Urlaub auf den Kapverden

Auf den Kapverdischen Inseln vermischen sich kreolische, afrikanische und nicht zuletzt portugiesische Kultur (erst 1975 wurde Kap Verde von Portugal endgültig in seine Unabhängigkeit entlassen). Wer schon einmal in Portugal war, wird insbesondere die Architektur wiedererkennen. Literatur und Musik des Landes sind eher afrikanisch geprägt. Von Deutschland aus vergehen nur ca. sechs Flugstunden, bevor Sie auf den Inseln eintreffen und Ihren Urlaub beginnen können.
Kapverden Urlaub bedeutet für den Reisenden, dass er sowohl einen perfekten Ort für Strandurlaub, als auch die passenden Berge für einen Wanderurlaub vorfinden wird. Vor allem Menschen, die gerne Wassersport betreiben, kommen auf den Vulkaninseln bedingt durch atemberaubende Tauchreviere und hervorragende Surfspots voll auf ihre Kosten.


Reiseinformationen & Tipps Kap Verde

Kapverden

Kilometerlange weiße Sandstrände, strahlender Sonnenschein an rund 350 Tagen im Jahr und kristallklares Wasser soweit das Auge reicht - das sind die Kapverden, eine Gruppe von 15 vulkanischen Eilanden, mehr als 400 km vom afrikanischen Festland entfernt. Dabei ist es nicht nur der Ozean, der das Urlaubsparadies vom übrigen Westafrika trennt - das angenehme Klima und eine stabile Wirtschaft tragen zu einem besonders hohen Lebensstandard bei. Und davon profitieren auch die zahlreichen Touristen, die das Traumziel längst für sich entdeckt haben.

Nur neun der 15 Inseln sind bewohnt - und das erst seit 1445, als portugiesische Seefahrer ihre afrikanischen Sklaven hier aussetzten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine Bevölkerung, die sich aus verschiedenen Kulturen zusammensetzt, die sich aber gegenseitig sehr gut ergänzen.

Die Vegetation ist eher karg und wüstenähnlich und Tiere gibt es an Land kaum. Die Unterwasserwelt hingegen strotzt vor intensiven Farbtönen und bringt eine Fülle an verschiedenen Meerestieren wie Delfinen, Walen, Haien, Barrakudas und Meeresschildkröten hervor. Die nördlichen und westlichen Inseln sind zum Teil mit Grasfluren bedeckt, während auf den südlichen Inseln Mangroven-Sümpfe zu finden sind. Ob Safari auf unbefestigten Straßen inmitten unberührter Natur oder Schnorchel- und Tauchausflüge in einer atemberaubenden Korallenlandschaft - die Kapverden sind ein Ausflugsziel für Kenner, Genießer und für Abenteurer.

Steckbrief

Amtssprache: Portugiesisch

Bevölkerung: rund 520.000 Einwohner

Fläche: 4.033 km²

Hauptstadt: Praia

Landesvorwahl: +238

Währung: Escudo de Cabo Verde (Abk.: CVEsc; ISO-4217-Code: CVE)

Zeitzone: Cape Verde Time (CVT). Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -2 Stunden (Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) -3 Stunden); keine Umstellung auf Sommerzeit

Praktische Hinweise

Einreisebestimmungen

Schweizer und EU-Bürger benötigen für die Einreise ein Visum, das maximal für einen Aufenthalt von 90 Tagen ausgestellt wird und vorab beim entsprechenden Konsulat beantragt werden muss. Einreisende benötigen außerdem einen noch mindestens sechs weitere Monate gültigen Reisepass. Eine Miteintragung im Reisepass der Eltern wird bei Kindern seit 2012 nicht mehr akzeptiert. Bei der Anreise mit einem Privatboot dürfen nur die Häfen von Sal, Praia und Mindelo angefahren werden. Wer dagegen verstößt, muss mit einer hohen Geldbuße rechnen.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung zu erfragen.

