Reiseinformationen & Tipps Gambia

Gambia

Auf einer Strecke von ca. 80 km reihen sich in Gambia die schönsten feinsandigen Traumstrände an glasklarem Meerwasser aneinander und bieten reichlich Raum für eine erholsame Urlaubszeit. Die zahlreich vorhandenen Strandhotels und Ferienresorts sorgen für einen sorglosen Aufenthalt unter Palmen und begeistern ihre Gäste seit jeher mit einem tollen Serviceangebot. Tauchen Sie ab und erholen Sie sich in einem der kleinsten afrikanischen Länder, in dem es nicht nur wunderschöne Strände und gastfreundliche Menschen, sondern auch reichlich zu entdecken gibt. Im üppigen Grün der Regenwälder des Landes warten über 450 verschiedene Vogelarten, Antilopen, Primaten, Elefanten, Krokodile, Flusspferde und andere in freier Wildbahn lebende Tiere darauf, während einer spannenden Safari-Tour entdeckt zu werden. Das Flair der bunten Märkte in größeren Ortschaften sollte man sich ebenso wenig entgehen lassen wie die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärte Begräbnisstätte in Wassu. Aber auch ein Besuch bei einem der berühmten Wrestlingkämpfe gehört zu einem Gambia-Urlaub einfach dazu.

Klima & Reisezeit

Im tropisch-heißen Gambia scheint nahezu das ganze Jahr über die Sonne. Während der Trockenzeit von November bis Mai werden durchschnittlich 21-27 °C erreicht. Harmattan-Winde wehen jedoch von Januar bis Mai heiße Luft aus der Sahara nach Gambia, was die Temperaturen teilweise auf über 40 °C ansteigen lässt. Von Juni bis November wird es sehr schwül, denn dann ist Regenzeit. Mit dem meisten Niederschlag ist im August und September zu rechnen, wobei die Schauer meist nachts fallen. Die beste Zeit für eine Reise ist zwischen November und Februar, wenn die Luftfeuchtigkeit gering ist und verhältnismäßig angenehme Temperaturen um 30 °C herrschen.

Steckbrief

Amtssprache: Englisch

Bevölkerung: rund 1,79 Mio. Einwohner

Fläche: 11.295 km²

Hauptstadt: Banjul (ca. 34.000 Einwohner)

Landesvorwahl: +220

Währung: Dalasi (Abk.: D; ISO-4217-Code: GMD)

Zeitzone: Greenwich Mean Time (GMT=UTC). Differenz zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -1 Std. und zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) -2 Std.

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Es gibt keine Deutsche Vertretung in Gambia, die zuständige Botschaft befindet sich in Dakar im Senegal:

Deutsche Botschaft

Dakar 20, Avenue Pasteur, Angle Rue Mermoz

Dakar, Senegal

Tel.: +221-33-8894884

Fax: +221-33-8225299

E-Mail: info@dakar.diplo.de

Web: http://www.dakar.diplo.de

Österreichisches Honorarkonsulat

SOS-Kinderdorf International, Regional Office for North/West Africa, P.M.B.28 Banjul

Tel.: +220-4464361

Fax: +220-4461141

E-Mail: josef.kittl@sos-kd.org

Das Honorarkonsulat verfügt weder über eine Pass- noch über eine Sichtvermerksbefugnis. Die zuständige Botschaft befindet sich in Dakar im Senegal.

Es gibt keine Schweizerische Vertretung in Gambia, die zuständige Botschaft befindet sich ebenfalls in Dakar im Senegal:

Schweizerische Botschaft

Rue René N'Diaye / angle Rue Seydou

Nourou Tall

Dakar, Senegal

Tel.: +221-33-8230590

Fax: +221-33-8223657

E-Mail: dak.vertretung@eda.admin.ch

Web: http://www.eda.admin.ch/dakar

Elektrizität

Die Netzspannung beträgt 220 V Wechselstrom bei 50 Hz. Es werden vorwiegend britische G-Stecker verwendet, weshalb Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen Adapter benötigen. Die Mitnahme eines Multisteckers ist hierbei von Vorteil, da in manchen Hotels auch Stecker eines anderen Typs vorkommen können. Da es auch in größeren Städten häufiger zu Stromausfällen kommt, ist eine Taschenlampe sinnvoll.

