Namibia

Die Namib Wüste mit Ihrer Riesendüne bei Soussusvlei, der Etosha Nationalpark, die scheinbar lebensfeindliche Skelettküste und Städte wie Swakopmund, Lüderitz und Windhoek sind nur einige Begriffe die einem beim Gedanken an die ehemalig deutsche Kolonie in den Sinn kommen.

Swakopmund

Swakopmund ist ein beliebter Küstenort am Rande der Namib Wüste. Die Stadt liegt eingebettet zwischen Atlantikküste und einer beeindruckenden Dünenlandschaft und ist morgens häufig in kühlende Nebel gehüllt. Dank des milden Sommerklimas ist der beschauliche Küstenort Ziel zahlreicher Touristen aus Europa, aber auch aus Namibia und Südafrika.

Windhoek

Windhoek ist mit rund 250.000 Einwohnern die Hauptstadt Namibias und sogleich wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes. Die Stadt liegt malerisch in einem Talkessel auf 1650 m Höhe, umgeben von den Eroasbergen im Osten, den Auasbergen im Süden und dem Khomashochland im Nordwesten. Windhoek verfügt über einen internationalen Flughafen und ist für viele Besucher der Ausgangspunkt einer Rundreise zu den faszinierenden Naturwundern des Landes.


Länderinformationen Namibia

Namibia

Ein weites Land mit menschenleeren Landschaften: Inselberge, Tierparadiese in der Etosha-Pfanne und die 2.000 km lange Namib - hier türmt der Wind bis 400 m hohe Sandberge auf. Mit Outdoor-Abenteuer und Wildbeobachtung, aber auch historischen Orten bietet Namibia einzigartige Reiseerlebnisse.

In der mit 55 Mio. Jahren ältesten Wüste der Welt durchquert man im Namib Naukluft National Park riesige Dünenfelder und Canyons, umrundet Tafelberge und folgt Schotterpisten, um Ohrenrobben zu beobachten. Den zweitgrößten Canyon der Welt hat der Fish River ausgewaschen, die prähistorische Jägervergangenheit der Menschen zeigen die Felsmalereien von Twyfelfontein.

Trotz der extremen Trockenheit leben in Namibia alle großen Säugetiere und das nicht nur in den Schutzgebieten. Der Etosha National Park gehört zu den tierreichsten Schutzgebieten Afrikas. Im feuchteren Waterberg Plateau Park haben Nashörner noch ein Revier. Mit seltenen Pflanzenwundern überrascht die Flora. Bei Swakopmund, dem Strandziel der Großstädter aus Windhoek, ist der Welwitschia mirabilis ein eigener Trail gewidmet. Bis zu 600 Jahre alte Exemplare des Köcherbaums schützt der gleichnamige „Wald“.

Reisen im Land

In Namibia reist man angesichts der großen Entfernungen gerne mit dem Flugzeug (Fly-in Safaris). Air Namibia unterhält Inlandsverbindungen von Windhoek zu allen wichtigen Orten, auch diverse Charterfirmen bieten ihre Dienste an. An den Flughäfen stehen Taxis zur Verfügung. Zudem verkehren Busse, Sammeltaxis und Bahnen zwischen den größeren Orten im Land, deren Benutzung aber aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen ist. Ausgenommen davon sind verschiedene touristische Züge wie der Shongololo Express, Rovos Rail oder der luxuriöse Desert Express.

Die meisten Namibiabesucher sind mit einem Mietwagen (PKW, Jeep oder Campmobil) unterwegs. Auf diese Weise kann man das Land am besten auf eigene Faust erkunden, auch wenn die Mietpreise recht hoch sind. Auf Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollte man jedoch aufgrund der Gefahr krimineller Übergriffe und eines erhöhten Unfallrisikos (z.B. durch unbeleuchtet abgestellte Fahrzeuge, Wildwechsel) verzichten.

Das Straßennetz ist weitgehend in gutem Zustand. Es besteht überwiegend aus Schotter- und Sandstraßen, die eine vorsichtige Fahrweise und evtl. Vierradantrieb verlangen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Linksverkehr. Auf Asphaltstraßen herrscht ein Tempolimit von 120 km/h, auf Schotterpisten 70 km/h. Für die Fahrzeugmiete wird ein Internationaler Führerschein benötigt; alternativ kann eine amtliche englische Übersetzung des nationalen Führerscheins mitgeführt werden. Die Automobile Association of Namibia hilft auch Mitgliedern europäischer Automobilclubs mit Rat und Tat (Tel. +264-61-224201).

