Urlaub in Wien
Wer einen Städtetrip nach Wien machen möchte, sollte sich zuerst überlegen, wie viel Zeit zur Verfügung steht. Das Angebot an Sehenswürdigkeiten ist mehr als üppig. Ob Stephansdom, Schloss Schönbrunn, Schloss Belvedere oder die außergewöhnliche Architektur des Hundertwasserhauses - die Hauptstadt Österreichs verbindet kaiserliche Geschichte mit Kunst, Kultur und lebendigen Märkten. Wer hier nur Kurzurlaub macht, sollte sich vorher Gedanken machen, welche Highlights den Vorzug bekommen.
Auch abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es viel zu entdecken. Schlendern Sie über den Naschmarkt, gönnen Sie sich eine Pause in einem traditionellen Wiener Kaffeehaus oder erkunden Sie die historischen Gassen der Innenstadt. Dank der Mischung aus prachtvollen Bauwerken, kulinarischen Spezialitäten und gemütlicher Atmosphäre eignet sich Wien sowohl für ein verlängertes Wochenende als auch für einen längeren Urlaub.
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Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Wien im Urlaub gesehen haben?
Historische Bauwerke, Museen und große Plätze sind in Wien so etwas wie eine Selbstverständlichkeit im Stadtbild. Es gibt natürlich noch sehr viel mehr zu sehen, wie die folgenden Vorschläge, die wir Ihnen für Ihren Wien Urlaub machen.
Der Stephansdom ist eine gotische Kathedrale im Zentrum Wiens und zugleich eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Der heutige Bau entstand im Wesentlichen vom 14. bis zum frühen 16. Jahrhundert, wobei ältere Bauteile einer romanischen Kirche einbezogen wurden. Auffällig sind der rund 137 Meter hohe Südturm und das farbig gemusterte Dach mit seinen mehr als 230.000 Dachziegeln. Im Inneren finden Sie zahlreiche Seitenkapellen, Altäre und Grabmäler; außerdem können Sie über Treppen oder mit dem Aufzug in die Türme gelangen. Auch die Katakomben unter dem Dom gehören zum Bauwerk und erinnern daran, dass der Stephansdom über Jahrhunderte nicht nur Gotteshaus, sondern ein wichtiger Mittelpunkt des städtischen Lebens war.
Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die Hofburg, eine weitläufige ehemalige Kaiserresidenz im historischen Zentrum. Der Gebäudekomplex wurde über mehrere Jahrhunderte immer wieder erweitert und zeigt deshalb ganz unterschiedliche architektonische Epochen. Die Hofburg war vom 13. Jahrhundert bis 1918 das politische und repräsentative Zentrum der Habsburger. Heute befinden sich hier unter anderem die Österreichische Nationalbibliothek, die Kaiserappartements, die Spanische Hofreitschule und das Sisi Museum. Allein wegen der Größe des Areals lohnt es sich, nicht nur einmal flott durch den Innenhof zu laufen.
Die Spanische Hofreitschule ist eine traditionsreiche Reitinstitution und gehört ebenfalls zum Hofburg-Komplex. Bekannt ist sie vor allem für die Ausbildung der Lipizzaner und die klassische Reitkunst, deren Wurzeln bis in die Habsburgerzeit zurückreichen. Besonders eindrucksvoll ist die historische Winterreitschule, ein repräsentativer Barocksaal aus dem 18. Jahrhundert.
Gleich neben der Hofburg befindet sich das Kunsthistorische Museum Wien, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Österreichs. Das monumentale Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil des Historismus errichtet, um die umfangreichen Kunstsammlungen der Habsburger aufzunehmen. Zu den Schwerpunkten gehören Gemälde alter Meister, ägyptische und griechisch-römische Kunst sowie eine umfangreiche Sammlung kunsthistorischer Objekte. Besonders bekannt sind die Werke von Pieter Bruegel dem Älteren, darunter der “Turmbau zu Babel”. Schon die prachtvolle Innenarchitektur mit ihrer großen Eingangshalle und den dekorierten Treppenhäusern macht den Museumsbesuch zu mehr als einem einfachen Rundgang durch Ausstellungsräume.
Direkt gegenüber liegt das Naturhistorische Museum Wien, ein naturkundliches Museum aus dem späten 19. Jahrhundert. Die Sammlung umfasst unter anderem Mineralien, Fossilien, Meteoriten und zoologische Präparate. Zu den berühmtesten Stücken gehört die rund 29.500 Jahre alte Venus von Willendorf, eine kleine steinzeitliche Figur, die 1908 in Niederösterreich gefunden wurde.
Der Schönbrunner Schlosspark gehört - wie man sich denken kann - zum Schloss Schönbrunn und ist eine weitläufige barocke Parkanlage im Westen Wiens. Das Schloss selbst war die Sommerresidenz der Habsburger und wurde im 18. Jahrhundert unter Maria Theresia zu einer repräsentativen Residenz ausgebaut. Im Park finden Sie unter anderem die große Gloriette auf dem Hügel, die ursprünglich als Teil der kaiserlichen Gartenarchitektur errichtet wurde, sowie die barocke Gartenanlage mit Alleen, Brunnen und Skulpturen. Bemerkenswert ist auch der Tiergarten Schönbrunn, der bereits 1752 als kaiserliche Menagerie gegründet wurde und heute als ältester noch bestehender Zoo der Welt gilt. Für einen Besuch sollten Sie deshalb etwas Zeit einplanen – Schloss, Park und Tiergarten lassen sich kaum sinnvoll in einem kurzen Spaziergang abhaken.