Zeit

In Gambia gilt die Greenwich Mean Time (GMT). Es gibt keinen Unterschied zur Koordinierten Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC). Die Differenz zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt -1 Stunde und zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) -2 Stunden, da keine Umstellung auf Sommerzeit erfolgt.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Etwa 24 km südwestlich von Banjul-Stadt liegt der Banjul Yundum International Airport (BJL) (http://www.gambia.gm/gcaa). Hier starten und landen täglich Flugzeuge internationaler Fluggesellschaften wie Condor, Swiss oder Lufthansa. Direktflüge bestehen u.a. aus Frankfurt am Main, die Flugzeit beträgt rund 9 Std. Je nach Anzahl der Zwischenstopps kann die Flugdauer wesentlich länger sein. Am Flughafen in Banjul stehen Taxis zur Weiterfahrt bereit.

Essen & Trinken

In Gambia kocht man nach westafrikanischen, von der arabischen Küche beeinflussten Rezepten. Auf den Speisekarten der Restaurants lassen sich viele Fisch- und Fleischgerichte finden. Frauenfisch, Barrakuda, Meeräsche, Korallenfisch und Seezunge werden in getrocknetem, gekochtem oder gegartem Zustand angeboten. Als Beilage werden neben Reis, Süßkartoffeln und Maniok auch Okraschoten und andere Gemüsesorten verwendet. Erdnusssoße wird zu vielen Gerichten gereicht. Typische Hauptgerichte sind z.B. Chicken Yassa, ein Zitronen-Zwiebel-Hähnchen, Benachin, ein Reisgericht mit getrocknetem Fisch und verschiedenem Gemüse sowie Base Nyebe, ein Fleischeintopf aus Rind und Hühnchen, grünen Bohnen und anderem Gemüse. Als Nachtisch wird neben exotischen Früchten häufig Chakery bestellt, eine Süßspeise aus sauerer Sahne, Joghurt und Couscous. Chakery ist auch an den meisten Marktständen erhältlich und wird gerne ebenso wie die mit Fisch gefüllten frittierten Fish Cakes als Snack zwischendurch konsumiert. Alkohol ist in Gambia rar, denn die meisten Gambier sind Muslime. Als alkoholische Spezialität gilt jedoch der aus Palmensaft vergorene Palmwein. Traditionell wird grüner Ataya-Tee getrunken, aber auch Kinkéliba-Tee und frische Fruchtsäfte gehören zu den Lieblingsgetränken der Einheimischen und Touristen, wobei besonders der aus Hibiskusblüten hergestellte Bissap-Saft zu empfehlen ist.

Reisen im Land

Das etwa 2.700 km umfassende Straßennetz von Gambia ist auf ca. 450 km rund um Banjul asphaltiert. Die vielen unbefestigten Straßen in Gambia können während der Regenzeit unbefahrbar werden. Tankstellen und Straßenschilder sind allgemein eher Mangelware. Die Hauptverkehrsstraßen führen am Süd- und am Nordufer des Gambia-Flusses entlang, wobei die südliche Straße im Gegensatz zu der nördlichen Staubstraße geteert ist. Der Trans Gambia Highway verbindet das Land mit dem Senegal und ist gut ausgebaut. Fortschrittliche Straßen sind u.a. zwischen Brikama und Kudang sowie Pata und Basse-Santu-Su zu finden. In Banjul sind sowohl internationale als auch lokale Leihwagenanbieter vorhanden. Um einen PKW mieten zu können, muss man mind. 21 Jahre alt sein und den nationalen Führerschein in Verbindung mit der internationalen Version vorlegen. Wer in den Senegal reisen möchte, benötigt einen Fahrer, der in den meisten Agenturen problemlos hinzugebucht werden kann. Da Gambia ein muslimisches Land ist, wird Alkohol am Steuer nicht geduldet. Grundsätzlich ist die Unfallgefahr nach Einbruch der Dämmerung erhöht, weshalb im Dunkeln keine längeren Fahrtstrecken angetreten werden sollten. Weiterhin ist es sinnvoll auf allen Autofahrten Fenster und Türen geschlossen zu halten. Um die Grenze nach Senegal problemlos überqueren zu können, darf ihr Leihwagen nicht älter als acht Jahre alt sein.

