New York, Urlaub im 'Big Apple'
Sehnsuchtsziel für Pauschalreisen und Urlaub im Allgemeinen - vor allem, wenn es auf Weihnachten zugeht: An der Ostküste der Vereinigten Staaten liegt die wohl aufregendste Metropole der Welt - New York City. Bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Empire State Building, die Brooklyn Bridge, das Rockefeller Center, die Freiheitsstatue oder der Times Square sind ein Muss für jeden Besucher. Aber die Stadt hat so unendlich viel mehr zu bieten. Sie besitzt unzählige Theater und namhafte Museen sowie eine schier unüberschaubare Menge an Shops und Restaurants. Das Zentrum des Theaterlebens in New York ist der Broadway, der Musicalaufführungen für jeden Geschmack bietet. Im Stadtviertel SoHo befinden sich Galerien, Antiquitätengeschäfte, Cafés und Museen. Die Hektik des New Yorker Stadtleben lässt auch nachts nicht nach. Dafür sorgen hunderte von Nachtclubs, Jazzkneipen, Discotheken und Bars in der ganzen Stadt.
Erholungsuchende können im Central Park die Seele baumeln lassen. Ein weitere grüne Oase ist der Battery Park, eine Parkanlage auf der Südspitze Manhattans. An ihn schließt sich ein Hafen, der als Ausgangspunkt für die Fähren nach Ellis Island, zur Freiheitsstatue, nach Staten Island sowie im Sommer auch nach Governors Island dient.
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Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in seinem New York Urlaub gesehen haben?
Wenn man in New York Urlaub macht und sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt ansehen möchte, kann man schnell den Überblick verlieren, denn Attraktionen gibt es praktisch an jeder Ecke. Für die Planung hilft es deshalb, die wichtigsten Ziele nach Stadtteilen und Gegenden zu ordnen. So lassen sich mehrere Attraktionen gut miteinander verbinden, statt den ganzen Tag kreuz und quer durch die Stadt zu fahren. Wir machen ein paar Vorschläge:
Lower Manhattan und Financial District
Die Freiheitsstatue liegt auf Liberty Island im New Yorker Hafen und ist eine monumentale neoklassizistische Statue. Sie ist das wohl bekannteste Wahrzeichen New Yorks. Seit 1886 zeigt es allen Besuchern und Immigranten symbolisch, wofür das “Land of the Free” steht. Das einstige Geschenk Frankreichs an die USA ist ganze 102 Meter hoch und wiegt über 250 Tonnen. Ein Aufzug geht in den 10. Stock der Statue, die letzten 12 müssen zu Fuß erklommen werden. Doch der Aufstieg lohnt: Der Ausblick von der obersten Plattform auf die Skyline Manhattans ist atemberaubend und darf in keinem Urlaub fehlen.
Direkt gegenüber liegt Ellis Island, eine ehemalige Einwanderungsstation und heute ein Museum zur Geschichte der Immigration in die USA. Zwischen 1892 und 1954 wurden hier mehr als zwölf Millionen Einwanderer registriert und medizinisch untersucht, bevor sie in das Land einreisen durften. Das zentrale Gebäude, die Great Hall, ist heute Teil des Ellis Island National Museum of Immigration. Besonders interessant sind die erhaltenen Räume und Ausstellungen, weil sie die Einwanderung nicht nur als abstrakte Zahl zeigen, sondern anhand von Dokumenten, persönlichen Geschichten und Fotografien nachvollziehbar machen.
Das 9/11 Memorial & Museum ist eine Gedenkstätte und ein Museum am früheren Standort des World Trade Centers in Lower Manhattan. Die beiden großen Wasserbecken des Memorials markieren die Grundrisse der zerstörten Türme und erinnern an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001. Im unterirdischen Museum werden unter anderem persönliche Gegenstände, Fotografien und historische Dokumente gezeigt. Die Ausstellung beschäftigt sich dabei nicht nur mit den Anschlägen selbst, sondern auch mit den Ereignissen davor und ihren Folgen. Der Besuch ist entsprechend ernst und unterscheidet sich deutlich von den meisten touristischen Attraktionen der Stadt.
