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Länderinformationen Südafrika

Südafrika

Südafrika ist ein Land der Gegensätze, in jeder Beziehung. Kapstadt und charmante Küstenstädte entlang der idyllischen Garden Route am Indischen Ozean konkurrieren in ihrer Attraktivität mit Nationalparks und Naturreservaten, in denen eine großartige Tierwelt überwältigende Eindrücke hinterlässt.

Zahlreiche geführte Touren (zu Fuß oder im Safarifahrzeug) ermöglichen eine gefahrlose Beobachtung der „Big Five“. In den Reservaten angelegte Camps bieten Unterkunft für jeden Geschmack. Ob Krüger, Umfolozi oder Royal Natal National Park, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang weckt die wilde Natur die Neugierde. Natürlich locken auch die beiden Ozeane - im Westen der Atlantik mit zerklüfteten Küsten, beginnend am Table Mountain, im Süden und Osten der warme Indische Ozean mit weiten Sandstränden und faszinierenden Tauchrevieren. Hier tummeln sich die besten Surfer der Welt.

Weinfreunde und Gourmets kommen am Kap auf ihre Kosten, z.B. in Stellenbosch und Umgebung. Und selbstverständlich bietet Südafrika auch großstädtische Atmosphäre: Neben dem pulsierenden Kapstadt ist die indisch geprägte Hafenstadt Durban unbedingt eine Reise wert.

Reisen im Land

Das inländische Flugnetz in Südafrika ist gut ausgebaut, ca. 20 Flughäfen werden von SAA und mehreren privaten Airlines angeflogen. Die Straßen sind meist gut, die wichtigsten Strecken asphaltiert und über Land wenig befahren. An den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell. Vorsicht ist jedoch bei der Einfahrt in einen Kreisverkehr, Ausfahrten und beim Abbiegen geboten. Um selbst mit einem der zahlreich angebotenen Mietwagen oder Wohnmobile durchs Land zu fahren, braucht man einen internationalen Führerschein; das Mindestalter des Fahrers beträgt 23 Jahre. Für Automobilclubmitglieder ist die Pannenhilfe des südafrikanischen Automobilclubs AA kostenlos (Tel. 083-84322, http://www.aa.co.za). Eine Besonderheit sind die 4-way-Stoppschilder, bei denen die Fahrzeuge aus allen Richtungen an der Kreuzung anhalten müssen und dasjenige zuerst fahren darf, das zuerst die Kreuzung erreicht hatte.

Zwischen den größeren Städten verkehren regelmäßig Züge der staatlichen Eisenbahngesellschaft Shosholoza Meyl (http://www.shosholozameyl.co.za). Von Kapstadt nach Pretoria fahren der Luxuszug Blue Train (http://www.bluetrain.co.za) und der Nostalgiezug Rovos Rail (http://www.rovos.co.za). Mehrere Busgesellschaften bieten hauptsächlich Nachtverbindungen zwischen den wichtigsten Städten an: Greyhound (http://www.greyhound.co.za), Translux (http://www.translux.co.za) und Intercape (http://www.intercape.co.za). Der unter Rucksackreisenden beliebte BazBus (http://www.bazbus.com) verkehrt zwischen allen wichtigen touristischen Zielen und diversen Hostels.

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

180 Blackwood Street

0083 Arcadia, Pretoria

Tel.: +27-12-4278900

Fax: +27-12-3439401

E-Mail: info@pretoria.diplo.de

Web: http://www.pretoria.diplo.de

Österreichische Botschaft

1109 Duncan Street

0181 Brooklyn, Pretoria

Tel.: +27-12-4529155

Fax: +27-12-4601151

E-Mail: pretoria-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.bmeia.gv.at/botschaft/pretoria.html

Schweizerische Botschaft

225 Veale Street, Parc Nouveau

0181 New Muckleneuk, Pretoria

Tel.: +27-12-4520660

Fax: +27-12-3466605

E-Mail: pre.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/pretoria

Elektrizität

Für elektrische Geräte (220/240 Volt Wechselstrom) benötigt man einen Dreipol-Adapter, den man vor Ort in Kaufhäusern oder Elektrogeschäften kaufen kann. Manche größere Hotels verleihen sie auch und haben zusätzlich 110 Volt-Anschlüsse für elektrische Rasierapparate und kleine elektrische Geräte. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, eine Taschenlampe mitzunehmen.

