Urlaub auf Grenada


Reiseinformationen & Tipps Grenada

Grenada

Vom Alltag loslösen und einfach mal die Seele baumeln lassen - begleitet vom Rauschen des Karibischen Meeres und der allgegenwärtigen Zeitlosigkeit, gelingt das auf Grenada im Nu. Strahlend weiße und vereinzelt auch tiefschwarze Sandstrände an türkisblauem Gewässer bilden die perfekte Kulisse, um im Schatten von Palmwedeln in absolute Tiefenentspannung zu verfallen. Wem das nicht ausreicht, der kann beim Schnorcheln oder Tauchen die farbenfrohe Unterwasserwelt erkunden, aber auch abwechslungsreiche Ausflüge in das immergrüne Hinterland mit Vulkanbergen, Kraterseen und hübschen Wasserfällen oder in einen der charmanten Inselorte unternehmen.

Während die Hauptinsel Grenada Island sich sehr lebhaft und fröhlich präsentiert, geht es auf den benachbarten Inseln Carriacou und Petit Martinique eher beschaulich und ruhig zu. Ob Natur, Kultur oder eine passende Kombination - die paradiesische Inselkette verfügt über ein facettenreiches Freizeitangebot, das keine Wünsche offen lässt. Was einem auch immer auf der eigenen Reise vorschwebt, ein Besuch der Hauptstadt St. George’s mit ihrer wundervollen Wasserfront und den prächtigen Kolonialbauten sollte ebenso auf der To-Do-Liste stehen wie die Besichtigung einer Muskatnussfabrik und einer der zahlreichen Gewürzplantagen, die im ganzen Land den Duft von Vanille, Zimt, Nelken, Ingwer und anderen Gewürzen verbreiten, denn schließlich ist Grenada nicht umsonst auch unter dem Namen „Island of Spice“ (Insel der Gewürze) bekannt.

Steckbrief

Amtssprache: Englisch

Bevölkerung: rund 108.000 Einwohner

Fläche: 344 km²

Hauptstadt: St. George's (rund 37.000 Einwohner)

Landesvorwahl: +1473

Währung: Ostkaribischer Dollar (Abk.: EC$; ISO-4217-Code: XCD)

Zeitzone: Atlantic Standard Time (AST). Der Unterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt -5 Stunden, zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) -6 Stunden und zur Koordinierten Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC) -4 Stunden. Keine Umstellung auf Sommerzeit.

Praktische Hinweise

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Grenada wird generell ein Weiter- oder Rückflugticket, ein Nachweis über ausreichende Geldmittel und ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Miteintragungen von Kindern im Reisepass der Eltern haben am 26.06.2012 ihre Gültigkeit verloren, weshalb Kinder über ein eigenes Reisedokument verfügen müssen. Vor Abflug sollte bei der jeweiligen Fluggesellschaft erfragt werden, welche Dokumente vorzulegen sind, da die Regelungen teilweise von den staatlichen Vorschriften abweichen. Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten kein Visum zu beantragen. Wer über die USA einreist, muss die dort geltenden Einreisevorschriften berücksichtigen. Bei der Ausreise wird eine Flughafensteuer von etwa 50 XCD für Erwachsene und ca. die Hälfte für Kinder fällig, die vor Ort entrichtet werden muss. Es empfiehlt sich, etwa zwei Stunden vor Abflug am Flughafen einzuchecken, um bei Überbuchung das Anrecht auf den eigenen Flug nicht zu verlieren.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung zu erfragen.

Impfungen

Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine verpflichtenden Impfungen vorgesehen. Nur wenn die Einreise aus einem gelbfieberendemischen Gebiet erfolgt, muss eine entsprechende Impfung gegen Gelbfieber nachgewiesen werden. Allgemein sollte jedoch ein ausreichender Impfschutz für Standardimpfungen wie gegen Hepatitis A, Tetanus, Polio und Diphtherie sowie bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition eventuell auch gegen Hepatitis B und Typhus bestehen. Grenada ist zwar kein Malariagebiet, allerdings kann Denguefieber von Mücken übertragen werden, weshalb ein Mückenschutz in Form von Insektenschutzmitteln, Moskitonetz und heller, hautbedeckender Kleidung sinnvoll ist. HIV und Aids sind weit verbreitet; bei Geschlechtsverkehr mit Urlaubsbekanntschaften, Bluttransfusionen und unsauberen Spritzen ist daher Vorsicht geboten. Das Leitungswasser ist nicht zum Verzehr geeignet, weswegen Lebensmittel nur in gekochtem, geschältem oder desinfiziertem Zustand gegessen und Getränke ohne Eiswürfel getrunken werden sollten.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Zollbestimmungen

