen. Etwas bequemer geht es auf einer Safari durch die Serengeti-Wüste zu. Vom Fahrzeug aus lassen sich allerhand wild lebende Tiere beobachten: Giraffen, die in den Baumkronen nach Blättern haschen, durch die Sodaseen stolzierende Flamingos, Büffel und Elefanten, die ihren Durst an den Wasserlöchern des Ngorongoro-Kraters stillen und unzählige Gnus und Zebras, die während der jährlichen Migration der Tiere von der Wüste in die Massai Mara wandern.

Afrikas größter See, der Victoria Nyanza (Viktoriasee) mit einer Fläche von 68.870 km², liegt im ostafrikanischen Grenzgebiet von Tansania, Uganda und Kenia. In Tansania leben hunderte Ethnien in einem bunten Vielvölkerstaat zusammen. Ihre traditionelle Kunst ist Ausdruck der jeweiligen Kultur und genießt innerhalb des Landes ein hohes gesellschaftliches Ansehen. Die Kunstobjekte gibt es praktisch überall zu sehen und zu kaufen. Der Indische Ozean trennt Tansania von dem halbautonomen Teilstaat Sansibar. Der Archipel erinnert mit seinen Palästen an geheimnisvolle Städte des Orients. Durch die Gassen der Altstadt Stone Town weht ein süßlicher Duft von Nelken, Vanille, Zimt und Kardamom. Außerhalb des historischen Geländes haben sich einige Luxushotels niedergelassen. Doch auch das innerhalb der Stone Town befindliche ehemalige Haus des englischen Gouverneurs ist heute zu einer Herberge mit fünf Sternen geworden.

Steckbrief

Amtssprache: Swahili (Bildungs- und Verkehrssprache ist Englisch)

Bevölkerung: rund 44 Mio. Einwohner, davon in Sansibar ca. 1,3 Mio.

Fläche: 883.749 km², davon Sansibar: 2.644 km²

Hauptstadt: Dodoma (rund 180.000 Einw.), Regierungssitz in Daressalam (rund 4,5 Mio. Einw.)

Landesvorwahl: +255

Verwaltung: Unionsregierung im Präsidialsystem für Tansania, eigene Präsidialregierung für Sansibar

Währung: Tansania-Schilling (Abk.: TSh; ISO-4217-Code: TZS)

Zeitzone: East Africa Time (EAT). Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden, keine Umstellung auf Sommerzeit

Klima & Reisezeit

Aufgrund der Nähe zum Äquator herrscht in Tansania ein tropisches Klima, d.h. es ist ganzjährig relativ heiß und feucht. In Küstenregionen und auf den Inseln steigt die Luftfeuchtigkeit oft auf 70-85 %. Hinzu kommen Durchschnittstemperaturen von 25-35 °C, die sich auch nachts nur wenig abkühlen. In Seengebieten ist das Klima ähnlich. Als heißeste Zeit des Jahres gelten an den Küstenregionen die Monate von Oktober bis Februar. Angenehmer wird es zwischen Juni und September, wenn die Luftfeuchtigkeit sinkt und die Nächte nur noch bis etwa 20 °C warm sind.

Das Zentralplateau (ca. 1.200 m Höhe) weist größere Temperaturschwankungen auf. Tagsüber kann es bis zu 35 °C warm werden, die Nächte sind dafür eher kühl. Die Luft ist wechselweise trocken und feucht. Im Gebirge herrscht ganzjährig gemäßigtes Klima mit Durchschnittstemperaturen von etwa 22 °C tagsüber und meist sehr kühlen Nächten. Am Kilimanjaro kann es ab einer Höhe von ca. 4.500 m leicht schneien (auch in der Trockenzeit). Die „kleine“ Regenzeit setzt Mitte bzw. Ende Oktober mit dem Nordost-Monsun „Kazkazi“ ein und dauert in etwa bis Anfang Dezember. Von Mitte bzw. Ende März bis Ende Mai dauert die durch den Südost-Monsun „Kuzi“ ausgelöste „große“ Regenzeit, die in einigen Regionen, besonders aber im Südosten des Landes, für Überschwemmungen sorgt. Als ideale Reisezeit gelten die Monate zwischen den Regenzeiten. Wer die Hitze nicht scheut, reist zwischen Dezember und März nach Tansania, wer mildere Temperaturen bevorzugt, von Juni bis Oktober. Die Hochsaison für Safaris liegt zwischen Juli und August während der Wanderzeit der Tiere. Der Kilimanjaro kann, abgesehen von April und Mai, das ganze Jahr über problemlos bestiegen werden. Zwischen Januar und Februar ist es dort am wärmsten und man hat zumeist freie Sicht auf den Hauptgipfel (Kibo). Dies lockt auch viele Touristen an. Ruhiger geht es auf dem Berg im Juni sowie von Oktober bis März zu.