Feiertage

New Year's Day (Neujahr, 1. Januar); Human Rights Day (Tag der Menschenrechte, 21. März); Good Friday (Karfreitag, März/April); Easter Monday (Ostermontag, März/April); Freedom Day (Tag der Verfassung, 27. April); Labour Day (Tag der Arbeit, 1. Mai); Youth Day (Tag der Jugend, 16. Juni); Woman's Day (Tag der Frau, 9. August); Heritage Day (Tag des Erbes - Shaka Day der Zulus, 24. September); Reconciliation Day (Tag der Versöhnung, 16. Dezember); Christmas (Weihnachten, 25./26. Dezember).

Frauen allein unterwegs

Prinzipiell können Frauen Südafrika sehr gut allein bereisen. Ein paar Dinge sind dennoch zu beherzigen: Allein zu trampen ist nicht ratsam; ebenso wenig wie allein nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein. Die Kleidung sollte eher bedeckend als offenherzig sein, wenn frau keine unerwünschte Aufmerksamkeit erregen möchte. Auch das Verhalten sollte eher zurückhaltend sein, sexuelle Übergriffe gegen Frauen kommen auch in Südafrika vor.

Information im Heimatland

South African Tourism (zuständig für A, CH, D)

Friedensstraße 6-10

60311 Frankfurt

Tel.: +49-800-1189118

Fax: +49-69-280950

E-Mail: info.de@southafrica.net

Web: http://www.southafrica.net

Impfungen

Bei Einreise aus Europa sind keine besondere Impfungen vorgeschrieben, empfehlenswert ist ein Schutz gegen Tetanus, Polio, Masern und Hepatitis A und B. Für Reisende aus Gelbfieber-Endemiegebieten ist eine Gelbfieberimpfung bei der Einreise Pflicht. Für einige Landesteile besteht ganzjährig Malariarisiko, dazu gehören der gesamte Krüger-Nationalpark, die Northern Province (Limpopo Province), die Provinz Mpumalanga und der Norden von KwaZulu/Natal. Informationen zu Schutzmaßnahmen erteilen die Tropeninstitute oder die Travel Clinics (http://www.travelclinic.co.za). Sinnvoll sind auf jeden Fall körperbedeckende Kleidung, ein Insektenschutzmittel sowie ein Moskitonetz. Wegen möglicher Bilharziosegefahr sollte man nicht in stehenden Gewässern baden. Leitungswasser hat Trinkwasserqualität. Die Zahl der Aids-Infizierten steigt in Südafrika dramatisch an, schätzungsweise fast 20 % der Bevölkerung sind betroffen.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Homosexualität

In den größeren Städten wie Kapstadt, Durban und Johannesburg gibt es eine kleine, lebendige Schwulen- und Lesbenszene. Generell werden außerhalb der Großstädte gleichgeschlechtliche Beziehungen tabuisiert.

Kriminalität

Die Kriminalität in Großstädten ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen - dies gilt vor allem für Johannesburg und Durban. Inzwischen stattet die Regierung die Polizeikräfte mit wesentlich mehr Personal aus. Dennoch sollte man in der Innenstadt ausschließlich Taxis benutzen. Nach Geschäftsschluss - und spätestens bei Einbruch der Dunkelheit - sollten die Innenstädte Johannesburgs, Durbans, Pretorias und Kapstadts gemieden werden. Townships sollten nur in organisierter Form und mit ortskundiger Führung besucht werden. Bei Fahrten mit dem Mietwagen ist unbedingt darauf zu achten, dass Fenster und Türen verschlossen sind. Fahrten bei Dunkelheit sollten immer vermieden werden. Stadtrundfahrten durch Soweto und andere Touren werden von diversen Veranstaltern angeboten; von Solounternehmungen ist dringend abzuraten. Schmuck und Wertgegenstände müssen im Hotelsafe aufbewahrt werden. Beim und nach dem Abheben von Geld am Geldautomaten sollte man besondere Vorsicht walten lassen. Berücksichtigt man diese Maßnahmen, ist der Besuch in Südafrika ein ungetrübter Genuss.

