Reiseinformationen & Tipps Costa Rica

Costa Rica

Das kleine Land zwischen Nicaragua und Panama ist trotz steigender Beliebtheit ein Geheimtipp für Naturfreunde geblieben. Mächtige, teils noch aktive Vulkane, dichter Regenwald oder weite Sandstrände an Karibik und Pazifik - die Vorzeichen stehen ganz auf naturnahem Abenteuer- und Erlebnisurlaub.

Außerdem ermöglicht die gute touristische Infrastruktur - ein dichtes Netz von Busverbindungen und eine breite Palette an Unterkünften - auch müheloses Reisen auf eigene Faust. Am dichtesten besiedelt ist das Zentralplateau um die Hauptstadt San José. Das kühle Hochland (450-1.300 m) ist von Hügeln, Weideland und Wäldern geprägt und bietet ideale Anbaubedingungen für Kaffee. Die Plantagen, in tieferen Lagen auch für Bananen, bilden interessante Besichtigungspunkte auf einer Reise.

Immer wieder wird Costa Ricas Artenvielfalt hervorgehoben. Insgesamt sollen hier 5 % aller Pflanzen- und Tierarten der Welt vorkommen, darunter Besonderheiten wie Rotaugenfrösche, Baumschlangen und Jaguare. Die Erhaltung der Artenvielfalt ist hier ein politisches Ziel, daher steht ca. ein Drittel der Landesfläche unter Naturschutz. Führen die Nationalparks rings um die Vulkane Poás, Irazú und Arenal die Urkräfte der Gebirgsbildung vor Augen, so machen die Küstenparks der Halbinseln Nicoya und Osa mit den Urwäldern des Tieflands bekannt.

Reisen im Land

Eine relativ preisgünstige Möglichkeit, innerhalb Costa Ricas zu reisen, stellt das Flugzeug dar. Verschiedene Kleingesellschaften decken das ganze Land ab. San José hat zwei Flughäfen: den internationalen Aeropuerto Juan Santamaría und den Inlandsflughafen Tobías Bolaños. Darüber hinaus gibt es ein intaktes Überlandbussystem mit zuverlässigen Fahrplänen und gut gewarteten Bussen. Streckennetzdichte und Verbindungsfrequenz nehmen allerdings ab, je weiter man sich von der Hauptstadt entfernt.

Costa Rica mit dem Mietwagen zu erkunden ist absolut problemlos. Man sollte sich jedoch darauf einstellen, dass die Beschilderung meist sehr zu wünschen übrig lässt und manche Straßen nach Regenfällen nur schwer passierbar sind. Je nach Reiseziel bzw. Fahrstrecke leiht man sich am besten einen Geländewagen mit Allradantrieb, der aber in jedem Fall im Voraus reserviert werden muss (und vor Fahrtantritt auf Schäden bzw. Gebrauchsspuren untersucht werden sollte). Geschwindigkeitsbegrenzungen (80 km/h auf Landstraßen und 40 km/h in Ortschaften) und Parkverbote (markiert durch einen gelben Streifen am Straßenrand) sollte man genau beachten, denn es wird streng kontrolliert. Auch Costa Ricas Verkehrspolizisten setzen Radar-Pistolen gegen Raser ein.

Praktische Hinweise

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Edificio Torre La Sabana, 8 piso

1000 San José

Tel.: +506-2290-9091

Fax: +506-2231-6403

Web: http://www.san-jose.diplo.de/Vertretung/sanjose/de/Startseite.html

Österreichisches Generalkonsulat

Boulevard Rohrmoser, 100 mts Sur de la Librería Internacional

Centro Corporativo La Nunziatura, San José

Tel.: +506-2291-6142

Fax: +506-2291-6246

E-Mail: consulado.austria@cr4a.com

Schweizerische Botschaft

Paseo Colon, Edificio Centro Colón, 10 piso, Apto. 895

1007 San José

Tel.: +506-2221-4829

Fax: +506-2255-2831

Web: http://www.eda.admin.ch/sanjose

Elektrizität

Die Stromspannung beträgt durchgehend 110-120 V bei 50-60 Hz. In der Regel trifft man auf Flachstecker US-amerikanischer Bauart. Für eigene Geräte sollte man einen Adapter mitnehmen.