Gegenstände des persönlichen Bedarfs, ¼ l Eau de Toilette und eine geringe Menge Parfum können zollfrei eingeführt werden. Personen über 18 Jahren dürfen zusätzlich 200 Zigaretten oder 250 g Tabak und 1 l Spiritosen oder Wein mitnehmen, ohne diese anzugeben. Landeswährung und Devisen können in unbegrenzter Menge ein- und ausgeführt werden, Waffen jeglicher Art bedürfen jedoch einer Einfuhrgenehmigung.

Bei der Wiedereinreise in die EU und die Schweiz dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak zollfrei mit sich führen. An alkoholischen Getränken sind bei der Rückreise in die EU 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumender Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei erlaubt,wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Wiedereinreise in die Schweiz dürfen über 17-jährige 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% und Geschenke im Wert von bis zu 300 CHF einführen. Es wird empfohlen, auf tierische und pflanzliche Souvenirs ganz zu verzichten, um nicht (ungewollt) gegen das Artenschutzabkommen zu verstoßen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Ärztliche Versorgung

Die medizinische Versorgung ist sehr schlecht und kann nicht überall gewährleistet werden. Krankenhäuser sind in St. George’s sowie auf Mirabeau und Carriacou vorhanden. Urlauber sollten trotzdem unbedingt eine Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rückholoption abschließen, um im Notfall eine gute Versorgung im eigenen Heimatland zu erhalten. Es empfiehlt sich, zusätzlich eine kleine Reiseapotheke mitzunehmen. Wer auf spezielle Medikamente angewiesen ist, sollte diese in ausreichender Menge einpacken und sich vorab bei einer entsprechenden Behörde über Einfuhrverbote von Medikamenten aufgrund ihrer Inhaltsstoffe erkundigen.

Notruf

Feuerwehr und Ambulanz sind unter der Notrufnummer 911 und die Feuerwehr entweder unter 112 oder in St. Geoge’s auch unter 434 zu erreichen.

Diplomatische Vertretungen

Deutsches Honorarkonsulat

St. George's St. George's Fontenoy

Grenada

W. I.

Tel.: +1473-4407260

E-Mail: st-georges@hk-diplo.de

Das Konsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Botschaft in Trinidad und Tobago.

Österreichische Botschaft

Avenida Orinoco (entre Mucuchíes y Perijá)

Las Mercedes

Torre D & D - Piso PT - Oficina PT-N

1060 Caracas

Venezuela

Tel.: +58-212-9991211

Fax: +58-212-9932753

E-Mail: caracas-ob@bmeia.gv.at

Web: http://www.aussenministerium.at/caracas

In St. George’s auf Grenada gibt es ein Honorarkonsulat, das allerdings vorübergehend geschlossen ist.

Schweizerische Botschaft

Centro Letonia

Torre Ing-Bank, piso 15

Av. Eugenio Mendoza y San Felipe

La Castellana

Caracas 1060

Venezuela

Tel.: +58-212-2679585

Fax: + 58-212-2677745

E-Mail: car.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/caracas

Auf Grenada existiert keine schweizerische Vertretung.

Klima & Reisezeit

Ganzjährig lacht die Sonne vom Himmel auf Grenada herab und beschert tropisch warme Temperaturen um 27 °C, die zu einem herrlichen Bad im karibischen Meer einladen. Zwischen Juni und August erreicht die Thermometeranzeige oft Spitzenwerte um 30 °C, die von Passatwinden aus dem Nordosten abgeschwächt und von vielen Touristen noch als angenehm empfunden werden. Zwischen November und Februar ist es bei durchschnittlich 24 °C etwas kühler und ab Januar setzt die Trockenzeit ein, die bis Mai andauert. Im Juni beginnt die Regenzeit, die von teils heftigen Niederschlägen und zwischen Juli und Oktober von der Gefahr tropischer Wirbelstürme geprägt ist. Die beste Zeit für eine Reise nach Grenada ist von Januar bis Mai, wenn es nur selten regnet und angenehm warm ist.