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Sanlam Centre, 6th floor

154 Independence Avenue

Windhoek

Tel.: +264-61-273100

Fax: +264-61-273222981

E-Mail: info@windhoek.auswaertiges-amt.de

Web: http://www.windhuk.diplo.de

Österreichisches Honorargeneralkonsulat

Schäfer Straße 5

Windhoek

Tel.: +264-61-222159

Fax: +264-61-222159

E-Mail: hgk.windhoek@gmail.com

Web: http://www.bmeia.gv.at

Schweizerisches Generalkonsulat (Kapstadt, Süd-Afrika)

Nr.1 Thibault Square 26th Floor

Cape Town 8001, South Africa

Tel.: +27-21-4007500

Fax: +27-21-4183688

Web: http://www.eda.admin.ch/capetown

Elektrizität

Die Stromspannung beträgt 220/240 Volt. Die Stromversorgung ist nicht im ganzen Land gesichert (häufig Generatoren). Spezielle Adapter für die dreipoligen Stecker gibt es in Namibia in den Supermärkten und Safariläden oder leihweise im Hotel.

Feiertage

New Years Day (Neujahr, 1. Januar); Independence Day (Unabhängigkeitstag, 21. März); Good Friday (Karfreitag, März/April); Easter Monday (Ostermontag, März/April); Workers' Day (Tag der Arbeit, 1. Mai); Cassinga Day (4. Mai); Africa Day (25. Mai); Ascension Day (Christi Himmelfahrt, Mai); Heroe's Day (26. August); Day of the Namibian Women and International Human Rights Day (Tag der namibischen Frauen und internationaler Tag der Menschenrechte, 10. Dezember); Christmas Day (Weihnachten, 25. Dezember); Family Day (Familientag, 26. Dezember).

Frauen allein unterwegs

Für allein reisende Frauen ist Namibia ein angenehmes Reiseland. Wer die in anderen Ländern auch geltenden Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt, dürfte keine Probleme haben. In den Vororten der Städte und nach Einbruch der Dunkelheit sollten sich Touristinnen nicht alleine im Freien aufhalten.

Information im Heimatland

Namibia Tourism (zuständig für A, CH, D)

Schillerstraße 42-44

60313 Frankfurt am Main

Tel.: +49-69-133736-0

Fax: +49-69-133736-15

E-Mail: info@namibia-tourism.com

Web: http://www.namibia-tourism.com

Impfungen

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben, lassen Sie sich dennoch vor Reiseantritt von einem erfahrenen Tropenmediziner beraten (ggfs. Typhus, Hepatitis A/B). In einigen Landesteilen im Norden und Osten ist evtl. eine medikamentöse Malariaprophylaxe sinnvoll, auch dazu berät ein Tropeninstitut oder -mediziner. Zum Insektenschutz zählen außerdem die Verwendung von Mückenschutzmitteln und langer Kleidung ab Einbruch der Dämmerung. Ein ausreichender Sonnenschutz sollte im Gepäck nicht fehlen. Das Leitungswasser kann fast überall ohne Bedenken getrunken werden, auch der Verzehr von (gut gewaschenem) Obst und Gemüse ist risikolos. Die HIV-Infektionsrate Erwachsener beträgt in Namibia über 20 %.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Homosexualität

Homosexualität ist in Namibia strafbar, und Schwulen und Lesben gegenüber besteht eine ablehnende Haltung. Gleichgeschlechtliche Partner sollten in der Öffentlichkeit zurückhaltend sein, dann wird es keine Probleme geben.

Notruf

Landesweit für Polizei 10111, über Funktelefon 112, Feuerwehr und Rettungsdienst Windhoek 061-211111.

Öffnungszeiten

Die Geschäfte haben in der Regel Montag bis Freitag von 8 oder 9-13 und 15-17.30 oder 18 Uhr geöffnet, Samstag von 8 oder 9-13 Uhr. Einige Supermärkte haben auch samstagnachmittags und sonntags offen. Banken sind Montag bis Freitag von 9-15.30 Uhr, Samstag von 8.30-11 Uhr geöffnet.