Essen & Trinken

Ein typisches Gericht in Tansania ist Ugali, ein fester Brei aus Maismehl, der als beliebte Beilage gilt und zuweilen als „Besteck“ fungiert, indem er zu einer Kugel geformt wird, in die eine kleine Vertiefung gedrückt wird. Mit dem „essbaren Löffel“ in der rechten Hand sammelt man so die übrigen Speisen auf dem Teller auf. Auf den Straßen werden allerhand einheimische Snacks verkauft, darunter geröstete Maiskolben oder Chips Mayai (Kartoffelomelette), beides je nach Wunsch gewürzt mit Pili-Pili (scharfe Sauce). Gerne getrunken wird Tee, den es frisch zubereitet am Straßenrand zu kaufen gibt. Neben klassischem schwarzem Tee sind auch Chai Maziwa (Chai-Tee mit Milch) oder mit Ingwer verfeinerte Sorten beliebt. Wer lieber Kaffee mag, bekommt hier jenen, der weltweit zur Spitzenklasse zählt. Seine Bohnen wachsen direkt vor Ort und sorgen für einen milden Geschmack. Heimische Biere sind Kilimanjaro, Serengeti und Safari.

Reisen im Land

Flugverkehr besteht zwischen Daressalam, Kilimanjaro, Mwanza, Arusha, Sansibar, Mafia, Pangani, Pemba sowie zwischen den verschiedenen Nationalparks. Schiffe verbinden Daressalam mit Sansibar und Mtwara sowie Sansibar mit Pemba. Mit Fähren überquert man den Victoriasee, den Tanganyikasee und den Malawisee. Züge verkehren zwischen Daressalam und Kigoma sowie Mwanza und über Mbeya nach Kapiri Moshi in Sambia. Des Weiteren besteht eine Bahnverbindung zwischen Dodoma und Tabora. Das Land mit Mietwagen auf eigene Faust zu erkunden empfiehlt sich aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse nicht. Besser ist es, einen Wagen samt Fahrer zu mieten. Bei Taxifahrten sollte man darauf achten, den Preis bereits vor Fahrtantritt auszuhandeln. Mit Minibussen („Dala Dalas“) erreicht man fast alle Ortschaften in Tansania. Sie sind preiswert, doch nicht immer pünktlich. Zwischen größeren Städten verkehren bequemere, große Fernbusse auf vergleichsweise gut ausgebauten Straßen.

Es empfiehlt sich, stets die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes zu beachten (http://www.auswaertiges-amt.de).

Feste & Veranstaltungen

Februar Beim dreitägigen Sauti za Busara Music Festival dreht sich alles um die Kultur der Suaheli. Bis zu 400 Musiker aus Tansania und anderen afrikanischen Ländern sorgen in der historischen Stone Town Sansibars für Stimmung (http//www.busaramusic.org).

Idd-al-Moulid: Am Geburtstag des Propheten Mohammed werden v.a. auf den Inseln Tänze und Prozessionen veranstaltet.

März Der Kilimanjaro-Marathon führt von Moshi aus über einen steilen Berghang und endet in derselben Stadt. Für Laien gibt es einen 5 km langen „Fun Run“ (http://www.kilimanjaromarathon.com).

Mai Zur Makutano Arts Fair werden allerlei Kunstwerke in den Straßen von Daressalam ausgestellt (http://www.makutanotz.com).

Juli Das Festival of the Dhow Countries ist Ostafrikas größtes kulturelles Event, zu dem sich die Stone Town von Sansibar in einen bunten Schauplatz verwandelt. Gefeiert wird das kulturelle Erbe aller „Dhow Länder“ (alle Länder zwischen Afrika, Arabien und Indien). Weitere Infos unter http://www.ziff.or.tz.