Essen & Trinken

Die karibische Küche ist exotisch und reich an Fisch und Meeresfrüchten. Auf Grenada kommen westindische und afrikanische Einflüsse hinzu. Den Genuss von verschiedenen Muschelarten, großen Taschenkrebsen, Tropenfischen und dem kostbaren Kaviar des weißen Seeigels sollte man sich nicht entgehen lassen. Besonders empfehlenswert ist Crab and Callaloo, eine Speise aus zartem Krebsfleisch, das mit einer Art Spinat serviert wird. Aber auch Lambie Souse, ein Muschelgericht, das bei richtiger Zubereitung fleischähnlich schmeckt und der aus gut gewürzten Fleischsorten bestehende Pepperpot oder die mit Kartoffeln und Fisch bzw. Fleisch gefüllten Rôti-Teigtaschen sind ein wahrer Gaumenschmaus. Als Nationalgericht werden die traditionell hergestellten Oil-down-Eintöpfe gereicht, in denen neben Pökelfleisch auch die Brotfrucht, verschiedene Gemüsesorten und Kokosmilch geschmacksgebend sind. Eine Vielfalt an Gewürzen gedeiht auf der Inselgruppe und verleiht den pikant bis scharf angemachten Speisen eine unverwechselbare Note. Muskatnuss findet sich in beinah jedem Gericht wieder, aber auch Lorbeer, Piment, Paprika, Pfeffer, Zimt, Gelbwurz, Gewürznelken und Ingwer kommen häufig zum Einsatz. Zu den Beilagen zählen Süßkartoffeln, Hülsenfrüchte und Reis, während frische Früchte und Muskateis sich ideal als Nachspeise eignen. Erfrischende Fruchtsäfte sowie rumhaltige und alkoholfreie Cocktails sind in nahezu jedem Lokal erhältlich.

Reisen im Land

Grenadas befestigtes Straßennetz umfasst etwa 1.050 km und ist insgesamt in einem recht guten Zustand. Enge, kurvige Straßen, eine chaotische Fahrweise der Einheimischen und der vorherrschende Linksverkehr erschweren allerdings die Bedingungen für das eigenständige Lenken eines PKW. Wer trotzdem selbst fahren möchte, benötigt einen befristeten lokalen Führerschein, der gegen Vorlage des eigenen Führerscheins und ggfs. der internationalen Version davon für ca. 30 ECD bei einer Mietwagenfirma oder der zentralen Polizeistation am Hafen/Carenage erhältlich ist. Das Mindestalter für das Ausleihen eines Fahrzeuges beträgt 21 Jahre, einige Vermieter erteilen die Erlaubnis sogar erst ab einem Alter von 25 oder 30 Jahren. Kreditkarten werden nicht von allen Autovermietungen akzeptiert. Falls Fahrten ins Landesinnere oder zu abgelegenen Stränden geplant sind, ist ein Fahrzeug mit Allradantrieb zu empfehlen.

Minibusse sind das wahrscheinlich meistgenutzte Verkehrsmittel auf Grenada. Der Busbetrieb findet regulär von Montag bis Freitag zwischen 7 und 19 Uhr statt. Die Fahrten sind zeitintensiv, aber auch sehr preisgünstig und oft sehr unterhaltsam: Nicht selten wird man bereits mit lauter Reggae-Musik empfangen, nimmt zwischen all den einheimischen Fahrgästen Platz und wird von einem gut gelaunten Busfahrer durch den karibischen Straßendschungel chauffiert. Alle Busse sind mit Aufklebern gekennzeichnet, die den Zielort benennen. Das macht es einfacher, den richtigen Bus zu finden. Allgemein werden die Busse per Handzeichen gestoppt; nur in der Hauptstadt und Umgebung sind Haltestellen vorhanden. In St. George’s befindet sich am westlichen Ende der Granby Street der Hauptbusbahnhof Esplanade, an dem verschiedene Buslinien in alle Teile der Insel abfahren. Ein regelmäßiger Pendelverkehr findet auf der landschaftlich reizvollen Strecke zwischen Grand Anse und St. George’s statt. Auf Carriacou fahren Busse vom Flughafen in die Innenstadt von Hillsborough und von dort nach Windward und Tyrell Bay. Um dem Busfahrer zu signalisieren, dass man aussteigen möchte, genügt der Ausruf „drop one!“ oder ein lautes Klopfen an die Buswand.