Impfungen

Die Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Polio, Hepatitis und ggfs. Typhus sollten bei der Einreise auf dem neuesten Stand sein. Personen, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen, sind verpflichtet, zusätzlich eine Impfung gegen Gelbfieber vorzuweisen, wobei Kinder unter 1 Jahr davon befreit sind. Die Kapverden sind Malaria- und Denguegebiet, weshalb Insektenschutzmittel und helle, bedeckende Kleidung unabdingbar sind. Auch Durchfallerkrankungen und Cholera sind ein Risiko; Leitungswasser sollte nicht getrunken und rohes Obst und Gemüse ohne Schale verzehrt werden. AIDS und HIV sind auf den Kapverden ein ernstzunehmendes Problem; hetero- und homosexuelle Kontakte, Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen sind mit einem hohen Ansteckungsrisiko verbunden.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Zollbestimmungen

Auf die Kapverdischen Inseln dürfen Personen über 18 Jahre 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l alkoholische Getränke und geringe Mengen Parfum zollfrei mitnehmen. Während Landeswährung weder ein- noch ausgeführt werden darf, besteht für ausländische Devisen kein Mitnahmeverbot, aber eine Deklarationspflicht. Bei der Wiedereinreise in die EU und die Schweiz dürfen über 17-jährige 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak zollfrei mit sich führen. An alkoholischen Getränken sind bei der Rückreise in die EU 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumender Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei erlaubt, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Wiedereinreise in die Schweiz dürfen über 17-jährige 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% und Geschenke im Wert von bis zu 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Ärztliche Versorgung

Eine medizinische Versorgung ist auf den Kapverden nicht immer gesichert und entspricht weder technisch noch apparativ oder hygienisch den europäischen Standards. Ernsthafte Erkrankungen sollten nicht vor Ort behandelt werden, weshalb es sich ausdrücklich empfiehlt, eine Reisekrankenversicherung mit Rückholoption abzuschließen. Wer regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen muss, sollte einen ausreichenden Vorrat im Reisegepäck haben. Manche Arzneimittel unterliegen jedoch bestimmten Vorschriften. Das entsprechende Konsulat oder die jeweilige Botschaft erteilen bei Unsicherheiten gerne Auskunft über die geltenden Vorschriften für Medizinpräparate.

Notruf

Es gelten folgende Notrufnummern: Polizei 132, Feuerwehr 131, Ambulanz 130.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Honorarkonsulat

Achada Fazenda

Concelho de Santa Cruz

Ilha de Santiago

Tel.: +238-2-692925

Fax: +238-9246606

E-Mail: praia@hk-diplo.de

Das Honorarkonsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Botschaft in Dakar im Senegal.

Österreich unterhält keine diplomatische Vertretung. Zuständig ist die Botschaft in Lissabon in Portugal:

Österreichisches Honorarkonsulat

Avenida Infante Santo, 43 - 4º

Lissabon

Tel.: +351-21-3943900

Fax: +351-21-3958224

E-Mail: lissabon-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.aussenministerium.at/lissabon

Schweizerisches Konsulat

Rotunda do Homem de Pedra

Edificio CVMovel, 3º Esq

Praia

Tel./Fax: +238-2-619868.

E-Mail: praia@honrep.ch

Das Konsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Schweizerischen Botschaft in Dakar.

Klima & Reisezeit

An rund 350 Tagen im Jahr lacht die Sonne auf die „Inseln des ewigen Sommers“ herab - ein mildes und überwiegend trockenes ozeanisches Klima mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 21 und 29 °C machen die Inselgruppe vor der westafrikanischen Küste zum perfekten Urlaubsparadies.

Das kapverdische Jahr unterteilt sich in zwei Jahreszeiten: In der Zeit der Winde (tempo das brisas) von Oktober bis Juli sorgt der Nordostpassat für eine kräftige Brise; während der Regenzeit (tempo das chuvas) von August bis September hingegen kommt es immer wieder zu heftigen Regenschauern, die jedoch meist nicht lange anhalten. Januar und Februar sind mit durchschnittlich 21 °C die „kältesten“ Monate, im September wird es mit bis zu 36 °C am wärmsten, im Mittel ist es dann um die 27 °C warm. Die Temperaturunterschiede sind das ganze Jahr über relativ gering, auch nachts kühlt es nicht wesentlich ab. Das Wasser ist mit 22-27 °C angenehm warm. Für Wassersportler und Sonnenhungrige liegt die beste Reisezeit zwischen September und November; Aktivitäten an Land sollten besser in den etwas kühleren Monaten Januar, Februar oder März unternommen werden.