Notruf

Die Polizei-Notrufnummer im ganzen Land lautet 10111, Ambulanz 10177. Vorsicht: Auf Mobiltelefonen mit Roaming-Funktion ist ausschließlich die südafrikanische Notrufnummer 112 verwendbar.

Öffnungszeiten

Geschäfte sind im Allgemeinen Mo-Fr von 8-17 Uhr geöffnet, samstags von 8-13 Uhr. Etliche große Einkaufszentren und Supermärkte schließen später, manche haben auch sonntags geöffnet. In Cafés gibt es Zeitungen, Zigaretten, Süßigkeiten und einige Lebensmittel, geöffnet haben sie täglich von 7-20 Uhr. Folgende Öffnungszeiten gelten für Behörden: Mo-Fr 8.30-15.30 Uhr; für Banken: Mo-Fr 9-15.30 Uhr, Sa von 8.30 oder 9-11 Uhr; für Postämter: Mo-Fr 8.30-16.30 Uhr, Sa 8-12 Uhr. Große Tankstellen sind meistens rund um die Uhr besetzt.

Trinkgeld

Trotz All-inclusive-Preisen werden im Restaurant Trinkgelder erwartet. Üblich sind bei Kellnern wie bei Taxifahrern 10 % des Rechnungsbetrags. Zimmermädchen und Kofferträger bekommen etwa fünf Rand, Parkwächter drei Rand.

Zeit

Es gilt die South Africa Standard Time (SAST). Im Winter beträgt die Zeitverschiebung +1 Stunde zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ). Während der Sommerzeit gibt es keinen Zeitunterschied. Die Differenz zur Universal Time Coordinated (UTC) beträgt +2 Stunden.

Ärztliche Versorgung

Die ärztliche Versorgung in Südafrika hat zumeist europäischen Standard. Ärzte und Krankenhäuser gibt es in allen größeren Orten, ebenso Apotheken (Pharmacy, Apteek). Regelmäßig benötigte Medikamente sollten von zu Hause mitgebracht werden. Allgemeiner Notruf 107 oder 112 (vom Handy) und 10111 (vom Festnetz oder Münztelefon). 24-Stunden-Krankenwagen-Notruf 10177. Für ärztliche Leistungen und Hospitalisierung ist grundsätzlich Vorauskasse in teilweise erheblicher Höhe zu leisten! Aufgrund der im Nachbarland Zimbabwe immer noch andauernden Choleraepidemie sollten bei Reisen, insbesondere in die südafrikanische Grenzregion (Limpopo, Musina und Beitbridge), die einschlägigen Hygieneregeln beachtet werden - auf diese Weise können auch die meisten übrigen Durchfallerkrankungen vermieden werden.

Menschen mit Behinderung

Größere Hotels sind auf Behinderte eingestellt, auch einige Camps in den Nationalparks verfügen über behindertengerechte Unterkünfte. Es gibt behindertengerechte Mietwagen und sachkundige Hilfe auf den regionalen Flugstrecken. In Kapstadt unterhält die Vereinigung Behinderter ein Informationszentrum: The Disabled People of South Africa (DPSA), 6th Floor, Dumbarton House, 1 Church Street, Tel.: +27-21-4220357, Fax: +27-21-4220389, E-Mail: info@dpsa.org.za, http://www.dpsa.org.za.

Einreisebestimmungen

Staatsbürger aus der Schweiz und den EU-Staaten können sich mit einem Reisepass, der ab Ausreisedatum noch 30 Tage gültig ist und mindestens zwei Seiten frei hat, bis zu 90 Tage im Land aufhalten. Bei der Einreise muss zusätzlich ein gültiges Rückkehr- oder Weiterreiseticket vorgewiesen werden können. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Für die Einreise nach Swaziland oder Lesotho erkundige man sich vor der Reise bei den Botschaften nach den aktuellen Bestimmungen - in der Regel benötigt man kein Visum. Geschäftsreisenden wird generell empfohlen, sich bei der diplomatischen Vertretung Südafrikas in ihrem Heimatland zu erkundigen, ob sie für ihren speziellen Aufenthalt möglicherweise ein Visum benötigen. Vor Ablauf der Aufenthaltserlaubnis müssen Verlängerungen beim Department of Home Affairs (Pretoria, http://www.home-affairs.gov.za) beantragt werden.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Geld und Devisen