Öffentliche Buslinien verkehren von Banjul nach Bakau, Serrekunda, Brikama, Soma, Kudang und Basse. Es ist auch möglich, mit großen Omnibussen Ausflüge zu unternehmen, die an vielen Hotelrezeptionen gebucht werden können.

Innerhalb von Banjul bieten mehrere Taxiunternehmen ihre Dienste an. Die gelb-grünen Fahrzeuge sind für jedermann gedacht, während die grünen Taxis den Touristen vorbehalten sind, da sie technisch besser ausgestattet sind. Es wird ohne Taxameter, aber häufig zum Festpreis gefahren. Durchschnittliche Preise können an den Taxistationen auf aushängenden Listen nachgeschaut werden. Sollte es keinen feststehenden Fahrpreis geben, darf gehandelt werden. Viele Taxianbieter ermöglichen auch Tages- oder Mehrtagesfahrten, die man bestenfalls von einem Hotelzezeptionisten vereinbaren lässt. Zwischen größeren Orten verkehren häufig auch Sammeltaxis oder Minivans, die per Handzeichen einfach angehalten werden können.

Fährverbindungen bestehen von Banjul nach Barra, von Farafeni nach Mansa, in Georgetown und in Basse. Außerdem kann man auf dem Gambia ab Georgetown Flusstouren buchen. Die Fähre über den Gambia-Fluss gilt laut Auswärtigem Amt als zunehmend unsicher; von ihrer Nutzung wird daher derzeit abgeraten.

Auf Ausflügen durch das Land ist Wachsamkeit geboten. Große Menschenansammlungen sollten aufgrund innenpolitischer Unruhen gemieden werden. An Stränden kann es immer wieder zu Belästigungen durch junge Männer kommen, die ihre Dienste als Führer oder Begleiter anbieten. Wer in südliche gambische Gebiete reisen möchte, sollte sich vorab über die dort empfohlenen Reise- ud Sicherheitshinweise informieren. Von Reisen in das senegalesische Grenzgebiet sollte abgesehen werden, da dort Separatistengruppen und Banditen aktiv sind. Generell muss mit Schikanen von Ordnungshütern gerechnet werden. Viele Gambier sind muslimischen Glaubens, weshalb fremde Personen nur mit Einverständnis fotografiert werden und die eigene Kleidung und Verhaltensweise den Gepflogenheiten vor Ort angepasst werden sollten. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit hohen Strafen belegt.

Praktische Hinweise

Ärztliche Versorgung

Eine medizinische Verorgung kann in Gambia nicht immer und überall gewährleistet werden. Allgemein entspricht der Versorgungsstandard nicht den europäischen Richtlinien und die medizinischen Vorkehrungen sind häufig weder technisch noch apparativ oder hygienisch auf dem neuesten Stand. Es wird dringend empfohlen, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, die einen Rücktransport ins Heimatland einschließt. Ärztliche Untersuchungen und Behandlungen sind i.d.R. an Ort und Stelle zu begleichen; die Rechnungen werden anschließend von der Versicherung rückerstattet. Nicht nur wer auf bestimmte Medikamente angewiesen ist, sollte eine kleine Reiseapotheke im Gepäck haben. Für betsimmte Medikamente, die mitunter als Betäubungsmittel angesehen werden könnten, wird eine ärztliche Genehmigung auf englischer Sprache benötigt. Erkundigen Sie sich bei Unsicherheiten vor Reiseantritt beim zuständigen Amt über zugelassene bzw. nicht zugelassene Präparate.

Einreisebestimmungen

Sowohl Deutsche als auch Österreicher und Schweizer benötigen für die Einreise nach Gambia ein Visum, das i.d.R. für 21 bis 28 Tage ausgestellt wird. Deutsche erhalten ihr Visum bei der Einreise, österreichische und schweizerische Staatsbürger sind jedoch dazu verpflichtet, das Visum rechtzeitig vor der Abreise noch im Heimatland zu beantragen. Das Visum kann für etwa 500 GMD vor Ort verlängert werden. Weiterhin werden ein Weiter- oder Rückflugticket, ausreichend Geldmittel und ein für mindestens 6 weitere Monate gültiger Reisepass benötigt. Da Kindereinträge im Reisepass der Eltern seit dem 26.06.2012 nicht mehr akzeptiert werden, brauchen auch Kinder einen gültigen Reisepass, um nach Gambia einreisen zu dürfen.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung zu erfragen.

