Norwegen - Urlaub im Land der Fjorde

Norwegen, Tipps für den Urlaub

Stille Fjorde mit smaragdgrünem Wasser, majestätische, schnee- und eisbedeckte Bergriesen und hoch im Norden die weite, fast melancholische Landschaft der Tundra mit ausgedehnten Heideflächen und Seen, in denen sich die Mitternachtssonne spiegelt: Norwegen vereint die unterschiedlichsten Naturschönheiten.

Das Königreich im Westen der skandinavischen Halbinsel weist Kontraste auf wie kein zweites Land in Nordeuropa. Sonne und Klima verwöhnen die Südküste und ihre reizenden, von weiß gestrichenen Holzhäusern geprägten Städtchen. Wie anders zeigen sich die rauen, fast vegetationslosen Hochflächen in der Hardangervidda oder im Dovrefjell. In den Städten wie Oslo und Bergen oder Tromsø weit nördlich des Polarkreises pulsiert das Leben. Aber dann gibt es auch jene stillen Weiler und Bauernhöfe, die im Umkreis von vielen Kilometern keinen einzigen Nachbarn haben. Denn nur etwas mehr als fünf Millionen Einwohner leben auf einer Fläche, die kaum kleiner ist als die der Bundesrepublik Deutschland.

Je weiter im Norden, desto ausgeprägter erlebt man den Zauber nicht endender Tage des Polarsommers. Getoppt werden sie nur noch von den langen, bisweilen vom Nordlicht dramatisch erhellten Winternächten.

Klima & beste Reisezeit

Teile Norwegens haben ein ungewöhnlich mildes Klima. Das ist bemerkenswert für ein Land, das so hoch im Norden liegt. Dank des warmen Golfstroms bleiben die Häfen an der Westküste das ganze Jahr über eisfrei, während auf vergleichbarer nördlicher Breite längst alles eingefroren ist. In den Fjorden an der Westküste sorgt der Golfstrom im Sommer für ein Mikroklima, das zum Beispiel im Hardanger- und Sognefjord sogar den Anbau von Obst und Gemüse zulässt. Im Landesinneren, wo größere Temperaturunterschiede als an der Küste herrschen, kann es im Sommer bis zu 30 °C warm werden, dafür sind die Winter bitterkalt. Ausgiebige Schneefälle sorgen vielerorts für ideale Wintersportbedingungen, die man auf beleuchteten Loipen und Skipisten genießt.

Für eine Sommerreise nach Norwegen bieten sich die Monate Juni bis August an, wobei im Juli, wenn die meisten Norweger Ferien haben, an den beliebtesten Urlaubsorten fast so etwas wie Trubel herrscht. Wer zum Wintersport nach Norwegen fährt, sollte das Frühjahr ins Auge fassen. Dann liegt noch genügend Schnee, die Zeiten mit Tageslicht sind viel länger und der schlimmste Frost ist abgeklungen. Allerdings tummelt sich um Ostern herum halb Norwegen auf Loipen und Pisten.

Essen & Trinken im Urlaub

Eine typische Vorspeise ist Räucherlachs, serviert mit einer Dill-Senfsoße. Nationalgerichte sind Fleischklopse in einer dunklen Soße, Hammelfleisch mit Kohl, eingelegter Stockfisch sowie gepökelte Lammrippen. Im Norden des Landes isst man besonders gerne geräucherten Schafskopf. Feinschmecker dürfen sich auch auf Wild, wie z.B. Elch, Rentier oder Wildgeflügel freuen. Dazu werden in der Regel süß-saure Soßen und Wacholderbeeren gereicht. Auf den Fischkarten findet man Rakfisk, fermentierte Forelle, Seelachs, Dorsch, Hering, Kabeljau, Sardinen, Makrelen und Garnelen. Zum Essen wird vorzugsweise Bier getrunken. Eine typische Nachspeise ist Rømmegrøt, ein Brei aus Sauerrahm und Grieß mit Zimt und Zucker. Weitere Desserts, die man auf vielen Speisekarten finden wird, sind Riskrem, ein sahniger Reisbrei mit einer Himbeer- oder Erdbeersoße, Multekrem, eine Sahnespeise mit Moltebeeren und Lefse, hauchdünne Fladenbrote mit Sirup und Kardamom.