Urlaub im Senegal

Senegal, Tipps für den Urlaub

Zwischen den trockenen Wüsten im Norden und den üppigen Regenwäldern im Süden hält das Land im äußersten Westen Afrikas eine erstaunliche Fülle an Sehenswertem bereit; alleine ein Besuch der Hauptstadt Dakar gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was einen andernorts erwartet. Umgeben von schneeweißen Sandstränden, sitzt sie auf einer weit in den Ozean hineinreichenden Landzunge und verströmt trotz ihrer beachtlichen Größe - rund 1,8 Mio. Menschen sind hier zu Hause - eine gewisse Eleganz. Belebte Straßen, bunte Märkte und ein pulsierendes Nachtleben sind die Aushängeschilder der Metropole; wer dem Großstadttreiben entfliehen will, der zieht sich zurück auf die autofreie Île de Gorée oder nach Saint-Louis, der ersten französischen Kolonie in Westafrika, in der eine blühende städtische Kultur Hand in Hand geht mit der Ruhe und Gelassenheit einer Kleinstadt.

Die meisten Urlauber kommen jedoch nicht wegen der Städte, die im Senegal ein ohnehin eher junges Phänomen sind - Hauptanziehungspunkte sind die endlos feinen Sandstrände entlang der über 500 km langen Küste und die zahlreichen Nationalparks im Inneren des Landes, von denen einige von der UNESCO als Weltnaturerbe geschützt werden, so z.B. der Niokola-Koba-Park an der Grenze zu Guinea im Südosten. Löwen, Leoparden, Krokodile, Schimpansen und mit etwas Glück auch Elefanten können hier noch in freier Wildbahn beobachtet werden. Abenteurer und Naturfreunde zieht es ins Mündungsgebiet von Casamance und Saloum, wo dichte Mangrovenwälder, durchzogen von kleinen Wildbächen und weitläufigen Lagunen, hunderten von Vogelarten, wie dem pinken Flamingo, ein Zuhause bieten.

Ob man sich nun unter die Trendsetter des urbanen Afrikas mischen oder mit seinen Gedanken und der Ruhe der Natur alleine sein möchte - der Senegal ist ohne Zweifel ein vielseitiges Reiseziel, das vom Massentourismus bisher weitgehend verschont geblieben ist.

Klima & beste Reisezeit

Im Norden herrscht bei Temperaturen um 30 °C im Sommer ein heißtrockenes Wüstenklima, während es im Süden besonders im dort heißesten Monat April bei ca. 40 °C feuchtheiß und tropisch wird. Im Juni setzt in ganz Senegal die Regenzeit ein, die bis Oktober anhält und im Süden zu besonders heftigen Regenfällen und einer Luftfeuchtigkeit von nahezu 95 % führt. In den Wintermonaten ist es in den nördlichen Gefilden bei rund 25 °C wärmer als im Süden, obwohl selbst dort die Temperaturen selten unter 20 °C absinken. Ab November kehrt die Trockenzeit ein, welche bis einschließlich März von den nordöstlichen Harmattan-Winden begleitet wird, die heiße Luft aus der Sahara landeinwärts treiben. Die beste Zeit für eine Reise ist zwischen Dezember und März (im Norden auch bis Mai), wenn es nicht zu heiß und weniger schwül ist.

Essen & Trinken im Urlaub

Die senegalesische Küche ist facettenreich und zählt zu den besten in Schwarzafrika. Die Basis vieler landestypischer Gerichte bildet ein Brei aus Hirse oder Sorghum, der in städtischen Gebieten immer häufiger durch Reis ersetzt wird. Neben Fisch und Meeresfrüchten wird reichlich Gemüse verarbeitet, darunter Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Paprika, Süßkartoffeln, Karotten, Yamswurzeln und Auberginen. Fleisch verzehren die Einheimischen nur sporadisch und zu besonderen Anlässen; in touristischen Gegenden werden Fleischgerichte jedoch nahezu in allen Restaurants angeboten. Das Nationalgericht Thieboudienne besteht aus Tomatensoße, Reis, geschmortem Gemüse und Fisch. Verbreitet ist auch Yassa aus mariniertem, gebratenem Fleisch oder Fisch und Maafe aus in Erdnusssoße geschmortem Fleisch und Gemüse; beide Gerichte werden jeweils mit Reis serviert. Gegessen wird üblicherweise mit der rechten Hand - die linke gilt in muslimischen Ländern als unrein. In westlich orientierten Restaurants liegt meistens aber auch Besteck bereit, um den Gewohnheiten der Touristen gerecht zu werden. Besonders genüsslich sind die aus Hibiskusblüten bzw. Ingwer gewonnenen süßen Kaltgetränke Bissap und Gingembre, aber auch der grüne Tee Ayan, Pfefferminztee, Palmwein aus Casamance oder einheimisches Bier wie Gazelle und Flag werden zum bzw. nach dem Essen gerne getrunken.