Essen & Trinken

Die Küche der Kapverdischen Inseln basiert vor allem auf Fisch, Mais, Bohnen und diversen Gewürzen; frisches Obst und Gemüse sind aufgrund der Trockenheit eher selten. Als Nationalgericht gilt „Cachupa“, das aus gestampftem Mais, Bohnen, Wurst, Fisch oder auch Fleisch besteht, wobei letzteres auf den Kapverden zu den Luxusgütern zählt. Wie man es von einem Inselstaat erwartet, gibt es Fisch und Meeresfrüchte in allen Variationen, sei es als Thunfisch mit frittierten Kartoffeln oder als „Arroz Marisco“ (Reis mit Meeresfrüchten). Köstlich sind auch die Langusten, die es in den Tiefseegewässern rund um die Inseln auf eine beachtliche Größe bringen und die z.B. gegrillt, „natural“ oder auch in einer mit Zwiebeln und Knoblauch zubereiteten Tomatensoße verzehrt werden. Eine besondere Delikatesse ist „Papaia doce“, gekochte Papaja, die mit Zimt oder wahlweise mit Ziegenkäse verfeinert angeboten wird. Neben der Papaya sind auch Bananen und Kokosnüsse beliebte Zutaten für Nachspeisen, die in der Regel aber eher selten auf den Tisch kommen.

Zum Essen trinkt man Mineralwasser und Softrinks; probieren sollte man auch das durchaus schmackhafte lokale Bier namens „Strela“, das unter dänischer Lizenz auf Santiago gebraut wird. Der Wein stammt meist aus Portugal, nur auf Fogo wird er in geringen Mengen angebaut. Eine nationale Spezialität ist der Zuckerrohrschnaps „Grogue“, der ebenfalls auf Santiago und auf Santo Antão hergestellt wird.

Internationale und meist portugiesische Gerichte werden z.T. in Hotels der gehobenen Klasse angeboten, typisch kapverdische Kost bekommt man in den kleineren Lokalen abseits der Touristenzentren.

Reisen im Land

Auf den Kapverden haben Touristen nicht überall die Möglichkeit, ein Auto anzumieten, denn die Verleihstationen haben häufig nur Motorräder und Roller im Angebot. Deshalb kann es lohnend sein, bereits vor Reisebeginn ein Auto zu buchen. Um auf den Kapverdischen Inseln ein Kraftfahrzeug selbst bedienen zu dürfen, wird ein internationaler Führerschein benötigt. Die Straßen sind häufig schlecht ausgebaut, weshalb ein Geländewagen in den meisten Fällen sinnvoll ist. Man sollte sich vor den überwiegend engen und kurvigen Straßen, ungekennzeichneten Baustellen und Schlaglöchern unbedingt in Acht nehmen. Bevor eine unübersichtliche Kurve passiert wird, sollten entgegenkommende Fahrzeuge durch Hupen gewarnt werden. Allgemein ist der Verkehr als sehr chaotisch zu beschreiben, weshalb es sich anbietet, einen privaten Aluguer zu buchen. Aluguer sind eine Art Sammeltaxi, die in Form von Kleinbussen und Pickups entweder auf einer festen Route zwischen einzelnen Ortschaften verkehren oder von Privatpersonen für eine individuelle Fahrt gebucht werden. Bei einer Privatfahrt kann es durchaus vorkommen, dass der Fahrer bei ausreichend Platz auf der Route weitere Passagiere zulässt.

Neben den Sammeltaxis sind auf den einzelnen Inseln auch Taxis verfügbar, die allerdings um einiges teurer sind. Üblicherweise ist in jedem Taxi eine Preistabelle vorhanden, die allerdings nicht immer bereitwillig gezeigt wird. Um sicher zu gehen, dass ein adäquater Preis vereinbart wird, sollte man sich vorab im Hotel darüber erkundigen, wie viel die geplante Fahrt in etwa kosten darf und einen entsprechenden Festpreis mit dem Taxifahrer verhandeln.

Um von einer Insel auf die andere zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man nimmt das Flugzeug oder die Fähre. Nahezu alle größeren Inseln werden von der kapverdischen Fluggesellschaft TACV (http://www.tacv.de, http://www.tacv.cv) oder von der privaten Fluggesellschaft Halyconair (http://www.flyhalcyonair.com) miteinander verbunden. Regelmäßige Flüge bestehen zwischen dem Internationalen Flughafen auf Sal und den Flughäfen auf Santiago und São Vicente, während andere Flugdestinationen nur unregelmäßig angeflogen werden. Bei einer Rundreise sollte für die einzelnen Flüge ein ausreichender Zeitpuffer eingeplant werden, da die Flugverbindungen nicht immer verlässlich sind. Zusätzlich sollten die Flüge zwei Tage zuvor in einem Büro der TACV rückbestätigt werden. Wer von zuhause aus mit der TACV auf die Kapverden übersetzt, kann den sogenannten „Cabo Verde Airpass“ in Anspruch nehmen, der ausschließlich vorab und vom Heimatland aus beantragt werden kann und besonders preisgünstige Flüge zwischen den einzelnen Inseln verspricht. Fähren legen nur in unregelmäßigen Abständen ab, wobei zwischen Mindelo auf São Vincente und Porto Novo in Santo Antão tägliche Fährverbindungen existieren. Fahrpläne befinden sich am jeweiligen Hafen, können aber häufig auch im Hotel in Erfahrung gebracht werden.

