Länderinformationen Kenia

Kenia

Traumhafte Nationalparks mit Elefanten, Nashörnern, Löwen, Giraffen und Gazellen in weiter Savannenlandschaft, Seen, heiße Quellen und Vulkane im ostafrikanischen Grabenbruch, der schneebedeckte Gipfel des Mt. Kenya, weiße Sandstrände und Korallenriffe am Indischen Ozean sowie kolonial geprägte Städte mit bunten Märkten - wohl kaum ein ostafrikanisches Land ist so kontrastreich und vielfältig wie das „Safariland“ Kenia. Von Regenwald bis Wüste sind hier alle Vegetationszonen vertreten.

Selbst eine mehrere Wochen lange Reise reicht nicht aus, um alle sehenswerten Regionen des Landes am Äquator zu besuchen. Deshalb bleibt dem Touristen nur die Qual der Wahl und die Beschränkung auf ein paar interessante Highlights. Ebenso vielfältig wie seine Landschaften sind Kenias 43 Millionen Menschen. Von den 42 Ethnien sind die bunt geschmückten und rot gewandeten Maasai sicher am bekanntesten. Ähnlich wie sie, pflegen auch die Samburu und Kikuyus ihre Traditionen. Das Völker- und Religionsgemisch komplettieren die zugewanderten Europäer, Araber und Asiaten.

Sprachlich fällt die Verständigung mit der Geschäftssprache Englisch meist leicht. Aber ein paar Wörter Kisuaheli wie z.B. jambo (hallo), habari (wie geht's) oder asante sana (vielen dank) sollte sich der weltgewandte Muzungu (Fremde) schon aneignen.

Klima & Reisezeit

Angesichts der Höhenunterschiede und der topographischen Vielfalt variieren Temperatur, Niederschläge und Luftfeuchtigkeit innerhalb Kenias erheblich. Keineswegs ist es am Äquator immer heiß, man kann auch kalte Tage und frostige Nächte erleben. An der Küste herrscht tropisch-feuchtes Klima mit zum Teil sehr hoher Luftfeuchtigkeit, im Norden und in den Ebenen ist es trocken und heiß, während im Hochland ein frisches und gesundes Klima wie etwa in den Alpen herrscht. Mit Abweichungen ist die Hauptregenzeit zwischen April und Juni.

Eine Keniareise kann man zu jeder Zeit des Jahres unternehmen. Das heiße Afrika und einen wolkenlosen Badeurlaub erlebt man am ehesten in den mitteleuropäischen Wintermonaten, dem kenianischen Hochsommer (Dezember bis März). Die Vorteile einer Reise außerhalb der Hochsaison liegen auf der Hand: weniger Staub, geringere Hitze, bei Pirschfahrten lassen sich die Tiere, die sich bei großer Hitze in den Schatten verkriechen, leichter beobachten. An der Küste benötigt man leichte und luftige Kleidung. Im Hochland trägt man meist Sommerkleidung, für den Morgen und die Abende sowie die kalten Monate sind (Fleece-)Pullover jedoch unerlässlich. Nach Einbruch der Dämmerung sollte man (am besten mit Insektenschutzmittel imprägnierte) langärmelige Hemden und stichfeste Hosen gegen die malariaübertragenden Moskitos tragen.

Reisen im Land

Kenia bietet sich sowohl zur Erkundung mit dem Mietwagen als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. In einem afrikanischen Land muss man sich allerdings auf die chaotischen Verkehrsverhältnisse einstellen - in Kenia herrscht außerdem Linksverkehr. Die Teerstraßen sind häufig in schlechtem Zustand mit großen Schlaglöchern. Vor und in größeren Orten ist Vorsicht geboten vor den vielen Speed Bumps, hohen Bodenwellen zur Geschwindigkeitsreduzierung. Matatus, die lokalen Kleinbusse, fahren fast jedes Dorf an, sind aber meist zum Bersten voll und nicht unbedingt sicher. Unfälle, vor allem auf den Hauptverbindungsstrecken wie dem Nakuru Highway, sind leider keine Seltenheit.