Das Schloss Belvedere ist eine barocke Schlossanlage im 3. Wiener Bezirk, die Anfang des 18. Jahrhunderts für Prinz Eugen von Savoyen als Sommerresidenz errichtet wurde. Sie besteht aus dem Oberen und dem Unteren Belvedere, die durch einen großzügig angelegten Garten mit Brunnen, Skulpturen und symmetrischen Beeten miteinander verbunden sind. Heute beherbergt das Obere Belvedere eine bedeutende Kunstsammlung, darunter Gustav Klimts berühmtes Gemälde „Der Kuss“. Neben den Kunstwerken lohnt sich auch ein Blick auf die prunkvollen Säle und die barocke Architektur des Schlosses.
Der Prater ist ein großer öffentlicher Park im 2. Wiener Bezirk, der vor allem durch den Wurstelprater mit seinen Fahrgeschäften bekannt ist. Das berühmte Wiener Riesenrad wurde 1897 anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph errichtet und ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt. Der weitläufige Prater selbst ist allerdings deutlich ruhiger als der Vergnügungspark: Lange Wege, Wiesen und die Hauptallee zeigen eine ganz andere Seite dieses Wiener Ausflugsziels.
Der Naschmarkt sollte unbedingt auf Ihre 'Must See' Liste für Ihren Urlaub. Er liegt an der Wienzeile zwischen Getreidemarkt und Kettenbrücke und ist der größte innerstädtische Markt in Wien. Verkauft werden hier hauptsächlich Obst, Gemüse, Backwaren, Fisch und Fleisch. Bekannt ist der Markt auch für sein Angebot an internationalen Waren. Um den Platz herum gibt es viele Restaurants und Bars. Auf einem großen Parkplatz westlich des Naschmarktes findet außerdem jeden Samstag Wiens größter Flohmarkt statt.
Ein weiterer zentraler Ort ist der Graben, eine historische Straße und ein repräsentativer Platz im Herzen der Wiener Innenstadt. Seine heutige Gestalt geht vor allem auf die barocke Umgestaltung im 17. und 18. Jahrhundert zurück. Besonders auffällig ist die Pestsäule, ein monumentales barockes Denkmal, das nach der Wiener Pestepidemie von 1679 errichtet wurde. Weniger historisch: Rund um den Graben finden Sie heute Geschäfte, Cafés und historische Gebäude, eine Spaziergang lohnt sich also. Natürlich kann man in der exklusiven Fußgängerzone auch hervorragend shoppen gehen.
Etwas düsterer und Sehenswürdigkeit der besonderen Art: Abseits der klassischen Route liegt der Zentralfriedhof im 11. Bezirk. Er ist einer der größten Friedhöfe Europas und wurde 1874 eröffnet. Auf seinem weitläufigen Gelände befinden sich die Gräber zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Musik und Kunst. Besonders bekannt ist der Ehrenhain rund um die Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus, die im Jugendstil gestaltet wurde. Gerade die Mischung aus historischen Grabstätten, großen Alleen und ungewöhnlich viel Ruhe macht den Zentralfriedhof zu einem interessanten Ziel, wenn Sie Wien einmal von einer weniger touristischen Seite erleben möchten.
Als kleiner Geheimtipp bietet sich das Friedensreich-Hundertwasser-Museum beziehungsweise das Hundertwasserhaus im 3. Bezirk an. Das Hundertwasserhaus ist ein von Friedensreich Hundertwasser gemeinsam mit dem Architekten Joseph Krawina gestalteter Wohnbau, der 1983/85 fertiggestellt wurde. Unebene Böden, kräftige Farben, begrünte Flächen und ganz bewusst unregelmäßige Formen unterscheiden das Gebäude deutlich von der klassischen Wiener Architektur. Das Haus selbst ist bewohnt und kann daher nicht wie ein normales Museum besichtigt werden; in der nahe gelegenen Kunst Haus Wien finden Sie jedoch eine umfangreiche Ausstellung zu Hundertwassers Werk.
Noch etwas weniger bekannt ist die Jesuitenkirche, eine barocke Kirche nahe der Universität Wien. Sie entstand Anfang des 17. Jahrhunderts und wurde später unter anderem von Andrea Pozzo neu gestaltet. Von außen wirkt der Bau vergleichsweise zurückhaltend, während der Innenraum mit seiner illusionistischen Deckenmalerei und der reichen barocken Ausstattung deutlich spektakulärer ausfällt. Gerade deshalb ist die Kirche ein guter kleiner Zwischenstopp, wenn Sie in der Innenstadt unterwegs sind und einmal abseits der großen Sehenswürdigkeiten hineinschauen möchten.