Urlaub in Ungarn
Eine Ungarn Pauschalreise ist immer noch erschwinglich und die Flugzeit vorteilhaft kurz. Von Frankfurt aus zum Beispiel kann man schon in einer Stunde und 30 Minuten vor Ort in Budapest sein. Die Eigenanreise mit dem Zug oder Auto funktioniert aber ebenso reibungslos.
Weite Landschaften, historische Innenstädte, hübsche Dörfer, Thermalbäder und den größten See in Mitteleuropa können Sie in ihrem Ungarn-Urlaub entdecken. Ungarns Hauptstadt Budapest – gelegen an der schönen Donau - wird auch als „Paris des Ostens“ bezeichnet. Die Stadt teilt sich in das jüngere Buda und den älteren Stadtteil Pest. International bekannt sind vor allem der Burgberg mit der Fischerbastei und das Parlamentsgebäude. Gerade in der Dämmerung spiegelt sich der Burgberg in der Donau in seiner vollen Pracht. Budapest ist auch bekannt für seine große Anzahl an Thermalquellen, die auch die Besucher der Stadt zum entspannten Baden einlädt. Neben der Hauptstadt Budapest ist das bekannteste Urlaubsziel in Ungarn sicherlich der Balaton, auch Plattensee genannt. Hier ziehen im Sommer angenehme Wassertemperaturen und eine schöne Umgebung viele Urlaubsgäste in die Region.
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Klima & beste Reisezeit für Ihren Urlaub in Ungarn
Wenn Sie an einen Urlaub in Ungarn denken, haben Sie vielleicht sofort Bilder von warmen Sommerabenden am Balaton oder von entspannten Stunden in den berühmten Thermalbädern im Kopf. Und ja - genau dafür ist das Land tatsächlich wie gemacht. Die beste Reisezeit liegt ziemlich klar zwischen Mai und September. In diesen Monaten zeigt sich Ungarn von seiner angenehmsten Seite: viel Sonne, oft trocken, Temperaturen, die sich meistens irgendwo zwischen 25 und 30 Grad einpendeln. Gerade der Hochsommer kann allerdings auch richtig heiß werden, manchmal allerdings auch ein wenig drückend.
Was auffällt: Die Hitze fühlt sich oft intensiver an als gedacht. Ungarn ist ein Binnenland, wenig Wind, kaum Abkühlung - also ausgesprochen kontinentales Klima. In Städten wie Budapest staut sich die Wärme gern zwischen den Häusern. Dafür sind die Abende oft herrlich lang und lebendig. Straßencafés, kleine Bars, Musik irgendwo im Hintergrund - das hat schon was. Wer also eine klassische Pauschalreise mit Sonne, Baden und ein bisschen Kultur sucht, wird in der klassischen Sommersaison ganz sicher in Ungarn fündig.
Der Frühling hingegen wird ein bisschen unterschätzt. Ab April wird es langsam milder, alles blüht, die Landschaft wirkt überraschend grün. Die Temperaturen sind noch angenehmer, eher so im Bereich von 15 bis 22 Grad, perfekt für Ausflüge oder Spaziergänge. Es kann allerdings auch mal regnen, und die Sonne zeigt sich nicht jeden Tag gleich zuverlässig. Trotzdem: Gerade für Menschen, die es nicht zu heiß mögen, ist das eine richtig gute Zeit.
Für den Herbst gilt ähnliches wie für den Frühling. Ab September wird es ruhiger, die großen Touristenströme lassen nach. Die Hitze zieht sich zurück, aber es bleibt oft lange angenehm warm. Diese goldenen, leicht verhangenen Tage haben ihren eigenen Reiz. Besonders in den Weinregionen merkt man dann: Jetzt ist die perfekte Zeit für Genuss. Allerdings wird es gegen Ende Oktober spürbar frischer, und die Tage werden schnell kürzer, aber das kennt man so auch von Deutschland.
Weniger ideal ist der Winter, zumindest wenn Sie auf klassisches Urlaubsfeeling aus sind. Von November bis Februar ist es oft grau, kühl und manchmal auch neblig. Temperaturen um den Gefrierpunkt sind keine Seltenheit. Schnee gibt es, aber nicht immer verlässlich. Dafür haben die Thermalbäder gerade dann ihren besonderen Reiz - draußen kalt, drinnen warmes Wasser. Das hat schon eine gewisse Gemütlichkeit, aber es ist eben ein ganz anderer Urlaub.