Feiertage

New Year's Day (Neujahr, 1. Januar); Independence Day (Unabhängigkeitstag, 18. Februar); Good Friday (Karfreitag, März/April); Easter Monday (Ostermontag, März/April); Labour Day (Tag der Arbeit, 1. Mai); Revolution Day (Tag der Revolution, 22. Juli); Assumption (Mariä Himmelfahrt, 15. August); Christmas Day (Weihnachten, 25. Dezember).

Islamische Feiertage richten sich nach dem islamischen Mondkalender, die genauen Termine werden von der Geistlichkeit festgelegt. Die Feiertage sind beweglich, da sie sich am Mondzyklus orientieren und verschieben sich alljährlich - gegenüber dem gregorianischen Kalender - um etwa 11 Tage rückwärts. Der bedeutendste Einschnitt im Jahresverlauf ist der Beginn des Fastenmonats, des Ramadan, der mit dem Fest des Fastenbrechens „Koriteh“ 30 Tage später beendet wird. Weitere wichtige islamische Feiertage in Gambia sind Tabaski (Großes Opferfest) und Gamo (Geburtstag des Propheten Mohammed).

Frauen allein unterwegs

Alleinreisende Frauen müssen mit aufdringlichen Verehrern rechnen, können jedoch mit einem Ring am richtigen Finger und einem erfundenen Ehemann ganz gut einlenken. Sogenannte „Bumster“ bieten sich alleinreisenden Frauen gerne als Reisebegleiter an und erhoffen sich dabei insgeheim eine monetäre Geste für sich und ihre Familie oder gar eine Heirat mit anschließender Einwanderung nach Europa. Allgemein unterliegen Frauen jedoch keiner höheren Sicherheitsgefährdung als Männer. Es empfiehlt sich dennoch, keinen (wertvollen) Schmuck zu tragen, Dokumente in Kopie mitzuführen und die Originale im Safe zu verstauen, Menschenansammlungen zu meiden und sich nicht alleine in dunklen bzw. verlassenen Gegenden aufzuhalten.

Geld und Devisen

Die offizielle Währung von Gambia ist der Dalasi (Abk.: D; ISO-4217-Code: GMD). Ein Dalasi ist unterteilt in 100 Butut. Banknoten sind im Wert von 100, 50, 25, 10 und 5 Dalasi, Münzen im Nennwert von 1 Dalasi sowie 50, 25, 10, 5 und 1 Butut im Umlauf. Außerhalb Gambias kann die gambische Währung nicht konvertiert werden. Es gibt jedoch eine Bank am Flughafen, die während des Linienflugbetriebs geöffnet hat. Devisen und Reiseschecks können in Banken und Wechselstuben umgetauscht werden, wobei Reiseschecks bestenfalls in USD ausgestellt sein sollten. Internationale Kreditkarten werden mittlerweile vermehrt in Restaurants und größeren Hotels als bargeldloses Zahlungsmittel akzeptiert, wobei für deren Einsatz des Öfteren eine hohe Gebühr verlangt wird. An Bankautomaten der Standard Chartered Bank ist es häufig nur mit einer Visa-Karte möglich, Geld zu beziehen. In größeren Bankfilialen kann auch mit anderen gängigen Kreditkarten Geld abgehoben werden. Wer mit EC-Karte bezahlen oder Geld abheben möchte, sollte sich bei seinem Kreditinstitut über die Einsatzmöglichkeit der eigenen Karte vor Reiseantritt informieren.

Homosexualität

Homosexuelle Handlungen sind in Gambia strafbar und können mit mehrjährigen Haftstrafen belegt werden. Da es Berichte über die Inhaftierung von Touristen aufgrund ihrer sexuellen Neigung gibt, sollte man sich in der Öffentlickeit bedeckt halten.