Währungseinheit ist der südafrikanische Rand (Abk.: R; ISO-4217-Code: ZAR), unterteilt in 100 Cent. Im Umlauf sind Münzen mit 1, 2, 5, 10, 20, und 50 c sowie 1, 2 und 5 ZAR, Banknoten gibt es im Wert von 10, 20, 50, 100 und 200 ZAR. In jüngster Zeit sind in Südafrika vermehrt gefälschte 200-Rand-Noten im Umlauf, die auch auf dem schwarzen Wechselmarkt an ausländische Touristen abgegeben werden. Tauschen Sie Geld ausschließlich über offizielle Kanäle in Banken oder Geldwechselstuben. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der südafrikanischen Zentralbank http://www.reservebank.co.za unter dem Link „SARB Activities“. Bestes Reisezahlungsmittel sind Traveller Cheques. Sie können bei Banken, Thomas-Cook- und American-Express-Vertretungen eingelöst werden. Größere Hotels wechseln Bargeld, jedoch ist der Kurs schlechter. Hotels, Restaurants, Geschäfte etc. akzeptieren auch die gängigen Kreditkarten. Nur an Tankstellen ist Barzahlung erforderlich. In allen größeren Orten kann man an Geldautomaten mit der Bankkarte (maestro) Bargeld erhalten. Jeder Besucher kann sich bei der Ausreise (z.B. an den entsprechenden Schaltern an den Flughäfen Johannesburg, Durban, Cape Town) die Mehrwertsteuer (VAT, momentan in Höhe von 14 %) zurückerstatten lassen, wenn er die Quittungen (Tax Invoice), die Ware selbst (im Wert von mind. 250 ZAR) sowie den Reisepass vorlegen kann. Detaillierte Informationen zur Rückvergütung erhalten Sie unter http://www.taxrefunds.co.za.

Telefon

Telefonkarten für öffentliche Telefonzellen gibt es in Postämtern, Supermärkten und Flughäfen im Wert von 20, 50, 100 und 200 ZAR. Die Telefonzellen für Münzen (10, 20, 50 c und 1, 2, 5 ZAR) sind blau, die für Telefonkarten grün. Auslandsgespräche von Hotels aus sind sehr teuer. Eine Alternative sind Telefonläden, in denen ohne Münzen, Telefonkarten und ohne Warteschlange, bei einer Tasse Kaffee telefoniert oder gefaxt werden kann. Dies ist zwar teurer als in den öffentlichen Telefonzellen, aber billiger als das Telefonieren vom Hotel aus. Mobiltelefone funktionieren beinahe überall. Bei einem längeren Aufenthalt empfiehlt es sich, eine südafrikanische SIM-Karte („air time“ ab 50 ZAR, zum Beispiel vom größten Netzanbieter Südafrikas Vodacom) zu erwerben. Unter 1023 erreicht man die Inlandsauskunft: Im südafrikanischen Telefonnetz ändern sich ständig viele Telefonnummern. Faxe können aus dem Hotel verschickt werden, billiger ist es jedoch in Copy- oder Fax-Shops. Südafrika hat die Vorwahl 0027, die Vorwahl für Gespräche in die Schweiz lautet 0941, nach Deutschland 0949, nach Österreich 0943.

Zollbestimmungen

Gegenstände des persönlichen Bedarfs sind bei der Einreise nach Südafrika zollfrei. Neben Geschenken im Wert von 500 ZAR dürfen 5.000 ZAR Bargeld sowie Reiseschecks und ausländische Währungen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden, außerdem 2 l Wein, 1 l Spirituosen, 50 ml Parfum, 250 ml Eau de Toilette, 400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak. Gemäß Washingtoner Artenschutzabkommen ist die Einfuhr von gefährdeten Pflanzen, Tieren und Elfenbein sowie daraus gefertigten Produkten strengstens verboten.