Für Überlandfahrten am besten geeignet sind die Reisebusse verschiedener Privatgesellschaften mit einem landesweiten Streckennetz. Eisenbahnverbindungen existieren kaum, beliebt ist aber die Liegewagen-Fahrt von Nairobi nach Mombasa oder Kisumu. Die empfehlenswerte Air Kenya (http://www.airkenya.com) fliegt verschiedene nationale Flughäfen, z.B. in den Nationalparks, an.

In den angrenzenden Gewässern zu Somalia und seinen Nachbarstaaten besteht ein großes Risiko von Kaperungen und Angriffen durch Piraten. Deshalb wird Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter http://www.mschoa.org dringend empfohlen. Auch auf dem Festland Kenias wird generell zur Vorsicht geraten - meiden Sie nach Möglichkeit größere Menschenansammlungen und politische Kundgebungen. Berücksichtigen Sie bei der Buchung und Teilnahme an Safaris, dass sich in jüngster Zeit Unfälle von Fahrzeugen lokaler Safariunternehmen auf Grund des offensiven Fahrstils und Übermüdung der Fahrer sowie nur bedingter Geländetauglichkeit der Kleinbusse gemehrt haben. Um das Risiko zu minimieren, informiert man sich am besten bei der Reise- oder Hotelleitung über die Erfahrungen mit dem jeweiligen Safarianbieter. Vor Reiseantritt sollte man sich vergewissern, dass sich die Fahrzeuge in einem verkehrstauglichen Zustand befinden. Weisen Sie den Fahrer bei risikoreicher Fahrweise vehement auf einen angemessenen Fahrstil hin! Bei selbst organisierten Fahrten sollte die Route so geplant werden, dass das Ziel noch bei Tageslicht erreicht wird.

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Riverside Drive 113, Ludwig Krapf House

00100 Nairobi

Tel.: +254-20-4262100

Fax: +254-20-4262129

E-Mail: info@nairobi.diplo.de

Web: http://www.nairobi.diplo.de

Österreichische Botschaft

Muthaiga, Limuru Rd. 536

P.O.Box 30560,

00100 Nairobi

Tel.: +254-20-4060022, -23, -24

Fax: +254-20-4060025

E-Mail: nairobi-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.bmeia.gv.at/botschaft/nairobi.html

Schweizerische Botschaft

General Mathenge Drive 89

Spring Valley

Westlands

00100 Nairobi

Tel.: +254-20-2673282

Fax: +254-20-2673535

E-Mail: nai.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/nairobi

Elektrizität

Die Netzspannung beträgt 220/240 Volt Wechselstrom, in abgelegenen Gegenden werden Generatoren verwendet. Manche Hotels haben Stecker für Rasierapparate mit 110 Volt. Da die Steckdosen britischer Norm entsprechen (dreipolig), braucht man einen Adapter.

Feiertage

Neujahr (1. Januar); Karfreitag (März/April); Ostermontag (März/April); Tag der Arbeit (1. Mai); Madaraka Day (Jahrestag der Selbstverwaltung, 1. Juni); Moi Day (Beginn von Mois Präsidentschaft, 10. Oktober); Kenyatta Day (20. Oktober); Jamhuri Day (Tag der Unabhängigkeit, 12. Dezember); Christmas Day und Boxing Day (25. und 26. Dezember). Der islamische Feiertag „Ait al Fitr“ wird am Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert.

Frauen allein unterwegs

Durch die hohe Gewaltkriminalität bestehen zwar in Kenia Sicherheitsrisiken, aggressive männliche Anmache ist jedoch eher selten. Als Touristin wird man meist zuvorkommend behandelt. Generell ist aber - nicht nur Frauen - insbesondere im Rift Valley und den Provinzen Western und Nyanza und dort vor allem für die Städte Eldoret, Kakamega, Kisumu, Nakuru und Naivasha zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Die Innenstädte Nairobis und Mombasas sollte man bei Dunkelheit generell meiden und auch sonst nicht allein spazieren gehen, auch nächtliche Spaziergänge am Strand unterlassen. Politischen Kundgebungen und anderen Menschenansammlungen insbesondere im Bereich von Slumgebieten in Nairobi und anderen Städten sollte unbedingt aus dem Weg gegangen werden. Individualreisende sollten nur in Hotels, Lodges oder auf bewachten Campingplätzen übernachten.