Feiertage

Año Nuevo (Neujahr, 1. Januar); Semana Santa (Ostern, März/April); Dia de Juan Santamaría (Gedenktag an den Nationalheld Juan Santamaría, 11. April); Dia del Trabajo (Tag der Arbeit, 1. Mai); Dia Corpus Christi (Fronleichnam, Mai/Juni); San Pedro y San Pablo (Sankt Peter und Sankt Paul, 29. Juni); Anexión de Guanacaste (Gedenktag an den Anschluss von Guanacaste, 25. Juli); Virgen de los Ángeles (Fest der Schutzheiligen von Costa Rica, 2. August); Día de la Madre (Muttertag, 15. August); Día de Independencía (Unabhängigkeitstag, 15. September); Día de la Raza (Kolumbus-Tag, 12. Oktober); Día de los Fieles Difuntos (Allerheiligen, 1. November); Imaculada Concepción (Mariä Empfängnis, 8. Dezember); Navidad (Weihnachten, 25. Dezember).

Frauen allein unterwegs

Wie überall in Lateinamerika sind die traditionellen Rollenmuster in Costa Rica noch in Kraft. Allein reisende Frauen, dazu noch aus wohlhabenden Industrienationen, bilden für die Männerwelt einen besonderen Ansporn, sich hervorzutun. Allzu vehemente Zudringlichkeiten wehrt man am besten mit Bestimmtheit ab, ohne dabei den Macho-Stolz unnötig zu kränken. Bei Unternehmungen in der freien Natur, etwa bei Nationalparkbesuchen, bestehen kaum Beeinträchtigungen. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man jedoch auch hier den allgemein gültigen Vorsichtsregeln Folge leisten.

Information im Heimatland

Tourismusbüro Costa Rica

Regentenstraße 17

51063 Köln

Tel.: +49-221-9624700

Homosexualität

Costa Rica pflegt ein sehr entspanntes Verhältnis zur homosexuellen Gemeinde. Die Hauptstadt San José besitzt eine recht aktive Szene, auf dem Land gibt es einige ausgewiesene schwulen- und lesbenfreundliche Hotels. Der Einfluss der Kirche ist in Costa Rica nicht so groß wie in anderen lateinamerikanischen Staaten und Homosexualität ist gesetzlich nicht verboten.

Notruf

Allgemeine und landesweite Notrufnummer für alle Notfälle: 911

Öffnungszeiten

Banken haben Montag bis Freitag von 8.30-15 Uhr geöffnet (manchmal mit Mittagspause von 12-14 Uhr, teilweise bis 17 Uhr). Ämter und Behörden öffnen ihre Schalter von 8-17 Uhr. Geschäfte sind Montag bis Freitag von 9-18 oder 19 Uhr und Samstag von 9-13 Uhr für ihre Kunden da. Für die Öffnungszeiten von Museen gilt als Anhaltspunkt 10-17 Uhr, wobei die Zeiten im Einzelnen stark schwanken. Sie können beim Fremdenverkehrsamt (ICT) in San José erfragt werden. Während der Karwoche und zwischen Weihnachten und Neujahr haben fast alle Geschäfte geschlossen.

Trinkgeld

In den Rechnungen von Hotels und Restaurants ist das Bedienungsgeld eingeschlossen. Trotzdem kann man seiner Zufriedenheit ggfs. durch zusätzliches Trinkgeld Ausdruck verleihen. Auch Reiseleiter und Fahrer freuen sich über ein Trinkgeld.

Zeit

In Costa Rica gilt die Central Standard Time (CST). Die Differenz der CST zur Weltzeit, der Universal Time Coordinated (UTC), beträgt -6 Stunden, die Differenz zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) -7 Stunden. Im Gegensatz zu Mitteleuropa ist in Costa Rica keine Sommerzeit vorgesehen, d.h. der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt -8 Stunden.