Bei der Rückreise in die EU (Deutschland, Österreich) dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumenden Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei einführen, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen über 17-Jährige 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Pfeifentabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% und Geschenke im Wert von bis zu 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Klima & Reisezeit

Die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel sind denen auf der nördlichen genau entgegengesetzt. Mediterranes Klima beherrscht die Kap-Halbinsel, auf dem Highveld sind die Temperaturen gemäßigt. Der Küstengürtel von KwaZulu-Natal, das Lowveld (Krügerpark) und die Northern Province (Limpopo Province) liegen in der subtropischen Klimazone. In Südafrika fallen die Niederschläge sehr unterschiedlich aus, in den meisten Teilen des Landes liegen sie unter 500 mm im Jahr. Im Landesinneren regnet es besonders in den Sommermonaten (Ende Oktober bis März) in kurzen heftigen Schauern Unmengen von Wasser auf die Erde. Am Kap ist es während des Winters (Mai bis September) besonders regnerisch. Die Kap-Gebirge und die höher gelegenen Drakensberge sind im Winter sogar etwas mit Schnee bedeckt.

Ideale Reisezeit sind der südafrikanische Herbst im März und April sowie der Frühling im September und Oktober. Bei einer Afrika-Reise darf leichte, luftdurchlässige Baumwoll- oder Funktionskleidung im Gepäck nicht fehlen. Auch auf warme Kleidung sollte wegen der starken Abkühlung in der Nacht nicht verzichtet werden. Plant man längere Wanderungen und Safaris in Nationalparks, empfehlen sich robuste Hemden und Hosen in gedeckten Farben sowie feste Schuhe mit gutem Profil. Trotz der Hitze sind langärmelige Hemden und lange Hosen (evtl. imprägniert) für die Dämmerung und den Abend empfehlenswert, denn diese schützen am besten gegen Insektenstiche. Natürlich dürfen auch ein Sonnehut und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor nicht fehlen.

Touristeninformation vor Ort

Gauteng Tourism Authority

Central Place No. 1, Newtown

2113 Johannesburg

Tel.: +27-11-6391600

Fax: +27-11-6391700

E-Mail: tourism@gauteng.net

Web: http://www.gauteng.net

Unterhaltung & Nachtleben

Besonders in Kapstadt findet man unzählige Theater, Kinos, Kneipen, Bars und Diskotheken. Auch in den Zentren der übrigen Großstädte gibt es ein buntes Nachtleben. Johannesburg beispielsweise ist bekannt für seine renommierten Jazzlokale, die man aus Sicherheitsgründen allerdings nur mit dem Taxi aufsuchen sollte. Auf dem Land geht es weitaus geruhsamer zu. Hier sorgen Tierbeobachtungen, Wanderungen oder der Besuch eines traditionellen Dorfes für genügend Abwechslung.

Essen & Trinken

Die kulturelle und ethnische Vielfalt Südafrikas findet sich auch in der Küche wieder. Europäische Gerichte werden mit exotischen Zutaten und Gewürzen verfeinert. In vielen Restaurants steht einheimisches Wild wie Strauß, Kudu oder Springbock auf der Speisekarte, an der Küste natürlich Fisch- und Meeresfrüchte. In den Großstädten findet man neben afrikanischen Lokalen auch zahlreiche europäische oder asiatische (besonders indische) Restaurants. Während der Hauptsaison im Dezember und Januar sollte man in den guten Restaurants unbedingt vorab Plätze reservieren.

Shopping

Als Mitbringsel aus Südafrika bieten sich natürlich Kunsthandwerkprodukte an. In kleinen Läden, an Straßenständen und auf Märkten findet man Schmuck, Keramiken, Flechtarbeiten und Schnitzereien. Besonders kunstvoll sind die aus Draht oder Dosen hergestellten Gegenstände, so z.B. Nachbildungen von Autos. Auch ein guter südafrikanischer Wein direkt vom Hersteller oder CDs mit Musik afrikanischer Interpreten eignen sich als Mitbringsel. Was man zu Hause vergessen hat, lässt sich in den riesigen Einkaufszentren der Großstädte ersetzen. Auf dem Land kann man sich in kleineren Läden, „Stall“ oder „Winkel“ genannt, mit dem Wichtigsten eindecken.