Information im Heimatland

Kenya Tourist Board (zuständig für A, CH und DE)

c/o Travel Marketing Romberg TMR GmbH

Schwarzbachstraße 32

40822 Mettmann

Tel.: +49-2104-832919

Fax: +49-2104-912673

E-Mail: kenia@travelmarketing.de

Web: http://www.magicalkenya.com

Homosexualität

Gleichgeschlechtliche Paare sollten in der Öffentlichkeit Zurückhaltung üben und über die Reiseveranstalter klären, welche Hotels bereit sind, Zimmer an sie zu vermieten. Homosexualität wird in Kenia nicht toleriert und homosexuelle Handlungen können strafrechtlich verfolgt werden.

Notruf

Notruf-Nummer: 999. Flying Doctor Service AMREF am Jomo Kenyatta Airport, Nairobi: Tel.: +254-20-315454 od. +254-733-628422, 24h-Notfallzentrum

Öffnungszeiten

Die Geschäfte sind meist Montag bis Samstag 8.30-18 Uhr geöffnet, einige Kaufhäuser und indische Dukas bis weit in die Nacht hinein. In Mombasa schließen manche Geschäfte für eine lange Siesta von etwa 12.30-16 Uhr; manche sind auch am Sonntagvormittag geöffnet. Büros und Ämter sind Mo-Fr von 8.30-15 Uhr geöffnet, Banken, die in den Städten fast alle einen Wechselschalter haben, von 9-14.30 Uhr. Die Flughafenbanken sind täglich bis 24 Uhr geöffnet.

Trinkgeld

In den Hotels, Restaurants und Bars werden in der Regel 5-10 % Bedienungszuschlag berechnet. Es ist üblich, auch für alle anderen Dienstleistungen ein kleines Trinkgeld zu geben. Das Trinkgeld ist ein wichtiger Bestandteil des Gehalts etwa für das Begleitpersonal bei Safaris.

Zeit

Ortszeit ist die East Africa Time (EAT). Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt +2 Stunden, zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) +1 Stunde und zur Universal Time Coordinated (UTC) +3 Stunden. Zu berücksichtigen ist, dass die Tage in Kenia das ganze Jahr über 12 Stunden dauern. Wegen der Äquatornähe geht die Sonne ganzjährig etwa um sechs Uhr auf und nach zwölf Stunden gegen 18 Uhr rasch unter. Die Phase der Morgen- bzw. Abenddämmerung (um 6.30 bzw. 18.30 Uhr) ist sehr kurz.

Ärztliche Versorgung

In Kenia ist die medizinische Versorgung besser als in den meisten Staaten Afrikas, sie ist jedoch nicht mit den technischen, apparativen und hygienischen Standards Europas vergleichbar. Nur in Nairobi und an der Küste gibt es mehrere gute Kliniken mit Fachärzten und Chirurgen. Die besseren Hotels verfügen über Hausärzte. In den ländlichen Gebieten stehen meist nur kleine Health Centres zur Verfügung. Im Notfall, z.B. für Teilnehmer von Safaris, stehen die Rettungsdienste von Flying Doctor und Medivac zur Verfügung, die auch eine günstige Versicherung für eventuelle Rettungsflüge anbieten. Prüfen Sie vor der Abreise, ob Ihre Krankenversicherung eine ärztliche Behandlung im Ausland ausreichend abdeckt und ob Sie über eine Notfall-Rücktransportversicherung verfügen.

Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung können in Kenia nicht damit rechnen, dass in Hotels und öffentlichen Einrichtungen spezielle Vorkehrungen für sie getroffen wurden. Die Reiseveranstalter wissen, welche Hotels behindertenfreundlich sind. Schweizer Bürger wenden sich bei der Reiseplanung an Mobility International. Unter derselben Adresse operiert ein Reisebüro für Menschen mit Behinderung: Procap-Reisen, Tel.: +41-62-2068830, Fax: +41-62-2068839, http://www.procap-reisen.ch.