Ärztliche Versorgung

Viele Ärzte in Costa Rica wurden in den USA oder Europa ausgebildet und sprechen Englisch, einige sogar Deutsch. Der medizinische Standard erreicht v.a. in Privatkliniken der Hauptstadt ein hohes Niveau. Das Rote Kreuz hat landesweit Erste-Hilfe-Zentren eingerichtet, in entlegenen Gebieten wendet man sich an die Rezeption größerer Hotels und Lodges. Behandlungskosten müssen stets vor Ort in bar bezahlt werden, daher ist es sinnvoll, sich noch vor Abreise um den entsprechenden Versicherungsschutz zu kümmern. Private Krankenversicherungen erstatten angefallene Arztkosten gegen Rechnung.

Menschen mit Behinderung

Costa Ricas größter Reiz ist die Erkundung der Natur. In den Nationalparks gibt es jedoch i.d.R. keine behindertengerechten Bedingungen. Allenfalls die Lodges und größere Hotels bieten behindertengerechte Einrichtungen. Als große Ausnahme können im Nationalpark Volcán Poas Rollstuhlfahrer bis zum Kraterrand des Vulkans fahren.

Einreisebestimmungen

Zur Einreise benötigen EU-Bürger und Schweizer einen Reisepass, der ab dem Rückreisedatum noch sechs Monate gültig ist. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Die Aufenthaltsgenehmigung gilt zunächst für 90 Tage, ein Visum muss für diese Zeitdauer nicht beantragt werden. Wer allerdings über die USA ein- oder ausreist, benötigt für den Transit ein entsprechendes Visum. Beträgt die geplante Aufenthaltsdauer mehr als 90 Tage, muss eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung entweder vor Reisebeginn im Heimatort bei der entsprechenden Behörde oder vor Ort bei der Einwanderungsbehörde beantragt werden: Migración, Dep. de Extranjeros, C. 21, Av. 6/8 (an der Straße zum Flughafen, gegenüber Hospital México, Tel.: +506-2299-8135, http://www.migracion.go.cr). Reisende müssen ein Weiter- oder Rückflugticket sowie ausreichend Geldmittel für den Aufenthalt vorweisen können. Bei der Ausreise wird eine Flughafengebühr von 26 USD fällig, sowie gegebenenfalls eine zusätzliche Sicherheitsgebühr von 6 USD. Bei Aufenthalten von mehr als drei Monaten beträgt die Ausreisegebühr je nach Aufenthaltszweck zwischen 47 und 67 USD. Die Gebühren können auch in CRC entrichtet werden. Planen Sie aufgrund erweiterter Sicherheitsvorkehrungen zusätzliche Zeit ein, besonders bei Reisen in und über die USA. So ist u.a. die Mitnahme von pulvrigen Substanzen (z.B. Kaffee) im Handgepäck nicht gestattet. Zu Ausnahmen (z.B. Erwerb in der Duty-Free-Zone) gibt Ihre Fluglinie Auskunft.

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Geld und Devisen

Landeswährung ist der Colón (Abk.: ¢; ISO-4217-Code: CRC), dessen Wechselkurs direkt an den US-Dollar gekoppelt ist. Im Umlauf sind alte Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10 und 20 CRC, neue Münzen (golden, kleiner) im Wert von 5, 10, 25, 50 und 100 CRC sowie Banknoten im Wert von 50, 100, 500, 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 CRC. An den meisten Geldautomaten kann man Colónes und US-Dollar ziehen, da der Dollar vor allem in den Tourismusregionen gern gesehenes Zahlungsmittel ist. Es empfiehlt sich, Reiseschecks in US-Dollar und US-Dollars in bar mitzunehmen. Größere Hotels und Geschäfte akzeptieren Kreditkarten, verlangen dafür jedoch z.T. Gebühren von ca. 6 %. Der Euro wird kaum akzeptiert.

Telefon

Costa Rica hat die Vorwahlnummer 00506; innerhalb des Landes gibt es keine Vorwahlnummern. Für Anrufe nach Deutschland wählt man die 0049, nach Österreich die 0043 und in die Schweiz die 0041 vor. Kartentelefone sind weit verbreitet, Telefonkarten sind in Geschäften und Zeitungskiosken erhältlich. Es bestehen erst wenige Roaming-Verträge mit europäischen Mobilfunkanbietern und die Roaming-Gebühren sind oft sehr hoch. Mobiltelefone können aber vor Ort gemietet werden, allerdings ist häufig eine hohe Kaution zu hinterlegen. Prepaid-Karten gibt es von ICE (Instituto Costarricense de Electricidad), z.B. am Flughafen in San José (http://www.grupoice.com). Die Karte kann an jedem ICE-Schalter, z.B. in „Mas x Menos“-Supermärkten, aufgeladen werden. Neue Anbieter auf dem Markt sind Movistar (http://movistar.cr) und Claro (http://www.claro.cr).