Die Brooklyn Bridge verbindet Lower Manhattan mit Brooklyn und ist eine historische Hängebrücke über den East River. Sie wurde 1883 eröffnet und gehörte damals zu den größten Brücken ihrer Art. Für den Bau waren unter anderem zwei gewaltige steinerne Brückentürme charakteristisch, die bis heute das Erscheinungsbild prägen. Die Konstruktion war technisch anspruchsvoll und entstand unter der Leitung von John A. Roebling und später seinem Sohn Washington Roebling. Über der Fahrbahn verläuft ein erhöhter Fuß- und Radweg, von dem Sie einen ungewöhnlichen Blick auf die Skyline von Manhattan und den East River haben. Besonders am frühen Morgen oder am Abend lässt sich hier erleben, wie eng die verschiedenen Stadtteile tatsächlich miteinander verbunden sind.
Midtown Manhattan
Das Empire State Building ist ein Art-déco-Wolkenkratzer aus den frühen 1930er-Jahren und gehört zu den bekanntesten Bauwerken der Stadt. Der Bau begann 1930, bereits 1931 wurde das Gebäude eröffnet – für die damalige Zeit ein außergewöhnlich schnelles Bauprojekt. Mit seinen Aussichtsplattformen im 86. und 102. Stock bietet es einen weiten Blick über Manhattan und die angrenzenden Stadtteile. Das Gebäude war lange Zeit der höchste Wolkenkratzer der Welt und wurde zu einem Sinnbild für das moderne New York. Auch architektonisch ist es interessant: Die gestufte Form war nicht nur gestalterisch typisch für das Art déco, sondern hing auch mit den damaligen Bauvorschriften zusammen.
Ein weiterer Klassiker in Midtown ist das Rockefeller Center, ein großer Gebäudekomplex, der in den 1930er-Jahren im Stil des Art déco entstand. Zum Komplex gehören unter anderem Radio City Music Hall und das berühmte 30 Rockefeller Plaza. Die Aussichtsplattform Top of the Rock befindet sich dort und ermöglicht einen Blick auf die Skyline von Manhattan, wobei gerade der Blick auf das Empire State Building auffällt. Unter dem Platz vor dem Rockefeller Center befindet sich eine weitläufige unterirdische Laden- und Gastronomieebene. Im Winter wird die Fläche mit dem bekannten Weihnachtsbaum und der Eislaufbahn zu einem der meistbesuchten Orte der Stadt.
Das Grand Central Terminal ist ein historischer Bahnhof in East Midtown Manhattan und zugleich eines der bekanntesten Bauwerke New Yorks. Das heutige Terminal wurde zwischen 1903 und 1913 im Beaux-Arts-Stil errichtet und ist vor allem für seine große Haupthalle mit der kunstvoll bemalten Decke bekannt. Der Bahnhof ist bis heute ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und wurde außerdem schon häufig als Kulisse für Filme und Serien genutzt. Dadurch dürfte die imposante Halle vielen Besuchern bekannt vorkommen, selbst wenn sie zum ersten Mal in New York sind.
Der Times Square ist ein großer, von Leuchtreklamen geprägter Platz und Verkehrsknotenpunkt im Zentrum Manhattans. Seinen heutigen Namen erhielt er 1904, nachdem die Zeitung The New York Times ihren Hauptsitz hierher verlegt hatte. Besonders bekannt ist der Platz für seine riesigen digitalen Werbetafeln und die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel mit dem berühmten Ball Drop. Rund um den Times Square liegen zahlreiche Theater des Broadway, weshalb die Gegend auch ein Zentrum des amerikanischen Musical- und Theaterbetriebs ist.
Das Flatiron Building liegt am Übergang zwischen Midtown und Lower Manhattan und ist ein historischer Wolkenkratzer aus dem Jahr 1902. Das dreieckige Gebäude entstand im Beaux-Arts-Stil und erhielt seinen Namen wegen seiner ungewöhnlichen Form, die an ein Bügeleisen erinnert. Mit seiner schmalen Spitze zwischen Broadway und Fifth Avenue gehört es zu den markantesten historischen Gebäuden Manhattans. Auch wenn das Gebäude selbst nicht dauerhaft wie ein klassischer Aussichtspunkt besichtigt wird, lohnt sich der Abstecher wegen der Architektur und der besonderen städtebaulichen Situation rund um den Flatiron District.