Mobility International Schweiz

Amthausquai 21

4600 Olten

Tel.: +41-62-2068835

Fax: +41-62-2068839

E-Mail: info@mis-ch.ch

Web: http://www.mis-ch.ch

Einreisebestimmungen

Für Schweizer sowie für die Bürger aller EU-Staaten besteht Visumzwang. Das Visum kostet 50 USD und gilt drei Monate. Es wird auch problemlos an den Landesgrenzen sowie am Flughafen erteilt. Eine einmalige Verlängerung der Visa ist im Immigration Office in Nairobi möglich. Die Zahlungen werden nur in Scheinen angenommen, häufig muss man die Gebühr mit US-Dollar bezahlen. Für den Antrag bei der diplomatischen Vertretung im Heimatland (Botschaft der Republik Kenia, Markgrafenstr. 63, 10969 Berlin, Tel.: +49-30-25-92660, Fax: +49-30-25-926650) werden benötigt: Reisepass, der bei Ankunft noch mindestens sechs Monate gültig sein muss, Passbild, bestätigtes Rück- oder Weiterreiseticket sowie ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Geld und Devisen

Der Kenia-Schilling (Abk.: K.Sh.; ISO-4217-Code: KES) wird in 100 Cents unterteilt. In Umlauf sind Noten zu 1.000, 500, 200, 100 und 50 KES, Münzen zu 5, 10 und 20 KES. 20 KES werden auch als „Kenia-Pfund“ bezeichnet. Kreditkarten (u.a. Eurocard/Mastercard, Visa, Diner's Club, American Express) sind ein gängiges Zahlungsmittel in Hotels, Lodges und vielen Geschäften. Devisen können unbeschränkt eingeführt werden, der Kenia-Shilling darf nur bis zu einem Gegenwert von 6.000 USD (500.000 KES) ein- bzw. ausgeführt werden. An fast allen Geldautomaten ist die Bargeldabhebung mit Kreditkarte möglich. An einigen ATMs, beispielsweise der Barclays Bank, kann auch mit Maestro-Bankkarte Geld gezogen werden. Bei der Bezahlung mit Kreditkarten oder dem Abheben von Geld gilt besondere Vorsicht - es ist nicht ausgeschlossen, dass dies in Express-Entführungen mündet, bei denen Reisende oft stundenlang festgehalten werden, um größere Geldbeträge abzuheben. Nach Möglichkeit sollte deshalb vor allen in der Ankunftshalle des Internationalen Flughafens Nairobi weder Geld umgetauscht noch abgehoben werden. Hilfreich ist es daher, etwas Bargeld in Ein-Dollar-Noten mitzunehmen, um z.B. den Transfer vom Flughafen zahlen zu können.

Telefon

Kenia hat die Ländervorwahl 00254. Zu den großen Städten ist Selbstwählferndienst möglich. Von öffentlichen Telefonzellen kann man ins In- und Ausland telefonieren. Diese sind noch relativ dünn gesät und funktionieren mit Münzen und Telefonkarten, die auf der Post oder an Kiosken erhältlich sind. Da viele Münzautomaten außer Betrieb sind bzw. wenn sie funktionieren, mit unzähligen Münzen gefüttert werden müssen, sollte man die neuen Kartentelefone benutzen. Aus Hotels kann man zwar problemlos ins Ausland telefonieren, doch werden hohe Zuschläge erhoben. Die internationale Vorwahl für die Schweiz ist 0041, Deutschland 0049, Österreich 0043. Mit GSM-Handys kann man in Kenia telefonieren; am besten erkundigt man sich vor Antritt der Reise bei seinem Provider. Für alle, die sich länger in Kenia aufhalten und erreichbar sein möchten, lohnt sich die Anschaffung einer lokalen SIM-Kare mit Prepaid-Guthaben (sehr billig).

Zollbestimmungen

Pro Person über 16 Jahre dürfen 200 Zigaretten bzw. 50 Zigarren, 1 l Spirituosen und 0,5 l Parfüm eingeführt werden, ebenso Gegenstände des persönlichen Bedarfs wie Kameras und Zubehör, Kassettenrecorder, Fernglas etc. Wertvolle elektronische Geräte sind zu deklarieren. Nicht gestattet ist die Einfuhr von Waffen und „Pornographie“ (wozu auch Männermagazine wie „Playboy“ zählen). Für Haustiere benötigt man einen EU-Heimtierpass mit gültiger Tollwutimpfung und Titer-Bestimmung zur Wiedereinreise in die EU. Die Ausfuhr von Gold und Diamanten, Antiquitäten, Häuten, Fellen, Elfenbein und daraus gefertigten Gegenständen, Kroko-Artikel u.Ä. ist verboten, für Jagdtrophäen benötigt man eine Ausfuhrerlaubnis.