Zollbestimmungen

Zollfrei dürfen eingeführt werden 3 l Alkohol und 400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 500 g Tabak sowie Gegenstände für den eigenen Bedarf. Landes- und Fremdwährung sind bis zu einem Wert von 10.000 USD nicht deklarationspflichtig. Es ist verboten, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte sowie Obst und Gemüse im Reisegepäck nach Costa Rica einzuführen. Die Ausfuhr von Antiquitäten ist verboten und die Ausfuhr von Pflanzen und Tieren wird streng reguliert.

Bei der Rückreise in die EU dürfen Personen über 17 Jahre 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos mit einem Höchstgewicht von 3 g pro Stück oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak sowie 1 l Spirituosen, 2 l Zwischenerzeugnisse, 4 l nicht schäumenden Wein und 16 l Bier sowie andere Waren, wie Parfüm, Kaffee, Tee und Elektrogeräte bis zu einem Wert von 300 EUR zollfrei einführen, wobei die Wertgrenze für Jugendliche unter 15 Jahre bei 175 EUR und für Flug- und Schiffsreisende bei 430 EUR liegt. Bei der Rückreise in die Schweiz dürfen über 17-Jährige 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak und 2 l Alkohol unter 15 Vol.-% und 1 l Alkohol über 15 Vol.-% sowie andere Waren im Wert von maximal 300 CHF einführen.

Da sich Zollbestimmungen kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften kurz vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft zu erfragen.

Klima & Reisezeit

In Costa Rica gibt es zwar nur geringe jahreszeitliche Temperaturschwankungen, aber drei unterschiedliche Klimazonen: Entlang der Pazifikküste kennt man sogar eine ausgeprägte Trockenzeit in den niederschlagsarmen, heißen Monaten von Dezember bis April (Sommer, span. „vernao“). Winde aus südwestlichen Richtungen sorgen hingegen für die schwülen und vergleichsweise regenreichen Monate von Mai bis November (Winter, span. „invierno“). Nur ganz im Süden, auf der am Golfo Dulce gelegenen Halbinsel Osa herrscht immerfeuchtes Klima vor. Auf der atlantischen Seite Costa Ricas liegen die Temperaturen konstant um 26 °C und die Niederschlagsmengen sind ganzjährig fast doppelt so hoch wie am Pazifik. Im von Gebirge umgebenen Landesinnern, dem „Valle Central“, liegen die mittleren Jahrestemperaturen um 20 °C und insgesamt entsprechen die Niederschlagsmengen denen der Pazifikküste.

Ungeachtet der klimatischen Unterschiede kann das Land das ganze Jahr über bereist werden, denn auch während der Regenzeit herrscht in der ersten Tageshälfte überwiegend gutes Wetter, und nur am Nachmittag kann es zu kurzen, aber heftigen Schauern kommen. Dafür sind dann die Preise niedriger als im europäischen Winter, zur Hochsaison. Im Regenwald herrscht ganzjährig extrem hohe Luftfeuchtigkeit mit stets starker Schauerneigung, während es im Bergland recht kühl werden kann. Hier fallen die Temperaturen nachts mitunter bis fast zum Gefrierpunkt.

Generell empfiehlt es sich, leichte und schnell trocknende Kleidung mitzunehmen. Bei Touren im Regenwald sollte man langärmelige Hemden und Hosen tragen, denn sie sind der beste Schutz vor Mücken und Kleintieren. Ein Regenumhang gehört ebenso ins Gepäck wie etwas Warmes für Nächte im Bergland. Sonnencreme und Mückenschutzmittel nicht vergessen!

Touristeninformation vor Ort

Das Costarikanische Tourismusinstitut (ICT) informiert vor allem auf seiner mehrsprachigen Website (http://www.visitcostarica.com) zu den meisten touristisch relevanten Fragen.