Trinkgeld

In den größeren Hotels gelten die internationalen Gepflogenheiten. Bei vielen Pensionen, Lodges und Gästefarmen findet man an der Rezeption eine Tip-Box. Das darin deponierte Trinkgeld wird unter allen Angestellten aufgeteilt. Im Restaurant sind 5-10 % des Rechnungspreises angemessen. Auch Gepäckträger und Taxifahrer erwarten ein Trinkgeld.

Zeit

Es gilt die West Africa Time (WAT). Auch in Namibia gibt es Winter- und Sommerzeit. Während der Winterzeit (Apr.-Sept.) gilt Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) -1 Stunde und Universal Time Coordinated (UTC) +1 Stunde, während der Sommerzeit (Sept.-Apr.) gilt Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde, UTC +2 Stunden. Die Uhren werden jeweils in der ersten Samstagsnacht im April und in der ersten Samstagnacht im September umgestellt.

Ärztliche Versorgung

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen, der Standard der Krankenhäuser liegt aber weit über dem afrikanischen Durchschnitt. Ärzte findet man im Telefonbuch unter dem Eintrag „Medical Practitioneers“; die Deutsche Botschaft in Windhoek nennt Kontakte von Vertrauensärzten. Da für gesetzlich Versicherte kein Versicherungsabkommen mit Namibia besteht, ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung dringend zu empfehlen. Die Versicherung sollte einen medizinisch notwendigen Rücktransport einschließen.

Menschen mit Behinderung

Speziell für Behinderte ausgerüstete Unterkünfte sind eher selten; erkundigen Sie sich am besten in Ihrem Reisebüro. Da auf dem Land in der Regel ebenerdig gebaut wird, ist es für Rollstuhlfahrer im Allgemeinen unproblematisch, sich zu bewegen (man sollte aber bedenken, dass viele Wege sehr sandig sind und das Vorwärtskommen erschweren); auch sind die Namibier gern behilflich.

Einreisebestimmungen

Bürger aus über 20 Ländern, darunter alle EU-Staaten und die Schweiz, benötigen zur Einreise lediglich einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss. An den Grenzübergängen wird ein gebührenfreier Einreisestempel (Visitors Entry Permit) erteilt. Ein Visum ist bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen nicht erforderlich. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung zu erfragen.

Geld und Devisen

Währungseinheit ist der Namibian Dollar (Abk.: N$; ISO-4217-Code: NAD), der an den südafrikanischen Rand gebunden ist und der ebenfalls überall akzeptiert wird (in Südafrika kann man nicht mit dem Namibia Dollar bezahlen). Banken, die es in allen größeren Orten gibt, wechseln Bargeld und Reiseschecks. Viele Unterkünfte, Restaurants und Geschäfte akzeptieren die gängigen Kreditkarten, Tankstellen nicht. An vielen Geldautomaten kann man auch mit Maestro-Karte und PIN-Nummer Bargeld erhalten.

Telefon

Die verbreiteten öffentlichen Telefonzellen funktionieren mit Telefonkarten, die in Geschäften, Tankstellen, im Hotel oder bei der Post erhältlich sind. Deutsche GSM-Handys funktionieren in Namibia, allerdings sind die Roaming-Gebühren sehr hoch und die Netzabdeckung ist in abgelegenen Gebieten nicht gewährleistet. Die internationale Vorwahl von Namibia ist 00264. Vom Ausland nach Deutschland wählt man die Vorwahl 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Zollbestimmungen

Eingeführt werden dürfen Gegenstände des persönlichen Bedarfs und die üblichen Freimengen an Alkohol, Zigaretten und Parfüm: pro Person 1 l Spirituosen, 2 l Wein, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 50 ml Parfüm sowie andere Gegenstände/Gechenke im Wert von 1.250 NAD. Die Landeswährung darf bis zu einem Betrag von 50.000 NAD ein- und ausgeführt werden, Fremdwährung und Reiseschecks dürfen in unbegrenzter Höhe mitgeführt werden.

