Urlaub in Großbritannien

Großbritannien – das Land heißt offiziell eigentlich das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland - bietet seinen Besuchern nicht nur so bekannte Metropolen wie London, Manchester, Liverpool oder Edinburgh – nein, die Urlauber erwartet eine Landschaft mit teils ausgedehnten Wäldern, sanften Hügeln und imposanten Gebirgsketten sowie teils schroffen Klippen. Zur Insel Großbritannien gehören England wie auch Schottland und Wales. Jeder Landesteil hat seine besonderen Facetten, seine eigenen Bräuche und auch eine eigene Sprache, in der sich die kulturelle Vielfalt des Vereinigten Königreiches widerspiegelt.

London - die Hauptstadt von England und zugleich des Vereinigten Königreiches, bietet Urlaubern ein pulsierendes Großstadt-Flair und eine Vielzahl an interessanten Sehenswürdigkeiten. Wenn Sie einen ruhigeren Urlaub bevorzugen, aber dennoch auf ein kleines Abenteuer hoffen, dann sind Sie im Norden Großbritanniens genau richtig, denn in einem Süßwassersee im schottischen Hochland soll angeblich das „Ungeheuer von Loch Ness“ leben. Doch nicht nur das gibt es in Schottland zu bestaunen, vor allem zieht die Hauptstadt Edinburgh die Besucher magisch an.

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Großbritanien, Tipps für den Urlaub

Rosamunde-Pilcher-Landschaften mit Steilküste und Fischerdörfern, Herrenhäusern und reetgedeckten Cottages: Dies ist das Bild, das viele vom Vereinigten Königreich im Kopf haben. Realität ist dies v.a. an der vom Golfstrom begünstigten Südküste von Devon und Cornwall, die im Sommer sogar zum Baden einlädt. Die Vielfalt der britischen Landschaften reicht von den dicht besiedelten mittelenglischen Pennines bis zu den rauen, fast menschenleeren Schottischen Highlands.

Im Hinblick auf die Kultur lässt sich eine Dreiteilung feststellen. England gilt zwar mit Greater London als Zentrum des Vereinigten Königreichs, aber Schottland und Wales heben sich selbstbewusst davon ab: in Kulturlandschaft und Architektur, Kunst und Küche, Sprache und Brauchtum. Die Länder im Land können auf einen Reichtum an Denkmälern und Kulturstätten aus allen Epochen verweisen, von Stonehenge bis zu den London Docklands.

Diese Gegensätze zwischen England, Schottland und Wales, zwischen City und Countryside, zwischen altindustrialisierten und fortschrittlichen Regionen zu erfahren macht einen Urlaub in Großbritannien gerade so reizvoll. Geeint sind dagegen alle Briten in ihrem Pub - insgeheim eines der wichtigsten Kulturgüter der Insel.

Klima & beste Reisezeit

Das Klima in Großbritannien ist gemäßigt, im Sommer feucht-warm, im Winter nass-kühl. Aufgrund der Größe der Insel gibt es teils erhebliche regionale Unterschiede. Die meisten Niederschläge fallen an der Westküste und in den Hochlagen, nach Osten nehmen sie deutlich ab. Die Temperaturschwankungen im Verlauf eines Jahres sind deshalb relativ gering. Die unbeständigsten Monate liegen zwischen November und Februar, die Tage hier sind besonders kurz. In den Übergangsmonaten März und Oktober kann man aber schöne sonnige Tage erleben. Die Winter fallen relativ mild aus, im Sommer übersteigt das Thermometer meist nur knapp die 20 °C-Marke, es kann jedoch auch richtige Hitzeperioden geben.

Beste Reisezeit ist für England und Wales der Mai mit einem frühlingshaften Klima, aber auch der Sommer besticht natürlich mit angenehmen Temperaturen. In Schottland ist auch während der Hauptreisezeit von Ende Juni bis Anfang September mit raschem Wetterwechsel und starkem Wind zu rechnen. Für ganz Großbritannien gibt es eine erhöhte Regenwahrscheinlichkeit, es handelt sich dabei jedoch selten um starke Regenfälle. Trotzdem sollte Regenkleidung bei keiner Reise auf die Inseln im Gepäck fehlen.

Reisen im Land

Großbritannien verfügt über ein gut ausgebautes Busnetz, die beiden größten Unternehmen sind National Express und Scottish City Link. Die Fernbusse steuern ausschließlich Busbahnhöfe an, Überlandbusse im Regionalverkehr auch Haltestellen auf der Strecke, z.T. halten sie auf dem Land auch nach Bedarf. Großbritanniens Eisenbahnen verbinden täglich über 2.000 Bahnhöfe miteinander, allerdings werden viele Strecken seit der Bahnprivatisierung von mehreren Gesellschaften bedient. Deshalb sind große Fahrpreis- und -zeitunterschiede keine Seltenheit. Sowohl für Eisenbahn als auch Bus werden zeitlich befristete Sondertickets angeboten, mit denen man das entsprechende Streckennetz befahren kann: der BritRail Consecutive Pass oder der BritRail FlexiPass, den man nur im Heimatland vor Reiseantritt erwerben kann, oder der Brit Xplorer (in drei Varianten) von National Express bzw. der Scottish Citylink Explorer Pass. Zwischen den großen Städten und zu den Inseln werden Inlandsflüge angeboten. Fähren verbinden die kleinen Inseln mit der britischen Hauptinsel.

Wer ein Auto mieten möchte, muss über 21 (evtl. sogar über 23 bzw. 25) Jahre alt sein und eine Kreditkarte besitzen. Ohne Kreditkarte ist die Automiete nur über ein Reisebüro im Heimatland möglich. Der Linksverkehr ist gewöhnungsbedürftig, passen Sie vor allem an Ausfahrten und beim Abbiegen auf. Radfahrer finden verkehrsarme, reizvolle Nebenstraßen, brauchen aber eine recht gute Kondition und müssen auf starken Gegenwind sowie rasche Wetterwechsel gefasst sein.

Essen & Trinken im Urlaub

Die moderne britische Küche verwendet hochwertige regionale Zutaten bei schonender Zubereitung und kombiniert traditionelle Rezepte mit französischen, mediterranen und asiatischen Einflüssen. Die traditionelle britische Küche gilt als eher deftig. Das schottische Nationalgericht Haggis ist ein Schafsmagen, der mit gehackten Innereien, Zwiebeln, Gewürzen und Hafermehl gefüllt ist. In England sind Steak & Kidney Pie (Steak und Lammnieren im Teigmantel) oder Fish & Chips sehr beliebt. Hauptzutaten des irischen Eintopfs Irish Stew sind Lammfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie. Typisch für die Inselküche sind die guten Fischgerichte mit fangfrischen Zutaten. Gerne isst man auf der Insel auch Sandwiches, die man sich frisch belegen lassen kann, sowie herzhaft oder süß gefüllte Pies (Pasteten).

In den Großstädten wird eine sehr abwechslungsreiche Restaurantauswahl geboten: von indisch, chinesisch, afrikanisch und jüdisch über südamerikanisch, vietnamesisch bis zu vegetarisch ist praktisch für jeden Geschmack etwas dabei. Gemütliche Pubs gibt es eigentlich überall, zu beachten ist der frühe Schankschluss (um 23 oder 24 Uhr). In den meisten Pubs kann man auch etwas essen. Eine regionale Getränkespezialität ist der Scotch Whisky, der in den Highlands produziert wird. Köstlich ist auch der alkoholhaltige Apfelmost Cider, den man probieren sollte. Als englisches Nationalgetränk gilt Schwarzer Tee.