Bei der Rückreise in die EU dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumenden Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei einführen, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen über 17-Jährige 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Pfeifentabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% sowie andere Waren im Wert von maximal 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Touristeninformation vor Ort

Kenya Tourist Board - Head Office

Kenya-Re Towers, Ragati Road

00100 Nairobi

Tel.: +254-20-2711262

Fax: +254-20-2719925

E-Mail: kenya@hillsbalfour.com

Web: http://www.magicalkenya.com

Unterhaltung & Nachtleben

Selbst im abgelegensten Dorf gibt es eine kleine Bar oder Kneipe mit lokalem Bier, in der es in den Abendstunden bei lauter Popmusik aus krachenden Lautsprechern hoch hergeht. In den Städten finden Tanzwütige Diskos und Nightclubs aller Musikrichtungen. Kinos, in denen aktuelle Holly- und Bollywoodfilme auf Englisch gezeigt werden, gibt es nur in den größten Städten. In den Bars der Lodges in den Nationalparks kann man seinen Sundowner mit Blick auf ein Wasserloch genießen. Die Touristenresorts an der Küste haben eigene Diskos und Bars für die Gäste.

Essen & Trinken

In den landestypischen Restaurants gibt es Huhn, Ziegen- oder Rindfleisch mit Pommes und Gemüse. Eine typische afrikanische Beilage ist Ugali, ein fester Maisbrei. Weitere afrikanische Speisen, die in den einfachen Hotels gereicht werden, sind Chapatis (Weizenmehlfladen, ähnlich Pfannkuchen) und Samosas (gefüllte Teigtaschen). Die indische Küche mit leckeren Masalas (Currygerichten) ist vor allem an der Küste weit verbreitet. An der Küste und nahe des Vicotriasees kommt gegrillter oder frittierter Fisch, u.a. Nilbarsch, auf den Tisch.

Shopping

Kenia ist ein Einkaufsparadies für afrikanische Souvenirs. An allen touristischen Plätzen im Rift Valley, um den Mt. Kenya und in Nairobi bieten „Curio Shops“ eine riesige Auswahl an Holzmasken, -schalen, und -tierfiguren v.a. aus dunklem Ebenholz, bunten Masai-Perlenschmuck, Speckstein-Figuren, Sisal-Korbwaren, Massai-Tüchern usw. Der erstgenannte Preis ist meistens viel zu hoch und muss unbedingt verhandelt werden.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der wichtigste Flughafen Kenias ist der 10 km östlich von Nairobi gelegene Jomo Kenyatta International Airport (http://www.kenyaairports.co.ke). Kenya Airways bietet Flüge von Frankfurt, Wien und Zürich nach Nairobi an (http://www.kenya-airways.com). Die durchschnittliche Flugzeit von Frankfurt nach Nairobi beträgt 8 Stunden. In die Innenstadt fahren regelmäßig Busse. Taxen stehen ebenfalls bereit. Die Fahrtzeit mit dem Bus dauert etwa 40 Minuten, mit dem Taxi hingegen nur 15 Minuten. Der Moi International Airport liegt 10 km nordwestlich von Mombasa (http://www.kenyaairports.co.ke). Die durchschnittliche Flugzeit von Frankfurt nach Mombasa beträgt rund 9 Stunden. Der Stadtbus benötigt etwa 20 Minuten in die Innenstadt. Taxen sind auch an diesem Flughafen vorhanden, Preise sollten jedoch vor der Fahrt ausgehandelt werden.

Feste & Veranstaltungen

März Auf dem Rift Valley Festival am Lake Naivasha treten sowohl nationale wie auch internationale Musiker und DJs auf (http://www.riftvalleyfestival.com).

April In diesem Monat wird das Kenya Open Golf Championship im Muthaiga Golf Club in Nairobi ausgetragen.

Juni Sportbegeisterten bietet sich der Lewa Marathon durch die Wildnis von Laikipia an.

August Neben einem spektakulären Kamelrennen bietet die Maralal Camel Derby auch Eselreiten für Kinder an.

Lesungen, Workshops und Diskussionen sind Teil des Kwani Literary Festivals in Nairobi.