Unterwegs

Für die überwiegende Mehrzahl der Besucher stellt die Hauptstadt San José die erste Station ihrer Costa-Rica-Reise dar. Sie wartet zwar nicht mit einer opulenten Vielzahl an kolonialen Bauwerken und Sehenswürdigkeiten auf, doch alleine schon die sehenswerten Exponate der 1.161 m hoch gelegenen Stadt, beispielsweise im Gold- oder im Jademuseum, lohnen einen mehrtägigen Aufenthalt. Interessante Ausflüge von San José führen zum Vulkan Irazú, ins malerische Orosí-Tal und ins Kolonialstädtchen Heredia.

In der Nordhälfte des Landes lohnt der hin und wieder Feuer spuckende Vulkan Arenal stets einen Besuch. In seiner Nähe liegt der Arenal-See, der Sportbegeisterte, insbesondere Kite- und Windsurfer, anzieht. Die Provinz Guanacaste im Nordwesten bietet von allem etwas: üppige Wälder, Hügel, Vulkane und einsame Strände mit zum Teil luxuriösen Hotels auf der Halbinsel Nicoya. Der südliche Teil der Península de Nicoya gehört ganz der unberührten Natur. Herrliche Badestrände findet man auch südlich der Hauptstadt San José am Pazifik, während noch weiter südlich auf der Halbinsel Osa wieder dichter Regenwald reiche Naturabenteuer verspricht. Karibisches Flair vermittelt die Hafenstadt Puerto Limón an der Ostküste. In den Nationalparks an der Karibikküste kann man mit der Unterwasserwelt Kontakt aufnehmen: Um die Punta Cahuita erstreckt sich ein riesiges Korallenriff und im Nationalpark Tortuguero mit unberührtem Primärregenwald kommen Meeresschildkröten zur Eiablage an Land.

Unterhaltung & Nachtleben

Abends ausgehen ist vor allem in der Hauptstadt San José eine Attraktion. Hier gibt es eine studentische Szene und entsprechend viele Kneipen und Diskotheken. Geschäftsleute ziehen gepflegte Bars und teure Nightclubs vor. Wer Spanisch spricht, findet hier auch zahlreiche Angebote für Kino- und Theaterbesuche. In touristisch gut erschlossenen Gebieten wie der Halbinsel Nicoya trifft sich ein internationales Publikum - seien es Globetrotter oder Pauschaltouristen. Kneipen und Clubs werden hier oft von Europäern oder Nordamerikanern geführt.

Essen & Trinken

An den typischen Bestandteilen der deftig-bodenständigen Küche Costa Ricas kommt niemand vorbei: Reis und Bohnen begegnet man ebenso häufig wie Bananen aller Art und vielfältigem Gemüse. Mais-Tortillas und Guacamole sind ebenfalls feste Größen. Auf vielen Speisekarten findet man das Nationalgericht „gallo pinto“, das aus gebratenem Reis und Bohnen besteht, die in Rahm angerührt und mit Spiegelei zum Frühstück serviert werden. Als Snack serviert man Bocas, Arreglados (belegte Sandwiches) und Gallos (gefüllte Tortillas). Die typischen Restaurants, einfache Tavernen, heißen in Costa Rica „sodas“.

Shopping

Die Hauptattraktion Costa Ricas stellt die üppige Natur dar, daher sieht man Naturerzeugnisse wie Obst und Gemüse allenthalben auf den Märkten - sie eignen sich allerdings nicht als Mitbringsel. Den berühmten, am besten vakuumverpackten costaricanischen Kaffee kann man jedoch problemlos ausführen, wobei man auf den Vermerk „puro“ auf der Packung achten sollte. Auf Basis der braunen Bohne werden auch feine Liköre hergestellt. Beliebte Mitbringsel sind geschnitzte Holzfiguren, Keramik oder Lederwaren, die es in größeren Städten und Luxushotels zu kaufen gibt.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Costa Rica hat zwei internationale Flughäfen. Der Juan Santamaría International Airport ist etwa 20 km von San José entfernt (http://www.alterra.co.cr). Vom Flughafen gelangt man mit Bussen und Taxis in das Stadtzentrum; eine Fahrt dauert ca. 30 Minuten.