Praktische Hinweise

Elektrizität

Die Stromspannung beträgt 220 Volt bei 50 Hertz. Die auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz verwendeten Stecker des Typs C (Eurostecker) sowie der in Deutschland und Österreich verwendete Rundstecker Typ F (Schukostecker) kommen auch auf den Kapverden zum Einsatz; für den in der Schweiz verwendeten dreipoligen Stecker des Typs J ist ein Adapter erforderlich.

Zeit

Auf den Kapverdischen Inseln gilt die Cap Verde Time (CVT). Der Unterschied zur Koordinierten Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC) beträgt -1 Stunde, zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -2 Stunden und die Differenz zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) liegt bei -3 Stunden, da keine Umstellung auf Sommerzeit erfolgt.

Telefon

Die Vorwahl der Kapverden ist die 00238, von den Kapverdischen Inseln wählt man nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041 vor. Telefonzellen mit Kartentelefonen sind in größeren Ortschaften vorhanden, Telefonkarten sind in Postämtern, größeren Hotels, Geschäften und teilweise auch in Restaurants erhältlich. Mobiltelefone werden über GSM 900/1800 betrieben. Hauptanbieter sind Cabo Verde Telecom (http://www.cvtelecom.cv) und Tmais (http://www.tmais.cv). Auf den Kapverdischen Inseln sind die Telefongebühren für Gespräche ins Ausland sehr hoch, weshalb es sich anbietet, in einem Internetcafé z.B. per Skype zu telefonieren.

Geld und Devisen

Die offizielle Währung ist der Escudo de Cabo Verde (Abk.: CVEsc; ISO-4217-Code: CVE). Ein Escudo besteht aus 100 Centavos. Geldscheine sind im Wert von 5.000, 2.000, 1.000, 500, 200 und 100 Escudos und Münzen im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 Escudos im Umlauf. An internationalen Flughäfen sind Schalter für den Bargeldwechsel vorhanden, aber auch Banken und Wechselstuben in den größeren Städten tauschen Bargeld häufig zum offiziellen Kurs um. Für Reiseschecks fallen Gebühren an, Euroschecks werden nicht überall akzeptiert. Der Einsatz von Kreditkarten (häufig wird nur VISA akzeptiert) ist mit einer hohen Gebühr verbunden und in einigen Städten an Geldautomaten und in größeren Hotels möglich.

Trinkgeld

In Hotels, Restaurants und Cafés sind etwa 10 % des Rechnungsbetrages als Trinkgeld üblich. Auch in Häfen und an Flughäfen können Gepäckträger mit einem kleines Trinkgeld belohnt werden.

Öffnungszeiten

Geschäfte haben i.d.R. von Montag bis Freitag zwischen 8-12.30 und 14.30-18 Uhr sowie samstags zwischen 8.30-12 Uhr geöffnet. Banken sind von Montag bis Freitag von 8-14 Uhr zugänglich, wobei sie auf den kleinen Inseln häufig freitags geschlossen haben. Postämter sind von Montag bis Samstag zwischen 8-12 und 14.30-17.30 Uhr geöffnet.

Feiertage

Ano Novo (Neujahr, 1. Januar); Dia dos Heróis Nacionais (Heldengedenktag, 20. Januar); Carnaval (Februar/März); Sexta-feira Santa (Karfreitag, März/April); Dia do Trabalhador (Tag der Arbeit, 1. Mai); Dia da Independência (Unabhängigkeitstag, 5. Juli); Assunção de Nossa Senhora (Mariä Himmelfahrt, 15. August); Todos os Santos (Allerheiligen, 1. November); Natal (Weihnachten, 25. Dezember).

Feste & Veranstaltungen

Februar Es ist Karneval, und auch die Kapverdianer feiern in einigen Städten, wie in Praia, São Nicolau und Mindelo, mit fröhlicher Musik, eindrucksvollen Paraden und exotischen Sambatänzerinnen die Narrenzeit. Am Faschingsdienstag ist besonders der Umzug in Mindelo hervorzuheben, da er zu den prächtigsten und schönsten auf den Kapverden gehört.