Taxis sind die einzige Möglichkeit, um vom Flughafen auf der Hauptinsel in die Innenstadt zu gelangen, denn Busse verkehren hier nicht. Die Fahrpreise sind staatlich geregelt; mit Taximeter sind die Autos allerdings nicht ausgestattet. Der Fahrpreis für die gewünschte Strecke sollte deshalb vorab bei einem Ortskundigen erfragt und vor Fahrtantritt mit dem Fahrer vereinbart werden. Private Sightseeing-Touren sind mit Taxis möglich und werden üblicherweise im Stundentakt abgerechnet.

Bunt bemalte Wassertaxis verkehren zwischen Grand Anse und dem Hafen von St. Georges. Der Fahrpreis für eine Fahrt mit den kleinen Motorbooten richtet sich nach der Anzahl der Personen.

Nationale Flugverbindungen bestehen zwischen dem Maurice Bishop International Airport (http://www.mbiagrenada.com) auf Grenada Island und dem Lauriston Airport auf Carriacou. Die Fluggesellschaft St. Vincent Grenadines Air bietet täglich Flüge zwischen den beiden Flughäfen an (http://www.svgair.com).

Die Fährgesellschaft Osprey Lines Ltd. verbindet Grenada Island, Carriacou und Petite Martinique miteinander (http://www.ospreylines.com). Frachtschiffe und Katamarane pendeln zwischen Grenada Island und Carriacou hin und her. Während der große Frachter für die Strecke etwa 3-4 Std. braucht, benötigt der Katamaran gerade einmal 1,5-2 Std. Allerdings ist die rasche Fahrt auch doppelt so teuer. Für kurze Strecken zu den nahegelegenen Inseln können auch private Boote gechartert werden. Nach Petite Martinique, der kleinen Insel, die man sehr gut zu Fuß erkunden kann, legen von Grenada Island und Carriacou regelmäßig Schiffe ab.

Auf der Reise sollte beachtet werden, dass das Tragen von Camouflage-Mustern verboten ist. Drogenkonsum oder -besitz wird schon in geringen Mengen mit hohen Geld- und Haftstrafen belegt. Eine Freilassung auf Kaution ist unwahrscheinlich.

Praktische Hinweise

Elektrizität

Die Stromspannung beträgt 220 Volt bei 50 Hertz. Es werden dreipolige Stecker des G-Typs verwendet, weshalb für den Betrieb von deutschen, österreichischen und schweizerischen Geräten ein Adapter benötigt wird.

Zeit

Auf Grenada gilt die Atlantic Standard Time (AST). Der Unterschied zur Koordinierten Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC), beträgt -4 Stunden, zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -5 Stunden. Die Differenz zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt -6 Stunden, da keine Umstellung auf Sommerzeit stattfindet.

Telefon

Die Landesvorwahl von Grenada ist 001473. Von Grenada nach Deutschland wird die 01149, nach Österreich die 01143 und in die Schweiz die 01141 vorgewählt. Karten- und Münztelefone sind weit verbreitet und an manchen Telefonzellen ist es sogar möglich, die Gesprächseinheiten per Kreditkarte zu bezahlen. Telefonkarten sind u.a. in Büros der Cable & Wireless Grenada Ltd. erhältlich (http://www.candw.gd). Wer mobil telefonieren möchte, sollte über ein Tri- oder Quadbandhandy verfügen, da das Mobilfunknetz über GSM 850/900/1800/1900 und ein TDMA-Netz betrieben wird. Zu den bedeutendsten Mobilfunkanbietern Grenadas gehören Lime (http://www.time4lime.com/gd) und Digicel (http://www.digicelgrenada.com).