Der Daniel Oduber Quirós International Airport liegt 12 km von Liberia entfernt (http://www.liberiacostaricaairport.net). Auch von diesem Flughafen verkehren Busse in die Innenstadt. Für Touristen, die sich nicht auskennen, empfiehlt sich jedoch eine Fahrt mit dem Taxi.

Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bieten Condor und Iberia Flüge nach Costa Rica an. Condor fliegt bspw. zweimal pro Woche von Frankfurt über Havanna (Kuba) nach San José. Linienflugverbindungen bestehen mit Iberia von Frankfurt und Zürich über Madrid, mit KLM von Frankfurt, München und Wien über Amsterdam; British Airways fliegt von verschiedenen europäischen Städten über London nach Costa Rica. Die durchschnittliche Flugzeit aus dem deutschsprachigen Raum beträgt ca. 15 Stunden (mit Umsteigen).

Feste & Veranstaltungen

Februar In Paraíso werden am 2. Februar, dem Día de la Candelaria, zu Ehren der Jungfrau Candelaria Theateraufführungen, Konzerte und Tanzperformances veranstaltet.

Vielerorts wird die Fiesta de los Diablitos zelebriert, die mit Aufführungen von traditionellen Tänzen in Stier- und Teufelskostümen an die Kämpfe zwischen der indigenen Bevölkerung und den Spaniern erinnert.

Februar/März In Liberia wird am Karnevalsdienstag und Aschermittwoch ein gigantisches Volksfest mit Viehmarkt, Reiterumzügen und Stierkämpfen gefeiert.

Die Karwoche „Semana Santa“ wird im ganzen Land mit feierlichen Prozessionen begangen.

April Das Festival International de las Artes in San José ist Schauplatz von Kunst und Kultur: Neben Konzerten, Theateraufführungen und Tanzveranstaltungen stehen auch verschiedene Workshops, Filmvorführungen und Ausstellungen auf dem Programm (http://www.festivaldelasartes.go.cr).

Juli In Puntarenas wird die Fiesta de la Virgen del Mar zu Ehren der Jungfrau des Meeres mit einer festlichen Bootsprozession rund um die Halbinsel gefeiert.

14.-15. September Auf ganz Costa Rica wird der Unabhängigkeitstag mit patriotischen Paraden und ausgedehnten Tanzveranstaltungen begangen.

Oktober Anlässlich des 12. Oktobers, dem Tag der Entdeckung Amerikas „Día de la Raza“, wird in Limón eine Woche lang ausgiebig in bunten Kostümen Karneval gefeiert.

Dezember Auf Costa Rica gibt es zwar keine Weihnachtsmärkte, in San José wird jedoch das Lichterfestival Festa de la Luz mit einer Blaskapellenparade und Tänzern auf festlich geschmückten Wagen ausgerichtet, die an den blinkend beleuchteten Häusern der Stadt vorbeiziehen.

Dezember-Januar Das Ende des Jahres, Fin del Año, feiert man vielerorts mit Pferdeparaden, Umzügen und Stierkämpfen.

Steckbrief

Amtssprache: Spanisch

Bevölkerung: rund 4,4 Mio. Einwohner

Fläche: 51.100 km²

Hauptstadt: San José (rund 360.000 Einwohner)

Landesvorwahl: +506

Währung: Cólon (Abk.: ¢; ISO-4217-Code: CRC); US-Dollar teilweise verbreitet

Zeitzone: Central Standard Time (CST), Mitteleuropäische Zeit (MEZ): -7 Stunden, Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) -8 Stunden; keine Umstellung auf Sommerzeit

Praktische Hinweise

Impfungen

Bei direkter Einreise aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist keine Impfung vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfieber-Infektionsgebiet muss eine entsprechende Impfung nachgewiesen werden (gilt nicht für Säuglinge unter einem Jahr).

Generell ist ein Schutz vor Tetanus, Diphtherie, ggfs. auch Pertussis, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza sowie Hepatitis A sinnvoll, bei längeren Aufenthalten auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus.

Um die Gefahr einer Dengue-Fieber- oder Malaria-Infektion zu minimieren, sollte man das ganze Jahr über auf ausreichenden Mückenschutz achten. Als malariafrei gelten San José und Gebiete über 1.800 m. Schwere Fälle von Malaria treten nur selten auf. Das Auswärtige Amt empfiehlt derzeit keine medikamentöse Dauerprophylaxe (aktuelle Empfehlungen unter http://www.dtg.org). Leitungswasser sollte nicht als Trinkwasser, d.h. auch nicht zum Zähneputzen oder Spülen, verwendet werden.