Impfungen

Für Deutsche, Österreicher und Schweizer besteht keine Impfvorschrift. Eine Immunisierung gegen Gelbfieber ist allerdings sinnvoll und bei der Einreise aus gelbfieberendemischen Gebieten für Erwachsene und Kinder ab einem Jahr sogar vorgschrieben. Weiterhin empfiehlt sich die Auffrischung von Standardimpfungen wie gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis und ggfs. Polio, MMR und Influenza. Auch Reiseimpfungen gegen Hepatitis A, Meningitis ACWY und Typhus sind ratsam, bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalten auch gegen Hepatitis B und Tollwut. Gambia ist Dengue- und Malariagebiet, weshalb sowohl tagsüber als auch nachts auf helle, körperbedeckende Kleidung, Moskitonetze, Insektenschutzmittel und ggfs. eine Malariaprophylaxe großen Wert gelegt werden sollte. Um Cholera und anderen Magen-Darm-Erkrankungen vorzubeugen, sollten Lebensmittel nur in gekochtem, desinfiziertem oder geschältem Zustand verspeist und kein Wasser aus dem Wasserhahn getrunken werden. Auch AIDS und HIV sind in Gambia weit verbreitet, weshalb vor ungeschützten Sexualkontakten sowie verunreinigten Spritzen und Transfusionen gewarnt wird. Besonders in den trockenen Monaten zwischen Dezember und Mai kommt es überwiegend im Landesinneren zu Meningitiserkrankungen, aber auch das Baden in Süßwassergewässern ist nicht zu empfehlen, da dort das ganze Jahr über Schistosomiasis durch Würmer übertragen werden kann.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Information im Heimatland

Honorargeneralkonsul der Republik Gambia (D)

Gladbacher Str. 17-19

50672 Köln

Tel.:+49-221-8888873

Fax: +49-221-8888873

Der Kölner Honorargeneralkonsul Herr Rolf Becker ist für den Amtsbezirk Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zuständig.

Honorarkonsul der Republik Gambia (D)

Guiollettstr. 19

60325 Frankfurt

Tel.: +49-69-97120030

Fax: +49-69-97120012

Der Frankfurter Honorarkonsul Herr Jan Klimitz ist für den Amtsbezirk Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zuständig.

Honorarkonsul der Republik Gambia (D)

Möhlstr. 6

81675 München

Tel.: +49-89-22802566

Fax: +49-1803551853521

E-Mail: consul@gamconmuc.de

Der Münchner Honorarkonsul Herr Jörg E. Ulte ist für den Amtsbezirk Bayern und Baden-Württemberg zuständig.

Honorargeneralkonsulat von Gambia (A)

Wagner-Schönkirch-Gasse 9

1232 Wien

Tel.: +43-1-6167395

Fax: +43-1-6160534

E-Mail: gambia@aon.at

Gambisches Konsulat (CH)

Postfach 41114, Badenerstr. 16

8021 Zürich

Tel.: +41-0445867949

Fax: +41-0435081304

E-Mail: info@abulaw.ch

Öffnungszeiten

Geschäfte öffnen i.d.R. montags bis donnerstags von 9-17 Uhr mit einer Pause von 12-14 Uhr sowie am Freitag und Samstag von 9-13 Uhr; manche Geschäfte sind auch länger für ihre Kunden zugänglich. Die Banken in Banjul haben von Mo-Do zwischen 8-13.30 Uhr geöffnet und am Fr von 8-11 Uhr. In anderen Städten sind die Bankfilialen meist von Mo-Fr zwischen 8-13 Uhr und von 16-18 Uhr sowie samstags von 8-11 Uhr offen . Die Post öffnet Mo-Sa von 8.30-12 Uhr und werktags zusätzlich zwischen 14-16 Uhr.

Telefon

Die Vorwahl von Gambia ist 00220. Für Telefongespräche aus Gambia nach Deutschland, wird der jeweiligen Ortsvorwahl und der anschließenden Festnetznummer die 0049 vorangestellt, während nach Österreich die 0043 und in die Schweiz die 0041 vorgewählt werden. Im Stadtzentrum der meisten Orte gibt es mehrere öffentliche Telefonzellen, die jedoch häufig durch Vandalismus beschädigt sind. Mobiltelefone werden i.d.R. über GSM 900 betrieben. Zu den gängigen Mobilfunkanbietern gehören Gambia Telecommunications Company Ltd. (http://www.gamtel.com) und Africell (http://www.africell.gm).

Trinkgeld

In Hotels, Restaurants und Taxis ist es üblich, ein Trinkgeld von etwa 5-10 % des Rechnungsbetrages zu geben. Dienstleistungen jeglicher Art werden immer mit einem kleinen Trinkgeld belohnt.