September Concours d'Elegance ist ein jährliches Oldtimer-Treffen in Nairobi. Auf dem Programm stehen zahlreiche Events (http://www.concourskenya.com).

Oktober/November In einem der beiden Monate findet das Kenya International Film Festival in Nairobi statt (http://www.kifftrust.org).

November Der Mombasa Cultural Carnival wird mit Paraden, Musik- und Tanzperformances gefeiert.

Steckbrief

Amtssprache: Swahili und Englisch

Bevölkerung: rund 43 Mio. Einwohner

Fläche: 580.367 km²

Hauptstadt: Nairobi (rund 3 Mio. Einwohner)

Landesvorwahl: +254

Währung: Kenia-Schilling (Abk.: K.Sh.; ISO-4217-Code: KES)

Zeitzone: East Africa Time (EAT); Mitteleuropäische Zeit (MEZ): +2 Stunden; Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) +1 Stunde; keine Umstellung auf Sommerzeit

Praktische Hinweise

Impfungen

Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist der Nachweis über eine Impfung gegen Gelbfieber erforderlich. Bei Einreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine solche Impfung nicht vorgeschrieben, wird jedoch empfohlen.

Standardimpfungen (gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza) sollten überprüft bzw. aufgefrischt werden, insbesondere die Polio-Schutzimpfung, da in den letzten Jahren zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder vermehrt Fälle von Polio-Infektionen aufgetreten sind.

Sinnvoll für eine Reise nach Kenia kann außerdem eine Impfung gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut sein.

Um sich vor Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber zu schützen, sollte man auf ausreichenden Mückenschutz achten. Die Gefahr, sich mit Malaria zu infizieren, besteht das ganze Jahr über v.a. in den touristischen Zentren an der Küste und am Viktoriasee im Westen. In Nairobi und in Gebieten über 2.500 m ist das Infektionsrisiko gering. Je nach besuchter Region kann eine Chemoprophylaxe (vorbeugende Tabletteneinnahme) erforderlich sein.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Kriminalität

Landesweit besteht die Gefahr, Opfer eines bewaffneten Überfalls zu werden. Auf Geld und Wertsachen sollte man stets besonders achten und Schmuck nicht offen zur Schau tragen. Beim Geldabheben an Automaten und beim Zahlen mit Kreditkarte ist erhöhte Vorsicht geboten. Darüber hinaus ist es ratsam, Nationalparks nur im Rahmen einer organisierten Reise zu besuchen und ausschließlich auf bewachten Campingplätzen und in Lodges zu übernachten. Nach Einbruch der Dunkelheit wird empfohlen, die Innenstädte von Nairobi und Mombasa zu meiden; Slums und ärmere Wohngegenden sollten auch tagsüber nicht besucht werden. Auf Spaziergänge an Stränden, die sich außerhalb der Hotelanlagen befinden, ist abends und nachts ebenfalls zu verzichten. Am sichersten ist es, auch kurze Entfernungen per Taxi zurückzulegen. In jüngster Zeit kommt es v.a. im Bereich der größeren Städte vermehrt zu Raubüberfällen auf Fußgänger und Autofahrer („Car-Jacking“). Das Risiko bewaffneter Überfälle oder auch von Entführungen ist speziell im Norden und Nordosten des Landes, an der Küste nördlich von Malindi sowie in der nordöstlichen Provinz als auch in der Küstenregion im Norden erhöht. Wenn möglich, sollte man einen Mindestabstand von 60 km zur somalischen Grenze halten und auf einen Besuch des Flüchtlingslagers Dadaab tunlichst verzichten. Auch an der Grenze zu Tansania kommt es gelegentlich zu Ausschreitungen.

Haustiere

Zur Einfuhr eines Haustieres nach Kenia benötigt man eine Genehmigung des Veterinary Departments (auch über die Botschaft in Berlin anzufordern), ein Gesundheitszeugnis sowie ein Tollwutimpfzertifikat, wobei die Impfung nicht länger als ein Jahr, aber mind. 30 Tage zurückliegen muss.

Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits rechtzeitig (i.d.R. 3 Monate) vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung über die jeweils gültigen Bestimmungen. Hier erfahren Sie auch, welche Tiere im Zielland als „Haustiere“ angesehen werden; für verschiedene Tierarten können unterschiedliche Regelungen bestehen.