Sehenswürdigkeiten für Ihren Ungarn Urlaub
Wer in Ungarn Urlaub macht, braucht keine Bedenken haben, dass Langeweile aufkommt. Die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich natürlich in großen Städten, allen voran Budapest. Heisst aber auch, dass sie einfach zu erreichen sind, meist sogar zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Tipp: Wenn Sie Ihre Reise zum Beispiel nach Budapest machen, sollten Sie sich eine Fahrt mit der Straßenbahn - bevorzugt mit der Linie 2 - gönnen. Diese führt an der Donau entlang und wird Ihnen jede Menge Postkartenmotive liefern…
Zu den Sehenswürdigkeiten: Ganz vorne dabei ist natürlich das Parlamentsgebäude in Budapest. Das wirkt schon von außen beeindruckend, direkt an der Donau gelegen, riesig, fast ein bisschen übertrieben prunkvoll. Innen können Sie es auch besichtigen - geführt, ziemlich gut organisiert. Gerade die Treppenhäuser und der Kuppelsaal bleiben im Kopf, irgendwie wirkt alles sehr detailverliebt. Sie können live ein Stück Geschichte erleben.
Nur ein Stück weiter finden Sie die Fischerbastei. Die wirkt fast wie aus einem Märchen, mit ihren Türmen und Bögen und böse Zungen nennen Sie auch ‘kitschig’. Aber der Blick über Budapest alleine ist einer der Gründe, warum viele überhaupt hier hochgehen. Tagsüber schön, aber abends - wenn die Stadt langsam aufleuchtet - nochmal eine ganz andere Stimmung. Ein Teil ist frei zugänglich, für einige Bereiche wird eine kleine Gebühr fällig.
Wenn man über Budapest spricht, gehört auch die Kettenbrücke dazu. Sie verbindet Buda und Pest und ist mehr als nur eine Brücke - eher so ein Wahrzeichen, das man automatisch fotografiert. Wenn Sie sich die Mühe machen und die Brücke zu Fuss überqueren, werden Sie mit einem beeindruckenden Panorama belohnt. Gerade wenn ein leichter Wind von der Donau kommt, hat das etwas ziemlich Angenehmes.
Ein Klassiker außerhalb der Hauptstadt ist der Balaton, oft einfach “Plattensee” genannt. Im Sommer ist hier richtig was los. Sie können baden, segeln oder einfach irgendwo am Ufer sitzen und die Zeit verstreichen lassen. Rund um den See gibt es viele kleine Orte, manche lebendig, andere fast verschlafen. Hier gibt es unzählige schöne Ecken, die darauf warten, erkundet zu werden.
Etwas Kultur gefällig? Etwas ruhiger, aber nicht weniger spannend ist die Abtei von Tihany. Sie liegt auf einer Halbinsel im Balaton und bietet einen tollen Blick über das Wasser. Die Kirche selbst kann besichtigt werden, und das Dorf drumherum hat diesen leicht entspannten, fast schon mediterranen Charakter. Gerade außerhalb der Hochsaison wirkt es hier angenehm entschleunigt.
Am westlichen Ende des Balaton liegt das Festetics-Schloss in Keszthely, und das wirkt schon beim ersten Anblick ein bisschen wie aus einer anderen Zeit. Groß, barock, ziemlich elegant - mit gepflegten Gärten drumherum. Innen können Sie das Schloss ebenfalls besichtigen, viele Räume sind originalgetreu eingerichtet, mit viel Holz, alten Büchern und diesem leicht gedämpften Licht, das irgendwie dazugehört. Besonders die Bibliothek wird Ihnen in Erinnerung bleiben, denn sie hat fast schon etwas Ehrfürchtiges. Und draußen, mit dem Balaton nicht weit entfernt, ergibt sich so ein schöner Kontrast zwischen Natur und Geschichte. Alles in allem: Ein Ort , für den man sich Zeit nehmen sollte.
Ein bisschen anders ist der Hortobágy-Nationalpark. Man befindet sich nun schon unweit der Stadt Debrecen im Osten Ungarns. Weite Landschaft, viel Himmel, wenig Ablenkung. Das ist nicht spektakulär im klassischen Sinne, aber dennoch interessant. Sie können dort traditionelle ungarische Tierhaltung erleben, mit etwas Glück sehen Sie sogar die typischen Hirten bei der Arbeit.
Wenn Sie Thermalbäder mögen - und das gehört in Ungarn irgendwie dazu, wenn man dort Urlaub macht - dann ist das Széchenyi-Heilbad eine gute Adresse. Die Außenbecken sind besonders bei kühlerem Wetter spannend. Man kann gemütlich im warmen Wasser entspannen, während die Außentemperatur ein Badevergnügen eigentlich noch gar nicht hergibt.