Zollbestimmungen

Gegenstände für den persönlichen Bedarf, darunter 250 ml Eau de Toilette oder Parfum, können zollfrei eingeführt werden. Personen über 18 Jahren ist es zusätzlich erlaubt, 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen und 2 l Bier oder Wein abgabefrei einzuführen. Devisen dürfen uneingeschränkt mitgenommen werden, bei der Rückreise dürfen jedoch maximal 300.000 GMD ausgeführt werden. Jeglicher Verstoß gegen diese Beschränkung wird bestraft. Pflanzen, Lebensmittel sowie Waffen und Munition bedürfen einer Einfuhrgenehmigung und für rezeptpflichtige Medikamente, die mit Betäubungsmitteln verwechselt werden könnten, wird eine ärztliche Bescheinigung in englischer Sprache benötigt.

Bei der Wiedereinreise in die EU und die Schweiz dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak zollfrei mit sich führen. An alkoholischen Getränken sind bei der Rückreise in die EU 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumender Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei erlaubt, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Wiedereinreise in die Schweiz dürfen über 17-jährige 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% und Geschenke im Wert von bis zu 300 CHF einführen. Auf Mitbringsel planzlicher und tierischer Art sollte aufgrund des Artenschutzgesetzes verzichtet werden, um unnötigen Strafen zu entgehen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Feste & Veranstaltungen

Januar/Februar Das Banjul Demba Cultural Festival, das mit einer farbenfrohen Parade eröffnet wird, ist aufgrund seiner literarischen Diskussionen und Performances kulturell besonders interessant.

März Ende März findet jährlich das größte traditionelle Tanz- und Musikfestival von Kartong statt, bei dem neben Tanzaufführungen auch Kunst, Handwerk und verschiedene Workshops im Vordergrund stehen.

Mai/Juni Das jedes Jahr zum Gedenken an ehemalige afrikanische Sklaven stattfindende Gambia International Roots Festival in Banjul begeistert sein internationales Publikum mit einem breiten Angebot an kulturellen, sportlichen und religiösen Veranstaltungen, interessanten Ausflugsmöglichkeiten und bunten Märkten.

Mai/Juni Beim Kanilali Cultural Festival wird in Kanilali zwei Wochen lang mit nationalen und internationalen Künstlern aus der Region gefeiert.

Dezember Seit 1994 treten beim Brufut Run in Brufut zahlreiche Sportler im Wettlauf gegen den Hunger auf der Welt an (http://brufut-ma.org).

Praktische Hinweise

Menschen mit Behinderung

Gambia ist für Menschen mit einer Behinderung nicht einfach zu bereisen. Es gibt nur wenige Hotels und öffentliche Einrichtungen, die sich bereits auf Rollstuhlfahrer eingerichet haben.

Haustiere

Es dürfen nur Hunde und Katzen mit Mikrochip einreisen, für die ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis und eine Bescheinigung über eine mindestens 30 Tage alte, jedoch weniger als 6 Monate zurückliegende Tollwutimpfung vorliegt.

Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung über die jeweils gültigen Bestimmungen. Hier erfahren Sie auch, welche Tiere im Zielland als „Haustiere“ angesehen werden; für verschiedene Tierarten können unterschiedliche Regelungen bestehen.

Kriminalität

Die Kriminalität hat auch in Gambia zugenommen. Wie in ganz Westafrika sind gegen den Westen gerichtete Anschläge nicht auszuschließen, weshalb zu erhöhter Achtsamkeit geraten wird. Selbsternannte Reiseführer, Demonstrationen und andere Menschenansammlungen, Grenzgebiete zum Senegal und dunkle Ecken oder einsame Strände sind zu meiden und Schmuck oder Handtaschen sollten nicht in der Öffentlichkeit getragen werden. Bargeld ist nur in geringem Umfang mitzunehmen und am besten in Bauchgurten oder Brusttaschen aufzubewahren. Besonders in und im Umkreis von Serrekunda und Banjul kommt es immer häufiger zu kriminellen Übergriffen und Trickdiebstählen; bei gewaltsamen Übergriffen sollte kein Widerstand geleistet werden. Auch mit Regelverstößen seitens des staatlichen Ordnungspersonals muss gerechnet werden.

Notruf

Für die Feuerwehr gilt in Gambia die Notrufnummer 18, für die Polizei die 17 und für die Ambulanz die 16, wobei der Notarzt in Banjul ebenso wie die Feuerwehr unter der 18 zu erreichen ist.