September Die zehntägige Tanacat Regatta lockt jährlich zahlreiche Katamaransegler auf zehn olympische Kurse, die unterbrochen sind von einem Abstecher nach Sansibar und der Msasani Halbinsel.

November Die East African Safari Classic Rallye ist ein gigantisches Oldtimer-Spektakel. Die Teilnehmer fahren innerhalb von zehn Tagen die etwa 5.000 km lange Strecke von Mombasa aus durch die Wildnis der beiden Länder Tansania und Kenia. Entlang der Strecke werden stets mehrere Tribünen für Schaulustige errichtet (http://www.eastafricansafarirally.com).

Praktische Hinweise

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Tansania wird ein Reisepass benötigt, der nach der Ausreise noch mindestens ein halbes Jahr Gültigkeit haben muss. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig; jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Zudem muss ein Touristenvisum beantragt werden. Dies kann etwa drei bis vier Wochen vor der Abreise bei der Botschaft Tansanias in Berlin (ca. 50 EUR zzgl. Porto) sowie direkt bei der Einreise vor Ort am Flughafen oder am Seehafen Sansibar (50 USD oder 50 EUR, bar) geschehen. Bei internationalen Abflügen ab Sansibar muss eine Ausreisesteuer von etwa 30 USD in bar gezahlt werden. Für eine Ausreise über Kenia oder Uganda müssen entsprechende Visa bei den Botschaften, Flughäfen oder Grenzkontrollen beantragt werden.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Impfungen

Bei der direkten Einreise aus Europa sind keine Pflichtimpfungen nötig. Reist man jedoch aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ein, ist ab dem vollendeten 1. Lebensjahr ein Nachweis über eine gültige Gelbfieberimpfung zu erbringen (siehe auch http://www.who.int). Vereinzelt werden auch bei Direkteinreisen aus Europa am Kilimanjaro International Airport und bei der Einreise nach Sansibar vom Festland Tansanias aus Kontrollen des Gelbfieberimpfzertifikats und Impfungen vor Ort durchgeführt. Es empfiehlt sich darüber hinaus, über einen ausreichenden Impfschutz gegen folgende Krankheiten zu verfügen: Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Mumps, Masern, Röteln, Influenza und gegen den Rotavirus (für Säuglinge). Als besondere Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Thyphus sowie Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis (v.a. bei Langezeitaufenthalten und besonderer Exposition) genannt.

Am häufigsten leiden Touristen in Tansania an Magen- und Darm-Infektionen, die meist durch ungewohntes bzw. verdorbenes Essen und/oder verunreinigtes Wasser hervorgerufen werden. Daher ist es ratsam, niemals Leitungswasser, sondern ausschließlich in Flaschen abgefülltes Wasser zu trinken. Notfalls sollte das Leitungswasser zumindest abgekocht werden. Dasselbe gilt für Wasser, das zum Geschirrspülen und Zähneputzen genutzt wird. Obst und Gemüse sollte entweder geschält oder besonders gründlich mit Trinkwasser gewaschen werden. Es ist außerdem zu empfehlen, auf bestimmte Nahrungsmittel (Salate, Eis, Eiswürfel, Frischmilch, frische Säfte, halbrohes Fleisch) zu verzichten. Weitere Gesundheitsrisiken bestehen im Bezug auf die Infektion mit Malaria, HIV, Cholera, Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis), Dengue-Fieber, Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) und Schistosomiasis (Bilharziose). Detaillierte Informationen zu den einzelnen Krankhheiten erteilt das Auswärtige Amt (http://www.auswaertiges-amt.de/).

Eine potentielle Gefahr für (schwere) körperliche Schäden (im schlimmsten Fall mit Todesfolge) geht zudem von Gifttieren aus. Dazu gehören v.a. bestimmte Schlangen, Spinnen- und Skorpionarten, Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler. Bei einer Bergbesteigung, insb. des Kilimanjaro, kann es zur Höhenkrankheit kommen.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Zollbestimmungen

Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden. Die Einfuhr von pornographischem Material, Drogen und Waffen ist untersagt. Eine Ausnahme gilt für Jagdwaffen: sie müssen bei der Einfuhr deklariert werden. Bei der Ausfuhr von Tiermaterial gelten die Vorschriften des Washingtoner Artenschutzabkommens, welches u.a. besagt, dass die Ausfuhr von Gegenständen, die aus dem Material geschützter Tiere hergestellt sind, nicht gestattet ist.