Geld und Devisen

Die Währung von Grenada ist der Ostkaribische Dollar (Abk. EC$; ISO-4217-Code: XCD), der fest an den US-Dollar gebunden ist und sich in 100 Cents unterteilt. Geldscheine sind im Wert von 5, 10, 20, 50 und 100 XCD erhältlich, während Münzgeld im Wert von 1, 2, 5, 10 und 25 Cent sowie im Wert von 1 XCD im Umlauf ist. Neben dem Ostkaribischen Dollar wird auch häufig der US-Dollar als Zahlungsmittel akzeptiert; die Geldrückgabe erfolgt allerdings in XCD. Es ist sinnvoll, Reiseschecks in USD ausstellen zu lassen und etwas Bargeld in USD mitzubringen, da manche Banken nur USD wechseln. Gängige Kreditkarten wie American Express, Visa, MasterCard, Diners Club und Eurocard werden i.d.R. in Hotels, Restaurants, Geschäften und Autovermietungen als Zahlungsmittel angenommen. Bargeld kann per Kreditkarte oder einer Maestro- oder Cirrus-Symbol-gekennzeichneten EC-Karte an einem der zahlreich vorhandenen Bankautomaten abgehoben werden.

Trinkgeld

Während Hotels und Restaurants häufig einen Bedienungszuschlag in die Endrechnung einbeziehen, erwarten Taxifahrer ein kleines Trinkgeld. Zusätzliche Trinkgelder werden gerne gesehen.

Öffnungszeiten

Banken haben i.A. von Mo bis Do zwischen 8 und 15 Uhr und freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Die Post ist üblicherweise Mo bis Do zwischen 8 und 16 Uhr und am Freitag von 8 und 16.30 Uhr zugänglich, und Geschäfte sind wochentags zwischen 8 und 16 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr für ihre Kunden da.

Feiertage

Neujahr (1. Januar); Unabhängigkeitstag (7. Februar); Karfreitag, Ostermontag (März/April); Tag der Arbeit (1. Mai); Pfingstmontag (Mai/Juni); Fronleichnam (Mai/Juni); Tag der Sklavenbefreiung (1. Montag im August); Karneval (2. Montag und Dienstag im August); Erntedankfest (25. Oktober); Weihnachten (25. und 26. Dezember)

Feste & Veranstaltungen

Januar Anlässlich des Grenada Sailing Festivals treffen am Great Anse Beach in St. George’s jedes Jahr zahlreiche Segelteams zusammen, um sich auf den Wellen der karibischen See Rennen zu liefern, während für die Zuschauer zusätzlich reichlich Unterhaltung an Land geboten wird (http://www.grenadasailingfestival.com).

Ein sechsstelliger Gewinn, der dem Sieger des Budget Marine Spice Island Billfish Tournament‘s gebührt, lockt jedes Jahr im Januar Menschen aus allen Regionen der Karibik und sogar aus Nordamerika zum Wettangeln nach St. George’s (http://www.sibtgrenada.com).

Februar/März Auf Carriacou wird kurz vor dem Beginn der Fastenzeit mehrere Tage lang mit farbenprächtigen Kostümparaden und verschiedenen Wettbewerben ausgelassen Karneval gefeiert.

März Bereits einige Tage vor dem eigentlichen St. Patrick’s Day am 17. März bereitet man sich in Sauteurs mit Festlichkeiten, Ausstellungen und Märkten auf den eigentlichen Feiertag vor.

April Theatergruppen und Comedians unterhalten auf dem Grenada Spice Laugh Festival ein großes Publikum mit lustig verpackten Szenen aus dem karibischen Alltag.

April/Mai Das Carriacou Maroon and String Band Music Festival bringt Besuchern die afrikanische Kultur näher und beeindruckt mit spielerischen, musikalischen und tänzerischen Programmpunkten (http://www.carriacoumaroon.com).

Mai Heiße Trommelrhytmen erwarten einen auf Grenadas Drum Festival, bei dem die Tivoli Drummers ihr außergewöhnliches Können zum Besten geben (http://www.grenadadrumfestival.com).

Juni-August Zwischen Juni und August ist auf Grenada Island „Spicemas-Time“ - ausgelassen, schrill, laut und bunt wird Tag und Nacht getanzt und gefeiert, als ob es kein Morgen gäbe (http://www.spicemasgrenada.com).