Central Park und Upper Manhattan
Urlaub in New York heißt, hier sollte man auf jeden Fall gewesen sein: Der Central Park ist ein rund 340 Hektar großer Landschaftspark mitten in Manhattan und damit ein bewusst geschaffener Gegenpol zur dichten Bebauung der Stadt. Er wurde nach den Plänen von Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux gestaltet und ab den 1850er-Jahren angelegt. Hinter den scheinbar natürlichen Wiesen, Seen und Wegen steckt also eine minutiös geplante Parklandschaft. Zu den bekannten Bereichen gehören unter anderem der Bethesda Fountain, die Mall und der große See Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir. Interessant ist auch, dass der Park schon früh als öffentlicher Erholungsraum für eine wachsende Stadt gedacht war und bis heute von New Yorkern genauso genutzt wird wie von Touristen. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte sich nicht nur auf die bekanntesten Punkte konzentrieren, sondern ein Stück zu Fuß durch den Park gehen.
Das Metropolitan Museum of Art, kurz The Met, ist ein großes Kunstmuseum an der Fifth Avenue am Rand des Central Park. Die Sammlung umfasst Kunstwerke aus mehr als 5.000 Jahren und reicht von altägyptischen Objekten über europäische Malerei bis zu amerikanischer Kunst und historischen Waffen. Das Museum wurde 1870 gegründet und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer der bedeutendsten Kunstsammlungen der Vereinigten Staaten. Schon das Gebäude selbst ist sehenswert, insbesondere die große Eingangshalle und die weitläufigen Ausstellungsräume. Für einen vollständigen Besuch reicht ein Nachmittag kaum aus, weshalb es sinnvoll sein kann, sich vorher einige Abteilungen herauszusuchen.
Das Solomon R. Guggenheim Museum an der Fifth Avenue an der Upper East Side ist ein Kunstmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst. Besonders auffällig ist das 1959 eröffnete Gebäude des Architekten Frank Lloyd Wright mit seiner ungewöhnlichen, spiralförmigen Architektur. Im Inneren führt eine geschwungene Rampe durch die Ausstellungsräume, sodass das Gebäude selbst fast schon zum Teil der Kunstbetrachtung wird. Wenn Sie also Kunst mögen, sollte dieses Museum unbedingt auf Ihre Urlaubs-ToDo-Liste.
West Manhattan und Chelsea
Weniger klassisch, aber für Architektur- und Stadtgeschichte besonders interessant ist die High Line, ein öffentlicher Park auf einer ehemaligen Hochbahntrasse im Westen Manhattans. Die Eisenbahnstrecke wurde ursprünglich gebaut, um Güterzüge vom Straßenverkehr fernzuhalten, und war bis in die 1980er-Jahre in Betrieb. Nach jahrelangem Leerstand entstand daraus ab 2009 ein ungewöhnlicher Park mit Pflanzen, Sitzplätzen, Kunstwerken und Spazierwegen. Heute verläuft die High Line über mehrere Blocks und verbindet dabei verschiedene Viertel miteinander. Gleichzeitig zeigt sie, wie aus einer aufgegebenen Verkehrsinfrastruktur ein neuer öffentlicher Stadtraum entstehen kann.
Brooklyn
Es mag etwas morbide klingen, aber ein echter Geheimtipp ist der Green-Wood Cemetery in Brooklyn, ein historischer Friedhof und gleichzeitig eine große Parkanlage aus dem 19. Jahrhundert. Das Gelände wurde 1838 eröffnet und war nach dem Vorbild europäischer Landschaftsfriedhöfe gestaltet. Zwischen alten Bäumen, Hügeln und kunstvollen Grabmälern finden sich zahlreiche historische Gräber, unter anderem von bedeutenden Persönlichkeiten der New Yorker Stadtgeschichte. Von einigen erhöhten Stellen reicht der Blick sogar bis zur Skyline von Manhattan. Der Ort wirkt erstaunlich ruhig und hat mit dem hektischen New York, das viele Besucher erwarten, wenig gemeinsam.
Roosevelt Island
Ebenfalls abseits der üblichen Route liegt Roosevelt Island, eine schmale Insel im East River zwischen Manhattan und Queens. Sie gehört zu New York City und ist vor allem wegen der Roosevelt Island Tramway interessant, einer Seilbahn, die die Insel mit Manhattan verbindet. Auf der Insel selbst stehen unter anderem die Ruinen des ehemaligen Smallpox Hospital, eines Krankenhauses aus dem 19. Jahrhundert, das einst zur Behandlung von Pocken-Patienten diente. Heute ist Roosevelt Island vor allem ein ruhiger Wohn- und Spazierort mit ungewöhnlichen Perspektiven auf die Skyline. Die Mixtur aus Stadtgeschichte, moderner Architektur und etwas Abstand vom Trubel machen den Besuch interessant.