Bei der Rückreise in die EU dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumenden Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei einführen, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen über 17-Jährige 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Pfeifentabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% und Geschenke im Wert von bis zu 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Ärztliche Versorgung

Die ärztliche Versorgung in Tansania ist mit westlichen Standards nicht zu vergleichen. Häufig treten technische, apparative und/oder hygienische Mängel auf und die Ärzte sind weniger gut ausgebildet als in Europa. Eine ausreichende Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist daher unbedingt zu empfehlen, ebenso eine Reiseapotheke, da immer wieder mit Versorgungsengpässen für Medikamente zu rechnen ist.

Notruf

Die allgemeine Notrufnummer lautet 112.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Daressalam Umoja House

Mirambo Street/Garden Ave., 2. Stock

Daressalam

Tel.: +255-22211-740915

Fax: +255-22211-2944

E-Mail: info@daressalam.diplo.de

Web: http://www.daressalam.diplo.de

Österreichische Botschaft

Msasani Peninsula

Slipway Road

Daressalam

Tel.: +255-22260-1492

Schweizerische Botschaft

Kinondoni Road 79

Daressalam

Tel.: +41-31324-1826 und +255-22266-6008/09

Fax: +41-31324-1829 und +255-22266-6736

Elektrizität

Die Stromspannung beträgt 230 Volt Wechselstrom. Die Steckdosen sind, wie in Großbritannien, dreipolig (für Stecker vom Typ D und G). Adapter gibt es sowohl in Tansania als auch in Europa zu kaufen. In Tansania kommt es immer wieder zu Stromausfällen. Daher lohnt sich die Mitnahme einer Taschenlampe.

Zeit

In Tansania gilt die East Africa Time (EAT). Es ist keine Umstellung auf Sommerzeit vorgesehen. Die Zeitverschiebung zur MEZ beträgt +2 Stunden, während der Sommerzeit +1 Stunde. Dies einer Differenz von +3 Stunden zur Koordinierten Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC).

Telefon

Telefonieren über das Festnetz ist in Städten, Hotels, Lodges oder Postämtern möglich. Günstig telefonieren kann man auch mit dem Handy. Das Mobilfunknetz ist gut ausgebaut, allerdings muss eine Prepaid-Karte (z.B. von Zain, Vodacom oder Mobiltel) gekauft werden. Internetcafés gibt es in fast allen größeren Städten. Die dortige Internetnutzung ist um ein Vielfaches günstiger als in den meisten Hotels. Die internationale Landesvorwahl für Tansania lautet 00255, für Deutschland 0049, für Österreich 0043, und für Anrufe in die Schweiz wählt man die 0041 vorweg.

Geld und Devisen

Die offizielle Landeswährung Tansanias ist der Tansania-Schilling (Abk.: TSh; ISO-4217-Code: TZS). Er ist unterteilt in Shilingi, d.h. 1 TSH entspricht 100 Shilingi. Im Umlauf sind Banknoten im Wert von 500, 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 sowie Münzen im Wert von 50, 100 und 200 Shilingi. Devisen kann man in Banken oder Wechselstuben (z.B. Forex Exchange) umtauschen. Allerdings hat sich der US-Dollar zu einer Parallelwährung entwickelt. Einige Institutionen, z.B. Zoll oder Nationalparks, verlangen ausschließlich US-Dollar. Abheben kann man amerikanisches Geld an Bankautomaten in Tansania trotzdem nicht. Daher sollte man sich genügend US-Dollar für die Reise mitbringen. An Geldautomaten können Sie mit Kreditkarte je nach Anbieter gegen Gebühr oder kostenfrei Bargeld abheben. Als Zahlungsmittel werden sie nur in größeren Hotels angenommen. Travellerschecks werden ebenso selten und nur gegen Gebühr akzeptiert.