Da sich Impfvorschriften kurzfristig ändern können, ist es ratsam, die aktuellen Vorschriften vor der Reise direkt bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung des Ziellandes zu erfragen.

Kriminalität

In Touristenzentren kommt es immer wieder zu Diebstählen und bewaffneten Überfällen; Widerstand sollte nicht geleistet werden, denn die Täter schrecken oft nicht vor Gewaltanwendung zurück. Erhöhte Vorsicht ist laut Auswärtigem Amt im Bereich der Brücke über den Rio Tárcoles im Westen des Landes, an den Busbahnhöfen und in der Innenstadt von San José, rund um Limón, Jacó und Quepos sowie an den Stränden im Nordwesten und an den Zufahrtsstraßen vom Flughafen geboten.

Taschendiebstähle sind in Costa Rica an der Tagesordnung: Wertsachen sollten nur im unbedingt benötigten Umfang mitgeführt und nicht offensichtlich sowie nahe am Körper getragen werden. Es ist ratsam, sein Gepäck, auch bei Busfahrten, stets genau im Auge zu behalten, Fahrzeuge nur auf bewachten Parkplätzen abzustellen und nächtliche Autofahrten oder Aufenthalte im Dunkeln möglichst ganz zu vermeiden. Auch an belebten Orten kommt es nicht selten zu Autoeinbrüchen; Mietwagentouristen werden gelegentlich Hindernisse in den Weg gelegt, um ihnen anschließend Hilfe beim Reifenwechsel anzubieten, währenddessen das Gepäck gestohlen wird. Autos sollten generell (auch während der Fahrt) verriegelt werden, um Diebstählen an Ampeln oder im stockenden Verkehr vorzubeugen (die Täter schrecken jedoch z.T. nicht davor zurück, Scheiben einzuschlagen, um an die begehrte Beute zu kommen). Wachsamkeit ist darüber hinaus im Zusammenhang mit vermeintlichen Parfümproben oder K.O.-Tropfen angeraten, die dem Opfer bevorzugt unter das Getränk gemischt werden, um es anschließend auszurauben. Es häufen sich außerdem Fälle von Entführungen, die sich jedoch nicht gezielt gegen Touristen richten.

Im Notfall kann man sich unter der Telefonnummer 911 an die Touristenpolizei wenden oder die kostenlose Nummer des Tourismusinstituts (ICT) wählen: 800-8868-7476 oder 800-8887-4766.

Haustiere

Es ist nicht empfehlenswert, ein Haustier lediglich für eine Urlaubsreise mit nach Costa Rica zu nehmen. Wer ein Tier dennoch, z.B. im Rahmen längerer Aufenthalte oder eines Umzugs, mitbringen möchte, sollte sich bei der jeweiligen Fluggesellschaft genauestens nach den Transportbedingungen erkundigen bzw. erfragen, ob ein Transport überhaupt möglich ist. Für die Einreise muss eine internationale amtstierärztliche Bestätigung (beglaubigt auf Englisch oder Spanisch) vorliegen, die bestätigt, dass das Tier keine ansteckenden Krankheiten hat. Ein entsprechender Test darf nicht länger als 2 Wochen zurückliegen. Außerdem wird ein Heimtierausweis mit dem Nachweis aller relevanten Impfungen (Staupe, Hepatitis, Tollwut, Leptospirose und Parvovirus bei Hunden, Tollwut bei Katzen) verlangt.

Für die Wiedereinreise in die EU ist eine Blutuntersuchung (Tollwutantikörpertest) erforderlich, die bereits rechtzeitig (i.d.R. 3 Monate) vor der Reise im Heimatland durchgeführt werden sollte. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise bei der jeweiligen Botschaft oder konsularischen Vertretung über die jeweils gültigen Bestimmungen. Hier erfahren Sie auch, welche Tiere im Zielland als „Haustiere“ angesehen werden; für verschiedene Tierarten können unterschiedliche Regelungen bestehen.