Ein echter Geheimtipp ist die Höhlenkirche im Gellértberg. Die liegt etwas versteckt und wird leicht übersehen. Innen ist es ruhig, fast kühl, ein ganz anderer Kontrast zur Stadt draußen. Kein riesiger Ort, aber einer, der irgendwie hängen bleibt.
Und dann gibt es noch Orte wie die Weinregion Eger. Nicht nur wegen des Weins interessant, wobei der natürlich dazugehört. Man fährt mit dem Auto von Budapest aus ca. 2 Stunden gen Osten. Die kleine Stadt hat eine charmante Altstadt, eine Burg und viele Keller, die besichtigt werden können. Es wirkt alles ein bisschen persönlicher, weniger geschniegelt, dafür authentischer - speziell als inzwischen vieles in der Hauptstadt.
Ein Ort, der gern ein bisschen unter dem Radar läuft, ist Pécs im Süden des Landes. Mit dem Auto braucht man ca. 2,5 Stunden gen Süden von Budapest aus, aber das lohnt sich. Die Stadt wirkt sofort etwas entspannter, fast schon leicht mediterran – liegt vielleicht auch am Klima dort. Besonders spannend ist das UNESCO-Weltkulturerbe, genauer gesagt die frühchristlichen Grabkammern, die Sie besichtigen können. Von außen eher unscheinbar, aber sobald man unten ist, merkt man schnell, wie alt das alles eigentlich ist. Wandmalereien, Räume, die schon ewig existieren – das hat eine ganz eigene Atmosphäre. Kein riesiger Touristenandrang, eher ruhig, fast ein bisschen still. Genau deshalb bleibt es oft länger im Kopf als gedacht.
Was kann man im Urlaub in Ungarn unternehmen?
Ein Urlaub in Ungarn kann erstaunlich vielseitig sein, weil das Land deutlich mehr bietet als nur Budapest und den Balaton. Die Mischung aus Entspannung, Natur und hervorragendem Essen wird Ihnen den Aufenthalt angenehm machen. Versprochen!
Sehr beliebt ist natürlich Baden und Wassersport am Balaton. Der See zieht im Sommer viele Besucher an, und das nicht ohne Grund. Sie können schwimmen, Tretboot fahren, segeln oder einfach an einem Strandabschnitt den Tag verbringen. Das Wasser ist an vielen Stellen flach, dadurch wirkt alles entspannt und familienfreundlich. Und manchmal reicht schon ein Abend am Ufer mit Blick aufs ruhige Wasser völlig aus.
Ebenso typisch für Ungarn ist Wellness in Thermalbädern. Das Land ist bekannt für seine Heilquellen, und fast jede Region hat irgendwo ein Bad mit warmem Wasser, Saunen oder Spa-Bereichen. Gerade wenn draußen kühleres Wetter ist, hat das etwas Besonderes. Man sitzt im warmen Becken, es steigt Dampf auf und man entspannt sich unendlich. Wenn Sie also einen Tag Sightseeing aussetzen oder danach relaxen wollen, ist das die perfekte Aktivität.
Wer gern Städte entdeckt, sollte sich Budapest zu Fuß oder per Schiff ansehen. Die ungarische Hauptstadt wirkt lebendig, manchmal elegant, manchmal etwas rauer - der Kontrast zwischen Alt und Neu macht diese Stadt so interessant. Ein Spaziergang entlang der Donau, durch kleine Seitenstraßen oder über die großen Brücken lohnt sich fast immer. Noch schöner wird es oft bei einer Bootsfahrt am Abend, wenn die Gebäude beleuchtet sind und die Stadt langsam ruhiger wird.
Eine schöne Aktivität ist auch Radfahren rund um den Balaton. Der See lässt sich auf gut ausgebauten Wegen umrunden, entweder komplett oder in einzelnen Etappen. Unterwegs kommen Sie durch kleine Orte, vorbei an Weinbergen, Strandbädern und Cafés, in denen man viel Zeit verbringen kann. Man muss dafür kein Profi sein - eher Lust auf Bewegung und ein bisschen Zeit mitbringen.
Sehr unterschätzt wird Wandern in Ungarns Mittelgebirgen, etwa im Bükk- oder Mátra-Gebirge. Dort finden Sie Wälder, Aussichtspunkte, ruhigere Wege und Orte, an denen plötzlich kaum noch jemand unterwegs ist. Besonders im Frühling oder Herbst ist das angenehm, weil die Temperaturen meist ideal sind. Wer Natur mag und nicht nur Städte sehen möchte, entdeckt hier eine andere Seite des Landes.