Trinkgeld

Trinkgelder sind in Restaurants selten, in Hotels jedoch durchaus üblich. Bei Touren sind Trinkgelder Bestandteil des Lohns und werden erwartet. Bettelnden (Kindern) sollte nicht unbedingt etwas geschenkt werden. Besser ist z.B. eine langfristige Partnerschaft oder die Unterstützung von lokalen Schulen.

Öffnungszeiten

Märkte und Läden sind in der Regel von 9-17 Uhr geöffnet, große Supermärkte teilweise auch bis 22 Uhr. Von 13-14 Uhr ist Mittagspause. Banken und Postämter öffnen meist von 9-12 Uhr sowie von 14-16 Uhr. Behörden können von 8-12 Uhr aufgesucht werden. Der Sonntag gilt als allgemeiner Ruhetag.

Feiertage

Neujahr (1. Januar); Sansibar-Revolutionstag (12. Januar); Karfreitag (März/April); Ostermontag (März/April); „Karume-Tag“ (Gedenktag an die Ermordung von Vizepräsident Scheich Abeid Karume, 7. April); Tag der Vereinigung von Tanganyika und Sansibar (26. April); Tag der Arbeit (1. Mai); „Saba Saba“ (Gewerbe- und Gründungstag der Partei TANU, 7. Juli); „Nane Nane“ (Tag der Bauern, 8. August); „Mwalimu Nyerere-Tag“ (Feiertag zu Ehren des Staatsgründers Nyerere, 14. Oktober); Unabhängigkeitstag (9. Dezember); Weihnachten (25. & 26. Dezember).

Islamische Feiertage richten sich nach dem islamischen Mondkalender, die genauen Termine werden von der Geistlichkeit festgelegt. Die Feiertage sind beweglich, da sie sich am Mondzyklus orientieren und verschieben sich alljährlich - gegenüber dem gregorianischen Kalender - um etwa 11 Tage rückwärts. Der bedeutendste Einschnitt im Jahresverlauf ist der Beginn des Fastenmonats, des Ramadan, der mit dem Fest des Fastenbrechens „?Id al-Fitr“ 30 Tage später beendet wird. Weitere wichtige islamische Feiertage in Tansania sind ?Id ul-Adha (Großes Opferfest) und Mawlid an-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed).

Menschen mit Behinderung

Reisende mit Behinderung sollten sich auf eine allgemein schlechte Infrastruktur einstellen, die kaum auf die Bedürfnisse behinderter Menschen ausgerichtet ist. Jedoch gibt es vereinzelt behindertengerecht gestaltete Hotels und Pauschalreisen in bzw. nach Tansania (http://www.behindertenreisen.de, http://www.go-africa-safaris.com).

Frauen allein unterwegs

Alleinreisende Frauen sind in Tansania keinen besonderen Risiken ausgesetzt, sofern sie sich an die aktuellen Reisewarnungen und allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen halten. Abgelegene Orte und unbewachte Strände sollten generell gemieden werden, ebenso Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit. Darüber hinaus ist es ratsam, nur ausreichend abgesicherte Unterkünfte und Campingplätze zu wählen. Beachten Sie stets die allgemeinen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes (siehe auch „Kriminalität“).

Homosexualität

Homosexuelle Handlungen sind in Tansania illegal und ziehen sehr hohe Gefängnisstrafen nach sich. Bei Beteiligung Minderjähriger kann eine lebenslange Haftstrafe drohen. Man sollte seine Homosexualität also besser nicht in der Öffentlichkeit zeigen.

Information im Heimatland

Touristische Auskunft erteilt z.B. die Botschaft in Berlin:

Botschaft Tansania (D, A, CH)

Eschenallee 11

14050 Berlin (Charlottenburg, Westend)

Tel.: +49-30-3030800

Fax: +49-30-30308020

E-Mail: info@tanzania-gov.de

Web: http://tanzania-gov.de

Hilfreiche Informationen findet man auch im Internet, z.B. unter:

