Urlaub in Costa Rica

Costa Rica, Tipps für den Urlaub

Das kleine Land zwischen Nicaragua und Panama ist trotz steigender Beliebtheit ein Geheimtipp für Naturfreunde geblieben. Mächtige, teils noch aktive Vulkane, dichter Regenwald oder weite Sandstrände an Karibik und Pazifik - die Vorzeichen stehen ganz auf naturnahem Abenteuer- und Erlebnisurlaub.

Außerdem ermöglicht die gute touristische Infrastruktur - ein dichtes Netz von Busverbindungen und eine breite Palette an Unterkünften - auch müheloses Reisen auf eigene Faust. Am dichtesten besiedelt ist das Zentralplateau um die Hauptstadt San José. Das kühle Hochland (450-1.300 m) ist von Hügeln, Weideland und Wäldern geprägt und bietet ideale Anbaubedingungen für Kaffee. Die Plantagen, in tieferen Lagen auch für Bananen, bilden interessante Besichtigungspunkte auf einer Reise.

Immer wieder wird Costa Ricas Artenvielfalt hervorgehoben. Insgesamt sollen hier 5 % aller Pflanzen- und Tierarten der Welt vorkommen, darunter Besonderheiten wie Rotaugenfrösche, Baumschlangen und Jaguare. Die Erhaltung der Artenvielfalt ist hier ein politisches Ziel, daher steht ca. ein Drittel der Landesfläche unter Naturschutz. Führen die Nationalparks rings um die Vulkane Poás, Irazú und Arenal die Urkräfte der Gebirgsbildung vor Augen, so machen die Küstenparks der Halbinseln Nicoya und Osa mit den Urwäldern des Tieflands bekannt.

Klima & beste Reisezeit

In Costa Rica gibt es zwar nur geringe jahreszeitliche Temperaturschwankungen, aber drei unterschiedliche Klimazonen: Entlang der Pazifikküste kennt man sogar eine ausgeprägte Trockenzeit in den niederschlagsarmen, heißen Monaten von Dezember bis April (Sommer, span. „vernao“). Winde aus südwestlichen Richtungen sorgen hingegen für die schwülen und vergleichsweise regenreichen Monate von Mai bis November (Winter, span. „invierno“). Nur ganz im Süden, auf der am Golfo Dulce gelegenen Halbinsel Osa herrscht immerfeuchtes Klima vor. Auf der atlantischen Seite Costa Ricas liegen die Temperaturen konstant um 26 °C und die Niederschlagsmengen sind ganzjährig fast doppelt so hoch wie am Pazifik. Im von Gebirge umgebenen Landesinnern, dem „Valle Central“, liegen die mittleren Jahrestemperaturen um 20 °C und insgesamt entsprechen die Niederschlagsmengen denen der Pazifikküste.

Ungeachtet der klimatischen Unterschiede kann das Land das ganze Jahr über bereist werden, denn auch während der Regenzeit herrscht in der ersten Tageshälfte überwiegend gutes Wetter, und nur am Nachmittag kann es zu kurzen, aber heftigen Schauern kommen. Dafür sind dann die Preise niedriger als im europäischen Winter, zur Hochsaison. Im Regenwald herrscht ganzjährig extrem hohe Luftfeuchtigkeit mit stets starker Schauerneigung, während es im Bergland recht kühl werden kann. Hier fallen die Temperaturen nachts mitunter bis fast zum Gefrierpunkt.

Generell empfiehlt es sich, leichte und schnell trocknende Kleidung mitzunehmen. Bei Touren im Regenwald sollte man langärmelige Hemden und Hosen tragen, denn sie sind der beste Schutz vor Mücken und Kleintieren. Ein Regenumhang gehört ebenso ins Gepäck wie etwas Warmes für Nächte im Bergland. Sonnencreme und Mückenschutzmittel nicht vergessen!

Essen & Trinken im Urlaub

An den typischen Bestandteilen der deftig-bodenständigen Küche Costa Ricas kommt niemand vorbei: Reis und Bohnen begegnet man ebenso häufig wie Bananen aller Art und vielfältigem Gemüse. Mais-Tortillas und Guacamole sind ebenfalls feste Größen. Auf vielen Speisekarten findet man das Nationalgericht „gallo pinto“, das aus gebratenem Reis und Bohnen besteht, die in Rahm angerührt und mit Spiegelei zum Frühstück serviert werden. Als Snack serviert man Bocas, Arreglados (belegte Sandwiches) und Gallos (gefüllte Tortillas). Die typischen Restaurants, einfache Tavernen, heißen in Costa Rica „sodas“.