April Die Festas da Bandeira auf Fogo gehört zu den schönsten Veranstaltungen im Jahr und lockt mit einem bunten, kulturell und religiös angehauchten Programm aus Zeremonien, musikalischen Acts und Wettbewerben aller Art, welche europäische Traditionen mit denen der Afrikaner vereinen.

Mai In der Hauptstadt Praia wird jedes Jahr an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Mai mit erfolgreichen kapverdischen Musikern und internationalen Bands aus Brasilien, der Karibik und Afrika das „Praia de Gamboa Festival“ begangen.

Mai/Juni Auf São Tiago und Fogo feiert man das afrikanisch verwurzelte Tabanka-Festival, bei dem verkleidete Menschen zu Ehren ihrer versklavten Vorfahren und der Brüderschaftlichkeit eine Prozession abhalten, die von auf Muscheln und Trommeln entstehenden Rhythmen begleitet werden.

Juni Am 24. Juni eines jeden Jahres wird auf allen Inseln die Festa São João Baptista mit rituellen Tanzparaden zelebriert. Die Tänzer fordern umstehende Passanten zum Mitmachen auf und sammeln kleine Spenden und Geschenke ein.

August Am ersten Augustwochenende versetzt das Festival Baía das Gatas am Strand von Mindelo auf São Vicente mit zahlreichen einheimischen, afrikanischen, europäischen und südamerikanischen musikalischen Performances ein internationales Publikum regelrecht in Euphorie.

September Auf der Insel Sal feiern Einwohner und Touristen jährlich am Strand von Santa Maria das Sal International Music Festival, bei dem zu kapverdischen Klängen in romantischer Atmosphäre das Tanzbein geschwungen wird (http://www.festivaldemusicasm.com).

Praktische Hinweise

Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung tritt die kapverdische Bevölkerung offen und freundlich entgegen und integriert sie bewusst in ihre Gesellschaft. Die überwiegend schroffen Wanderwege auf den Inseln stellen jedoch für Rollstuhlfahrer ein großes Hindernis dar und können - wenn überhaupt - nur mit einem speziellen Geländerollstuhl und professioneller Hilfe befahren werden.

Frauen allein unterwegs

Im Allgemeinen sollten Frauen wie Männer gewisse Sicherheitsvorkehrungen treffen und bspw. nachts nicht alleine durch die Straßen ziehen, einsame Plätze und Gegenden meiden und keinen auffälligen Schmuck in der Öffentlichkeit tragen. Machohafte Anmachen kommen Frauen gegenüber eher selten vor, während Diebstahl nicht nur in abelegenen Gegenden auf der Tagesordnung steht. Besonders in Praia und Mindelo gibt es häufig Überfälle, die zum Teil auch von Straßenkindern verübt werden.

Homosexualität

Es gibt kein Gesetz auf den Kapverdischen Inseln, welches Homosexualität verbieten würde. Allerdings gibt es auch keine wirkliche Homosexuellenszene. In touristischen Zentren müssen Schwule und Lesben kaum mit Diskriminierung rechnen; unter der Bevölkerung schweigt man sich zum Thema jedoch lieber aus. Wie in vielen anderen Ländern der Welt scheint die Toleranz gegenüber Homosexuellen auch hier allmählich zuzunehmen. Dennoch sollte man sich mit gleichgeschlechtlichen Handlungen in der Öffentlichkeit zurückhalten.

Kriminalität

Vor allem in Mindelo, San Vicente, Praia (Santiago) sowie auf Sal und Boavista kommt es vereinzelt zu Überfällen und Straßenraub. Es wird empfohlen, Wertsachen stets im Auge zu behalten, Bargeld nur im unbedingt benötigten Umfang mitzuführen und keinen auffälligen Schmuck zu tragen.

Haustiere

Um ein Haustier auf die Kapverden mitzunehmen, benötigt man ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis, welches bestätigt, dass das Tier frei von ansteckenden Krankheiten ist. Außerdem muss eine Tollwutimpfung nachgewiesen werden, die mind. 30 Tage, aber nicht länger als ein Jahr zurückliegt.

Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits rechtzeitig (i.d.R. 3 Monate) vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung über die jeweils gültigen Bestimmungen. Hier erfahren Sie auch, welche Tiere im Zielland als „Haustiere“ angesehen werden; für verschiedene Tierarten können unterschiedliche Regelungen bestehen.