Urlaub auf Island

Island, Tipps für den Urlaub

„Eisland“ - so benannte Vílgerðarson die Insel, deren frostige Kälte im Jahre 860 die Besiedlungspläne des Norwegers durchkreuzte. Inmitten des Eises stehen aktive Vulkane, die im Wetteifer mit riesigen Gletschern das Landschaftsbild prägen. Heiße Quellen und Geysire locken heute die Besucher an.

Bei einer Länge von 500 km zählt die größte Vulkaninsel der Erde rund 300.000 Einwohner. Die meisten davon leben in oder nahe der Hauptstadt Reykjavík. Von dort führen Ausflüge zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten, wie dem großen Geysir oder dem Wasserfall Gullfoss, der goldfarben in der Mitternachtssonne schimmert. Im Þingvellir Nationalpark hingegen kann man sich auf die Spuren der Wikinger begeben.

Doch auch moderne Kultur lässt sich finden: Im Oktober sollte man sich das fünftägige Musikfestival „Iceland Airwaves“ nicht entgehen lassen. Moderne Technik kann bei einem Besuch in einem Geothermiekraftwerk bestaunt werden. Wer auf mehr Action steht, erkundet die atemberaubende Landschaft auf dem Mountainbike oder im Geländewagen.

Essen & Trinken im Urlaub

Zünftig geht es in Islands Küchen zu: Kartoffeln, Getreide- und Milchprodukte, doch vor allem Fleisch und Fisch stehen auf der traditionellen Speisekarte. Auch Obst und Gemüse ist verfügbar und erfreut sich steigender Beliebtheit. Im Supermarkt erhält man unter anderem Fleisch vom Fohlen und beim Geflügel werden lundi (Papageitaucher) und svartfugl (Tordalk) angeboten, deren bunte Eier zur Brutzeit ebenfalls erhältlich sind. Fangfrischen Fisch kauft man am besten direkt an den Fischereihäfen ein.

Besonderheiten beim Frühstück sind Cornflakes mit súrmjólk (Dickmilch) und braunem Zucker sowie síld (eingelegte Heringshappen). Mittags isst der Isländer besonders gerne gegrillten oder gedünsteten ýsa (Schellfisch), Þorskur (Kabeljau) und karfi (Rotbarsch). Das nachmittägliche Buffet bietet neben mächtigen Sahnetorten und pönnukökur (gefüllte Crêpes) auch Deftiges, wie flatbrauð (Roggenpfannkuchen) mit einer dünnen Scheibe hangikjöt (geräuchertes Lammfleisch) oder rækja (Krabbensandwich) mit Mayonnaise. Die wichtigste Mahlzeit ist jedoch das Abendessen. Besonders empfehlenswert sind Wildlachs, Reyktur silungur (über Wachholder geräucherte Forelle), lamb von freilaufenden Lämmern und hreindýr (Rentier). Eine besondere Delikatesse ist auch der Gröndlandhai, der bis zu 6 m groß wird und nur nach einer speziellen Zubereitung gegessen werden kann.

Als Dessert eignen sich insbesondere die schmackhaften Schmalzgebäcke, auch Kleinur genannt, oder Skyr, eine joghurtähnliche Speise, die mit Milch, Zucker und Grütze verfeinert serviert wird.

Nach jeder Mahlzeit wird Kaffee gereicht, das Nationalgetränk der Isländer, das bei keinem geselligen Treffen fehlen darf. Um den Tag ausklingen zu lassen, wird er mit Cognac oder Likör verfeinert. Speziell zu Weihnachten gibt es das Jóla-öl, eine etwas ungewöhnliche Mischung aus Limonade und Malzbier.

Klima & beste Reisezeit

Im Norden ist es durch den Einfluss des Grönlandstroms vergleichsweise kühl; die Winter sind schneereich. Verglichen mit anderen Regionen dieser Breitengrade ist das Klima im Süden der Insel jedoch recht mild. Dank des warmen Golfstroms schneit es an der südlichen Küste auch im Winter nur selten. In Reykjavík, der südwestlich gelegenen Hauptstadt, fällt die Temperatur auch in der kalten Jahreszeit nur knapp unter den Gefrierpunkt. Bei durchschnittlich 20 Regentagen braucht man im Winter recht häufig den Regenschirm. Von November bis Januar wird die Hauptstadt gar nicht oder nur eine Stunde am Tag von der Sonne verwöhnt.

Als Reisezeit empfehlen sich die Sommermonate. Dann erreichen die Temperaturen Werte um 15 °C. Von Mai bis Juli genießt man die meisten Sonnenstunden (durschnittlich 6) und muss mit etwa 15 Regentagen vergleichsweise „selten“ mit Niederschlag rechnen.

Rund ums Jahr ist die Mitnahme warmer Kleidung zu empfehlen. Im Sommer kann es in einigen Regionen auch über 20 °C warm werden, doch gerade in Küstennähe fegt öfters ein kühles Lüftchen über die Insel.