August Das Rainbow City Festival in Grenville auf Grenada verbindet am 1. Sonntag im August Kunst und Handwerk mit leckerem Essen, facettenreicher Musik und verschiedenen Performances, z.B. aus dem Bereich Street-Dance.

Auf Carriacou treten jedes Jahr beim großen Regatta Festival zahlreiche Segelteams mit den unterschiedlichsten Bootstypen gegeneinander an (http://carriacouregattafestival.com).

Dezember Am Wochenende vor Weihnachten finden sich zahlreiche Menschen auf dem Carriacou Parang Festival ein, das mit einem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Bühnenprogramm begeistert (http://carriacouparangfestival.com).

Praktische Hinweise

Menschen mit Behinderung

Manche Hotels und Restaurants sind bereits behindertengerecht ausgestattet. Die bergige Landschaft und die unvorteilhafte Infrastruktur stellen allerdings ein Problem für Rollstuhlfahrer dar und auch viele Sehenswürdigkeiten sind für sie häufig nur schlecht oder gar nicht zugänglich. Die Einheimischen scheuen i.d.R. keine Mühe, Personen mit Behinderung im Bereich des Möglichen aus- bzw. weiterzuhelfen.

Frauen allein unterwegs

Alleinreisende Frauen sind auch auf Grenada nicht vor aufdringlichen Verehrern gefeit, aber ein vorgetäuschter Ehering kann manchmal wahre Wunder bewirken. Urlauberinnen sollten allgemein zurückhaltend, aufmerksam und vorsichtig sein und sich nicht an unbelebten Plätzen aufhalten. Das barbusige Sonnen wird nur ungerne gesehen und sollte aus Respekt vor den Einheimischen, aber auch aus Gründen des Selbstschutzes unterlassen werden. Das Betreten von Geschäften in Badekleidung oder Minishorts ist nicht gestattet.

Homosexualität

Homosexuelle Handlungen sind illegal. Strafrechtliche Verfolgungen kommen zwar nur selten vor, sollten allerdings nicht durch ein provokantes Verhalten in der Öffentlichkeit riskiert werden.

Haustiere

Katzen und Hunde benötigen für die Einreise nach Grenada einen Mikrochip und ein zum Export berechtigendes Gesundheitszeugnis, das weniger als 48 Stunden vor der Ausreise von einem Tierarzt im Heimatland ausgestellt wurde. Im Zeugnis muss ein Vermerk über eine durchgeführte Behandlung gegen Parasiten, Flöhe und Herzwürmer enthalten sein. Streunende Hunde stellen in Grenada eine Gefahr für Katzen dar, weshalb diese lieber im Haus bleiben und keine Freigänge unternehmen sollten.

Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits rechtzeitig (i.d.R. 3 Monate) vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung über die jeweils gültigen Bestimmungen. Hier erfahren Sie auch, welche Tiere im Zielland als „Haustiere“ angesehen werden; für verschiedene Tierarten können unterschiedliche Regelungen bestehen.

Kriminalität

Da die Kriminalität zugenommen hat, sollten Touristen sich insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit nicht in unbelebten Stadtvierteln oder Parks aufhalten und auf das Tragen von Schmuck sowie das Mitführen von größeren Summen Bargeld und Original-Dokumenten verzichten.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Der Point Salines International Airport (GND) befindet sich etwa 10 km außerhalb von St. George’s im Inselsüden Grenadas (http://www.grenadaairport.com). Internationale Fluggesellschaften wie Air Berlin, British Airways und American Airlines fliegen von Österreich, Deutschland und der Schweiz häufig über London und Miami oder Bridgetown nach Grenada. Die Anreisezeit kann je nach Anzahl der Zwischenstopps zwischen 20-40 Std. betragen, weshalb eine Übernachtung im Transitland durchaus sinnvoll sein kann. Am Flughafen in Grenada ist Dollar Rent a Car mit einem Mietwagenschalter vertreten, aber auch Taxis stehen für die Weiterfahrt bereit. Bei der Ausreise wird eine Flughafengebühr erhoben, die für Erwachsene etwa 50 XCD und für Kinder bis 12 Jahre ca. 25 XCD beträgt.