http://www.tanzaniatouristboard.com

http://www.tansania.de

Kriminalität

Einsame Gegenden und nicht bewachte Strände sollten auch tagsüber gemieden werden. Dies gilt vor allem für Städte in der Küstenregion. Ebenfalls abgeraten wird von Spaziergängen und Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit. Bei Übernachtungen, vor allem auf Campingplätzen sowie in abgelegenen Gebieten, sollte man sich über ausreichend vorhandene Sicherheitsvorkehrungen informieren. Nicht selten werden Touristen von angeblichen Taxifahrern angesprochen, die jedoch nicht vorhaben, sie an das gewünschte Ziel zu bringen. Stattdessen werden sie ausgeraubt und/oder unter Gewaltandrohung gezwungen, mit der eigenen Bankkarte Geld vom Automaten abzuheben bzw. durch Telefonanrufe bei Familie oder Bekannten Geldtransfers über Western Union zu veranlassen. Besonders in der Gegend in und um Daressalam - bevorzugt an Bahnhöfen, Busstationen und Fähranlegestellen - sind Fälle dieser Art bekannt. Touristen sollten deshalb genau darauf achten, ausschließlich in registrierte Taxis (mit blauem, gelbem oder grünem Längsstreifen auf weißer Karosserie) zu steigen. Die Fahrer müssen eine Registrierung mit sich führen, die in Zweifelsfällen eingesehen werden kann. Von Demonstrationen und anderen Menschenansammlungen, die seit 2012 insbesondere auf Sansibar und Daressalam häufiger vorkommen, sollte man sich fernhalten. Beim Übernachten auf Campingplätzen und in abgelegenen Gegenden ist unbedingt auf ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zu achten.

Haustiere

Haustiere benötigen ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis und eine Importgenehmigung des Department of Veterinary Services in Daressalam. Für Hunde und Katzen muss außerdem eine Tollwutimpfung nachgewiesen werden, die im Falle von Katzen mind. 30 Tage, aber nicht länger als 12 Monate und bei Hunden mind. 6 Monate und nicht länger als 3 Jahre zurückliegt. Es sind ggfs. weitere Impfungen erforderlich. Alle Tiere müssen bei Ankunft in Tansania zunächst in Quarantäne, weshalb die Mitnahme eines Tieres für Urlaubsreisen kaum in Frage kommt. Für weitergehende Regelungen kontaktieren Sie bitte die jeweilige Botschaft oder konsularische Vertretung rechtzeitig vor der Reise. Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits rechtzeitig (i.d.R. 3 Monate) vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Aus Europa bestehen direkte Verbindungen z.B. mit Condor von Frankfurt am Main nach Kilimanjaro (Flugzeit ca. 10 Std.), wobei der Rückflug via Mombasa erfolgt. Von Zürich fliegt z.B. Swiss in ca. 8 Std. nach Daressalam und Kilimanjaro. Darüber hinaus bieten verschiedene Gesellschaften (z.B. KLM, Air France) Flüge über Amsterdam an.

Die wichtigsten Flughäfen in Tansania sind der ca. 15 km südlich von Daressalam gelegene Julius Nyerere International Airport, der ca. 50 km von Arusha entfernte Kilimanjaro International Airport (http://www.kilimanjaroairport.co.tz) sowie der Zanzibar Airport in Sansibar-Stadt (http://www.zanzibar-airport.com). Busse und Taxis fahren jeweils ins nahegelegene Stadtzentrum.

Praktische Hinweise

Sicherheit

In Tansania sind terroristische Attentate nicht auszuschließen. Besonders auf öffentlichen Plätzen und bei Besuchen von Touristenattraktionen wird zu Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Menschenansammlungen sollten grundsätzlich gemieden werden. Seit Oktober 2012 kommt es in Daressalam und anderen Teilen des Landes immer wieder zu Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei, 2013 gab es einen Anschlag auf eine Kirche in Arusha.

Auch auf der vorgelagerten Insel Sansibar ist die Lage zwischen den verschiedenen Religionsgruppen angespannt. Nachdem sich im Februar 2014 mehrere Anschläge in der Altstadt (Stone Town) von Sansibar-Stadt ereigneten, rät das Auswärtige Amt derzeit vor dem Besuch religiöser Stätten ab. Auch beim Besuch von Cafés und Restaurants ist erhöhte Vorsicht geboten.

Schiffsführern wird aufgrund eines hohen Risikos von Piratenangriffen in den Gewässern vor Tansania empfohlen, sich beim Maritime Security Centre (http://www.mschoa.org) zu registrieren.