Bei der Rückreise in die EU dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumenden Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei einführen, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen über 17-Jährige 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Pfeifentabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% und Geschenke im Wert von bis zu 300 CHF einführen. Die Einfuhr von Elfenbein nach Europa ist verboten. Souvenirs, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen, werden bei Wiedereinreise ins Heimatland beschlagnahmt.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Klima & Reisezeit

Das Klima Namibias wird von den Tropen bestimmt, randtropisch ist es im Norden, subtropisch im Zentrum und Süden. Während in den flachen Gebieten im Küstenbereich und zur Kalahari hin im Sommer das Thermometer auf extrem hohe Temperaturen klettert, herrscht im Hochland mit ca. 1.600 m noch ein erträgliches Klima. Man unterscheidet zwei Hauptjahreszeiten: den Südsommer von November bis März, der den meisten Regen bringt, und den überwiegend trockenen Südwinter von Mai bis September. Die Temperaturen an der Atlantikküste sind das ganze Jahr über relativ konstant. Die größten Temperaturunterschiede gibt es im Südwinter in der Wüste: Hitze am Tag und gelegentlich sogar Minusgrade in der Nacht.

Die ideale Reisezeit richtet sich nach den geplanten Aktivitäten. Für Tierbeobachtungen empfiehlt sich der Südwinter, wenn aufgrund der Trockenheit die Tiere zu den Wasserstellen in den Nationalparks kommen. Im Südsommer sind Steppen und Wüsten durch anhaltende Regenfälle von frischem Grün und prächtigen Blüten überzogen. Allerdings sind dann manche Pisten (Pads) nicht zu passieren. Badegäste können im Hochsommer an der Atlantikküste ein kühles Bad nehmen (Wassertemperaturen zwischen 12 und 16 °C). Leichte Baumwoll- oder Funktionskleidung und festes Schuhwerk fürs Gelände gehören in jedes Reisegepäck, ebenso ein warmer Pullover wegen der extremen Temperaturschwankungen. Generell ist legere Kleidung angesagt.

Touristeninformation vor Ort

Namibia Tourism Board (NTB)

1st Floor

Channel Life Towers

39 Post Street Mall

Private Bag 13244

Windhoek

Tel.: +264-61-2906000

Fax: +264-61-254848

E-Mail: info@namibiatourism.com.na

Web: http://www.namibiatourism.com.na

Unterhaltung & Nachtleben

Namibia ist sicher keine Destination für Nachtschwärmer. Am ehesten findet man in den Städten Windhoek und Swakopmund so etwas wie Nachtleben in Form von Diskos, Bars und Pubs mit z.T. guter Livemusik. Einigen Luxushotels sind Kasinos angegliedert - besonders formelle Kleidung ist nicht erforderlich. Als Kulturtreffpunkt gilt das 99fm Playhouse Theatre in Windhoek, wo zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm stehen. Generell sollte man aus Sicherheitsgründen abends nicht zu Fuß unterwegs sein, sondern ein Taxi nehmen. Unterwegs im Land auf den Farmen oder Lodges trifft man sich abends nach dem Essen gerne an der Bar oder am Lagerfeuer auf ein Bier und genießt den afrikanischen Sternenhimmel.

Essen & Trinken

Als Liebhaber von Fleisch- und Grillgerichten kommt man in Namibia voll auf seine Kosten. So finden sich Rind, Lamm oder natürlich Wildfleisch (Antilope, Strauß) häufig auf der Speisekarte von Lodges, Restaurants wie auch Farmen. Als Beilagen werden Kartoffeln, Mais oder Kürbis gereicht. Beliebt ist wie in Südafrika das Grillen über dem offenen Feuer (Braai) - auf jedem Campingplatz gibt es eine Feuerstelle. Eine Landesspezialität ist Biltong, rohes luftgetrocknetes Fleisch, das in kleinen Scheiben eine schmackhafte Zwischenmahlzeit abgibt. An der Küste bereichern Fische, Muscheln, sogar Langusten und Krabben das gastronomische Angebot. Weithin bekannt sind die Austernzuchten von Swakopmund und Lüderitz.