Genuss spielt ebenfalls eine große Rolle, deshalb passt Weinverkostung in Regionen wie Eger oder Tokaj wunderbar in Ihre Reiseplanung. Viele Weinkeller wirken bodenständig und herzlich, nicht geschniegelt oder übertrieben geschniegelt touristisch. Sie probieren lokale Tropfen, bekommen oft kleine Geschichten dazu erzählt und sitzen am Ende länger dort, als sie geplant hatten. Eine bessere Art, den Urlaub abzurunden, gibt es wohl nicht.
Wenn Sie es etwas traditioneller mögen, sind Märkte und regionale Küche entdecken eine richtig gute Idee. In Markthallen und kleineren Städten bekommen Sie Paprika, Salami, Gebäck und Gerichte, die oft deutlich authentischer schmecken als in typischen Touristen-Restaurants. Einfach probieren und geniessen. Manchmal ist schon ein einfacher Teller Pörkölt in einer unscheinbaren Gaststube das Highlight des Tages.
Wer es ruhig angehen möchte, kann auch einfach Dörfer, Seen und kleinere Orte erkunden. Gerade abseits der bekannten Routen zeigt sich Ungarn oft besonders sympathisch. Alte Häuser, freundliche Cafés, Plätze ohne großes Programm erkunden - Land, Leute und die ungarische Gastfreundlichkeit kennenlernen.
Essen & Trinken in Ihrem Urlaub in Ungarn
Essen spielt in Ungarn eine große Rolle. Es wird gern deftig gekocht, aber nicht nur. Viele Gerichte wirken erst simpel und überraschen dann doch mit Tiefe, Würze oder kleinen Eigenheiten. Und natürlich taucht Paprika öfter auf, sehr oft...
Ganz vorne steht das Gulasch, wobei es in Ungarn oft eher eine Suppe als ein schwerer Fleischtopf ist. Das sorgt bei vielen erst einmal für Verwirrung. Serviert wird es heiß, kräftig gewürzt und meist mit Rindfleisch, Kartoffeln und Gemüse. Gerade an kühleren Tagen ist das genau das Richtige.
Wenn Sie das probieren möchten, was Sie bei uns als ‘Gulasch’ kennen, dann liegen Sie mit diesem Gericht in Ungarn richtig: Pörkölt. Das ist näher an dem, was viele außerhalb Ungarns als Gulasch kennen. Ein sämiges Schmorgericht mit Fleisch, Zwiebeln und Paprika. Dazu gibt es oft Nockerln oder Kartoffeln. Herzhaft, sättigend, ohne viel Schnickschnack und wahrscheinlich schmeckt es nirgendwo besser als in Ungarn.
Sehr beliebt sind Lángos, diese goldbraun ausgebackenen Fladen aus Hefeteig. Man bekommt sie an Seen, auf Märkten oder an kleinen Buden. Klassisch mit Knoblauch, Sauerrahm und Käse, manchmal auch mit ungewöhnlicheren Belägen. Direkt heiß essen – alles andere wäre fast schade.
Ein echter Klassiker ist Hortobágyi Palacsinta. Das sind herzhafte Pfannkuchen, meist mit Fleisch gefüllt und mit Paprikasoße serviert. Klingt erstmal unspektakulär, schmeckt aber wahnsinnig gut. In guten Lokalen steht dieses Gericht auf jeden Fall auf der Speisekarte.
Dann gibt es Halászlé, die berühmte Fischsuppe. Besonders entlang der Donau und rund um den Balaton ist sie verbreitet. Sie ist würzig, oft kräftig rot durch Paprika und hier ist Vorsicht geboten: Dieser Gaumenschmaus ist manchmal schärfer, als man denkt. Wer Fisch mag, sollte das probieren.
Ein bisschen rustikaler kommt Töltött Káposzta daher – gefüllte Kohlrouladen mit Fleisch und Reis, langsam gegart. Das ist typisches Wohlfühlessen, vor allem in der kälteren Jahreszeit. Wenige Zutaten, liebevoll zusammengestellt, bodenständig und der Beweis, dass man aus ein paar Grundzutaten etwas unfassbar Leckeres zaubern kann.