Anreise

Mit dem Flugzeug

South African Airways bietet tägliche Direktflüge von Frankfurt nach Kapstadt und Johannesburg an (http://www.flysaa.com). Lufthansa fliegt ebenfalls nonstop von Frankfurt nach Kapstadt (http://www.lufthansa.com). Austrian Airlines fliegt von Wien direkt nach Johannesburg (http://www.austrian.com). Swiss Air verkehrt zwischen Zürich und wahlweise Kapstadt oder Johannesburg (http://www.swiss.com). Der Cape Town International Airport befindet sich 22 km östlich von Kapstadt (http://www.capetown-airport.com). Die durchschnittliche Flugzeit von Frankfurt nach Kapstadt beträgt etwa 11 Stunden. Von Wien oder Zürich sind mindestens 14 Stunden einzukalkulieren. Am Flughafen gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel, die in die Stadt fahren. Die meisten Hotels bieten jedoch einen Transferservice vom Flughafen an. Vor dem Flughafengebäude befinden sich die Touch Down Taxis. Einen Shuttlebus-Service bieten sowohl Legend Tours (http://www.legendtours.co.za) als auch Dumalisile Transfer an. Der O.R. Tambo International Airport liegt 20 km östlich von Johannesburg (http://www.acsa.co.za). Ins Stadtzentrum gelangt man nur mit dem Taxi.

Feste & Veranstaltungen

März Das Durban Fiesta and Harbor Festival ist ein beliebtes Stadt- und Hafenfest. Schrill und bunt geht es auf dem Cape Town Carnival zu (http://www.capetowncarnival.com).

Während des Cape Town Festivals befindet sich die Stadt im absoluten Ausnahmezustand. Zusätzlich zu den Konzerten werden an zahlreichen Ständen afrikanische Spezialitäten sowie Kunsthandwerk angeboten (http://www.capetownfestival.co.za).

März/April Das Klein Karoo National Arts Festival in Oudtshoor bietet einen großen Kunstmarkt sowie Tanz- und Theateraufführungen (http://www.kknk.co.za).

Juni/Juli Auf dem Programm des National Arts Festivals in Grahamstown stehen Tanz, Theater, Filme, bildende Kunst und Musik wie z.B. Jazz (http://www.nafest.co.za).

Juli Neben Kochwettbewerben und Wettessen stehen auch zahlreiche Sportveranstaltungen auf dem Programm des Knysna Oyster Festivals (http://www.oysterfestival.co.za).

September Wenn man Glück hat, kann man auf dem Whale Festival in Hermanus Wale beobachten (http://www.whalefestival.co.za).

Steckbrief

Amtssprachen: Afrikaans, Englisch, isiNdebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Süd-Sotho, Setswana, Siswati, Tshivenda und Xitsonga

Bevölkerung: rund 52 Mio. Einwohner

Fläche: 1.219.912 km²

Hauptstadt: Pretoria (rund 2,3 Mio. Einwohner)

Landesvorwahl: +27

Währung: Rand (Abk.: R; ISO-4217-Code: ZAR)

Zeitzone: South Africa Standard Time (SAST). Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ): +1 Stunde (Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) 0); keine Umstellung auf Sommerzeit

Praktische Hinweise

Haustiere

Wer ein Haustier nach Südafrika mitbringen möchte, benötigt eine Einfuhrgenehmigung vom Chief Directorate Animal Production and Health (http://www.nda.agric.za/vetweb). Das Tier muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet und mind. 30 Tage, aber höchstens ein Jahr vor Einreise gegen Tollwut geimpft worden sein. Außerdem wird ein von einem Amtstierarzt im Heimatland abgestempeltes Gesundheitszeugnis verlangt. Vordrucke finden sich z.B. auf der Seite http://www.kapstadt.de unter „Reiseinformationen“ > „Haustiere“. Es empfiehlt sich, die aktuellen Vorschriften rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft bzw. konsularischen Vertretung oder beim Veterinäramt des Ziellandes zu erfragen.