Shopping

Das Angebot an Souvenirs ist vielfältig: Kunsthandwerk, Schmuck, Teppiche und Mineralien sind beliebte Mitbringsel. Diese Waren findet man auf lokalen Märkten oder in Curio Shops. Einige Initiativen, z.B. Penduka in Katutura, bemühen sich um die Bewahrung der handwerklichen Fertigkeiten und helfen beim Verkauf der Waren. Einen guten Überblick über hochwertige Arbeiten bekommt man in den Craft Centres von Windhoek und Khorixas, Holzschnitzereien werden vor allem in Okahandja im großen Stil feilgeboten. Besonders schöne Teppiche stammen aus den Webereien von Swakopmund, Lüderitz oder der Pepperkorrel Farm südöstlich von Windhoek.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Air Namibia bietet Direktflüge von Frankfurt nach Windhoek an. Die durchschnittliche Flugzeit beträgt 10-12 Std. Aus Österreich und der Schweiz hat man die Möglichkeit, über Deutschland nach Namibia zu fliegen oder man nimmt einen Umstieg in Kapstadt bzw. Johannesburg in Kauf. Der Hosea Kutako International Airport liegt 45 km östlich von Windhoek (http://www.airports.com.na). Ins Stadtzentrum fahren regelmäßig Busse und Taxis. Zwischen dem internationalen Airport und dem Inlandsflughafen, Eros Airport, verkehren Transfer-Busse (http://www.airports.com.na).

Feste & Veranstaltungen

Mai-August In chronologischer Reihenfolge feiern jeweils in einem Monat Windhoek, Swakopmund, Walvis Bay und Okahandja Karneval.

August Das traditionelle Herero-Fest Otjiserandu wird mit einem prachtvollen Umzug in Okahandja begangen.

September In diesem Monat findet das Wild Cinema-Windhoek International Film Festival statt.

Oktober Das Ende des Winters wird mit dem typisch deutschen Windhoek Oktoberfest gefeiert.

November Das Enjando Street Festival verwandelt die Windhoeker Independence Avenue in eine bunte Festmeile. Tanzkapellen und Musikgruppen sorgen für Stimmung, Essens- und Bierstände für das leibliche Wohl. Ein großer Flohmarkt wird ebenfalls veranstaltet.

Dezember Sanlam NBC Music Awards in Windhoek ist die wichtigste Musikpreis-Verleihung in Namibia.

Steckbrief

Amtssprache: Englisch

Bevölkerung: rund 2,1 Mio. Einwohner

Fläche: 824.116 km²

Hauptstadt: Windhoek/Windhuk (rund 450.000 Einwohner)

Landesvorwahl: +264

Währung: Namibia-Dollar (Abk.: N$; ISO-4217-Code: NAD)

Zeitzone: West Africa Time (WAT). Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ): +1 Stunde (Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) -1 Stunde)

Praktische Hinweise

Kriminalität

Kriminalität ist in Namibia ein oft unterschätztes Problem. Es häufen sich Fälle von Eigentumsdelikten (Taschendiebstahl), insbesondere in Windhuk und Umgebung, aber auch in der Provinz. Gepäck, Handtaschen und Wertsachen sollten nie aus den Augen gelassen werden. Immer wieder kommt es zu Trickbetrügereien, z.B. werden Autofahrer durch vermeintliche „Pannen“ o.Ä. zum Anhalten gebracht oder in ihrem Mietwagen bis zum Hotel verfolgt, um anschließend ausgeraubt zu werden. Im Zweifelsfall sollte man unterwegs nicht anhalten, sondern die Polizei (10111) verständigen. Auch unbewachte Rastplätze sollten gemieden werden. Es ist außerdem ratsam, grundsätzlich mit verriegelten Türen zu fahren und keine Gegenstände im Auto zurückzulassen. Bei Taxifahrten steigt die Gefahr eines Überfalls, sobald weitere Fahrgäste anwesend sind. Besondere Vorsicht ist auch beim Geldabheben und beim Bezahlen mit Kreditkarte geboten. Es empfiehlt sich, nach Einbruch der Dunkelheit selbst kleine Entfernungen nicht zu Fuß, sondern mit dem Taxi zurückzulegen.

Haustiere

Eine Einreise mit Haustier muss mind. 6 Wochen vor Einreise beim Veterinäramt Namibias beantragt werden; dazu ist eine Bescheinigung des Veterinäramts im Heimatland notwendig, die besagt, dass das Herkunftsland seit mind. 12 Monaten tollwutfrei war und dass das Tier gegen Tollwut geimpft wurde. Entsprechende Formulare sind bei der Namibischen Botschaft erhältlich. Nicht eingeführt werden dürfen Vögel und Nagetiere.

Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits rechtzeitig (i.d.R. 3 Monate) vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung über die jeweils gültigen Bestimmungen. Hier erfahren Sie auch, welche Tiere im Zielland als „Haustiere“ angesehen werden; für verschiedene Tierarten können unterschiedliche Regelungen bestehen.