Als süße Spezialität fällt schnell Kürtőskalács auf, der sog. ‘Baumstriezel’, auch wenn man ihn heute in mehreren Ländern findet. Das Hefegebäck sieht nur aus wie ein Baumkuchen, ist aber keiner. Der Teig wird spiralförmig gebacken, außen karamellisiert und oft mit Zimt oder Nüssen bestreut. Wenn der Duft dieses Gebäcks in der Luft liegt, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als stehenzubleiben.
Ein kulinarischer Geheimtipp ist Sztrapacska, besonders im Norden des Landes beliebt. Kleine Kartoffelteig-Nockerln mit Sauerkraut oder Brimsenkäse, deftig und wunderbar sättigend. Das kennt außerhalb der Region längst nicht jeder, dabei lohnt es sich sehr.
Weniger bekannt, aber typisch ungarisch ist auch Főzelék. Das sind Gemüsegerichte, irgendwo zwischen Eintopf, Beilage und Hauptspeise. Erbsen, Kürbis, Bohnen oder Spinat – alles möglich. Klingt schlicht, ist aber oft genau das, was man nach mehreren deftigen Tagen gern isst.
Und wenn Sie in einer Markthalle unterwegs sind, achten Sie auf Kolbász, ungarische Würste in vielen Varianten. Geräuchert, würzig, scharf oder mild. Dazu frisches Brot und eingelegtes Gemüse, mehr braucht es manchmal gar nicht..
Kultur und Traditionen in Ungarn
Wie kann man Ungarn treffend beschreiben? Ungarn ist bodenständig, in jeder Hinsicht! Familie, Essen und Musik werden hier groß geschrieben und sind auch untrennbar miteinander verbunden. Lassen Sie sich darauf ein in Ihrem nächsten Urlaub…
Ein wichtiger Termin im Jahr ist der 15. März, der ungarische Nationalfeiertag zur Erinnerung an die Revolution von 1848. In Städten wie Budapest gibt es dann Zeremonien, Fahnen, Reden und Veranstaltungen im öffentlichen Raum. Das wirkt genauso feierlich wie emotional. Wer zufällig zu dieser Zeit im Land ist, erlebt eine patriotische, aber meist offene Atmosphäre.
Ebenso bedeutend ist der 20. August, der Tag des Heiligen Stephan, also des ersten ungarischen Königs. Dieser Feiertag gehört zu den größten im Land. Es gibt Feste, Konzerte, Straßenprogramme und am Abend oft großes Feuerwerk - ein heisser Tipp, sollten gerade zu diesem Event Urlaub in Budapest machen. Ungarn zeigt sich von seiner festlichen Seite.
Rund um Ostern werden in manchen Regionen alte Bräuche noch erstaunlich lebendig gepflegt. Bekannt ist das sogenannte Osterbegießen: Männer bespritzen Frauen symbolisch mit Wasser oder Parfüm und bekommen dafür oft bemalte Eier, Süßigkeiten oder einen Schnaps. Das klingt erstmal ungewöhnlich, wird aber vielerorts mit Humor und Tradition verbunden. Dieser Brauch symbolisiert Fruchtbarkeit, Reinigung, Gesundheit und die Erneuerung des Lebens. Eigentlich ganz schön, oder?
Wein und Ungarn haben eine lange Tradition. Dementsprechend schön sind auch die Weinfeste, die es in Regionen wie Tokaj, Eger oder rund um den Balaton gibt. In entspannter Atmosphäre genießt man Musik, regionale Speisen, Weinstände, Gespräche bis spät am Abend. Wer eine Ungarnreise macht und so ein Fest erwischt, hat wahrscheinlich mehr erlebt als nach dem Besuch von 3 Museen.
Dann gibt es die vielen Dorffeste und Erntedankfeste, besonders im Spätsommer und Herbst. Trachten, Tanzgruppen, Blasmusik, handgemachte Produkte und große Tische mit Essen gehören oft dazu. Kinder laufen herum, irgendwo spielt Musik und irgendwie wird überall gegrillt.
Musik und Tanz haben ohnehin einen festen Platz. Der traditionelle Csárdás, ein lebhafter Volkstanz, taucht bei Veranstaltungen immer wieder auf. Mal professionell auf einer Bühne, mal überraschend locker bei einem Fest. Selbst wer nicht mittanzt, merkt schnell, wie viel Temperament darin steckt.
Zur Adventszeit wird es dann gemütlicher. Weihnachtsmärkte in Budapest und anderen Städten sind sehr beliebt, mit Lichtern, Handwerk und typischen Speisen. Es riecht nach Gebäck, Gewürzen und warmen Getränken, wie fast überall in Mitteleuropa.